Mack Enemy - Mack Enemy

Mack Enemy - Mack Enemy

Nach einem sau­gu­ten Demo und einer EP weiß man inzwi­schen ja, was man von der Band aus Phil­adel­phia zu erwar­ten hat; wer die frü­her schon nicht mochte wird auch das neue Tape has­sen. Sau­mä­ßig drü­cken­des Zeug zwi­schen Fuzz­punk, Hard- und Post­core mit Metal- und Sludge-Ele­men­ten gibt es also erneut zu hören, den man als eine etwas chao­ti­schere Vari­ante von Taran­tüla mit einem Hauch von Mys­tic Inane oder Fried Egg beschrei­ben könnte.

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Fruit & Nut - Answers To Come

Fruit & Nut - Answers To Come

Fruit & Nut haben schon vor drei­ein­halb Jah­ren sehr über­rascht mit ihrem ers­ten Tape und einem schwie­rig ein­zu­ord­nen­den Sound. Auch der Nach­fol­ger davon ent­zieht sich allen Ein­ord­nungs­ver­su­chen mit sei­nen ambi­tio­nier­ten, ja fast schon pro­gres­si­ven Song­struk­tu­ren und einer offen­bar recht eklek­ti­zis­ti­schen Palette von Ein­flüs­sen. Die auf der Band­camp­seite genann­ten No Trend erschei­nen da schon plau­si­bel, erklä­ren aber auch nur einen Bruch­teil des­sen was ich hier zu hören bekomme.

Basic Dicks - Dick Tape

Basic Dicks - Dick Tape

Das erste Tape der Basic Dicks aus Oxford prä­sen­tiert eine für Gen­re­ver­hält­nisse unge­wohnt rohe, direkte, unge­fil­terte Spiel­art von Post­core. Little Ugly Girls kom­men mir dabei in den Sinn.

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Noughts - Content

Noughts - Content

Auf EP numero zwei las­sen Noughts aus Mel­bourne den auf dem Vor­gän­ger noch deut­li­cher vor­han­de­nen Post­punk weit­ge­hend hin­ter sich und ver­schie­ben den Sound stär­ker in Rich­tung Noise Rock und Post­core. Viel­fäl­ti­ger als zuvor, zei­gen die neuen Songs aber auch reich­lich Zähne und wer­den von der Band auf zuneh­mend ela­bo­rier­ten Kon­struk­ten plat­ziert. Klare Ähn­lich­kei­ten hat das nach wie vor zu Bands aus ihrem loka­len Umfeld wie Bat­piss oder Bench Press.

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The Proletariat - Move

The Proletariat - Move

Das erste Album nach über drei­ßig Jah­ren mit neuem Mate­rial der Bostoner Hard­core­le­gende stand unter einem schlech­ten Stern, ist des­sen Finan­zie­rung doch Teil des Kol­la­te­ral­scha­dens gewor­den, den das Pled­ge­mu­sic-Deba­kel hin­ter­las­sen hat. Den Unter­stüt­zern wird gera­ten, die Zah­lung bei ihrem zustän­di­gen Kre­dit­in­sti­tut anzu­fech­ten, denn die Band wird davon nichts zu sehen bekom­men und das besagte Unter­neh­men hat mit sei­nen ver­ant­wor­tungs­lo­sen Geschäfts­prak­ti­ken schon genug Kohle ver­un­treut.

Einen offi­zi­el­len Release hat die Platte letzt­end­lich den­noch ver­passt bekom­men und ist unter ande­rem - DIY wie eh und je - über ihre eige­nen Home­page zu bekom­men. Es ist sel­ten genug, dass eine Gruppe nach ihrer Wie­der­ver­ei­ni­gung zu mehr als einer adäqua­ten Oldies-Band taugt. The Pro­le­ta­riat kön­nen mich aber ein­wand­frei über­zeu­gen mit einem aus­ge­spro­chen run­den, selbst­si­che­ren Post­core-Sound, der einer­seits ihre Ver­gan­gen­heit reflek­tiert, an dem ande­rer­seits aber auch die Genre-Ent­wick­lun­gen der ver­gan­ge­nen Jahr­zehnte nicht spur­los vor­bei gegan­gen sind. In Würde zu altern ist eben, allen anders lau­ten­den Behaup­tun­gen zum Trotz, auch für Punks eine rea­lis­ti­sche Option.

Batpiss - Nothing 7"

Batpiss - Nothing 7"

Bat­piss aus Mel­bourne blei­ben eine der inter­es­san­te­ren Nois­rock-Kapel­len. Mit jeder bis­he­ri­gen Ver­öf­fent­li­chung hat ihr Sound ein wenig an Fein­schliff, die Arran­ge­ments an Reife und Kom­ple­xi­tät zuge­legt. Auch der neue Kurz­spie­ler besticht mit einer Spiel­art von Noise Rock und Post­core, die ihre Sache immer ein paar Schritte wei­ter denkt als starre Gen­re­stan­dards es erfor­dern.

YC-CY - Béton Brut

YC-CY - Béton Brut

Irgendwe konnte ich die begeis­ter­ten Reak­tio­nen auf das Debüt­al­bum der Schwei­zer im vor­letz­ten Jahr noch nicht so hun­dert­pro­zen­tig nach­voll­zie­hen. Zu über­la­den klang mir das; nach reich­lich Ide­een aber einem emp­find­li­chen Man­gel an Ori­en­tie­rung und Fein­schliff. In den letz­ten zwei Punk­ten hat der nun erschie­nene Nach­fol­ger dra­ma­tisch zuge­legt. Das klingt nicht nur ver­dammt gut, son­dern hat dies­mal auch durch­weg Hand und Fuß - so zieht mich ihr wuch­tig rotie­ren­der Sound zwi­schen Noise Rock und Post Punk letzt­end­lich doch noch auf seine Seite. Oft klingt mir das nach einer selt­sa­men Ver­schmel­zung von Lardo und Haun­ted Hor­ses.

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Dead Arms - Simply Dead

Dead Arms - Simply Dead

Vier Jahre nach ihrem Debüt­al­bum legt die Lon­do­ner Band um Mit­glie­der von Death Pedals und USA Nails jetzt einen Nach­fol­ger vor - zeit­gleich mit dem neu­es­ten Streich der letzt­ge­nann­ten. Selbst­si­che­rer kom­men sie dabei rüber mit einem Sound, der eini­ges an Druck zuge­legt hat. Noise Rock und Post­core, der wie ein dumm und stur gera­de­aus dre­schen­der Cou­sin der genann­ten Bands klingt, außer­dem hat man dem Pen­ner eine hoch­do­sierte Drive Like Jehu-Infu­sion ver­passt.

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Buffet - All American

Buffet - All American

Ver­dammt, machen die Jungs Spaß. Buf­fet kom­men aus der Klein­stadt Ana­cor­tes auf der Fidalgo-Insel, Washing­ton und ihr ers­tes Album ist eine ein­zige Gra­nate, die irgendwo zwi­schen den Wel­ten von Post-/Hard­core der klas­si­schen West­küs­ten­prä­gung und melo­di­schem Fuzz Punk ope­riert. Letz­te­rer darf wahl­weise mal an frühe No Age, Male Bon­ding oder Terry Malts erin­nern . Und mit Throne gibt's dann auch noch einen abso­lut erfreu­li­chen Flash­back zum Emo­core der frü­hen Neun­zi­ger zu bewun­dern.

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Drahla - Useless Coordinates

Drahla - Useless Coordinates

Die Post-/Art­punk-Kapelle aus Leeds hat in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ja schon mit drei EPs für reich­lich Auf­se­hen gesorgt und sich dabei qua­li­ta­tiv mit jeder Ver­öf­fent­li­chung deut­lich gestei­gert - und dabei war schon die erste davon sau­gut. Die­ser Auf­wärts­trend wird auch mit ihrem Lang­spiel­de­büt fort­ge­führt, des­sen Song­struk­tu­ren und Arran­ge­ments so per­fekt aus­ba­lan­ciert, bis ins kleinste Detail aus­for­mu­liert und effek­tiv rüber kom­men wie kaum etwas, das ich in letz­ter Zeit zu Gehör bekam. Zum Ein­stieg gibt es wie­der die von den EPs bekann­ten Sonic Youth-Gitar­ren zu hören, man kann leichte Anflüge von Jaw­box oder aktu­el­le­ren Noi­sero­ckern wie Tunic ver­nah­men. Von all dem ent­fer­nen sie sich aber zuneh­mend im Laufe des Albums. Stel­len­weise erin­nert mich der Sound dann stark an die New Yor­ker Pill, aller­dings ver­schweißt mit dem kräf­ti­gen Motor von Drive Like Jehu. Starke Platte.

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