Reckless Randy – Reckless Randy

Irgendwie ist mir dieser Typ aus Ocean City, New York bisher durch die Lappen gegangen. Sein Langspiel-Debüt trifft dafür aber gleich mal voll meinen Nerv mit einer Auffassung von simplem bis dummen Garage-, Electro- und, gelegentlich, Synth Punk, der häufig noch mal einen deutlichen Schlag in Richtung ’77 aufweist und an alte Pioniere wie Screamers, MX-80, Metal Urbain/Dr. Mix & The Remix oder auch ein kleines bisschen an Chrome erinnert. In Country Girls gibt es dann passend zum Titel noch einen leichten Anflug von Gun Club-mäßigem Cowpunk, während man in der Gegenwart vielleicht Vergleiche zu so Acts wie S.B.F., Kid Chrome, Zoids oder Mateo Manic ziehen möchte.

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Neutrals – Bus Stop Nights 7″

Natürlich mal wieder ohne Ausnahme brilliant, der jüngste Output dieser seltsam britisch klingenden Band aus Oakland, Kalifornien. Das hier mag dabei ihre am wenigsten Post Punk-lastige, am stärksten powerpoppige Platte bisher sein, die erneut aus allen Nähten platzt angesichts der schieren Menge an meisterhaft ausgerollter, bodenlos charmanter Television Personalities-Anbetung plus einem gewissen Unterton der frühen Mekons oder Desperate Bicycles.

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Canadian Rifle – I’m Just Like You 7″

Huch, diese Leute scheinen ja schon ganz schön lange ihr Ding zu drehen und doch stolpere ich hier zum ersten mal über ihre Musik. Die neueste EP der Band aus Chicago ist dann gleich auch mal ein lupenreiner Leckerbissen bestehend aus melodischem Punkrock mit dieser gewissen rohen 80er Kante á la SST Records, die für kurze Zeit in den 2010er Jahren ja erneut mal ein kleines Ding war, sich seitdem aber auch schon wieder ziemlich rar gemacht hat. Stellt euch mal so ’ne Mischung aus Bands vor wie frühen Milk Music, Needles//Pins, California X, Commander Keen oder Happy Diving vor.

Weak Signal – War and War

Hui, ich hatte jetzt aber mal nicht mit einem derartig hochwertigen Genuss gerechnet in Form des jüngsten Albums dieser New Yorker, die bislang komplett unter meinem Radar geflogen sind. Auf die Ohren gibt es eine stark von Velvet Underground und Jesus and Mary Chain inspirierte Melange aus Fuzz-/Power-/Noise-/Dream Pop, die schon alleine durch die Stärke des Songmaterials überzeugt und als harten Kontrast dazu dann soundmäßig eher mal so auf kleiner Flamme vor sich hin gart. Es braucht also ein bisschen Geduld, aber das zart auf der Zunge zergehende Resultat ist dann eine einzige Gaumenfreude, während ich jedes Hook und jedes Fitzelchen an subtiler Textur in ihren Klanglandschaften abfeiere.

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Feed – Western Fun // Djinn – Relapse // Zhoop – Top Shelf

Ich glaub diesem Vogel aus Hammond, Indiana hab ich hier noch nie so wirklich das Spotlight gewidmet, das er eigentlich verdient hätte – ihr werdet seiner Musik dafür aber sicher schon auf irgendeiner der Verspannungskassetten begegnet sein, auf denen seine diversen Alter Egos in jüngerer Zeit ziemlich regelmäßig aufgetaucht sind. Hier sind jetzt drei seiner neuesten Batzen des minimalistischen Hardcore Punk, der bei allen drei Projekten eigentlich ziemlich ähnlich klingt, sieht man mal von leichten Variationen in Sachen Tempo und Intensität ab sowie von etwas elektronischer Billigheimer-Unterstützung im Falle von Feed, womit sich der Kerl wohl obendrein noch den Titel bester (einziger?) Hardcore-Stylophonist redlich verdient hätte.

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The Neuros – The Neuros 7″

Die Band aus Melbourne liefert hier auf ihrer Debüt-EP eine unbeirrt saumäßig geradeaus rockende Ladung des schnörkellosen (Garage-)Punk mit einem geradezu altertümlich anmutenden Vibe der ’77er Schule ab, etwa so wie eine ganz schön fucking viel traditionellere Inkarnation von Amyl and the Sniffers. Dass sie sowas von der Leine lassen können ohne dabei auch nur annähernd abgenutzt zu klingen, spricht sowohl für ihre Fähigkeiten als angemessen tight agierende Combo als auch für die Qualität des zugrundeliegenden Songmaterials.

Exwhite – Estray

Estray erscheint am 9. April auf Turbo Discos.

Rough Gutts – See the Light

Rough Gutts EP Part 1 & 2 erscheint am 3. Juni auf Boss Tuneage Records.

Crime of Passing – Tender Fixation

Crime of Passing erscheint am 22. April auf Future Shock Recordings.