The Thons - Thirty Foot Snake

The Thons - Thirty Foot Snake
Selbst­be­wus­ten und super abge­han­ge­nen Gara­gen­rock spie­len The Thons aus Chi­cago. Das klingt mal nach old­schoo­li­gem Geriffe im Stil von Radio Bird­man oder Obits, ein ande­res mal als hätte man Urge Over­kill das Koks durch Rita­lin und Gras ersetzt, sur­fige und ange­folkte Zwi­schen­töne sind auch mit an Bord und bei all dem las­sen sie die ein­gän­gi­gen Hooks nie zu kurz kom­men. Die schnör­kel­lose aber kraft­volle Pro­duk­tion - alles wurde an einem Tag ein­ge­spielt - passt dazu wie Arsch auf Eimer. Für die­ses Jahr hat die Band noch gleich zwei wei­tere Alben ange­kün­digt. Man darf gespannt sein.
Die Platte gibt's im Band­ei­ge­nen Shop zum Down­load, im Tausch gegen einen Face­book-Share oder einen frei wähl­ba­ren Betrag von min­des­tens null Euro (aber seid keine Arsch­lö­cher, ok?).

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Silver Dapple - I Hate My Birthday

Silver Dapple - I Hate My Birthday
Shoegaze-Gedöns der ultra-grad­li­ni­gen, ein­gän­gi­gen Sorte spielt diese Band aus Mont­real und ver­passt dem gan­zen noch eine noi­sige Indie­rock-Kante á la frühe Dino­saur Jr. Und bei den Songs geben sie sich auch keine Blöße, die Platte kann was.

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Protomartyr - Under Color Of Official Right

Protomartyr - Under Color Of Official Right
Nach dem lezt­jäh­ri­gen Bro­cken "No Pas­sion All Tech­ni­que", der gerade wegen sei­ner kom­pro­miss­lo­sen Zer­fah­ren­heit über­zeu­gen konnte, fin­den Pro­tomar­tyr aus Detroit hier end­lich zu ihrem eige­nen Sound. Das steht einer­seits den düs­te­ren Klan­gent­wür­fen der aktu­el­len Kopen­ha­ge­ner Szene nahe, aber auch klas­si­schere Kan­di­da­ten wie The Fall schei­nen durch und leicht dub­bige Unter­töne fal­len beim auf­merk­sa­men Hören auf. Dazu durch­zieht eine neu gewon­nene Melo­diö­si­tät das Album, das den­noch an allen Ecken und Enden sei­nen Beiß­re­flex beweist.
Bis­her war die­ses Jahr ein ech­ter Jung­brun­nen für den zuletzt etwas ver­schla­fen wir­ken­den Post­punk und Under Color Of Offi­cial Right ist ein wei­ter her­aus­ra­gen­der Bei­trag in den moder­nen Genre-Kanon. Viel­leicht der beste, den wir die­ses Jahr zu hören krie­gen, aber das habe ich die­ses Jahr auch schon mehr­fach gedacht. Und jetzt wo es end­lich einen offi­zi­el­len Releaseter­min für's Lower-Album gibt, mag ich mich erst recht nicht vor­zei­tig auf etwas fest­na­geln.


Finderskeepers - Pack Your Bags

Finderskeepers - Pack Your Bags
Sehr schöne EP eines Punk­trios aus Ottawa, das es sich irgendwo zwi­schen Gara­gen- und 77er Punk gemüt­lich macht. Das erin­nert abwech­selnd auch mal an Dead Moon, Wipers oder sogar Hüs­ker Dü.

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Sonic Avenues - Mistakes

Sonic Avenues - Mistakes
Schö­nen melo­di­schen Punk­rock mit einem gewis­sen Buz­z­cocks-Ein­schlag besche­ren vier Typen aus Mont­real, erschie­nen beim immer geschmacks­si­che­ren Dirt­nap Records. Reiht sich auch ganz gut in jün­gere Ver­öf­fent­li­chun­gen ein, etwa von Radioac­tivity oder Mind Spi­ders.

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The Feel Bad Hit Of The Winter - The Feel Bad Hit Of The Winter

The Feel Bad Hit Of The Winter - The Feel Bad Hit Of The Winter
Die Typen kom­men aus Kan­sas City und spie­len im Grunde ultra­me­lo­di­schen Indie­rock im geiste etwa von Archers of Loaf und Super­chunk, oder auch Cali­for­nia X, Milk Music oder Swer­ve­dri­ver, gele­gent­lich auch ange­rei­chert um leichte Post­punk-Ele­mente oder Sonic Youth-artige Gitar­ren­har­mo­nien. Erschie­nen auf Rus­sian Win­ter Records, das ist das Label der Macher vom mas­siv lesens- und hörens­wer­ten Blog Floo­shime Zip­per Boots. Das ham' se mal wie­der her­vor­ra­gen­den Geschmack bewie­sen. Wie immer eigent­lich.

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Tweens - Tweens

Tweens - Tweens
Eigent­lich hab ich ja die Schnauze voll von den 60s Teen­pop- und Girl­group-beein­fluss­ten Bands die in den letz­ten Jah­ren rum­ge­hypt wur­den. Keine von denen wurde m.E. dem Hype auch nur annä­hernd gerecht. Best Coast schreibt seit­dem immer wie­der den glei­chen Song und ver­sucht dabei so furcht­bar ultra cute rüber zu kom­men, dass ihre Welt in rosa Plüsch ver­sinkt. Fran­kie Rose und ihre Bands Dum Dum Girls und Vivian Girls konn­ten zwar die eine oder andere Ohr­wurm-Sin­gle für sich ver­bu­chen, ihre Alben bestan­den aber über­wie­gend aus unin­spi­rier­tem Füll­ma­te­rial. Das sie sich dann auch noch zuneh­mend in eine gafäl­lig-pop­pi­gere Rich­tung ent­wi­ckel­ten, trug dann natür­lich auch nicht beson­ders zu mei­ner Begeis­te­rung bei.
Als aber Tweens vor zwei Jah­ren ihr Debüt "Live at the Mohawk" - eine wun­der­bar grot­tige und unge­schlif­fene LoFi-Auf­nahme ihres aller­ers­ten Gigs - auf uns los­lie­ßen, war ich sofort hin und weg. Da war sowohl der unwi­der­steh­li­che Pop, ohne den das Genre undenk­bar wäre, aber die­ses schräge Trio fügte dem gan­zen auch wie­der die nötige Schau­fel Dreck hinzu, den sowas schon braucht um bei mir zu zün­den.
Nun liegt mir hier ihr ers­tes "rich­ti­ges" Album vor, mit einer deut­lich zugäng­li­che­ren Pro­duk­tion und einem durch­aus eta­blier­ten Label im Rücken. Die gute Nach­richt: Sie haben sich nicht voll­kom­men glatt­bü­geln las­sen. Das ganze ist zwar weit ent­fernt vom alten Lofi-Sound, aber die Pro­duk­tion macht ordent­lich Druck und zeigt immer noch genug Zähne. Es ist zwar nicht jeder Song ein Voll­tref­fer, aber es gibt auch keine wirk­li­chen Aus­fälle. Einige der deut­lich vom 77er Punk gepräg­ten Pop­me­lo­dien werde ich so schnell nicht mehr aus mei­nem Kopf bekom­men, und das ist ja schon mal kein schlech­tes Zei­chen.

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Gang Wizard - Important Picnic

Gang Wizard - Important Picnic
Die­ses Krach­kol­lek­tiv aus Los Ange­les ist, wie ich aus der all­wis­sen­den Daten­krake erfahre, schon seit Mitte der Neun­zi­ger mit der Dekon­struk­tion des Rock'n'roll beschäf­tigt. Auf ihrem neu­es­ten Album zei­gen sie immer noch keine Ermü­dungs­er­schei­nun­gen. Das hier ist Noise und Post Punk im bes­ten und extrems­ten Sinne. Vie­zig Minu­ten herr­lich unprä­zi­ses, expe­ri­men­tel­les Gedre­sche aus kaput­ten Beats und Feed­back-Orgien, Kreis­sä­gen-Gitar­ren und einer doch erstaun­li­chen Fülle an Melo­dien und Hooks, die sich unter der rauen Ober­flä­che, dem Geschrei und den schrä­gen Groo­ves ver­ber­gen. Auch gewisse Kraut­ein­flüsse (musi­ka­li­scher wie auch psy­cho­tro­per Natur) sind nicht von der Hand zu wei­sen.

Die Platte kann man im Shop des Labels als Down­load oder LP erwer­ben.

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Personal Best - The Lovin'

Personal Best - The Lovin'
Per­so­nal Best sind ein Power­pop-/Pop­punk-Trio aus Bris­tol. Punkt.
Was gibt's denn zu sol­cher Musik sonst auch groß zu sagen, außer dass sie ent­we­der gut oder nicht so gut ist? Die hier ist rich­tig gut, mit vier kraft­voll dar­ge­bo­te­nen Ohr­wür­mern die sich erbar­mungs­los noch bis in die letzte Gehirn­win­dung frä­sen.

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Wrong Body - BIG

Wrong Body - BIG
Her­vor­ra­gen­des Debüt­al­bum der Bostoner. Das ist m.E. eine der aus­ge­reif­tes­ten Ver­öf­fent­li­chun­gen aus die­sem Genre-Umfeld seit län­ge­rem. Zen­trum des gan­zen ist ganz klar der Sound der Disch­or­d­ma­fia Mitte bis Ende der 90er, ins­be­son­dere Blue­tip schei­nen hier sehr stark durch. Aber auch der grad­li­nige Indie­rock etwa von Super­chunk oder die ver­spielt­heit von The Dis­mem­ber­ment Plan kann man aus­ma­chen. Manch­mal gibt es ein Riff oder eine Melo­die zu ver­or­ten, die den spä­ten Sound­gar­den (igno­rie­ren wir dabei mal die Reunion) nicht so fern läge. Und auch für ein paar akus­ti­sche Ruhe­pole ist Platz, die dank ihrer Song­wri­ting-Qua­li­tä­ten genau so zu über­zeu­gen wis­sen wie die trei­ben­de­ren Num­mern.

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