Low Fat Getting High - Poor Circulation

Low Fat Getting High - Poor Circulation


Ein etwas selt­sa­mes Release­for­mat hat sich die New Yor­ker Band da für ihre EP aus­ge­sucht: Ein Zine ohne jeg­li­che Ton­trä­ger­bei­lage, dafür mit 'nem Musik­down­load. Macht aber Sinn im digi­ta­len Zeit­al­ter, gerade ange­sichts der Tat­sa­che, dass zei­tige Vinyl-Releases gerade nicht wirk­lich mach­bar sind. Den Down­load gibt's dan­kens­wer­ter Weise auch ein­zeln.
Die Musik kann auch sehr gut alleine für sich ste­hen. Aus­ge­zeich­ne­ter Noise-/Post­core, der in eine ähn­li­che Kerbe schlägt wie etwa Greys, Geronimo oder Cham­pion Lover. Und jetzt bitte einen Lang­spie­ler, ja?

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Stickers - Swollen

Stickers - Swollen


Sti­ckers aus Seat­tle spie­len kom­pro­miss­lo­sen Post Punk der seine lan­gen Arme dazu noch in Rich­tung Gara­gen- und Noi­se­rock aus­streckt. Ein sub­ti­ler Goth-Vibe ist auch mit an Bord. Mono­ton, Hyp­no­tisch und frei von unnö­ti­gen Schnör­keln. Wie eine etwas zugäng­li­chere Vari­ante von East­link oder im Tempo gedros­selte Ex-Cult auf 'nem fie­sen Trip. Der regel­mä­ßige Saxo­phon-Ein­satz gibt die­sem dis­so­nan­ten Biest dann noch den letz­ten Schliff.


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Nai Harvest & Playlounge - Split 12"

Nai Harvest & Playlounge - Split 12"


Zwei her­aus­ra­gende bri­ti­sche Ver­tre­ter des melo­di­schen Indie­krachs fin­den sich hier zusam­men, lie­fern jeweils einen neuen Song und covern sich dann gegen­sei­tig. Runde Sache, würde ich dazu sagen. Auch wenn das auf die Platte in ihrer phy­si­schen Form nicht wirk­lich zutrifft.


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Unter der Brücke hängen, dann zum Teufel gehen.

Unter der Brücke hängen, dann zum Teufel gehen.

Wenn ihr am Sams­tag dem 30. August nix unglaub­lich wich­ti­ge­res zu tun habt, schaut doch mal in Mann­heim beim dies­jäh­ri­gen Brü­ckena­ward Fes­ti­val vor­bei. Nicht nur, dass dort bei freiem Ein­tritt so aus­ge­zeich­nete Bands wie die Post­core­klop­per The Tidal Sleep, die Noi­se­pop­per Anda­lucía, das Grind­wun­der Entrails Out und die kom­plett durch­ge­knall­ten Mon­o­people auf­spie­len wer­den. Oben­drein lässt der RRRun­zel­hund mit sei­nen schrä­gen SoundZ spä­ter noch eine fette After­show­party im Zum Teu­fel stei­gen und wird dort zusam­men mit mei­ner Wenig­keit für Ver­zü­ckung und Ver­zu­ckun­gen auf der Tanz­flä­che sor­gen. Dabei sein oder bereuen.

Unter der Brücke hängen, dann zum Teufel gehen.

The Neighbors - Will You Please Be Quiet, Please?

The Neighbors - Will You Please Be Quiet, Please?


Wun­der­schön ein­gän­gi­gen Gara­gen-Retroro­ck/­Power­pop spie­len die Neigh­bors aus Seat­tle, mit hym­ni­schen Song-Qua­li­tä­ten und gesal­zen mit einer ordent­li­chen Prise melo­di­schen 90er Indierocks. Wer mit Gen­re­ver­tre­tern wie King Tuff, The Woo­len Men oder den Indiero­ckern Island Twins etwas anzu­fan­gen weiß, sollte das hier auf keine Fall ver­pas­sen. Aber auch The Clean und ver­wand­tes Zeug aus der neu­see­län­di­schen Szene haben hier wohl Spu­ren hin­ter­las­sen.


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Yoghurt Blood - Snowboarding Dad (Selected Works 2009​-​2014)

Yoghurt Blood - Snowboarding Dad (Selected Works 2009​-​2014)


Schon wie­der so 'n räu­di­ges NoFi-Mach­werk, unver­meid­lich natür­lich aus Bris­bane, der aus­tra­li­schen Stadt die selbst für die abge­fuck­tes­ten Weir­dos noch 'nen Pro­be­raum übrig hat. Die Songs auf die­sem Tape sind aus­nahms­los pri­mi­tivste Gara­gen­jams, rei­ner Sadis­mus, "recor­ded with a phone", wie sie ganz offen­her­zig zuge­ben. Tol­ler Scheiß.


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King Vitamin - Multi-Vitamins

King Vitamin - Multi-Vitamins


Ach du scheiße, wie soll ich denn die­ses schräge etwas von einer Platte schon wie­der erklä­ren? Aus Roches­ter, New York kommt die Band wenn ich das rich­tig inter­pre­tiere. Musi­ka­lisch eine wilde Fahrt durch einige der exzen­trischs­ten Ecken des 80er Musik­un­ter­grun­des. Als wären so unter­schied­li­che Bands wie Minu­te­men, The Pop Group, Bad Brains, B52s, Wire und Devo zu einer absur­den Ein­heit ver­schmol­zen. Das ganze dann von einer Gara­gen­band gespielt und schrot­tig auf­ge­nom­men, fer­tig ist der krude Bas­tard.


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Wymyns Prysyn - Head In A Vise

Wymyns Prysyn - Head In A Vise


Ein gewal­tig explo­si­ves Gemisch walzt einem diese Band aus Atlanta auf ihrem aktu­el­len Tape ent­ge­gen. Das lässt sich schwer ein­ord­nen und sitzt bequem zwi­schen diver­sen Genre-Stü­len. Könnte man so beschrei­ben: Hoch­en­er­ge­ti­scher Punk­rock á la Hot Snakes ver­schmilzt mit Ele­men­ten aus dem Noi­se­rock und Post­core der frü­hen nul­ler Jahre, bleibt dabei aber immer ein­gän­gig und über­wie­gend melo­disch. Das klingt jetzt weit­aus weni­ger Spek­ta­ku­lär als es wirk­lich ist, die Platte ist ein genauso wil­des wie auch schlaues Biest.


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Andalucia - There Are Two Of Us

Andalucia - There Are Two Of Us


Die sonst eher irgendwo im Mosh­pit­ge­wühl behei­ma­te­ten Jungs vom Blog Bor­der­line Fuckup mach­ten diese Woche auf ein viel zu sel­te­nes Phä­no­mem auf­merk­sam: Eine deut­sche Indierock­band die nicht saugt. Das Debüt­al­bum des Müns­te­ra­ner Duos Anda­lu­cia erin­nert sofort an aktu­elle Indie­krach­duos wie etwa Play­lounge, Solids oder frühe Japan­dro­ids, aber auch die alten Indie­schramm­ler von The Wed­ding Pre­sent kann man manch­mal raus­hö­ren. Sehr sou­ve­rä­nes Debüt, das neu­gie­rig auf ihr zukünf­ti­ges Schaf­fen macht.


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Baby Ghosts - Maybe Ghosts

Baby Ghosts - Maybe Ghosts


Die Musik die­ser Punk­combo aus Salt Lake City fügt sich auf den ers­ten Blick ganz gut ein in die aktu­elle Welle fluffi­ger Indiepop-/Pop­punk­bands die der­zeit die Blo­go­sphäre mit seich­tem Geschram­mel zuschei­ßen. Auf den zwei­ten Blick zei­gen sich dann aber Qua­li­tä­ten, die sie mei­len­weit aus der besag­ten dun­kel­brau­nen Suppe her­aus­ra­gen las­sen. Erst­mal ist das - unschwer zu erken­nen - kein nied­li­ches Schmu­se­kätz­chen auf dem Cover; pas­send dazu wer­den die zwölf Songs uner­war­tet ener­ge­tisch vor­an­ge­trie­ben und unter der Ober­flä­che der pop­pi­gen Melo­dien tun sich bei genaue­rem hin­se­hen man­che düs­tere Abgründe auf. Die Songs erwei­sen sich dann auch als weit­aus weni­ger 0815 als es zuerst scheint, das hat alles Hand und Fuß und jede Song­struk­tur erscheint sorg­sam aus­for­mu­liert. Mag auch man­cher Song in den ers­ten Tak­ten eher auf hand­zah­men Bub­ble­gum­pop hin­deu­ten, es dau­ert nie lange bis einen des nächste große Hook in einen Emo­tio­na­len Stru­del rein­zieht, wie er in die­sem Gen­re­um­feld sehr rar gewor­den ist.


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