Droids Blood - Droids Blood CS /​ On Trial Years Later 7"

Droids Blood - Droids Blood CS / On Trial Years Later 7"
Droids Blood - Droids Blood CS / On Trial Years Later 7"

Gleich noch mal abge­spa­ce­tes Zeug, aber irgend­wie doch eine ganz andere Bau­stelle. Bei Dro­ids Blood aus Chi­cago sind zwei Ex-Mit­glie­der von Bro­ken Prayer am Werk und erfül­len mit ihrem neuen Tape sowie einer mir bis­lang ent­gan­ge­nen Sin­gle die Erwar­tun­gen, die schon vor eini­ger Zeit mit einem star­ken Demo geweckt wur­den. Nach wie vor klingt das ein wenig nach ihrer Vor­gän­ger­band, aber auch nach aktu­el­len Bands auf der Schwelle zwi­schen Noise, Hard- und Post­core á la Bad Bree­ding, Acry­lics, Anxiety oder Arse, viel­leicht auch ein wenig nach dem Post Punk von Diät. Das alles bekommt dann ein Säu­rebad aus Indus­trial-Sam­ples und retro­fu­tu­ris­ti­schen Syn­ths ver­passt, was so einen gewis­sen 80er Cyber­punk B-Movie Vibe her­auf­be­schwört.

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Tropical Trash - Southern Indiana Drone Footage

Tropical Trash - Southern Indiana Drone Footage

Nach­dem die Noi­se­combo aus Loui­se­ville, Ken­tu­cky vor ein paar Jah­ren mit ihrem Debüt­al­bum UFO Rot bereits einen star­ken ers­ten Ein­druck hin­ter­las­sen hat, hab ich die Band erst­mal etwas aus den Augen ver­lo­ren bis eine Split 7" mit den Ita­lie­nern Bru­tal Bir­th­day wie­der meine Auf­merk­sam­keit geweckt hat. In der Zwi­schen­zeit hat ihr Sound aus Noise Rock, Sludge Punk, Post­core und einer rauen Gara­gen­kante ganz schön an Wucht und Bestimmt­heit dazu­ge­won­nen und erin­nert mich mal an eine zugäng­li­chere Vari­ante von Nearly Dead, ver­quickt mit jeder Menge alter Hot Snakes, ein paar sub­ti­len Sonic Youth-Momen­ten, der Dis­so­nanz von Spray Paint und dem kom­pro­miss­lo­sen Druck von Metz. Bin über­zeugt.

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Musavi - EP 2018

Musavi - EP 2018

Der Name die­ser Band aus San Fran­cisco hat mög­li­cher­weise aus rei­nem Zufall die glei­chen Vokale wie Fugazi, aber das würde mich wun­dern. Klingt ihr Post­core doch etwas wie ein Quer­schnitt durch den Dischord-Kata­log - vom der­ben Hard­core der Grün­dungs­zeit bis zu den kom­ple­xe­ren Sounds der dar­auf fol­gen­den zwei Jahr­zehnte. Dazu kom­men noch ein paar Trop­fen Bad Brains - wie­derum aus bei­den Pha­sen, in denen die noch gut waren - und ein biss­chen Gara­gen­knarz. Über­haupt unter­schei­det sich die EP von den meis­ten aktu­el­len Ver­öf­fent­li­chun­gen des Gen­res durch eine rohe, unge­stüme Ener­gie, wo andere Bands eher Dis­zi­plin wal­ten las­sen. Erfri­schend finde ich das.

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Blooming Season - New Values

Blooming Season - New Values

Bloo­m­ing Sea­son kom­men aus Mont­real, spie­len aber im Kon­trast dazu eine Mischung aus Post­core - der eher nach Washing­ton und Chi­cago klingt - und Post Punk der ten­den­zi­ell recht zugäng­li­chen, aber kei­nes­wegs zah­men Sorte, dem ich mal eine gewisse Nähe zur aktu­el­len bri­ti­schen Szene unter­stel­len würde. Im Titel­song der EP wird dar­über hin­aus ein Drama in Cine­ma­scope aus­ge­rollt, das an Pro­tomar­tyr oder Bam­bara erin­nert. Über­haupt ist das eine abwechs­lungs­rei­che und dabei nahezu makel­lose Vier­tel­stunde, in der kein Song wie der andere Klingt.

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Stuck - Three Songs

Stuck - Three Songs

Der Titel sug­ge­riert Fugazi, der Sound auf der Debüt-EP die­ser Band aus Chi­cago klingt dann aber eher mal nach Drive Like Jehu, ein ande­res mal nach Smart Went Crazy. Und mit letz­te­rem Ver­gleich wären wir dann ja doch schon wie­der im Dischord-Uni­ver­sum.

Rolex - E

Rolex - E

Ein sehr pas­sen­des Adden­dum zum vor­he­ri­gen Post ist auch die vierte und bis­her stärkste Cas­sin­gle in der Pen­talo­gie (so macht man einen auf Pro­gres­sive Rock) von Rolex aus Los Ange­les. Eine gara­gig ange­hauchte Mischung aus Post­core und -punk, bei der jeder ein­zelne Takt voll ins Schwarze trifft.

Césped De Verdad - Chusma Ocre

Césped De Verdad - Chusma Ocre

Was ist das denn für ein gei­ler Scheiß, den uns da eine Band aus Valen­cia auf­tischt? Begrüßt einen mit Post Punk in no-wavi­ger Dis­so­nanz und ent­wi­ckelt sich dar­auf hin zu einem unbe­re­chen­ba­ren Bas­tard, der einem unver­mit­telt her­ein­bre­chende Hard­core­at­ta­cken, Ver­satz­stü­cke von 90er Dischord-Post­core, ein biss­chen Emo­ge­döns, Math­rock und melo­di­schem Indie Rock der ver­gan­ge­nen Dekade um die Ohren haut. Über all dem schwe­ben die unkon­ven­tio­nel­len Har­mo­nien á la Sonic Youth der Daydream Nation-Ära, das ver­bin­dende Ele­ment wel­ches diese selt­sa­men Klang­kon­strukte zusam­men­hält. In der Gegen­wart könnte man vage Ver­glei­che zu den Leip­zi­gern Molde bemü­hen.

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Murderer - I Did It All For You

Murderer - I Did It All For You

Stei­len Scheiß ver­an­stal­tet diese New Yor­ker Band auf ihrem Debüt­al­bum in Form eines etwas sur­real anmu­ten­den Sounds aus Post- und Hard­core, Post-, Blues- und Cow­punk. In etwa wie ein gemein­sa­mer Fie­ber­traum von Wymyns Pry­syn und Gun Club. Ein sti­lis­ti­scher Fran­ken­stein­bas­tard, wie ich ihn so bis­lang noch nicht zu hören bekam. Und dabei so aus einem Guss, dass die Gren­zen zwi­schen den Songs zuneh­mend ver­flie­ßen, was letzt­end­lich nur noch wei­ter zur unwirk­li­chen Atmo­sphäre der Platte bei­trägt.

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Football & White Savage - Split LP

Football & White Savage - Split LP

Hätte man mir diese Split­scheibe zweier Bands aus Lees­burg und Chi­cago als ein vol­les Album einer ein­zi­gen Band ver­kauft, wäre mir - abge­se­hen von etwas unter­schied­li­cher Fide­li­tät der Pro­duk­tion - über­haupt nichts auf­ge­fal­len, so sehr ähnelt sich der Sound von Foot­ball und White Savage. Beide Bands bewe­gen sich selbst­be­wusst im Umfeld von Garage und Psy­che­de­lic, Noise Rock, Sludge Punk und ein wenig Post­core, dabei las­sen sie aber auch gar nix anbren­nen. In ver­schie­de­nen Momen­ten erin­nert mich das z.B. mal an The Blind Shake, ein ande­res mal an Hot Snakes. Knallt ganz vor­treff­lich.

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Daydream - Daydream

Daydream - Daydream

Diese Band aus Port­land bewegt sich in einem ähn­li­chen Fahr­was­ser wie etwa Bad Bree­ding oder Acry­lics, also auf der Schnitt­stelle zwi­schen Hard­core, Post­core und -punk mit sub­ti­lem Gara­gen­schliff, dem sie aber als gewis­ses Etwas noch einen ordent­li­chen Bat­zen Chaos zuset­zen. Gelun­ge­ner Fön.

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