Pizza Boys - A La Mierda con Papa John's​.​.​. Acá Están Los Pizza Boys

In ei­ner so­wie­so schon stark ei­er­mä­ßig ge­präg­ten Wo­che bleibt mir zu die­ser De­büt-EP nur zu sa­gen, dass die ge­gen­wär­ti­ge Ei­er­kopp-Re­vo­lu­ti­on jetzt of­fen­bar auch in Chi­le ers­te Chap­ter er­öff­net und das al­lei­ne macht mich schon aus­ge­spro­chen glück­lich. Es scha­det na­tür­lich auch nicht, dass es sich gleich in so ei­ner schi­cken klei­nen Spaß­ka­no­ne von ei­ner Plat­te ma­ni­fes­tiert.

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Mainframe - Employee /​ RIP

Und noch ei­ne Good­bye Boo­zy 7", dies­mal von ei­nem Trio des­sen Lin­eup für den ein­ge­weih­ten Ga­ra­ge-, Syn­th und Egg­punk-Ken­ner ei­nem feuch­ten Fie­ber­traum gleich­kommt mit Ver­bin­dun­gen et­wa zu Skull Cult und dem hal­ben Wart­t­man-Im­pe­ri­um. Das Re­sul­tat ist mi­ni­mal über­ra­schend aber ma­xi­mal über­zeu­gend.

Satanic Togas & Zoids - Split 7"

Wo ich ge­ra­de eh schon des dunk­len Fürs­ten liebs­te Klei­dungs­ar­ti­kel an­spre­che… die Ty­pen be­strei­ten ge­ra­de die Hälf­te ei­ner tol­len Split 7" auf Good­bye Boo­zy und lie­fern dar­auf zwei kur­ze und treff­si­che­re Knal­ler ab, wo­bei Stran­ge At­trac­tion ei­nen deut­li­chen Buck Bil­oxi & The Fucks Vi­be ver­strömt.
Die Zo­ids-Sei­te weiß das per­fekt zu er­gän­zen und schlägt weit­ge­hend in ei­ne ähn­li­che Ker­be mit ei­nem schön ge­ra­de­aus ro­cken­den Ein­stieg, ge­folgt von ei­nem un­gleich schrä­ge­ren, aber nicht we­ni­ger ver­gnüg­li­chen Song.

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Easy Ego - Spit On Your Bitch

Mei­ne fein ab­ge­stimm­ten Ano­ma­lie-De­tek­to­ren wei­sen auf ver­däch­ti­ge Ei­er­kopf-Ak­ti­vi­tät in Bel­gi­en hin, aus­ge­hend von ei­ner Ein-Mann-Band aus Brüs­sel. Und was für ein net­ter klei­ner Klum­pen aus Qua­li­täts­lärm das doch ge­wor­den ist. Freun­de von Bands wie Warm Exit, Set-Top Box, R.M.F.C. oder Sa­ta­nic To­gas, froh­lo­cket! Oben­drein hat das noch ei­nen un­ter­schwl­li­gen Ker­ker-Ge­ruch und in Hor­se Power rutscht doch tat­säch­lich ein un­er­war­te­ter Spray Paint-goes-Ga­ra­ge Punk Vi­be durch.

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Detestados - Unidos

Es scheint als hät­te die zwei­te LP die­ser Band aus Aus­tin, Te­xas jetzt schon ei­ne gan­ze Wei­le auf ih­rer Band­camp-Sei­te weit­ge­hend un­be­merkt vor sich hin ge­gam­melt. Das muss sich jetzt än­dern. Die Plat­te be­ginnt nicht ganz un­ähn­lich zum me­lo­di­schem Ga­ra­ge Punk und Power­pop et­wa von Va­guess oder den Boo­ji Boys, be­wegt sich an­schlie­ßend aber eher durch di­ver­se Ite­ra­tio­nen ei­nes leicht KBD-mä­ßi­gen, ir­gend­wo zwi­schen Ga­ra­ge und Hard­core sit­zen­den Sounds im Um­feld von Laun­cher, Li­quid As­sets, Fried Egg oder Frea­kees… und ge­le­gent­lich auch mit ei­nem sub­ti­len Gun Club-Vi­be. Au­ßer­dem gibt es noch ei­ne wun­der­bar chao­ti­sche Co­ver­ver­si­on von Minutemen's Co­ro­na, die kein biss­chen saugt. So, und jetzt geht bit­te al­le auf de­ren Band­camp auf dass sie reich und be­rühmt wer­den!

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Kerø - Four Track Demo

Ein wei­te­res vor­züg­li­ches Über­bleib­sel aus der letz­ten Wo­che ist die­se De­büt-EP ei­ner aus­tra­li­schen Band mit vier ge­ra­de­zu per­fek­ten Hard­core-meets-Ga­ra­ge Punk-Knall­kör­pern, wo­bei das ein­fa­che und ziem­lich un­sub­ti­le Frus­tra­ted Youth nicht we­ni­ger als ei­ne ab­so­lut zeit­lo­se Hym­ne ab­gibt. Zwangs­läu­fig er­in­nert mich das an Ce­ment Shoes und im ge­rin­ge­ren Maß auch an frü­he­re Electric Chair, Chain­shot oder Exxon.

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Dee Bee Rich - 4

Ei­ner mei­ner liebs­ten un­iden­ti­fi­zier­ten Ber­li­ner Krach­ver­che­cker hat mal wie­der et­was Zeug auf­ge­nom­men. Seid hin­ge­ris­sen von vier neu­en, glei­cher­ma­ßen strai­gh­ten wie ver­spiel­ten Lo-Fi Ga­ra­ge- und Post Punk Jams.

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Las Hiedras - Contradicciones

Ei­ne sehr coo­le klei­ne De­büt­ver­öf­fent­li­chung von ei­ner Band aus Bue­nos Ari­res. Al­les dreht sich um ei­nen mehr oder we­ni­ger old­schoo­li­gen, Sa­xo­phon-ver­edel­ten und va­ge an die Down­town Boys er­in­nern­den Ga­ra­ge- und Art Punk-Sound, der auch ein paar Ab­ste­cher et­wa in die Post­punk-Zo­ne oder '77-ge­tränk­ten Power­pop zu­lässt, was die Sa­che im­mer span­nend hält. Noch geht nicht je­der Ver­such zu 100% auf (Ya no soy hat als Song ein­fach zu we­nig Fett auf den Rip­pen), aber das meis­te fluppt doch ganz vor­züg­lich.

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Egg Idiot - Egg Idiot

Ir­gend so'n Kel­ler­ho­cker in Leip­zig spielt mit piep­sen­der Hard­ware und Auf­nah­me­ge­rä­ten rum, hat da­bei noch nicht ganz be­grif­fen, dass er sich da­mit an die vor­ders­te Front des gu­ten Kamp­fes in der Ei­er­kopf-Re­vo­lu­ti­on be­för­dert. Die Plat­te ist ein ver­damm­tes Meis­ter­stück das ihr al­le in eu­rem Le­ben braucht. Ich hab sie erst ein­mal ge­hört und füh­le mich jetzt schon schlau­er und aus­ge­wo­ge­ner - zur vol­len Er­leuch­tung kann es nicht mehr weit sein. Und wo ich ja selbst lang­sam alt und wei­se wer­de, kann ich es kaum ge­nug er­wäh­nen wie stolz ich auf den klei­nen Schei­ßer bin.

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Flat Worms - The Guest /​ Circle 7"

Ziem­li­cher Re­gel­be­trieb auf der neu­es­ten 7" der Flat Worms aus L.A.. Will mei­nen: ast­rei­ner Qua­li­täts­scheiß mal wie­der in Form zwei­er Songs, die ih­re ur­ein­ge­ne For­mel mit Be­stand­tei­len von Ga­ra­ge-, Post Punk und et­was Noi­se-Brand­be­schleu­ni­ger ge­wohnt kom­pakt auf den Punkt brin­gen. Flat Worms blei­ben zu­ver­läs­si­ge Krach­lie­fe­ran­ten mei­nes Ver­trau­ens.