Chubby & The Gang - Speed Kills

Chubby & The Gang - Speed Kills

Das ist keine Rake­ten­wis­sen­schaft, was Chubby & The Gang auf ihrem Lang­spiel­de­büt abzie­hen, son­dern die gute alte Masche mit dem melo­di­schen Punk­rock, aber das in rich­tig, rich­tig gut. 77er Melo­dien tref­fen auf Hard­core-Ener­gie und eine krat­zige Gara­gen­ober­flä­che. So ein biss­chen Booji Boys im HiFi-Sound.

Album-Stream →

Maximum Roach - Dry Rot

Maximum Roach - Dry Rot

Hoch­ex­plo­si­ven Noise Punk mit Gara­ge­core-Rake­ten­an­trieb lie­fert uns das Debü­tau­bum von Maxi­mum Roach irgendwo aus Ari­zona. Abwech­selnd darf man sich mal an Bands wie Beast Fiend, Anxiety, Soup­cans, Bo Gritz oder Mys­tic Inane erin­nert füh­len.

Album-Stream →

Punter - Demo

Punter - Demo

Eine wei­tere Ladung an star­kem Garage Punk mit gele­gent­li­cher Hard­core­kante aus der zuver­läs­si­gen Szene in Mel­bourne. Öfter mal ver­sprüht das die atem­lo­sen Qua­li­tä­ten von Jack­son Reid Briggs & The Hea­ters, kom­bi­niert mit dem etwas boden­stän­di­ge­ren Gara­gen­sound etwa von Civic oder frü­he­ren Vaguess. Der Pop-Instinkt letzt­ge­nann­ter, sowie auch eini­ges an Pist Idi­ots-mäßi­gem Drama, fin­den ihren Höhe­punkt im hym­ni­schen A Minute's Silence.

Album-Stream →

Alien Nosejob - Suddenly Everything Is Twice As Loud

Alien Nosejob - Suddenly Everything Is Twice As Loud

Keine Ahnung ob Alien Nose­job aktu­ell als voll­zäh­lige Band exis­tie­ren, aber zumin­dest das zweite Album sei­nes Pro­jekts hat Jake Robert­son (Aus­mu­te­ants, School Damage, Lea­ther Towel, Hiero­phants, etc.) jeden­falls ganz alleine ein­ge­spielt. Nach­dem die letz­ten paar Ver­öf­fent­li­chun­gen ein recht wil­der Ritt waren, der von Power- und Jangle Pop über Synth Pop bis hin zu einer Hard­core-7" reichte, ist der neue Lang­spie­ler ein uner­war­tet homo­ge­nes Werk, das sich in einem Span­nungs­feld zwi­schen typi­schem Aus­mu­te­ants-Gara­gen­zeug und trau­ri­gem Power­pop bewegt, ver­packt in einer flau­schi­gen, mal mehr, mal weni­ger hoch­fi­de­len Ana­lo­g­äs­the­tik. Das Song­ma­te­rial ist aus­nahms­los vom feins­ten - Mr. Robert­son ganz in sei­nem Ele­ment.

Album-Stream →

Trashdog - Dipshitticus

Trashdog - Dipshitticus

Ein wun­der­vol­les, gestör­tes Chaos ist das zweite Album von Trash­dog aka Andrew Jack­son - dem ver­ant­wort­li­chen Spa­cken hin­ter dem Label Digi­tal Hot­dogs - gewor­den. Dass hier die Uhren nicht ganz nor­mal ticken war schon zu erwar­ten, aber von der Masse an feins­ter Qua­li­tät, die hier wild über den Boden ver­teilt zu ent­de­cken ist, bin ich doch stark über­rascht - beson­ders nach­dem mich das erste Album nicht so kom­plett über­zeu­gen mochte. Zu einem Drit­tel besteht das aus bekiff­ten bis hirn­ver­brann­ten Gags. Zu einem wei­te­ren aus ebenso mit­rei­ßen­den wie schrä­gen Sounds, die irgendwo zwi­schen Garage Punk, Power Pop, Synth- und Elek­tro­punk, einem Sprit­zer Glam ihr aus­ge­spro­chen ein­falls­rei­ches Unwe­sen trei­ben. Beim letz­ten Drit­tel bin ich mir dann nicht so sicher, in wel­che der bei­den Kate­go­rien es jetzt gehört. Alles zusam­men ergibt eine viel­leicht etwas über­wäl­ti­gende, aber nichts desto trotz sehr geile Abfahrt.

Album-Stream →

Moist Boy - Deep Rest

Moist Boy - Deep Rest

Moist Boy aus New Bed­ford, Mas­sa­chu­setts sind einer der sel­te­nen Fälle in denen sich eine Band dem Pop Punk-Gehege annä­hert, ohne mich sofort in die Flucht zu trei­ben. Aber ehr­lich gesagt liegt das eher daran, dass die meis­ten Pop Punk Bands ein­fach mas­siv sau­gen und die fun­da­men­tals­ten Bau­steine von genieß­ba­rem Punk­rock nicht gere­gelt krie­gen in einem Sub­genre, das schein­bar eh keine Qua­li­täts­stan­dards kennt.
Moist Boy hin­ge­gen sau­gen ganz und gar nicht, son­dern rei­ßen vom ers­ten Moment an mit. 1A Song­ma­te­rial, jede reich­lich Spreng­kraft in einer tigh­ten Dar­bie­tung, eine deut­li­che Gara­gen­kante und durch­aus fins­tere Lyrik sind ihre Mit­tel dazu. Hat unter ande­rem was von Cheap Wine, Dark Thoughts, Steve Ada­myk Band und gar ein biss­chen Mar­ked Men. Erst­klas­si­ger Scheiß und Pflicht­pro­gramm für den­je­ni­gen, der genann­ten Bands etwas abge­win­nen kann.

Album-Stream →

The Resource Network & Big Hog - Split 7"

The Resource Network & Big Hog - Split 7"
The Resource Network & Big Hog - Split 7"

Zum zwei­ten mal kom­men die bei­den Bands aus India­na­po­lis für eine Split­ver­öf­fent­li­chung zusam­men - dies­mal ist es ein Sie­ben­zöl­ler auf Good­bye Boozy Records gewor­den. Nicht nur ist die Auf­nahme hier etwas weni­ger roh, son­dern auch sound­mä­ßig haben beide ihr Voka­bu­lar deut­lich diver­si­fi­ziert. The Resource Net­work hauen uns mal schlauen Gara­ge­punk zwi­schen Ura­nium Club und Yam­me­rer um die Ohren, mal Post Punk/-core, der sich z.B. irgendwo zwi­schen Rites of Spring und frü­hen Slo­venly ver­or­ten lässt, und zu guter Letzt noch eine strai­ghte Punk­num­mer mit Laun­cher-mäßi­gem KBD-Vibe.
Letz­te­rer ist auch im Hause Big Hog am Start, vom Hard­core des Split-Tapes ist nun aber nicht mehr so viel zu spü­ren. Dafür gibt es eine Post­punk­ab­fahrt á la Patti tref­fen auf frühe Minu­te­men zu bestau­nen, ein­ge­rahmt von zwei mal Noise Punk, der etwas wie Lumpy & The Dum­pers auf 'nem leich­ten Slud­ge­trip klingt.

Album-Stream →

Warm Exit - Demo

Warm Exit - Demo

Warm Exit aus Brüs­sel lie­fern hier eine tadel­lose kleine Dosis an Synth-ver­edel­tem Gara­ge­punk, der abwech­seld mal an Bands wie Aus­mu­te­ants, Power­plant, Erik Ner­vous (& The Beta Blo­ckers) oder Dumb erin­nert.

Super X - Super X

Super X - Super X

Die­ses Tape von Super X aus Mel­bourne ist inzwi­schen alles andere als neu, aber auch viel zu gut um hier nicht erwähnt zu wer­den. Dar­auf ent­fal­tet sich ein Klang­spek­ta­kel, bei dem alter Garage-/Proto Punk á la Stoo­ges der Fun House-Ära auf abge­spa­cete Sounds zwi­schen Dest­ruc­tion Unit und frü­hen Tele­scopes trifft, auf dem Weg aber auch noch ein paar Spu­ren von kon­tem­po­rä­rem Post Punk mit­schleift.

Acid & Eltern - Demo

Acid & Eltern - Demo

Im Köl­ner Raum gibt es ja eine durch­aus leb­hafte DIY-Ver­an­stal­tungs­kul­tur rund um gara­gi­gen Lärm und daher fand ich es zeit­weise auch etwas ver­wun­der­lich, dass ich bis­her so wenig von loka­len Bands und ins­be­son­dere in Form von Ton­kon­ser­ven sel­bi­ger zu hören bekam. Na ja, Acid & Eltern kom­men jeden­falls von dort und machen ein­wand­frei glück­lich mit ihrem ers­ten Demo. Im bes­ten Mono wird hier ein Sound ein­ge­schep­pert, den ich unter ande­rem mal irgendwo zwi­schen Ex-Cult, frü­hen Useless Eaters und der LoFi-Ästhe­tik eines ebenso frü­hen Erik Ner­vous ver­or­ten würde.

Album-Stream →