Rays - You Can Get There From Here

Rays - You Can Get There From Here

Das erste Album der Band aus Oak­land im letz­ten Jahr gefiel mir schon nicht übel, ließ aber in Sachen Song­wri­ting noch etwas von der Kon­sis­tenz ver­mis­sen, die der Nach­fol­ger nun mas­sig nach­lie­fert und ihren char­man­ten Sound aus C86, Jangle- und Garage Pop auf eine bezau­bernde Art glit­zern lässt. Das erin­nert abwech­selnd mal an School Damage, The Clean, Woo­len Men, die aktu­elle Alien Nose­job LP und gele­gent­lich scheint sogar mal der eine oder andere Fun­ken Tele­vi­sion oder Vel­vet Under­ground durch.

Album-Stream →

Leroy - Leroy

Leroy - Leroy

Vor­züg­lich schlecht gelaun­ter und voll­ge­schwitz­ter Noise-, Fuzz- und Sludge Punk aus Dub­lin dem als Sah­ne­häub­chen noch ein Sän­ger den Rest gibt, der klingt als hätte ihm jemand das letzte Bier leer getrun­ken. Kann man ja ver­ste­hen, aber jetzt beru­hig dich erst mal.

Album-Stream →

Spray Paint And The Rebel - Charles And Roy's Purple Wang

Spray Paint And The Rebel - Charles And Roy's Purple Wang

Für das (wenn ich nichts ver­pass hab) dritte Kapi­tel ihrer Kol­la­bo­ra­ti­ons-Serie bege­ben sich die expe­ri­men­tel­len Noi­sero­cker Spray Paint aus Aus­tin, Texas auf Kol­li­si­ons­kurs mit dem Lon­do­ner Weirdo Folk- und Gara­gen­blues-Pro­jekt The Rebel. Was dabei her­aus­kam ist bis­lang mein Favo­rit der Reihe, aber ich bin ja auch nicht mehr ganz rich­tig im Kopf. Wie schon Dan Mel­chior auf der Con­tri­bu­ters-Platte lockert auch The Rebel aka Coun­try Teasers Front­mann Ben Wal­lers den Sound deut­lich auf, ver­passt ihm gleich­zei­tig aber eine noch viel schrä­gere Kante. Zwi­schen­zeit­lich kann das mal ein biss­chen so klin­gen als wären frühe The Fall in einen Pot(t) aus hal­lu­zi­no­ge­nem Kraut gefal­len.

Album-Stream →

Stone Witches - Machine Efficient

Stone Witches - Machine Efficient

Star­kes Zeug zwi­schen Post- und Gara­ge­punk, das einer drei­köp­fi­gen Mensch­ma­schine aud dem aus­tra­li­schen Gold Coast ent­springt. Das hat in den etwas strai­gh­ter rocken­den Momen­ten etwas von Pow! oder S.B.F., noch stär­ker erin­nert es mich aber an die fies mecha­ni­schen Groo­ves aktu­el­le­rer Useless Eaters oder an Exit Group.

Album-Stream →

Marriage + Cancer - Bro

Marriage + Cancer - Bro

Seit knapp vier Jah­ren taten sich die Noi­sero­cker aus Port­land immer wie­der mal mit Releases her­vor, die Anfangs mehr durch ihre bra­chiale Wucht über­zeug­ten als durch musi­ka­li­sche Raf­fi­nesse, jedoch mit jeder neuen Ver­öf­fent­li­chung eine kon­kre­tere Form annah­men. Ihre neu­este 7" kommt dann auch direkt als ihr bis­lang reifs­tes Stück Lärm daher, ein kom­pak­tes Kraft­pa­ket das mich in der aktu­el­len Sze­ne­land­schaft vor allem an Tunic erin­nert. Wenn es jetzt auf die­sem Niveau wei­ter­geht, dann kommt da noch was auf uns zu.

Stinkhole - Out Of The Gutter, Into The Stinkhole

Stinkhole - Out Of The Gutter, Into The Stinkhole

Aus Ber­lin kommt die­ser dis­so­nante Dreck zwi­schen Noise und Hard­core. So kranke Genos­sen die etwa Soup­cans, Lumpy And The Dum­pers, Gum­ming oder Vul­ture Shit abkön­nen wird das Tape hun­dert­pro­zen­tig zufrie­den­stel­len.

Album-Stream →

Free Machines - 2018 Tour Tape

Free Machines - 2018 Tour Tape

Irgend­wie ver­misse ich die Reso­nars und ihren ganz spe­zi­el­len Gara­ge­punk-meets-Bri­tish-Inva­sion Sound ja sehr. Abge­mil­dert wird der Ent­zug durch eine Band aus der glei­chen Nach­bar­schaft (Reso­nars Mas­ter­mind Matt Ren­don zeich­net sogar für die Pro­dunk­tion ver­ant­wort­lich) in Tuc­son, Ari­zona, die ihnen manch­mal zum ver­wech­seln ähn­lich klingt und auch song­tech­nisch eini­ges auf dem Kas­ten hat.

Album-Stream →

Jeez Louise - Demonstration Recording

Jeez Louise - Demonstration Recording

Das erste Tape die­ser Spa­cken aus Chi­cago kommt schon mal sehr sym­pa­thisch rüber mit Gara­ge­punk und einem leich­ten 77er Vibe, der ein­fach ver­dammt viel Spaß macht und dabei abgeht wie ein Zäpf­chen mit Rake­ten­an­trieb.

Album-Stream →

Neurotic Fiction - Pulp Music

Neurotic Fiction - Pulp Music

Ein etwas eigen­wil­li­ger Genre-Grenz­gän­ger ist das Lang­spiel­de­büt die­ser Band aus Bris­tol. Melan­cho­li­scher Jangle Pop fließt mit klas­si­schem Indie­rock und Sur­fein­flüs­sen zusam­men, ange­rei­chert um ver­ein­zelte Anflüge von (Post-)Punk und gar ein wenig vom etwas ent­spann­te­ren Dischord Sound der 00er Jahre. Als sehr vage Ori­en­tie­rungs­hilfe hätte ich da Flesh World im Ange­bot, aber eigent­lich klin­gen Neu­ro­tic Fic­tion wie keine andere Band der­zeit, kochen ihr ganz eige­nes und frag­los sehr schmack­haf­tes Süpp­chen.

Album-Stream →

Priors - New Pleasure /​ Priors - Priors

Priors - New Pleasure / Priors - Priors
Priors - New Pleasure / Priors - Priors

Zwei Bands mit iden­ti­schem Namen aber von zwei ver­schie­de­nen Kon­ti­nen­ten haben am glei­chen Wochen­ende jeweils ihr aktu­el­les Album ver­öf­fent­licht. Rei­ner Zufall? Beide Plat­ten kön­nen jeden­falls rich­tig was.

Die ers­ten Pri­ors kom­men aus Mont­real, haben ihre Platte bei Slo­venly Record­ings unter­ge­bracht und zu hören gibt's Gara­ge­punk von ver­gleichs­weise gerin­ger Ori­gi­na­li­tät, was aber durch eine ver­dammt ener­gi­sche Dar­bie­tung mehr als aus­ge­gli­chen wird.

Die ande­ren Pri­ors kom­men aus Mel­bourne und die Platte gibt's vom Lon­do­ner Label La Vida Es Un Mus Dis­cos. Dar­auf setzt es ziem­lich der­ben Hard­core­punk, wie ich ihn am liebs­ten hab: ver­gra­ben unter einer fin­ger­di­cken Dreck­schicht aus Noise. Dabei hält sich die Band glück­li­cher Weise nicht allzu strikt an die aus­ge­lutsch­ten Genre-Strick­mus­ter.

Album-Streams →