Luggage - Shift

Luggage - Shift

Das dritte Album von Lug­gage aus Chi­cago knüpft naht­los am Vor­gän­ger an, macht sogar noch einen etwas kon­se­quen­te­ren Ein­druck. Pas­send und unüber­hör­bar bei Elec­tri­cal Audio auf­ge­nom­men, brei­tet sich ein sprö­der bis zäh­flüs­si­ger Sound zwi­schen Noise- und Math Rock, Post- und Slow­core aus, der über­wie­gend nach ver­gan­ge­nen Zei­ten in Chi­cago klingt. Oder abwech­selnd mal nach gerad­li­ni­ge­ren Shel­lac, gedros­sel­ten Tar, viel lau­te­ren Slint und noch tris­te­ren Code­ine.

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Acrylics - Sinking In

Acrylics - Sinking In

Nach eini­gen saustar­ken EPs haben Acry­lics aus Santa Rosa, Kali­for­nien sich zwei Jahre Zeit genom­men für ihren ers­ten Lang­spie­ler, der sich - kein biss­chen über­ra­schend - auch gleich als ihr viel­sei­tigs­ter und reifs­ter Bro­cken Lärm her­aus­stellt. Ihr ambi­tio­nier­ter, aber durch­weg stim­mi­ger Stil­mix bewegt sich in einem per­fek­ten Drei­eck zwi­schen düs­te­rem Post Punk á la Cri­mi­nal Code, dem der­ben Hard­core­punk von Bands wie Cülo, Hate Preachers oder Impulso und dem smar­tem Post­core von Ivy oder Bad Bree­ding.

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Kumusta - Kumusta #1

Kumusta - Kumusta #1

Vor­zug­li­cher Scheiß aus Rouen, Frank­reich. Kumusta kom­men mit einer spa­ßi­gen Mischung um die Ecke, die einen straf­fen Bogen spannt von Noise Rock und -core, über Post Punk/-core bis hin zu einem Hauch von Gara­ge­punk. Man stelle sich zum Bei­spiel in man­chen Momen­ten eine Ver­schmel­zung aus gedros­sel­ten Bad Bree­ding und Cri­mi­nal Code vor. In ande­ren Augen­bli­cken hat es ein biss­chen was von den aus­tra­li­schen Post­core-Haus­num­mern Bat­piss und Bench Press.

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Lux - New Day

Lux - New Day

Lux aus Bar­ce­lona kön­nen bereits ein Demo und einen viel­ver­spre­chen­den Lang­spie­ler vor­wei­sen, aber auf ihrer aktu­el­len EP kommt ihr Sound mal so rich­tig in die Gänge. Da tref­fen einige der exzen­tri­sche­ren Strö­mun­gen des 80er Post- und Hard­core­punk wie etwa Man Sized Action und The Pro­le­ta­riat auf mar­kante Goth/­De­ath­punk-Bass­li­nes, aber auch an aktu­el­lere Bands wie Street Eater oder das Cow­punk­wun­der Mur­de­rer darf man sich erin­nert füh­len.

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Austerity - Anarcho Punk Dance Party

Austerity - Anarcho Punk Dance Party

Die Platte hält ein, was der Titel ver­spricht. Tanz­ba­rer Scheiß? Aber hallo! Anar­chis­ti­sches Gedan­ken­gut? Wird hier Ton­nen­weise aus­ge­brei­tet. Sti­lis­tisch ist das nicht unbe­dingt etwas, was man mit Anar­cho Punk in Ver­bin­dung bringt, aber klar aus dem glei­chen Geist gebo­ren. Infek­tiö­sen Post Punk mit Post­core-Nach­bren­ner bekommt man gebo­ten, der trotz sei­ner Tanz­flä­chen­kom­pe­tenz sich seine Kan­tig­keit bewahrt und auch in der Lärm­ab­tei­lung keine Skru­pel zeigt, die Nach­barn zu wecken. Das und die unüber­hör­ba­ren poli­ti­schen Ansa­gen unter­schei­det die Band aus Brigh­ton doch recht stark von der kurz­le­bi­gen Dan­ce­punk-Welle im ver­gan­ge­nen Jahr­zehnt. Statt New Yor­ker Cool­ness gibt es eine aus­ge­spro­chen bri­ti­sche, ange­pisste unver­blümt­heit, auch wenn die musi­ka­li­schen Ein­flüsse ähn­lich gela­gert sein mögen. Bei jenen sind natür­lich wie­der mal Gang Of Four zu nen­nen, Minu­te­men, spä­tere Mem­bra­nes und The Pop Group. In der Gegen­wart ste­hen dem Bands wie Tics, Pill und Slumb Party, Spe­cial Inte­rest und UZS nicht ganz fern.

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Sandré - Ave Muñón

Sandré - Ave Muñón

Einen gewag­ten Rund­um­schlag aus Ver­satz­stü­cken von Post Punk, Post- und Noi­se­core setzt eine Band aus Bar­ce­lona hier abso­lut treff­si­cher ab, hält dabei über­zeu­gend die Balance zwi­schen unmit­tel­ba­rer Spreng­kraft und selbst­be­wus­ter Ambi­tion. Auch die mög­li­chen Inspi­ra­ti­ons­quel­len sind recht breit gefä­chert. Auf der inter­na­tio­na­len Bühne kann man da etwa Down­town Boys, frühe Die! Die! Die! und Les Savy Fav her­an­zie­hen, dar­über hin­aus brin­gen San­dré aber auch einen klar in der hei­mat­li­chen Szene ver­an­ker­ten Vibe, nicht ganz unähn­lich zu Bands wie Juventud Juché, Betu­ni­zer und Cubano Vale.

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Warp - Traffic Control

Warp - Traffic Control

Warp kom­men aus San Fran­cisco und zäh­len unter ande­rem Mit­glie­der von Flesh World und Blank Square zur Beset­zung. Ihr Lang­spiel­de­büt tritt schon mal sehr über­zeu­gend Ärsche und kommt in einem wun­der­voll ver­schro­be­nen Sound irgendwo zwi­schen Fuzz- und Garage Punk, Hard- und Post­core, unge­schlif­fen und ein­falls­reich. Das hat ein biss­chen was von Vexx oder Dots sowie ver­ein­zelt auch einen lei­sen Hauch von Pixies der Surfa Rosa-Ära.

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John (timestwo) - Out Here On The Fringes

John (timestwo) - Out Here On The Fringes

…und hier ist gleich noch­mal explo­si­ver Post­core und Noise Rock von zwei Johns aus Lon­don, die sich mit ihrem Sound in unmit­tel­ba­rer Nähe zu Gen­re­ver­tre­tern á la Tunic, Death Pedals, USA Nails und frü­hen Idles bewe­gen, oben­drein aber auch etwas von der kom­pro­miss­lo­sen Fuzz-Ekstase der frü­hen The Men chan­neln. Wenn sie sich dann - wie etwa in Laszlo - auch noch ein wenig Melo­die zutrauen, ist sogleich für ein wei­te­res High­light gesorgt.

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Abdomen - Rash

Abdomen - Rash

Ganz unvor­be­rei­tet erwischt mich diese Rakete aus Noise Rock, Hard- und Post­core, gezün­det von einer nie­der­län­di­schen Band, die ich in der Ver­gan­gen­heit eher mit soli­dem Post Punk in Ver­bin­dung gebracht hätte. Der war zwar kom­pe­tent, aber auch deut­lich weni­ger span­nend als das, was sie auf ihrer aktu­el­len EP abzie­hen. Ein biss­chen wie ein che­misch insta­bi­ler Cock­tail mit Bestand­tei­len von Bad Bree­ding, USA Nails, Arse, Acry­lics oder Metz.

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2 Stroke - Crisis, Crisis

2 Stroke - Crisis, Crisis

Auch EP Num­mer zwei der Band aus Mel­bourne ist wie­der ein wahn­sin­nig gei­les Feu­er­werk zwi­schen den Stüh­len von Fuzz- und Garage Punk, Hard- und Post­core gewor­den. Ori­en­tie­rungs­hil­fen wären da unter ande­rem Cutie, Anxiety, Kalei­do­scope, Arse, Bad Bree­ding, Acry­lics… sucht euch was aus!

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