Safety Net - Art

Die letzt­jäh­ri­ge He­alth EP war schon ech­ter Qua­li­täts­scheiß, aber der jetzt er­schie­ne­ne Nach­fol­ger ist dann mal so ir­sin­nig an­spre­chend, da war ich echt nicht drauf vor­be­rei­tet… Das Trio kommt aus Nash­ville und ich hab mal den kon­kre­ten Ver­dacht, dass Con­nor und Se­an die glei­chen Ty­pen sind, die euch an­sons­ten si­cher­lich als das Duo Skull Cult be­kannt sind. Kei­ne Ah­nung wer Cam ist. Oh, und dann ist da noch das klei­ne De­tail na­mens Erik Ner­vous, der hier mi­schend und mas­ternd sei­ne pa­ten­tier­ten Bier­fle­cken hin­ter­las­sen hat auf die­ser Kas­set­te, de­ren Sound so gleich­wer­tig eklek­tisch wie catchy da­her­kommt. Ver­hall­ter Ga­ra­ge Surf Twang? Ab­ge­spac­te Psy­che­de­lic Frea­k­outs? Wire und Mis­si­on Of Bur­ma trip­pen auf Ben­zos? Al­les am Start hier! Und an­mu­tig über all dem schwebt das per­fek­te 70er-Power­pop-meets-80er-Hair-Me­tal-Meis­ter­werk Be With You - ein be­rau­schend sü­ßer K.O.-Hieb mit plü­schig wei­chem Auf­prall.

Al­bum-Stream →

Alien Nosejob - Paint It Clear

Nun… was soll man denn in­zwi­schen noch nen­nens­wer­tes hin­zu­fü­gen an­läss­lich ei­nes neu­en Ali­en No­se­job Ton­trä­gers? Die Din­ger kom­men in zwei Da­seins­for­men: Die sich durch al­le Gen­res wil­dern­de, ge­misch­te Grab­bel­kis­te von ei­ner Plat­te auf der ei­nen, die stur auf ein Gen­re hy­per­fo­kus­sier­te Mo­no­kul­tur auf der an­de­ren Sei­te, wie et­wa sei­ne Hard­core-Sie­ben­zöl­ler oder die­se Syn­th Pop-/Eu­ro­trash 12" Ma­xi vor 'ner Wei­le. Hier ha­ben wir es mal wie­der mit ei­ner sei­ner ge­misch­ten Wun­der­tü­ten zu tun und an­sons­ten ist das al­les nur die glei­che al­te Gött­lich­keit, die wir in­zwi­schen ge­wohnt sind von die­sem Ty­pen der ei­ne gru­se­li­ge Un­fä­hig­keit da­zu an den Tag legt, ei­nen lang­wei­li­gen Song zu schrei­ben.

Al­bum-Stream →

Aborted Tortoise - A Album

Ich hab die­se Band aus Perth erst ziem­lich spät wahr­ge­nom­men, aber seit­dem stei­gern die sich mit je­der Ver­öf­fent­li­chung ganz be­acht­lich und ihr neu­es­ter Lang­spie­ler ist schlicht und er­grei­fend ei­ne hoch­ka­li­bri­ge Spaß­at­ta­cke für an­spruchs­vol­le Ga­ra­gen­kin­der und ins­be­son­de­re für Be­wun­de­rer von so Zeug wie Ura­ni­um Club, Pinch Points, Dumb oder Vin­ta­ge Crop.

Al­bum-Stream →

Disli - Disciplina Limitar

Ga­ra­ge Punk aus Spa­ni­en, der bei mir ge­nau die rich­ti­gen Ner­ven an­zapft und ex­akt die­se ex­plo­si­ve Trieb­kraft ei­ner hung­ri­gen Band trans­por­tiert, die in letz­ter Zeit auf­grund der of­fen­sicht­li­chen Um­stän­de auch auf Ton­kon­ser­ven et­was dünn ge­sät war. Das hat mal was von Da­dar, Sau­na Youth, Ex-Cult, Con­stant Mon­grel, Jack­son Reid Briggs or Pe­digree auf der ei­nen Sei­te, zeigt öf­ter mal aber auch ei­nen star­ken Post Punk Vi­be - et­wa wie ei­ne Kreu­zung aus Ber­li­ner Bands á la Pi­geon, Di­ät, Pret­ty Hurts mit der me­lan­cho­li­schen Stim­mung von Red Dons, Te­l­ecult oder Night­wat­chers.

Al­bum-Stream →

Print Head - Boringboring /​ IDKWTFimdoing

Juhu! Neu­er Scheiß von der Per­son oder Band, die viel­leicht aus Hicks­vil­le, New York kommt oder auch nicht und de­ren 2020er Ga­ra­ge-/Post-/Egg­punk-bei­na­he-Meis­ter­werk Hap­pyh­ap­py mich in ge­nau den er­wähn­ten Zu­stand ver­setz­te. Da ist jetzt al­so erst mal ein neu­es, kurz­spie­len­des Hi-Fi-Er­leb­nis am Start und dar­über­hin­aus noch so ein an­de­res, et­was we­ni­ger kur­zes, mi­ni­mal we­ni­ger Hi-Fi-mä­ßi­ges Dings. Beim erst­ge­nann­ten sug­ge­riert wenn über­haupt nur der Ti­tel Lan­ge­wei­le und was das an­de­re Dings an­geht… ich glau­be ich hab ei­ne recht brauch­ba­re Idee da­von, was Print Head nicht glau­ben zu wis­sen, dass sie es (the fuck) ma­chen und sie ma­chen es ge­nau rich­tig und es ist ganz wun­der­voll und ich le­cke frei­wil­lig noch die Res­te vom Bo­den auf!

Al­bum-Stream →

Jackson Reid Briggs - Fear​/​​Move

Ich hat­te so mei­ne Pro­ble­me, mich mit den letz­ten paar Ver­öf­fent­li­chun­gen von Jack­son Reid Briggs und ih­rem et­was schwer­fäl­li­gen, über­la­de­nen Klang­kos­tüm an­zu­freun­den. Sei­ne neu­es­te EP - wäh­rend ei­ner kur­zen Ver­schnauf­pau­se zwi­schen Aus­tra­li­ens der­ben Co­vid-Lock­downs in ei­ner von sei­nen üb­li­chen "Hea­ters" ab­wei­chen­den Kon­stel­la­ti­on auf­ge­nom­men - sprüht hin­ge­gen wie­der vor En­er­gie und Spiel­freu­de in vier durch­weg star­ken Songs, de­nen der deut­lich ent­schlack­te Sound ganz aus­ge­zeich­net steht.

Al­bum-Stream →

The Cowboy - Riddles From The Universe

The Cow­boy aus Cleve­land ha­ben bis­her noch mit je­der Plat­te ab­so­luit mei­nen Nerv ge­trof­fen und ih­re drit­te LP setzt die­sen Trend naht­los fort. Ihr Sound läuft in­zwi­schen so rund wie ein Uhr­werk und in­zwi­schen wür­de ich mal sa­gen, dass sie an der Schnitt­stel­le von drü­cken­dem Ga­ra­ge Punk und kan­ti­gem Noi­se Rock ih­re ganz ei­ge­ne klei­ne Mi­kro-Ni­sche mit so­for­ti­gem Wie­der­erken­nungs­wert eta­bliert ha­ben, je­doch wei­ter­hin ge­nug fri­sche Ideen ein­brin­gen um die Schei­ße span­nend zu hal­ten.

Al­bum-Stream →

Daisy Daisy - Fairy Liquid

Die De­büt-EP die­ser Band aus Ut­recht ist ein Sup­pen­wür­fel aus hoch­ver­dich­te­tem Wohl­ge­fal­len, wel­cher sich in fünf an­ge­mes­sen de­men­ten Syn­th-/Ga­ra­ge­punk-Jams ent­fal­tet mit der wun­der­sa­men Kraft, im ge­sun­den Men­schen­ver­stand ei­nen ge­ziel­ten Kurz­schluss zu er­zeu­gen um auf ge­ra­dem We­ge bei den nie­de­ren In­stink­ten an­zu­do­cken. Läuft!

Al­bum-Stream →

Dead Finks - The Death and Resurrection of Johnathan Cowboy

Nach ei­nem et­was in­kon­sis­ten­ten De­büt-Tape im letz­ten Jahr kommt die neue LP die­ser Ber­li­ner Band mit ei­nem deut­lich ge­reif­ten Post­punk-Sound da­her, dem ein star­ker Roots- und Folk-Ein­fluss in­ne­wohnt und ein all­ge­mei­ner Vi­be der mich et­wa an den Ame­ri­ca­na-/Cow­punk von Angst er­in­nert, an Post-Mi­ami Gun Club und an So­lo­zeug von Rikk Agnew, wäh­rend man in der Ge­gen­wart Ver­glei­che et­wa zu Jack­son Reid Briggs & The Hea­ters oder Low Life zie­hen mag. Au­ßer­dem schwingt in Songs wie Re­ani­ma­ti­on, Pis­sing und Look Of Dis­gust so ei­ne Bri­tish In­va­si­on-mä­ßi­ge Me­lan­cho­lie mit, die et­wa an The Re­so­nars oder The Be­vis Frond er­in­nert. Al­so an­ders aus­ge­drückt: Das sind ganz und gar nicht die üb­li­chen Grund­zu­ta­ten für ein Pun­k­al­bum, was den Krem­pel ja auch wie Arsch auf Ei­mer für den kom­men­den EU-Re­lease an der ers­ten The­ke prä­de­sti­niert.

Al­bum-Stream →

Algara - Absortos En El Tedio Eterno

Al­ga­ra aus Bar­ce­lo­na fie­len erst­ma­lig letz­tes Jahr auf, da­mals noch als ein Elek­tro­punk-Duo, wel­ches aber schnell zu ei­ner vier­köp­fi­gen Band an­wuchs und un­ver­züg­lich ein Tape hin­ter­her schob das aus Neu­auf­nah­men der EP-Tracks be­stand und wei­te­ren, für ihr De­büt­al­bum be­stimm­ten Songs. Be­sag­tes Al­bum dür­fen wir jetzt aus dem Hau­se La Vi­da Es Un Mus Dis­cos in vol­ler Län­ge be­stau­nen. Ihr Sound hat sich der­weil zu ei­ner kom­pak­ten Wucht in ei­ner Fu­si­on aus Post-, Ga­ra­ge- und Elek­tro­punk ent­wi­ckelt, die man viel­leicht als ei­ne Mi­schung aus ISS, Straw Man Ar­my, Rank/​Xerox und UZS be­zeich­nen könn­te - le­dig­lich ein­ma­lig auf­ge­bro­chen von den star­ken Syn­thwa­ve-Ver­satz­stü­cken in He­do­nis­tas.

Al­bum-Stream →