Geyser - Geyser EP

Geyser - Geyser EP
Und wie­der eine sehr hörens­werte Ein­rei­chung, dies­mal von einer Band die ver­mut­lich aus dem kana­di­schen Grea­ter Sud­bury kommt, wenn mich die eher dif­fuse Infor­ma­ti­ons­lage nicht auf's Glatt­eis geführt hat. Ihre Debüt-EP klingt stel­len­weise nach einer Kreu­zung von melo­di­schen Indiero­ckern á la Shark? oder frü­hen Sur­fer Blood mit den trei­ben­den Rock­at­ta­cken von The Men's "Open Your Heart". In ande­ren Momen­ten erinnert's mich an McLusky oder die alten Noise-Pro­to­ty­pen von Flip­per. Spa­ßige Sache das, auch wenn sie sich dabei das eine oder andere Riff von besag­ten Bands aus­bor­gen.

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Rollercoaster Kills - Evil Debt

Rollercoaster Kills - Evil Debt
Rol­ler­co­as­ter Kills sind ein Trio aus Madrid. Ihr fri­sches­ter Out­put schlägt ganz mühe­los die Brü­cke zwi­schen dem melo­di­schen Punk- und Indie­rock der mitt­neun­zi­ger, Post­core, Gara­gen­punk und altem Emo­core-Gedöns. Klingt hier und da mal etwas nach Wipers, ein paar Schritte wei­ter schie­len dann klas­si­sche Sonic Youth-Gitar­ren um die Ecke und wenn sie so rich­tig Gas geben fühlt man sich ange­nehm an Hot Snakes oder Drive Like Jehu erin­nert.

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Zephyr Lake - Silken

Zephyr Lake - Silken
Wie­der mal was tol­les vom euro­päi­schen Fest­land. Zephyr Lake aus Bar­ce­lona haben ihr neues Kurz­spie­ler-Tape am Start und dar­auf gibt's ast­rei­nen, Noise-affi­nen Punk­rock zu hören. So in etwa eine Mischung von frü­hen Dino­saur Jr mit ein paar Grunge-Genen, ange­rei­chert um den Noi­se­rock von z.b. Fudge Tun­nel oder frü­hen Hel­met. Kann was.

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Bobsleigh Baby - Improved

Bobsleigh Baby - Improved
Aus Rom kommt die­ses quir­lige Klang­ge­bräu, das nur das Beste aus moder­nem Gara­gen­rock und Post Punk auf­ein­an­der­pral­len lässt. Dabei wer­den sie Freunde der schrä­gen und ange­fräs­ten Sounds ebenso auf ihre Seite zu zie­hen wis­sen wie auch das hib­be­lige Tanz­vieh, das nach neuem Fut­ter für die Indietanz­flä­che sucht. Denn so alten Kra­wall­ma­chern wie Cramps, The Fall oder The Bir­th­day Party ste­hen sie genau so nahe wie auch etwa Gang of Four oder den Bands der ers­ten, noch unver­brauch­ten Dan­ce­punk-Welle um die Jahr­tau­send­wende.

Lei­der kein (kom­plet­ter) Album­stream ver­füg­bar.

emu­sic
Ama­zon
iTu­nes

Thank you, Impose Maga­zine!

Posse - Soft Opening

Posse - Soft Opening
Indie­rock aus Seat­tle, wie er zurück­ge­lehn­ter und redu­zier­ter kaum sein könnte. Die Platte ver­langt nach der Gedult des Hörers um sich ent­fal­ten zu kön­nen, dann ent­wi­ckelt sie aber eine Tiefe, die sie von dem seich­ten Wohl­fühl­ge­du­sel der oft als Ver­gleich her­an­ge­zo­ge­nen Real Estate deut­lich abhebt. Mich per­sön­lich erin­nert es eher an eine mit ordent­lich Beru­i­gungs­mit­teln und ein wenig LSD abge­füllte ver­sion der Pixies oder Yo La Tengo. Manch­mal auch Pave­ment. Das würde natür­lich alles furcht­bar lang­wei­len, wenn nicht so her­vor­ra­gende Songs das Fun­da­ment bil­den wür­den.

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The Vagoos - Rehersal Room Demo 2014

The Vagoos - Rehersal Room Demo 2014
Dem auf­merk­sa­men Leser wird es sicher auf­ge­fal­len sein, das hier bis­her kaum Bands aus Deutsch­land vor­ka­men. Genauer gesagt: Drei. Wenn ich rich­tig gezählt habe. Das liegt nicht zwangs­läu­fig daran, dass hier nix geht. Eher daran, dass die deut­sche Presse und Blogs auf gan­zer Linie darin ver­sagt, auf unge­wöhn­li­che und her­aus­ra­gende Bands abseits von der ein­ge­fah­re­nen Hard­core­szene und auf Mas­sen­ge­schmack getrimm­tem Alter­na­ti­ve­ge­döns auf­merk­sam zu machen. Da hat selbst so ein hoff­nungs­lo­ser Plat­ten­wüh­ler wie ich Pro­bleme, regel­mä­ßig auf etwas inter­es­san­tes zu sto­ßen. Und weil ich auch nicht in Ber­lin oder Ham­burg oder sonst einer Sze­neme­tro­pole wohne und daher auch nicht jedes kleine Scheiß­kon­zert begut­ach­ten kann, werde ich da selbst auch nicht viel dran ändern kön­nen. Daher ermu­tige ich an die­ser Stelle noch mal alle, die's betrifft: Wenn do etwas Musik­mä­ßi­ges ver­bro­chen hast, wass hier rein passt, schick mir 'ne Mail. Wenn du so wen kennst: schreib mir auch. Wenn ich's für gut befinde, wird es in der einen oder ande­ren Form hier auf­tau­chen. Es wird näm­lich mal Zeit, dass die Blog­szene und der Musik­un­ter­grund hier­zu­lande unab­hän­gi­ger wird von der alt­her­ge­brach­ten Pro­mo­ti­on­ma­schine und selbst­stän­dig hörens­werte Musik an die Ober­flä­che beför­dert.

Und damit kom­men wir zum ein­gent­li­chen Thema. The Vagoos aus Rosen­heim spie­len etwas, wovon ich hier­zu­lande auch noch nicht viel gehört habe: Authen­ti­schen Gara­gen­rock. Ich meine jetzt nicht die ver­wäs­serte MTV-Ver­sion, die seit dem Erfolg von Hives und Kon­sor­ten (lei­der) sehr regel­mä­ßig anzu­tref­fen ist. Nee, ich meine die alte Nug­gets-Schule, die inter­na­tio­nal der­zeit quick­le­ben­dig ist und nun auch ihren Weg ins ver­schla­fene Rosen­heim gefun­den hat. In bes­ter Demo­qua­li­tät auf­ge­nom­men (Freunde alter Dead Moon-Plat­ten wer­den sich sofort zuhause füh­len), beher­ber­gen die fünf Songs natür­lich keine beson­de­ren Über­ra­schun­gen oder Expe­ri­mente, aber dafür ver­ste­hen und beherr­schen die Jungs ihr Genre und ver­sor­gen uns mit fünf so abge­han­ge­nen wie auch trei­ben­den Gara­gen­ex­plo­sio­nen, die sofort ins Blut und in die Beine gehen. Super.

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Musikresteficken #1

Dum­mer­weise muss ich neben die­sem Blog ja noch so was ähn­li­ches wie einen gere­gel­ten All­tag auf die Reihe krie­gen. Außer­dem will ich ja auch ab und zu mal was Spaß haben, ent­spannt ein Bier trin­ken oder einen der tau­send Filme schauen, die noch auf mei­ner Liste ste­hen. Und der Lebens­un­ter­halt will ja auch erst mal ver­dient wer­den. In einem Satz: Meine Zeit ist durch­aus begrenzt. Und weil ich nicht jeden Tag fünf Blog­posts machen kann, fällt da eine Menge hörens­wer­ter Musik unter den Tisch. Des­halb starte ich ein­fach mal diese Rubrik die euren Brow­ser lahm legt und in der ich euch kom­men­tar­los mit einem Hau­fen Musik bewer­fen werde, für die mir bis­her die Zeit zum Pos­ten fehlte. Viel Spaß beim Durch­wüh­len. (mehr …)

Great Western Plain - Elastic Smile

Great Western Plain - Elastic Smile
Eine sehr inter­es­sante und eigen­wil­lige Ver­öf­fent­li­chung haben Great Wes­tern Plain aus Port­land da raus­ge­hauen, die sich mal wie­der jeder Kate­go­ri­sie­rung ver­wei­gert. Zusam­men­fas­send kann man sagen, das sie eine Vor­liebe für aus­la­dende Jams und relaxte, flä­chige Gitar­renar­ran­ge­ments haben. Im Laufe der Platte strei­fen sie dann unter ande­rem mono­to­nen Spa­ce­rock und Post Punk, noi­si­ges Geschred­der, alten Indie­rock frei nach Pave­ment oder Sebadoh, an spät­ach­zi­ger Sonic Youth-Plat­ten erin­nernde Gitar­ren­har­mo­nien und ent­spannt vor soch hin rum­peln­den Gara­gen­rock. Das alles ver­schmilzt hier zu einem homo­ge­nen Gan­zen, das sich kein Fan von psy­che­de­lisch ange­hauch­tem, pun­ki­gem Krach ent­ge­hen las­sen sollte.

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New Alaska - The Memoir Sings

New Alaska - The Memoir Sings
Diese EP der Jungs aus dem eng­li­schen Stour­bridge fühlt sich an wie ein Kurz­trip durch alles was Post­core in sei­ner krea­ti­ven Blü­te­zeit, die m.E. in den frü­hen Nuller­jah­ren vor­bei war, so groß­ar­tig gemacht hat. Die Platte erin­nert mich in ver­schie­de­nen Momen­ten immer wie­der an ganz unter­schied­li­che Lieb­lings­bands, die mich in mei­nen Teen­ager- und jun­gen Erwach­se­nen­jah­ren geprägt haben. Da ist der besagte Post­core von Dischord-Bands á la Rites of Spring , Blue­tip oder Jaw­box. Oder der trei­bende Gara­gen­core der Hot Snakes, Drive Like Jehu natür­lich auch. Außer­dem noch mit an Bord sind sub­tile Anklänge an dama­lige Noi­se­rock- und Math­core Bands wie The Jesus Liz­ard, Shel­lac oder Cha­vez. Alles in allem eine will­kom­mene Brise fri­scher Luft in einem Genre, das der­zeit zum über­wie­gen­den Teil ein­fach nur müde klingt und so ein­ge­fah­ren und ein­n­falls­los vor sich hin düm­pelt wie schon lange nicht mehr.

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Foul Swoops - sgc002

Foul Swoops -  sgc002
Lecke­res Tape von einer Band aus South Arling­ton, Vir­gi­nia. Prall gefüllt mit infek­tiö­sen Hooks sowie einer gelun­gen eigen­wil­li­gen und uner­war­tet melo­diö­sen her­an­ge­hens­weise an ihren trei­ben­den und gleich­zei­tig doch sehr zurück­ge­lehnt vor sich hin schred­dern­den Garagen-(Post-)Punk.

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