Daisy Daisy - Fairy Liquid

Die De­büt-EP die­ser Band aus Ut­recht ist ein Sup­pen­wür­fel aus hoch­ver­dich­te­tem Wohl­ge­fal­len, wel­cher sich in fünf an­ge­mes­sen de­men­ten Syn­th-/Ga­ra­ge­punk-Jams ent­fal­tet mit der wun­der­sa­men Kraft, im ge­sun­den Men­schen­ver­stand ei­nen ge­ziel­ten Kurz­schluss zu er­zeu­gen um auf ge­ra­dem We­ge bei den nie­de­ren In­stink­ten an­zu­do­cken. Läuft!

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John (timestwo) - Nocturnal Manoeuvres

Das Lon­do­ner Post­core-/Noi­se Rock-Duo über­zeugt ein wei­te­res mal mit blan­ker Durch­schlag­kraft ge­kop­pelt mit küh­ler Prä­zi­si­on, wo­bei je­de ein­zel­ne Spreng­la­dung auf ih­rem zwei­ten Al­bum ein mi­ni­ma­les Re­zept für den ma­xi­ma­len Scha­den an­zu­wen­den ver­steht. Es­sen­zi­el­les Pro­gramm für Freun­de et­wa von Tu­nic, USA Nails, Metz oder De­ath Pa­nels.

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Rider/​Horse - Select Trials

Nicht sehr lang nach der Du­ring 7" auf Chun­klet In­dus­tries (von de­nen ist in na­her Zu­kunft auch ein Lang­spie­ler zu er­war­ten) dockt jetzt noch ein wei­te­res Pro­jekt mit Be­tei­li­gung des Spray Paint Gi­tar­ris­ten und Vo­ka­lis­ten Co­ry Plump an. Hier macht er ge­mein­sa­me Sa­che mit ei­nem Ty­pen na­mens Chris, der in ir­gend­ei­ner nicht nä­her er­läu­ter­ten Funk­ti­on mal mit Les Sa­vy Fav und Trans Am ge­ar­bei­tet hat. Zu­sam­men brau­en die zwei je­den­falls et­was zu­sam­men, das die stär­ker elek­tro-fo­kus­sier­ten Vi­bes der letz­ten paar Spray Paint-Ver­öf­fent­li­chun­gen um ei­ne ge­wis­se In­dus­tri­al-Kan­te an­rei­chert und in ei­nen weit­aus dunk­le­ren, psy­che­de­li­schen Alb­traum ver­setzt. Das Er­geb­nis hat dann auch mal ein biss­chen was von Ex­haus­ti­on, Haun­ted Hor­ses oder Danyl Je­su, be­son­ders aber auch von den Dub-in­fi­zier­ten So­und­s­capes von Exek, mt de­nen sie nicht zu­letzt die­ser ge­wis­se Hauch von Swell Maps ver­bin­det.

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Mess - Traidores

Die Band aus Gua­da­la­ja­ra, Me­xi­ko hat zu­letzt noch ei­ne neue­re EP raus­ge­las­sen, die in ih­rer pe­ne­tran­ten Oi!-Seligkeit für mich ehr­lich ge­sagt doch et­was schwer zu er­tra­gen ist. Ganz im Ge­gen­satz zu den zwei Songs die­ser di­gi­ta­len Sin­gle hier, die ei­ne Wo­che zu­vor er­schie­nen ist. Das sind ein­fach mal zwei ast­rei­ne Knal­ler.

Ein kleiner Hardcore-Sammelpost…

Um hier über­haupt mal ein biss­chen was ge­re­gelt zu krie­gen, ver­bra­te ich jetzt mal gan­ze drei Kra­wall­bands in ei­nem Post. Zu­erst mal wä­ren da fünf durch­aus spa­ßi­ge Ite­ra­tio­nen der un­kon­ven­tio­nel­len Lär­me­rei auf der EP von De­odo­rant aus Chi­ca­go, die be­reits 2018 schon ei­mal mit ei­nem sehr net­ten klei­nen Al­bum auf Not Nor­mal Tapes auf­fie­len. Auf dem neu­es­ten Kurz­spie­ler wird ein recht wei­tes Feld ab­ge­deckt von old­school Hard- und Post­core-Weir­dos der Mar­ke Sac­cha­ri­ne Trust, Bee­fea­ter, Re­al­ly Red oder frü­he Mi­nu­te­men, zu jün­ge­ren Bands á la Op­tic Ner­ve, Mys­tic Ina­ne ab­ge­run­det mit ein paar sub­ti­len Cow­punk-Vi­bes et­wa in King Sa­mo. Wenn das jetzt al­les et­was zu viel für dein klei­nes Hirn zum ver­ar­bei­ten ist, dann magst du viel­leicht den viel ge­rad­li­ni­ge­ren Lärm aus leicht ga­ra­ge-kon­ta­mi­nier­tem Old­school-Ge­klop­pe den Vor­zug ge­ben, wie es Dye aus Kan­sas auf ei­ner neu­en EP prä­sen­tie­ren. Oder aber das klingt dir nach zu viel Spaß und du be­vor­zugst et­was mehr Tod und Ver­zweif­lung in dei­nem Punk­rock? Dann hät­te ich da was für dich von Urn aus Dal­las, de­ren Sound in et­wa so dun­kel und trüb da­her kommt wie ver­brann­ter, ab­ge­stan­de­ner Kaf­fee… ab­sto­ßend und vi­ta­li­sie­rend zu­gleich.

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Dead Finks - The Death and Resurrection of Johnathan Cowboy

Nach ei­nem et­was in­kon­sis­ten­ten De­büt-Tape im letz­ten Jahr kommt die neue LP die­ser Ber­li­ner Band mit ei­nem deut­lich ge­reif­ten Post­punk-Sound da­her, dem ein star­ker Roots- und Folk-Ein­fluss in­ne­wohnt und ein all­ge­mei­ner Vi­be der mich et­wa an den Ame­ri­ca­na-/Cow­punk von Angst er­in­nert, an Post-Mi­ami Gun Club und an So­lo­zeug von Rikk Agnew, wäh­rend man in der Ge­gen­wart Ver­glei­che et­wa zu Jack­son Reid Briggs & The Hea­ters oder Low Life zie­hen mag. Au­ßer­dem schwingt in Songs wie Re­ani­ma­ti­on, Pis­sing und Look Of Dis­gust so ei­ne Bri­tish In­va­si­on-mä­ßi­ge Me­lan­cho­lie mit, die et­wa an The Re­so­nars oder The Be­vis Frond er­in­nert. Al­so an­ders aus­ge­drückt: Das sind ganz und gar nicht die üb­li­chen Grund­zu­ta­ten für ein Pun­k­al­bum, was den Krem­pel ja auch wie Arsch auf Ei­mer für den kom­men­den EU-Re­lease an der ers­ten The­ke prä­de­sti­niert.

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Algara - Absortos En El Tedio Eterno

Al­ga­ra aus Bar­ce­lo­na fie­len erst­ma­lig letz­tes Jahr auf, da­mals noch als ein Elek­tro­punk-Duo, wel­ches aber schnell zu ei­ner vier­köp­fi­gen Band an­wuchs und un­ver­züg­lich ein Tape hin­ter­her schob das aus Neu­auf­nah­men der EP-Tracks be­stand und wei­te­ren, für ihr De­büt­al­bum be­stimm­ten Songs. Be­sag­tes Al­bum dür­fen wir jetzt aus dem Hau­se La Vi­da Es Un Mus Dis­cos in vol­ler Län­ge be­stau­nen. Ihr Sound hat sich der­weil zu ei­ner kom­pak­ten Wucht in ei­ner Fu­si­on aus Post-, Ga­ra­ge- und Elek­tro­punk ent­wi­ckelt, die man viel­leicht als ei­ne Mi­schung aus ISS, Straw Man Ar­my, Rank/​Xerox und UZS be­zeich­nen könn­te - le­dig­lich ein­ma­lig auf­ge­bro­chen von den star­ken Syn­thwa­ve-Ver­satz­stü­cken in He­do­nis­tas.

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3D & The Holograms - 3D & The Holograms

Ei­ne neue Wart­t­man Inc.-Veröffentlichung! Ver­ant­wort­lich da­für zeich­nen ei­ni­ge der üb­li­chen Ver­däch­ti­gen aus Bands wie Re­se­arch Re­ac­tor Corp., Sa­ta­nic To­gas und The Gobs. Ihr wisst al­so un­ge­fähr, was ihr er­war­ten könnt. Selbst­re­dend tritt das un­ge­mein an­spre­chend in die Weich­tei­le.

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Cherry Cheeks - Cherry Cheeks

Cher­ry Cheeks aka so ein Typ na­mens Kyle Harms aus Or­lan­do schlug schon im letz­ten Jahr ei­ni­ge Wel­len mit ei­ner Rei­he von zu­neh­mend ge­nia­len EPs. Sein jetzt auf To­tal Punk er­schie­ne­nes De­büt­al­bum un­ter­wan­dert dann aber doch et­was die Er­war­tun­gen in sei­ner weit­ge­hen­den Ab­wen­dung vom zu­vor do­mi­nan­ten, Syn­th-las­ti­gen Ga­ra­ge- und Power­pop-Vi­be zu­guns­ten ei­ner et­was kon­ven­tio­nel­le­ren, Gi­tar­ren-fo­kus­sier­ten Ga­ra­ge Punk-Klang­äs­the­tik. Das be­deu­tet jetzt aber kei­nes­falls, dass hier der po­si­ti­ve Ner­ven­kit­zel aus­blie­be - auch in die­ser In­kar­na­ti­on ist das ziem­lich wil­der, ein­falls­rei­cher Scheiß von ex­zel­len­tem Ohr­wurm­po­ten­zi­al und mit ge­wis­sen Ähn­lich­kei­ten zu Krem­pel wie et­wa Freak Ge­nes, Power­plant oder Set-Top Box.

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Big Bopper - New Mutations

Sieht nicht so aus als ob die­sen Te­xa­nern in ab­seh­ba­rer Zeit die Songs aus­ge­hen wer­den, im­mer­hin ha­ben die ge­ra­de ih­ren zwei­ten Lang­spie­ler in­ner­halb von nur we­ni­gen Mo­na­ten ab­ge­lie­fert - dan­kens­wer­ter Wei­se dies­mal in ei­ner et­was we­ni­ger Tin­ni­tus-in­du­zie­ren­den Ab­mi­schung. An­sons­ten wird hier naht­los an das glor­rei­che Cha­os an­ge­knüpft das Big Bop­per mit dem Vor­gän­ger eta­bliert ha­ben. Je­nes be­steht et­wa zu et­wa glei­chen Tei­len aus Post- und Ga­ra­ge Punk, Noi­se- und Math Rock, hat da­bei un­ter an­de­rem va­ge Ähn­lich­kei­ten zu Pat­ti, Ro­lex, Cu­tie, Mys­tic Ina­ne oder Bran­dy plus ein paar Krü­meln frü­her Mi­nu­te­men.

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