Nick Cage - Lost Cause

Mann, war das ei­ne lah­me Wo­che was neu­en Lärm an­geht. Aber im­mer­hin ei­ne Ver­öf­fent­li­chung möch­te ich euch nicht vor­ent­hal­ten, und zwar die­se klei­ne Schön­heit zwi­schen Ga­ra­ge Punk, Hard- und Post­core - ein biss­chen wie ein Mix aus Fried E/​M, Mo­dern Needs, Mys­tic Ina­ne… mit ei­nem ge­wis­sen Dri­ve Li­ke Je­hu-Zu­satz in den pas­sen­den Mo­men­ten.

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Expert - Phylaxis

Ex­zel­len­ten Post Punk der mo­de­rat düs­te­ren Mach­art mit leich­ten Spu­ren von Post­core, Math- und Noi­se Rock setzt uns die ers­te EP die­ser Aus­tra­li­er vor. Ein biss­chen wie ei­ne Kreu­zung aus B-Boys, Girls In Syn­the­sis und Rank/​Xeros… aber eben­falls nicht ganz un­ähn­lich zu Bands wie Vi­deo, Pu­blic Eye, Tu­nic oder The Est­ran­ged.

Nopes - Djörk

Drit­ter Lang­spie­ler der Band aus Oak­land und er­war­tungs­ge­mäß ist das mal wie­der ziem­lich gei­ler Scheiß hier. Ich find's im­mer noch ab­so­lut be­mer­kens­wert wie das, was mal als ei­ne Art Hüs­ker Dü-Ver­schnitt los­ging sich zu ei­ner der kraft­volls­ten, ei­gen­stän­digs­ten und so­fort wie­der­erkenn­ba­ren Bands der letz­ten Jah­re ent­wi­ckelt hat, die schein­bar oh­ne gro­ße Mü­he die ro­hen En­er­gien von Hard- & Post­core, Noi­se Rock und Ga­ra­ge Punk zu ei­nem wun­der­bar rau­bei­ni­gen, un­be­re­chen­ba­ren Biest ver­kan­tet.

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Broken Vessels - Do You See My Smile?

Bro­ken Ves­sels sind 'ne Band aus San­ta Ana, Ka­li­for­ni­en und ha­ben Mit­glie­der von Grim­ly Forming und Ro­lex mit an Bord (de­ren ge­nia­les De­büt-Al­bu­m/­Com­pi­la­ti­on/­Re-Re­cord­ing-Din­gens ich hier ich bis­her nicht ge­pos­tet hab, al­so checkt das Ding mal aus). Klingt dann auch mal ziem­lich nach ei­ner et­was pri­mi­ti­ve­ren Va­ri­an­te von Ro­lex, wo­bei aber auch Mys­tic Ina­ne als Ver­gleich nicht ganz fern lie­gen.

Mystic Inane - Natural Beauty

Mann, das ist ja mal min­des­tens ein hal­bes Jahr­zehnt her seit ich zum letz­ten mal von die­ser Band aus New Or­leans ge­hört ha­be. So un­er­war­tet wie ih­re neue 7" jetzt da­her kommt, so frisch und en­er­gisch klingt aber auch im­mer noch ih­re Sym­bio­se aus Ga­ra­ge- & Post Punk, Hard- & Post­core, die auch un­ter jün­ge­ren Bands á la Laun­cher, Li­quid As­sets oder Fried E/​M ei­ne gu­te Fi­gur macht.

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Daydream - Mystic Operative

Mit ih­rem zwei­tem Lang­spie­ler zün­den die Punks aus Port­land elf neue Ge­schos­se aus sorg­fäl­tig kon­trol­lier­tem Cha­os ab. Ein­falls­reich und un­vor­her­seh­bar wie eh und je ha­ben sie ih­rer ganz ei­ge­nen Stil­blü­te von leicht Ga­ra­ge-be­ein­fluss­tem al­les-ist-mög­lich-Post­core ei­ni­gen Fein­schliff ver­passt und las­sen sich da­bei den­noch ei­ni­ger­ma­ßen mit Bands wie Ka­lei­do­scope und Bad Bree­ding ver­glei­chen… viel­leicht hat's auch noch 'nen win­zi­gen Hauch von Dri­ve Li­ke Je­hu?

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Fugitive Bubble - Fugitive Bubble /​/​ C-Krit - C-Krit

Im­po­tent Fe­tus heißt das fa­mo­se neue Kas­set­ten-Sub­la­bel des nicht we­ni­ger fan­tas­ti­schen Stuc­co-Im­pe­ri­ums, wel­ches zu­letzt schon mit dem Sep­tic Yanks Tape viel Freu­de in die Welt ge­bracht hat. In­zwi­schen bie­ten sich da auch schon wie­der zwei neue Pfüt­zen aus Noi­se zum drin Ba­den an, von zwei Bands un­kla­rer Her­kunft. Der Qua­li­täts­stan­dard wird da­bei je­den­falls wei­ter­hin recht­wink­lig ge­hal­ten. Von we­gen im­po­tent…
Fu­gi­ti­ve Bub­ble sau­en da­bei wun­der­bar mit ei­ner über­aus ein­falls- und ab­wechs­lungs­rei­chen Va­ria­ti­on von ab­ge­fuz­ztem Hard-, Noi­se- und Weird­core rum, die mich ab­wech­selnd mal an Das Drip, Warm Bo­dies, Vexx so­wie den frü­hen Out­put von NAG oder Ka­lei­do­scope er­in­nert.
C-Krit hin­ge­gen klin­gen ziem­lich nach ei­nem struw­we­li­gen Misch­kö­ter aus Soupcans, No Trend und Lum­py & The Dum­pers. Oben­drein ist auch ih­re Dar­bie­tung des al­ten Screa­ming Snea­kers-Ever­greens Vio­lent Days pu­res Gold.

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Kaleidoscope - Decolonization /​/​ Straw Man Army - Age Of Exile

Zwei neue Lärmar­te­fak­te aus New Yorks aus­ge­zeich­ne­ter Schmie­de D4MT Labs. Erst­mal wä­re da ei­ne neue LP der ge­nia­len Hard-/Post­core-Na­tur­ge­walt Ka­lei­do­scope, auf der sie ge­ring­fü­gig simp­ler und ge­rad­li­ni­ger rü­ber­kom­men als auf ih­rem un­glaub­li­chen Lang­spiel­de­büt im letz­ten Jahr, aber nach wie vor ab­so­lut treff­si­cher, in­spi­riert und ver­spielt.
Ähn­li­ches kann man auch dem Al­bum von Straw Man Ar­my be­schei­ni­gen. De­fi­ni­ti­ve In­fos über das Duo ha­be ich zwar nicht, aber es dürf­te sich da­bei um den Ka­lei­do­scope-Schlag­wer­ker und noch ir­gend­ei­nen an­de­ren Ty­pen han­deln. Er­war­tungs­ge­mäß wird das al­so mal wie­der ein recht aben­teu­er­li­cher Ritt, dies­mal auf den Tel­ler­rän­dern des düs­te­ren Post­punks so­wohl der klas­si­schen als auch ge­gen­wär­ti­gen Schu­le, was mal an Crass-mä­ßi­gen Mi­ni­ma­lis­mus grenzt, an Wi­pers-Me­lan­cho­lie aber auch an jün­ge­re, ex­zen­tri­sche Acts wie Mur­de­rer oder Wymyns Pry­syn.

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The Unfit - The Unfit

Die­se Band aus Se­at­tle treibt schon seit ei­ni­gen Jah­ren ihr Un­we­sen, lie­fert aber erst jetzt ih­re De­büt-LP ab. Kein Wun­der al­so, dass hier al­les schon sehr stim­mig wirkt. Ei­ne Band, die ihr spe­zi­fi­sches Sub­gen­re ir­gend­wo zwi­schen der Ga­ra­ge-af­fi­nen Zo­ne des Post­core-Spek­trums und ein biss­chen zeit­ge­nös­si­schem Noi­se Rock fest im Griff hat - in di­rek­ter Nach­bar­schaft zu Bands wie den frü­hen Vi­deo, Hot Sna­kes, As­cot Stab­ber, Da­vi­di­ans oder Flowers Of Evil.

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Other Half - Big Twenty

Hier gleich noch­mal ei­ne Post­core-LP von noch ei­ner bri­ti­schen Band - dies­mal von der et­was kon­ven­tio­nel­le­ren, je­doch durch­weg über­zeu­gen­den Mach­art. Kann man häu­fig mit al­ten Hel­den wie Jaw­box, Dri­ve Li­ke Je­hu, Hot Sna­kes ver­glei­chen… wäh­rend sich von der neu­en Schu­le et­wa Bench Press, Stuck oder USA Nails als Re­fe­ren­zen an­bie­ten.

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