Overtime - Overtime

Overtime - Overtime

Hui, das ist echt mal ein Ein­schlag. Das ent­stan­dene Loch in der Wand kriegt man so leicht nicht mehr ver­putzt, ohne dass der Ver­mie­ter etwas merkt. Over­time kom­men aus Mel­bourne, einer Stadt die musik­mä­ßig ja eh nicht für halbe Sachen bekannt ist. Ihr ers­tes Album stellt sich als der­ber Bro­cken aus Noise Rock und Post­core her­aus, der locker die rohe Ener­gie aktu­el­ler Acts der Sorte Tunic, Pigeon, Metz, USA Nails mit­nimmt, aber in ver­schie­de­nen Augen­bli­cken auch ver­gan­gene Acts á la Bas­tro, Laug­hing Hye­nas, Green Magnet School oder Live Skull chan­nelt. Das ganze wird hier von einem unnach­gie­big druck­vol­len, aber gleich­zei­tig maxi­mal rohen Klang­bild in genau das rich­tige Licht gerückt.

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Yeesh - Saw You Up There

Yeesh - Saw You Up There

Auch mit Lang­spie­ler Num­mer Drei von Yeesh aus Chi­cago kann man nichts falsch machen. Die auf dem Vor­gän­ger noch deut­li­cher erkenn­ba­ren, melo­di­schen (und ich muss hier beto­nen: voll­kom­men tole­ra­blen) Emo-Ver­satz­stü­cke machen einem weit­aus grim­mi­ge­ren Vibe platz; die Songs und Arran­ge­ments sind stär­ker durch­dacht und aus­ge­reift als je zuvor. Wie gehabt klingt ihr Post­core deut­lich nach dem her­kunfts­mä­ßig nahe­lie­gen­den 90er Touch&Go-Sound, aber frag­los auch mal nach ein­schlä­gi­gen Washing­to­ner Haus­num­mern. Ganz beson­ders sticht hier aber ein gewis­ser Quick­sand-Vibe her­aus, wie man ihn heute viel zu sel­ten zu hören bekommt. Oben­drein kann auch mal etwas Super­chunk-mäßi­ger Indie­rock durch­schei­nen. In der Gegen­wart fühlt sich ein Ver­gleich zu Meat Wave halb­wegs rich­tig an.

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Clang! - Whac-A-Mole

Clang! - Whac-A-Mole

Ein sau­mä­ßig star­kes Debüt­al­bum haben Clang aus Tampa, Flo­rida hier­mit abge­lie­fert, das mit einer zeit­lo­sen Spiel­art von Noise- und Math Rock, Post­core und -punk inklu­sive mar­kan­tem Saxo­fon­ein­satz zu begeis­tern ver­steht. Im Gesamt­ein­druck klingt das Resul­tat etwa so, als hätte man diverse Ver­tre­ter der aktu­el­len Post­punk-Genera­tion mit Pio­nie­ren aus den Acht­zi­gern wie Nome­ansno, Tra­gic Mulatto und Flip­per gekreuzt.

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Optic Nerve - Optic Nerve

Optic Nerve - Optic Nerve

Ver­dammt gei­ler Stoff aus Syd­ney. Beherzt vor­wärts bret­tern­der Post­punk/-core, der mich vor allem an älte­ren Krem­pel erin­nert; etwa an ein Mix aus Man Sized Action und Sac­cha­rine Trust mit star­kem Garage-Nach­bren­ner, ver­edelt durch eine GItar­ren­ar­beit á la Angst und einen Hauch von Hot Snakes. Bitte mehr davon!

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Healthy Competition - Vol. 1

Healthy Competition - Vol. 1

Mäch­tig schrä­gen Scheiß ent­hält das erste Tape von Healthy Com­pe­ti­tion aus Min­nea­po­lis. Sol­chen, der sich ums ver­re­cken nicht ein­ord­nen las­sen will, ins­be­son­dere weil hier oft im Sekun­den­takt ein Genre-Hop­ping von extre­mer Aus­prä­gung betrie­ben wird. So las­sen sich Frag­mente aus Garage-, Fuzz- und Post Punk erken­nen, aus Noise Rock, Post-, Hard- und Weird­core. Ein äußerst anspre­chen­des Chaos, muss ich sagen.

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Facility Men - It's Fun To Disappear

Facility Men - It's Fun To Disappear

Vor eini­gen Jah­ren waren Faci­lity Men aus Buf­falo, New York hier schon mal mit einem char­mant chao­ti­schen Demo ver­tre­ten - was sie aber seit­dem an Raf­fi­nesse zuge­legt haben ist mehr als beacht­lich. Die Band agiert als ange­mes­sen tighte Ein­heit, die Arran­ge­ments kli­cken eben­falls wie von selbst inein­an­der und die Songs brau­chen sich dahin­ter kei­nes­wegs ver­ste­cken - alles erste Wahl hier. Sound­mä­ßig haben wir's mit sehr klas­si­schem Post­core zu tun, bei dem Drive Like Jehu sicher Spu­ren hin­ter­las­sen haben und ansons­ten viel 90er Dischord-Krem­pel zwi­schen Jaw­box, Lung­fish und Fugazi in ihrer mitt­le­ren bis spä­ten Schaf­fens­phase.

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Akne - Akne

Akne - Akne

Qua­li­täts­ware mal wie­der aus dem Hause Ner­vous Energy von einer Band aus Leeds. Die lie­fert auf ihrem zwei­ten Tape ultra­di­rek­ten und -dre­cki­gen, mit dis­so­nan­tem Noise kon­ta­mi­nier­ten Hard- und Post­core.

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Grimly Forming - 2019 Promo

Grimly Forming - 2019 Promo

Zwei wei­tere, end­los Arsch­ver­soh­lende Hard-/Post­core-Atta­cken mit gar nicht so sub­ti­lem Gara­gen­vibe irgendwo im Span­nungs­feld etwa von Anxiety, Acry­lics und einem Hauch von Bad Bree­ding tref­fen auch auf dem aktu­el­len Kurz­spie­ler der Band aus Los Ange­les ohne über­flüs­si­ges Rum­ge­eiere voll ins Schwarze.

WLMRT - WLMRT Forever

WLMRT - WLMRT Forever

Die letzte EP der Band aus Toronto ver­sprach ja schon eini­ges, ihr kürz­lich erschie­ne­ner ers­ter Lang­spie­ler weiß mich aber noch deut­lich bes­ser zu über­zeu­gen mit einem wun­der­bar chao­ti­schen Lärm aus Post­core und -punk mit geschmack­vol­lem Synth-Zusatz, der nicht allzu ernst genom­men wer­den will und den man ganz gut als eine Ver­schmel­zung aus aktu­el­len Acts wie etwa Spot­ting mit auf 45 gedreh­ten Man Sized Action bezeich­nen könnte.

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Skin Tags - Skin Tags

Skin Tags - Skin Tags

Unge­schlif­fe­ner Rotz von einem Trio aus St. Louis, Mis­souri, der herz­haft schep­pern­den Fuzz­punk und Hard­core, wie man ihen zum Bei­spiel von Vexx auf­ge­tischt bekommt, mit etwas Post­core und Gara­gen­ge­döns der gleich­wer­tig unent­spann­ten Mach­art kol­li­die­ren lässt.

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