Star Party – Meadow Flower

Mit Leuten von Vexx, Gen Pop und Sweeping Promises an Bord, wer würde da schon etwas geringeres erwarten als konzentrierte Großartigkeit? Genau die bekommen wir dann auch auf der ersten LP der Band aus Seattle. Die acht Songs darauf sind Noisepop-Lutschbonbons vom höchsten Kaliber, die auch dem Rezeptbuch von so vage Surfpop- und JMC-beeinflussten Acts entlehnt sein könnten wie etwa den frühen Primitives, Joanna Gruesome, frühen Wavves, Male Bonding und, am aktuellsten, UV-TV. Dabei ist die Songsubstanz stark genug, um auch noch zu funktionieren wenn man den allgegenwärtigen Fuzz-Nebel subtahiert, wie etwa in dem hinreißenden Titeltrack – einer melancholischen Dreampop-Ballade.

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Unknown Liberty – Chain Of Madness

Interessanter Mix aus Hardcore-, Anarcho- und Post Punk, den hier eine Band aus Kingston, New York zusammenbraut mit ein paar definitiven KBD-Vibes à la Launcher, ein bisschen UK82-mäßiger Energie, jeder Menge rudimentärer Peni(sse) und dem gelegentlichen Anflug von Crass.

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Die Verlierer – Die Verlierer

Stark retromäßiger Post Punk, kommt aus Berlin und klingt auch sehr danach. Unüberhörbar nölt hier der gleiche Ersatz-Rio ins Mikro, der das auch bei Maske zu tun pflegt. Der allgemeine Tonfall ist hier aber etwas dreckiger, garagiger als bei erwähnter Band, hat mal so was Wipers-mäßiges oder einen Hauch von S.Y.P.H., auch nicht allzu fern von neuzeitlichen Erscheinungen à la Aus, Hyäne, Die Wärme oder Peter Muffin und die Heilsarmee. Anders ausgedrückt: Hätte so auch um ’81 rum erscheinen können. Es sind auch ’ne Handvoll unterwältigender Füllertracks enthalten, was man ihnen in Anbetracht der unbestrittenen Höhepunkte verzeihen mag. Die sind noch neu hier. Aber den Versuch mit dem Funk, den sparen wir uns beim nächsten mal, ja?

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Horsegirl – Anti-glory

Versions of Modern Performance erscheint am 3. Juni auf Matador Records.

Peace De Résistance – Boston Dynamics

Bits and Pieces erscheint am 13. April auf Peace de Récords / Sorry State Records.

L‘ appel Du Vide – Das Programm

Abwärtsspirale erscheint am 27. Mai auf It’s Eleven Records.

C-Krit – C-Krit

Scheiße, riecht das mal streng hier… aber auf eine gute Art und Weise. Nach anderthalb milde verstörenden Tapes auf Impotent Fetus kommt jetzt per Tetryon Tapes der erste “Lang”-Spieler der Band hinterher und verbreitet erneut helle Freude. Ganz schön eiteriger Hard- und Noisecore ist das, den man vage mit so Acts wie Soupcans, Stinkhole oder Vulture Shit vergleichen mag, aber auch von alten Pionieren wie Flipper, No Trend und Broken Talent hat das ein bisschen was. Als Kind wurde mir von meinem religiösen Umfeld mal suggeriert, man könnte sich durch das hören von böser Rockmusik ganz schnell einen fiesen Dämon einfangen (zum Glück hielt die Panikmache in meinem Fall nicht lange vor…). Keine Ahnung was man sich beim leichtsinnigen Anhören dieser Kassette einfängt, aber zu den Nebenwirkungen gehören wilder Sarkasmus, Durchfall und ein ausgeprägtes Gefühl von alles scheißegal.

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