Big French – Downtown Runnin

Big French - Downtown Runnin
Ganz kru­des Zeug von die­ser New Yor­ker Band. Zach Phil­lips von Blan­che Blan­che Blan­che ist mit an Bord, und wer mit des­sen Haupt­pro­jekt ver­traut ist weiß jetzt schon, dass er sich über gar nix wun­dern darf. Hier haben wir eine Platte vol­ler psy­che­de­li­schem Pro­gres­sive-Glam-Punk-Noise-Post-Pop-irgend­was. Yep. So als hät­ten sich frühe Gui­ded By Voices beim jam­men zu viel LSD ins Bier gekippt und dabei Helium geat­met, das würde den durch­ge­hen­den Fal­sett­ge­sang erklä­ren. Zer­fah­rene, chao­ti­sche drei­ßig Minu­ten, auf­ge­teilt in 18 kurze Song­skiz­zen und durch­drun­gen von vie­len mit­rei­ßen­den Pop­mo­men­ten. Und bevor man seine her­un­ter­ge­fal­lene Kinn­lade wie­der unter Kon­trolle hat, ist der Spuk auch schon wie­der vor­bei.

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Cheese Borger and the Cleveland Steamers – Terminal

Cheese Borger and the Cleveland Steamers - Terminal
Ich kann um’s ver­re­cken nicht viel mehr über die­sen Typen her­aus­fin­den außer dass er wohl vor sehr, sehr lan­ger Zeit in einer Band namens Pink Holes mit­ge­mischt hat, die wie­derum sind schein­bar so was wie eine lokale Legende in ihrer Hei­mat Pai­nes­ville, Ohio. Muss ich mal aus­che­cken, wenn ich die Zeit finde.
Auf sei­ner aktu­el­len Platte setzt es mini­ma­lis­ti­schen Gara­gen­rock und 77er Punk mit star­kem Rocka­billy-Ein­fluss. Die Cramps las­sen manch­mal recht herz­lich grü­ßen. Proto-Punk á la Modern Lovers ist auch keine ganz fal­sche Asso­zia­tion. Immer schön abge­han­gen und ohne über­flüs­sige Schnör­kel pro­du­ziert, hätte diese Platte genau so auch schon vor drei­ßig Jah­ren erschei­nen kön­nen.
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Planner – Canada is the Reason

Planner - Canada is the Reason
Tol­ler Post-/Noi­se­core aus Flens­burg, der sich nicht so recht auf ein bestimm­tes Sub­genre fest­na­geln las­sen will. Klingt mal etwas nach Dackel­blut- oder frü­her Tur­bo­st­aat-Schiene mit eng­li­schen Lyrics, mal erin­nert es eher an den moder­nen Post-Hard­core der frü­hen Nul­ler­jahre, noch ange­nehm frei von ner­vi­gen Metal­core- oder Screamo-ein­flüs­sen. Ox ver­gleicht sie mit Hot Snakes. Auch nicht ganz falsch, wobei Plan­ner da doch irgend­wie noch ’n gan­zes Stück old­schoo­li­ger klin­gen. Zwölf Songs in zwan­zig Minu­ten, keine Note zu viel gespielt. Sitzt alles per­fekt.
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Commonwealth Choir – Shirtless EP

Commonwealth Choir - Shirtless EP
Schön relax­ter, power­pop­pi­ger Indie Rock aus Doyl­es­town, Penn­syl­va­nia, mit deut­li­chem Wink in Rich­tung Elvis Cos­tello und The Jam. Mal leicht Folkig-Hym­nisch, mal strai­ght nach vorne rockend.
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Johns – Temple of False Love

Johns - Temple of False Love
Johns aus Buf­falo, NY spie­len auf ihrer zwei­ten (?) EP eine sehr eigene Mischung aus Gara­gen­rock, Post­punk und Indie Rock, mit einer gewis­sen Wipers-Kante, aber auch mal mehr, mal weni­ger sub­tile Ame­ri­cana-Ein­flüsse sind spür­bar. Eigent­lich hat aber jeder der vier Songs sei­nen ganz eige­nen Vibe, ein Kom­pli­ment das man nicht jeder Band machen kann. Wie am Cover­for­mat unschwer zu erken­nen ist, erschien das ganze als Tape. Digi­tal gibt’s die EP zum Preis dei­ner Wahl.
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Amateur Party – The Song Is You 7″

Amateur Party - The Song Is You 7"
Punk­rock aus Phil­adel­phia mit Power­pop- und Soul-Ein­schlag. Kurz und Schmerz­los. Macht fünf Minu­ten lang glück­lich, dann muss eine neue Droge her.
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Yellow Creatures – Town Hall Crypt 7″

Yellow Creatures - Town Hall Crypt 7"
Post Punk der exzen­tri­schen Sorte spielt diese Band aus dem bri­ti­schen New­castle. Die Lyrics klin­gen doch sehr nach psy­che­de­li­schen Dro­gen und auf der B-Seite dreht sich das ganze dann auch musi­ka­lisch in Rich­tung 60’s Psy­che­de­lia.
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Paro – They Want Your Heart

Paro - They Want Your Heart
Groß­ar­ti­ger Post­punk aus Ber­lin, ganz ohne die viel zu übli­chen Joy Divi­sion-Ver­satz­stü­cke und auch ohne die bei deut­schen Bands meis­tens anzu­tref­fen­den Gothic-Ele­mente. Sehr erfri­schend. Statt­des­sen gibt’s hier trei­bend-groo­vende Beats, Dub-Ein­flüsse und noi­sig-dis­so­nante Gitar­ren­at­ta­cken. Her­kömm­li­che Song­struk­tu­ren: Fehl­an­zeige. Wenn ich ’nen Ver­gleich zu irgend­et­was gegen­wär­ti­gen zu zie­hen ver­su­che, schei­nen mir diverse Pro­jekte von Mike Pat­ton halb­wegs nahe­lie­gend. Aber das hier ist abso­lut eigen­stän­dig und hat sol­che Ver­glei­che gar nicht nötig.
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The Future Primitives – Into The Primitive

The Future Primitives - Into The Primitive
Pri­mi­tiv ist wirk­lich das ein­zige pas­sende Wort, um den Sound die­ser Band aus Kap­stadt, Süd­afrika zu beschrei­ben. Das ist Gara­gen­rock in sei­ner ursprüng­lichs­ten Form, „Nuggets“-Style Pro­to­punk der spä­ten 60er/​ Frü­hen 70er. Ab und zu las­sen sie noch etwas 30th Floor Ele­va­tors oder Stoo­ges zu, viel neu­mo­di­scher wird’s auf die­ser Platte aber nicht. Für die­ses Genre gilt: je düm­mer und ein­fa­cher es wird, desto mehr Spaß macht das ganze. Also Hirn aus­schal­ten und aus­klin­ken, wir ver­lie­ren die Kon­trolle…
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Cuddly Shark – The Road To Ugly

Cuddly Shark - The Road To Ugly
Das zweite Album der Glas­go­wer erschien schon Anfang 2013, ist aber irgend­wie an mir vor­bei gegan­gen. Dabei hatte mir bereits ihr inzwi­schen schon vier Jahre altes Debüt sehr gefal­len. Wir haben es immer noch mit dem leicht Post­pun­ki­gen Indie­rock und gele­gent­li­chen Noise-Ein­flüs­sen zu tun, aber die Band hat ihre Farb­pa­lette deut­lich erwei­tert, da kön­nen jetzt auch mal gewisse Coun­try- oder Folk-Ein­flüsse durch­schei­nen. Mehr ein­gän­gige Melo­dien las­sen sie jetzt zu und das Song­wri­ting ist deut­lich gereift. Trotz­dem behält sich die Band eine gewisse Kan­tig­keit, die in die­sen eher weich­ge­spül­ten Zei­ten sehr gut tut. Wun­der­schöne Platte, mit der ich so gar nicht gerech­net hätte.
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