MKVulture – Terminal Freakout

Ein dichtes, Noise-geladenes Post Punk-Spektakel entfaltet sich auf der Debüt-EP dieser Band aus Richmond, Virginia zu vier aufwändig konstruierten Songs, die jetzt schon einen voll ausgereiften und selbstsicheren Eindruck hinterlassen. Zeitweise hat das mal diesen gewissen Vibe von Straw Man Army, erweitert um subtile Spuren von Poison Ruïn. Andere Momente erinnern mich an einige der melancholischeren, Song-orientierten Post Punk-Acts des vergangenen Jahrzehnts wie frühe Estranged, Public Eye, Criminal Code, Bruised, VHS, Waste Man und sogar die Bollwerke Wymyns Prysyn und Institute/Mothers's Milk aus Atlanta taugen als Vergleiche.

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Metdog – Questions and Answers Regarding Computers and Screens

Eine eh schon starke Woche für den Eggpunk bekommt noch einen zusätzlichen Boost von einem weiteren Genre-Fixpunkt der letzten Jahre, denn Metdog aus Melbourne haben nach einer irrsinnig tollen Reihe von EPs jetzt ihr Langspieldebüt am Start. Der Titel verspricht Computerscheiße und meine Fresse, bekommen wir darauf Computerscheiße serviert, wenngleich das ganze weniger Antworten gibt als es Fragen aufwirft und die meisten davon fangen an mit "What the fuck…?". Passend dazu zeigt sich die Band hier in ihrer bislang elektronischsten Inkarnation mit einerm allgemeinen Vibe, der ein bisschen so klingt als würde ein bizarres 8-Bit-Mashup älterer Ausmuteants auf die subtile Klasse von Windows 3.11 Midi-Files prallen.

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The Slads – Tough Times

Brilliante oldschool-Action auf der Debüt-EP dieser Band aus Philadelphia. Darauf verschweißen die einen hybriden Garage-/Hardcore-Vibe so á la Cutters mit eindeutigen Oi!-Tendenzen in der Machart etwa von The Chisel und Chubby and The Gang. Andererseits mag das Riffing hier vereinzelt mal an Poison Ruïn erinnern und die griffigen Gitarrenleads bewegen sich regelmäßig auf klassischem Radio Birdman-Territorium.

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Rude Television – I Want To Believe

Die Band aus West Palm Beach, Florida kam mir erstmals anlässlich einer Splitkassette mit AJ Cortes and The Burglars unter und seitdem wurde das Zeug nur umso stärker mit jeder neuen Veröffentlichung - die neueste EP ist da keine Ausnahme und liefert eine neue Charge von kompakt-catchy Powerpop-, Garage- und Synth Punk-Sprengladungen die in mir Assoziationen zu so einschlägigen Namen wie Gee Tee, Erik Nervous, Vaguess and Satanic Togas erwecken.

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Aus – Der Schöne Schein

Wenige Bands haben den Berliner Post Punk-Vibe der vergangenen paar Jahre zu so einer minimalistisch-spröden Essenz heruntergekocht wie Aus mit den vergangenen zwei LPs. Diese 7" liefert jetzt das erste neue Material nach fast vier Jahren Stille und darauf öffnet sich erdrückende Tristesse der vergangenen Platten ein Stück weit mit einem für sie ungewohnt wirkenden Sinn für crispe Grooves - ein irgendwie auch notwendiger Tapetenwechsel und eine neugewonnene Antriebskraft, die einen plausiblen Weg vorwärts weist für eine Band, die Veränderungen bisher eher abgeneigt schien.

The Minneapolis Uranium Club Band – Small Grey Man

Infants Under The Bulb erscheint am 1. März auf Static Shock Records & Anti Fade Records.

VR Sex – Real Doll Time

Hard Copy erscheint am 22. März auf Dais Records.

Chalk – The Gate

Conditions II erscheint am 1. März auf Nice Swan Records.

Chester Remington – Almost Dead

Almost Dead erscheint am 15. März auf Howlin Banana Records.

Verspannungskassette #68 (C-60)

Reckless Randy Skateboard II
Power Pants Gotta Do It Myself
Billiam Scoop & Weigh
Media Puzzle Simple As That!
Cherry Cheeks You Don't
Club De Bowling Saliendo A La Calle
Feeding Tube Can you???
Poo Poo Talks B2S
Repulsion Switch I'm Down
Elvis 2 Livin with the A.P.P
Stuart Pearce Nuclear Football
Dezinformacije Kanta Za Smeće

WWW Litio
Part Time Filth Filth Inc.
Nightman Sauteed
Plumb Bob Plumbing Song For Gel To Sing
Bog People Dark Skies
Lazer Bullet No Monku
Mutated Void Abandoned
No Brainers Bullshit World
Götri Sang Pembunuh
Total Sham Ice Cold
Zoids Evil Knievel Superstar

Knowso Drink from the Lake
Zenomorph (Baby I'm A) Freakshow
Ghoulies Towel King
iPad Baby Ohio Rizzler
TTT-Turbo 2 Heads 1 Soul
Raut Punish The Sinners
Snooper For Yr Love
Pear'n Who?
Μπριτζολιτσεσ I Used To Be A Cheesepuff

Cthtr Copper Gate
Goblin Daycare Gutstown
Munchkin Head Unknown Title
Nightwatchers 2 temps, 3 mouvements
Consensus Madness L(abor) O(f) L(ove)
Psychbike Evaded
ØL Pissevenn
High Heels Jane From Occupied Downingtown
Ataque Zerø Ciudades

Warm Exit – Ultra Violence

Als Warm Exit aus Brüssel letztes Jahr durch Deutschland getourt sind dürften einige, meine Wenigkeit eingeschlossen, ziemlicht überrascht gewesen sein von dem was sich da abspielte, auch wenn die 2022er Single TV / Ultra Violence schon erste Hinweise in Richtung eines klassischen Post Punk-Fahrwassers gab. Auf der Bühne wurde dann aber unmittelbar klar, was für eine radikale Transformation die Band da durchlaufen hat. Kaum etwas übrig von ihrem ursprünglichen Sound, der eher im Einklang mit der aktuellen Garage-/Synth-/Eggpunk-Generation war, nun komplett ersetzt durch einen intensiven, stockdüsteren Abgrund aus atmosphärischem Post Punk wie ihn jetzt auch ihr Langspieldebüt reflektiert und dabei an eine erlesene Reihe von Bands erinnert wie zum Beispiel Rank/Xerox, Criminal Code, Diät, Girls In Synthesis, Sievehead oder Negative Space.

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