Hit Bargain – Potential Maximizer

Hit Bargain - Potential Maximizer

Wow. Dass mich diese Platte mit einer der­art adre­na­lin­ge­la­de­nen Post­core-Wucht kalt erwischt, damit hatte ich nicht gerech­net. Aber was die Band aus Los Ange­les mit Mit­glie­dern von sti­lis­tisch gar nicht so nahe­lie­gen­den Bands wie Cold Beat, Beach Fos­sils und The Pains Of Being Pure At Heart auf ihrem zwei­ten Album ver­an­stal­tet hat nicht das titel­ge­bende Poten­zial, son­dern ist schlicht eine der bes­ten Genre-Ver­öf­fent­li­chun­gen des lau­fen­den Jah­res. Bitte wei­ter maxi­mie­ren!



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Red Hare – Little Acts Of Destruction

Red Hare - Little Acts Of Destruction

Dischord hat mal wie­der was fal­len las­sen. Wie schon der meiste Out­put des Labels in jün­ge­rer Ver­gan­gen­heit han­delt es sich auch hier um alte Gesich­ter aus der Washing­to­ner Szene; die Betei­lig­ten mach­ten sich einst­mals mit Bands wie Swiz, Dag Nasty und Blu­e­tip einen Namen. Musi­ka­lisch fällt der Apfel nicht weit vom Stamm. Es gibt ult­ra­klas­si­schen DC-Post­core mit ’nem ziem­lich lan­gen Bart zu hören. Ein lieb­ge­won­ne­ner Greis, der jeder­zeit will­kom­men ist.



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Denim And Leather – Sacred Autism

Denim And Leather - Sacred Autism

Noi­se­rock-Gedöns aus Man­ches­ter mit aus­ge­präg­ter Hard-/Post­core-Kante. Freunde von Acrylics, Bad Bree­ding, Arse oder Anxiety wer­den sicher so eini­gen Gefal­len dran fin­den.



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Bad Breeding – Abandonment

Bad Breeding - Abandonment

Mit der neuen EP haben Bad Bree­ding aus dem bri­ti­schen Ste­venage erneut einen wasch­ech­ten Gewin­ner am Start. Ihre zwei Ham­mer­al­ben haben bis­her ja schon mal Maß­stäbe gesetzt – in ihrer spe­zi­el­len Nische aus Hard- und Post­core, Noi­sero­cki­gem Säge­werk und old­schoo­li­gem Vor­wärts­drang macht ihnen der­zeit nie­mand was vor. Auf der neuen Platte läuft nun das Beste von bei­den – die kon­zen­trierte Wucht des ers­ten und der etwas wüs­tere Sound des zwei­ten Albums – zusam­men. Aban­don­ment ist genau die Platte, die man sich von ihnen gewünscht hat.


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End Time – End Time

End Time - End Time

Post­punk der sehr zugäng­li­chen, melo­di­schen Mach­art gibt es auf der ers­ten EP von End Time aus San Fran­cisco zu hören, der manch­mal einen leicht psy­che­de­li­schen Unter­ton auf­weist und Anklänge an Mis­sion Of Burma, Obits und den 90er Dischord Sound mit­bringt.



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Simulators – Three Patterns

Simulators - Three Patterns

Die Band aus Den­ver um Ex-Mit­glie­der von Accor­dion Cri­mes und Joy Sub­trac­tion lie­fert auf ihrer drit­ten EP kom­pakte fünf Minu­ten Lärm ab, der sich wie gehabt im Span­nungs­feld von 90er Post­core, Noise- und Indie Rock bewegt.

Beta Blockers – Stiff Prescription

Beta Blockers - Stiff Prescription

Da hat sich Sta­tic Shock Records mal wie­der einen glat­ten Voll­tref­fer gean­gelt. Auf dem Debüt­al­bum der Beta Blo­ckers aus Shef­field kommt einem ein ebenso räu­di­ger wie auch gna­den­los drü­cken­der Klang­bas­tard ent­ge­gen aus Punk, Hard-/Post­core und einer abso­lut blick­dich­ten Wand aus Noise. Damit befin­det sich die Platte in unmit­tel­ba­rer Nähe zu ande­ren aktu­el­len Bands wie Bad Bree­ding, Arse oder Acrylics.



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Fluid To Gas – …On Air

Fluid To Gas - ...On Air

Fluid To Gas aus Bonn haben ihren Post­core schon gespielt zu einer Zeit, da wusste meine dumme, kleine Teen­ager­seele noch gar nicht was Post­core ist. Oder Hard­core über­haupt. Punk? War ein Begriff, aber ich noch nicht auf den Geschmack gekom­men.

Das letzte Album der Band war von 2006. Hätte ich eigent­lich mit­krie­gen kön­nen. Dum­mer­weise war ich da mit ganz ande­ren Pro­ble­men beschäf­tigt, hatte gerade meine Plat­ten­samm­lung ver­kauft, erholte mich lang­sam von einem sowohl Psy­chi­schen als auch mate­ri­el­len Zusam­men­bruch, über­nach­tete auf ’ner Iso­matte in einem Büro und fragte mich, wie zum Hen­ker ich jetzt wie­der ein fes­tes Dach über’m Kopf orga­ni­siert bekomme. Keine Kapa­zi­tä­ten frei um eine wenig bekannte Band aus der ehe­ma­li­gen Haupt­stadt für mich zu ent­de­cken.

Schlech­tes Timing zum drit­ten: Zehn Jahre spä­ter ver­öf­fent­li­chen Fluid To Gas eine neue EP, zu einer Zeit, in der sich das Ziel­pu­bli­kum für klas­si­schen Post­core prak­tisch in Luft auf­ge­löst hat. Oder auch gutes Timing: Ich bin noch da und höre jetzt zum ers­ten mal zu. Und mit dem, was ich da höre kann ich mich durch­aus anfreun­den. Post­core, der alten Män­nern Spaß macht und auch ein biss­chen so klingt als wäre die Zeit irgend­wann in den Neun­zi­gern ste­hen geblie­ben. Zum Bei­spiel hat das so eini­ges von Shud­der To Think, von Jaw­box, Smart Went Crazy oder Q And Not U, plus ver­ein­zelte Ein­spreng­sel vom Emo­core der ers­ten und zwei­ten Welle. Geht klar, das. Und in zehn Jah­ren gerne wie­der!


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The Hand – The Hand Vol. 4

The Hand - The Hand Vol. 4

Die neu­este EP der Band aus Min­nea­po­lis – bestehend aus Mit­glie­dern von so unter­schied­lich bekann­ten Bands wie Low, Steel Pole Bath Tub und Gay Witch Abor­tion – ist einer­seits mal wie­der genau der zu erwar­tende Wir­bel­sturm aus unge­stüm vor­ge­tra­ge­nem, mini­ma­lis­tisch und roh pro­du­zier­tem Nois­rock und Post­core; ande­rer­seits han­delt es sich aber auch um ihre bis­lang melo­dischste und zugäng­lichste Ver­öf­fent­li­chung. Beson­ders her­aus­ra­gend finde ich die letz­ten bei­den Songs Get Free und I Alre­ady Know, die für einen nahezu per­fek­ten Abschluss einer erneut sehr star­ken EP sor­gen.


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Spark Unit – Blizzard

Spark Unit - Blizzard

Viel­leicht erin­nert sich noch wer: Vor (gefühl­ten) zehn Jah­ren kam hier mal ’ne Band namens Chi­cago Typewri­ter vor. Eine der (gefühlt) zwei­ein­halb guten Bands aus mei­ner Region. Hatte mich schon gefragt was aus denen gewor­den ist. Die Ant­wort kommt jetzt in Form einer ganz schön gel­ben EP und lau­tet: Eine andere Band ist aus denen gewor­den. Na ja, fast. Es sind wohl die meis­ten oder sogar alle Mit­glie­der erhal­ten geblie­ben, der Sound hat sich deut­li­cher in Rich­tung von 75% Noise Rock und 25% Post­core ver­scho­ben und erin­nert an so einige der alten und neue­ren Genre-Haus­num­mern. Neben dem kan­ti­gen Rif­fing der unver­meid­li­chen Jesus Liz­ard kom­men mit vor allem die wal­zen­den Groo­ves von Tar in den Sinn. Außer­dem die Repi­ti­tion von METZ, der Drive von Drive (duh!) Like Jehu und diver­ses altes Gedöns aus dem BluNoise-Umfeld. Kann was.



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