Champion Lawnmower - Champion Lawnmower

Champion Lawnmower - Champion Lawnmower

Macht ganz schön Spaß, das zweite Tape die­ser For­ma­tion aus Van­cou­ver. Ver­spiel­ter Post Punk, der mit Leich­tig­keit die Balance hält zwi­schen rauer Ober­flä­che und Tanz­bar­keit, womit er ziem­lich genau in der Mitte lan­det zwi­schen dem exzen­tri­schen Punk­rock von Bands wie Nega­tive Scan­ner und Twisted auf der einen Seite, den infek­tiö­sen Groo­ves von Slumb Party oder Rapid Tan auf der ande­ren.

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Sallow Pillow - Wince Meat

Sallow Pillow - Wince Meat

Die aus­ge­zeich­nete Debüt-EP von Sal­low Pil­low aus Liver­pool besticht durch gerad­li­nig effek­ti­ven Garage Punk mit leich­ten Sur­fein­flüs­sen im Stile etwa von Black Lips, frü­hem Ty Segall oder Debate Club, einem durch­gän­gi­gem Gun Club vibe sowie einer gewis­sen Post­punk-Kante, die etwa an Luxury oder skan­di­na­vi­sche Acts wie Holo­grams und RA erin­nert. Wenn sie dann in Wear Out The Rope noch ein paar Ame­ri­cana-Ein­flüsse aus­rol­len, komm ich um einen Vaguess-Ver­gleich nicht herum.

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Luggage - Shift

Luggage - Shift

Das dritte Album von Lug­gage aus Chi­cago knüpft naht­los am Vor­gän­ger an, macht sogar noch einen etwas kon­se­quen­te­ren Ein­druck. Pas­send und unüber­hör­bar bei Elec­tri­cal Audio auf­ge­nom­men, brei­tet sich ein sprö­der bis zäh­flüs­si­ger Sound zwi­schen Noise- und Math Rock, Post- und Slow­core aus, der über­wie­gend nach ver­gan­ge­nen Zei­ten in Chi­cago klingt. Oder abwech­selnd mal nach gerad­li­ni­ge­ren Shel­lac, gedros­sel­ten Tar, viel lau­te­ren Slint und noch tris­te­ren Code­ine.

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Alien Nosejob - HC45

Alien Nosejob - HC45

Alien Nose­job schei­nen die Band von Aus­mu­te­ants-Front­mann Jake Robert­son zu wer­den, in der er immer genau das macht, wor­auf er gerade Bock hat. Ange­fan­gen hat die Sache als ein recht exak­ter Klon sei­ner ande­ren Band, in der Zwi­schen­zeit haben wir dann unter ande­rem trau­ri­gen Power­pop zu hören bekom­men und muss­ten eine Maxi Sin­gle mit ultra-käsi­gem Syn­th­pop durch­lei­den. Dies­mal machen sie es mir dage­gen ziem­lich leicht: Es ist Hard­core. Es dreht sich 45 mal pro Minute. Es ist sehr gut.

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Acrylics - Sinking In

Acrylics - Sinking In

Nach eini­gen saustar­ken EPs haben Acry­lics aus Santa Rosa, Kali­for­nien sich zwei Jahre Zeit genom­men für ihren ers­ten Lang­spie­ler, der sich - kein biss­chen über­ra­schend - auch gleich als ihr viel­sei­tigs­ter und reifs­ter Bro­cken Lärm her­aus­stellt. Ihr ambi­tio­nier­ter, aber durch­weg stim­mi­ger Stil­mix bewegt sich in einem per­fek­ten Drei­eck zwi­schen düs­te­rem Post Punk á la Cri­mi­nal Code, dem der­ben Hard­core­punk von Bands wie Cülo, Hate Preachers oder Impulso und dem smar­tem Post­core von Ivy oder Bad Bree­ding.

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Yammerer - Reality Escape Resort

Yammerer - Reality Escape Resort

Zwei Vor­ab­tracks haben schon ordent­li­che Erwar­tun­gen geschürt für die Debüt-EP die­ser ver­mut­lich bri­ti­schen Band und auch der Rest der EP zeigt, dass hier nicht zuviel ver­spro­chen wurde. Es brei­tet sich ein ruhe­lo­ser Klang­tep­pich aus Garage Punk mit für Gen­re­ver­hält­nisse unge­wöhn­li­chem Breit­wand­fee­ling aus, ein biss­chen als trä­fen jüngste Ura­nium Club auf Radio Bird­man und Modern Lovers - ergänzt um einige MX-80-mäßige Ver­schro­ben­hei­ten. Der epi­sche Raus­wer­fer Sea­sons 13-31 hat sich außer­dem sicher noch ein paar Schei­ben bei den Wipers, ins­be­son­dere bei Youth Of Ame­rica, abge­schnit­ten.

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Kumusta - Kumusta #1

Kumusta - Kumusta #1

Vor­zug­li­cher Scheiß aus Rouen, Frank­reich. Kumusta kom­men mit einer spa­ßi­gen Mischung um die Ecke, die einen straf­fen Bogen spannt von Noise Rock und -core, über Post Punk/-core bis hin zu einem Hauch von Gara­ge­punk. Man stelle sich zum Bei­spiel in man­chen Momen­ten eine Ver­schmel­zung aus gedros­sel­ten Bad Bree­ding und Cri­mi­nal Code vor. In ande­ren Augen­bli­cken hat es ein biss­chen was von den aus­tra­li­schen Post­core-Haus­num­mern Bat­piss und Bench Press.

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Big Bite - Trinity

Big Bite - Trinity

Das Lan­ge­spiel­de­büt von Big Bite aus Seat­tle im letz­ten Jahr war schon eine sehr will­kom­mene Ano­ma­lie und der Nach­fol­ger kommt nicht weni­ger bril­li­ant rüber, haucht erneut einer schnör­kel­los rocken­den 90er Schule irgendwo zwi­schen Indie-/Al­ter­na­tive Rock und ein biss­chen Shoegaze neues Leben ein. Sugar, Polvo und Swer­ve­dri­ver kom­men dabei an alten Bands in den Sinn; Par­do­ner, frühe Ovlov, Mil­ked oder Dead Soft wären halb­wegs geeig­nete Ver­glei­che aus der Gegen­wart. Häu­fi­ger als zuvor wer­den hier außer­dem ein paar psy­che­de­li­sche Momente aus­ge­rollt und im End­spurt kommt noch ein gewis­ser Post­punk-Fak­tor der Marke Teen­an­ger oder Con­stant Mon­grel zur Gel­tung.

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Plataforma - La Equitativa

Plataforma - La Equitativa

Erneut haut eine Band aus Bar­ce­lona über­zeu­gend in die Scheiße. Pla­ta­forma macht das in Form eines maxi­mal DIY-mäßi­gen Sounds im Umfeld von Dark-/Post Punk und einer gesun­den Dosis Goth. Cri­sis kom­men da mal wie­der in den Sinn, frühe 2010er Kopen­ha­gen-Schule á la Lower und Iceage oder auch jün­gere Acts wie Dis­joy ste­hen dem nicht allzu fern.

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Girls In Synthesis - Arterial Movements 7"

Girls In Synthesis - Arterial Movements 7"

Nach­dem die letzte EP von Girls In Syn­the­sis nicht so rich­tig mei­nen Nerv tref­fen wollte, sind die Lon­do­ner auf dem neu­es­ten Kurz­spie­ler wie­der voll in ihrem Ele­ment. Wie gehabt agie­ren sie dabei stets auf der Schwelle zwi­schen Noise Rock und Post Punk, bewe­gen sich damit durch­aus in der Nach­bar­schaft von Bands wie z.B. USA Nails, Tunic und John (timestwo). Das defi­ni­tive High­light hier ist Smar­ting mit sei­nem stark Big Black-mäßi­gen Gitar­ren­ge­schrubbe.