Monda - VIII

Der Nach­fol­ger zum erst kürz­lich er­schie­ne­nen Opus Stiff Jum­bo der Band aus To­to­wa, New Jer­sey, wel­cher aus nicht we­ni­ger als vier­zig un­ter ei­ner Mi­nu­te lan­ger Punk-Mi­nia­tu­ren be­stand, kommt jetzt als ei­ne et­was her­kömm­li­cher wir­ken­de Samm­lung ein­gän­gi­ger Tu­nes rü­ber, die sich ir­gend­wo in ei­nem Klang­spek­trum aus Ga­ra­ge Punk, Noi­se Pop und old­schoo­li­gem '80er/'90er In­die Rock po­si­tio­nie­ren. Was sich aber kein biss­chen ge­än­dert hat ist die be­mer­kens­wer­te Stär­ke und Kon­sis­tenz die­ser Lie­der, de­ren über­durch­schnitt­li­che Song­wri­ting-Skills kein ein­zi­ges mal ver­sa­gen. Der Scheiß hier ist lo­cker auf ei­nem ge­mein­sa­men Le­vel mit so hoch­ge­schätz­ten Ka­li­bern wie Va­guess, Boo­ji Boys, Da­ten­ight, Bad Sports, Va­ca­ti­on, Teen Li­ne, The Wind-Ups and Bed Wet­tin' Bad Boys.

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Showroom Dummies - Showroom Dummies

Die jüngs­te EP die­ser Band aus dem ka­na­di­schen Win­ni­peg er­freut mit vier ex­zel­len­ten Spren­gun­gen na­he dem ro­he­ren En­de des Ga­ra­ge-/Fuzz-/Syn­th Punk-Spek­trums, ver­schö­nert durch ei­ne kom­plett ir­re und ent­gleis­te Ge­sangs­per­for­mance. Das ist mal ei­ne si­che­re Wet­te als po­ten­ter Crowd­p­lea­ser-Rund­um­schlag für Freun­de von so Zeug á la The Gobs, 3D and the Ho­lo­grams, Ghoulies, Daugh­ter Bat and the Lip Stings und Fac­to­ry Ci­ty Child­ren, gip­felt letzt­end­lich in ei­ner wuch­ti­gen Hard­core-Ent­la­dung die dann wie­der­um Ver­glei­che zu so Bands wie Witch Piss, Spe­wed Brain and Geo­duck Di­odes as­so­zi­iert.

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Assistert Sjølmord - Assistert Sjølmord

Hard­core Punk aus Os­lo, Nor­we­gen, der aus der Mas­se her­aus­sticht mit ei­ner ro­hen Ga­ra­gen­kan­te in ih­ren ei­ner­seits simp­len und ge­rad­li­ni­gen aber zwei­fel­los auch ele­gan­ten und gut aus­ba­lan­cier­ten Punk-At­ta­cken, so­wie ei­ner un­ge­brems­ten Wucht des ge­rech­ten Zorns, den hier ei­ne or­dent­lich kof­fe­inier­te Front­frau raus­bläst. Al­les in al­lem hat das et­was von ei­ner re­du­zier­te­ren, schnell-und-lo­se spie­len­den Va­ri­an­te der Schwe­den Vi­dro, ver­schweißt mit ei­ner groß­zü­gi­gen Do­sis von Ju­dy and the Jerks oben­drein.

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Smooth Brain - Demoted

Wow, das kam jetzt mal un­er­war­tet. Die­se Band aus Cleve­land, Ohio, die sich Mit­glie­der un­ter an­de­rem mit Cruels­ter, Know­so und Per­verts Again teilt, hat­te ih­re letz­te EP be­reits im Au­gust 2013 ver­öf­fent­licht, nur ei­ne Hand­voll Mo­na­te be­vor die­ses Blog hier sei­nen Lauf nahm. Hier ist al­so plötz­lich ih­re drit­te 7" bis­her und nimmt die Fä­den ziem­lich ge­nau da wie­der auf, wo sie vor über zehn Jah­ren lie­gen ge­blie­ben sind, ser­viert uns fünf neue Pa­ra­de­bei­spie­le von ul­tra-straigh­ten, ein­gän­gi­gen Ga­ra­ge Punk-Ex­plo­sio­nen die, von den zu­vor ge­nann­ten Bands, wohl am ehes­ten den schnör­kel­lo­sen Pun­k­at­ta­cken von Cruels­ter äh­nelt.

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Shament - Shament

'Ne spie­lend artschtre­ten­de De­büt-EP kommt von die­ser Band aus Os­lo, die hier ein Spek­trum ab­deckt vom sä­gen­den Hard­core Punk des Ope­ners Rital­inbjør­ner hin zum fuzz-be­la­de­nen, hals­bre­che­ri­schen Ga­ra­ge Punk von La­ser­krieg, durch den ei­ne ähn­li­che En­er­gie fließt zu so Bands wie The Gobs, Kid Chro­me und S.B.F.. Stygg Be­bi tritt dann ei­nen leicht Dun­ge­on-mä­ßi­gen Egg­punk-meets-De­ath­rock-Vi­be vom Sta­pel, der mich z.B. an Power­plant, Ke­ro­zi­ne und die eben­falls aus Nor­we­gen kom­men­den Mol­bo er­in­nert. Letz­te­re Ten­denz fin­det dann ih­ren Hö­he­punkt im ab­schlie­ßen­den Track Shament, ei­ner grif­fi­gen Hym­ne aus pu­rer Goth-an­ge­hauch­ter Post Punk-Zu­cker­wat­te mit ei­nem ge­wis­sen Black Me­tal-An­strich im Fi­na­le. Fickt mich, ist das mal star­kes Zeug!

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Criminal - Duke Of Oi!

Oh­ne Zwei­fel, das ist mal ab­so­lut ernst­ge­mein­ter Oi!-Scheiß hier, könn­te aber gleich­zei­tig kaum wei­ter von den eta­blier­ten Kon­ven­tio­nen des be­sag­ten Gen­res ent­fernt sein und be­deu­tet auch für die Band ei­ne schar­fe Ab­kehr von ih­rem (mei­nes Er­ach­tens we­nig be­mer­kens­wer­ten) frü­he­ren Out­put. Viel­mehr tut sich die­se Plat­te für mich als ei­ne will­kom­me­ne Er­gän­zung im noch sehr jun­gen und dif­fu­sen Dun­ge­on Punk-Ka­non her­vor, ein biss­chen so wie ei­ne sim­pli­fi­zier­te In­kar­na­ti­on von Poi­son Ruïn klin­gen könn­te, die den Post Punk-Fak­tor links lie­gen lässt und statt­des­sen mit Schma­ckes die Oi!-Kanone be­tä­tigt. Da­zu kommt dann noch ein Sän­ger, der so ei­ne Art True Me­tal Fran­kie Stubbs-Klon aus ei­ner al­ter­na­ti­ven Rea­li­täts­ebe­ne zu chan­neln scheint und fer­tig ist ein neu­es Bün­del an be­herz­ten Kampf­hym­nen über das zer­schla­gen er­drü­cken­der Un­ge­rech­tig­kei­ten aus ge­rech­tem Zorn und mit pri­mi­ti­ven, stump­fen Waf­fen.

Seagate - Tapes Volume II

Die zwei­te EP die­ser Band aus At­lan­tic Beach, Flo­ri­da be­zau­bert mit ei­nem schmack­haf­ten Ge­bräu aus kom­pak­ter und ein­gän­gi­ger Ga­ra­ge- und Fuzz Punk-Vor­zugs­wa­re und ei­ner aus­ge­spro­chen ab­wechs­lungs­rei­chen Samm­lung von Vi­bes, die un­ter an­de­rem ähn­li­che Qua­li­tä­ten be­inhal­ten zu so Bands wie et­wa Sa­ta­nic To­gas, New Ber­lin, Buck Bil­o­xi, Set-Top Box, Spits, Die TV oder Pe­n­an­ce Hall.

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Pablo X Broadcasting Services - Running Wild /​ Hunted

Nach der durch­weg be­rau­schen­den De­büt-LP vom letz­ten Som­mer lie­fert der fran­zö­si­sche Psy­che­de­lic-Zau­be­rer Re­my Pa­blo auf die­ser neu­en Sin­gle mehr von der glei­chen über­wäl­ti­gen­den Klang­wa­re, die ganz stur ihr ei­ge­nes Ding durch­zieht aus pul­sie­ren­den Loops und ab­ge­han­ge­nen Dro­nes in den ent­rück­ten Sphä­ren, an de­nen sich Psych- und Space Rock, Post-, Art-. Pro­to- und Ga­ra­ge Punk über­schnei­den mit mehr als nur lei­chen An­klän­gen et­wa an MX-80, Chro­me und Mé­tal Ur­bain.

.cum - .cum

Ei­ne glor­rei­che De­büt­sin­gle hat da ei­ne ne­bu­lö­se Band aus nir­gend­wo in die end­lo­se Lee­re des In­ter­nets ge­feu­ert, be­stehend aus zwei un­be­streit­bar le­cke­ren Syn­th Punk-Ohr­wür­mern die ei­ner­seits et­was klin­gen wie ein Throw­back in die 2000er In­die Rock Ära (er­in­nert ihr euch noch, als Pitch­fork mal Re­le­vanz hat­te?), an­de­rer­seits aber auch an jün­ge­re Ga­ra­ge Punk-Phä­no­me­ne er­in­nert wie Cher­ry Cheeks, Ope oder Smirk, mit ei­ner ab­schlie­ßen­den Gla­sur aus der Di­gi­tal Lea­ther-Grab­bel­kis­te. Was gibt's dar­an nicht zu mö­gen?

Jëg Hüsker - My Dawn Promo

Die zwei­te EP die­ser Band aus Karls­ru­he dient gleich­zei­tig auch als ein ers­ter Vor­ge­schmack auf ei­ne kom­men­de LP. Wie schon auf dem star­ken De­mo­tape vom letz­ten Jahr wer­den auch hier die dre­cki­gen Ga­ra­ge- und Dun­ge­on-Vi­bes, die Jëg Hüs­ker ganz of­fen­sicht­lich von Thee Khai Aehm ge­erbt ha­ben (aus de­ren Mit­glie­dern die­se Band zur Hälf­te be­steht), mit je­der Men­ge pri­mi­ti­ver Pro­to­punk-Ac­tion ver­schmol­zen, wie auch mit ei­ner Spur von Space Rock-Ex­zess á la spä­te De­s­truc­tion Unit, ei­nem Hauch von Hard­core-En­er­gie in Tear It Up und auch reich­lich Me­lo­die in My Dawn, wäh­rend der Raus­schmei­ßer In­te Mer Hem nicht we­ni­ger ist als hoch­do­sier­te Dun­ge­on Punk-Per­fek­ti­on.

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