Steve Adamyk Band - Paradise

Steve Adamyk Band - Paradise

Steve Ada­myk und Kum­pa­nen las­sen auch auf ihrem min­des­tens sechs­ten Lang­spie­ler nichts anbren­nen, wol­len und brau­chen sich auch gar nicht neu erfin­den. Wie gehabt kommt strai­gh­ter Gara­ge­punk zu Gehör, der kon­stant zwi­schen dem sim­pel-effek­ti­ven Arsch­tritt á la Sick Thoughts und Power­pop-Melo­dien der Radioac­tivity- oder Bad Sports-Geschmacks­rich­tung minus deren Melan­cho­lie oszil­liert, dabei gerade eben so Pop ist wie Punk sein darf, ohne in mir Wür­ge­re­flexe aus­zu­lö­sen.

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Pura Crema - Fin De La Era 7"

Pura Crema - Fin De La Era 7"

Exzel­len­ter Stoff einer Band aus Mon­ter­rey, Mexico, der über das Washing­to­ner Label Res­su­rec­tion Records den Weg hier­her gefun­den hat. Ein gara­gi­ger Sound bil­det hier die Basis, auf der sich ein far­ben­fro­hes Spek­ta­kel ent­fal­tet als wären etwa die Red Dons mit ihrem Hang zur gro­ßen Hymne zusam­men mit dem all­ge­mei­nen Vibe von Apa­che Dro­pout in einem Meer aus 60s Psy­che­de­lia und Surf­rock ein­ge­taucht. Die B-Seite bekommt dann noch einen leich­ten Post Punk-Schliff á la Ex-Cult ver­passt und der no-wavige Saxo­fon­ein­satz trans­por­tiert den Song in uner­war­tet abge­ho­bene Sphä­ren.

Strange Passage - Shouldn't Be Too Long

Strange Passage - Shouldn't Be Too Long

Seit ihrem Tape vor zwei­ein­halb Jah­ren hat sich sound­mä­ßig nicht viel geän­dert bei Strange Pas­sage aus Somerville, Mas­sa­chu­setts. Unauf­ge­reg­ter Jangle-/Power­pop also, der mit einem durch­weg sau­be­ren Song-Unter­bau über­zeu­gen kann.

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Breakout - Say Hello

Breakout - Say Hello

Fluffig-Power­pop­pi­ges Zeug von einer Band aus Aus­tin, irgendwo zwi­schen dem Indie­rock der 90er und dem Col­lege Rock der 80er. Das hat ein paar leise Spu­ren von Super­chunk, Mega City Four, Surfa Rosa-Ära Pixies, spä­te­ren Repla­ce­ments, ganz frü­hen Bitch Magnet, viel­leicht sogar ein wenig Sli­ckee Boys.

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Missing Pages - Long Way Down

Missing Pages - Long Way Down

Mis­sing Pages sind eine aktu­elle Band um Ste­phen Sva­cina, der den meis­ten von euch ja sicher schon mal als Teil von Jonly Bonly und Mind Spi­ders unter­ge­kom­men ist. Nach letzt­ge­nann­ter Band klingt ihr kräf­ti­ger Mix aus melo­di­schem Punk­ge­döns, klas­si­schem Indie Rock und Power Pop dann auch ein biss­chen, natür­lich aber auch nach den ande­ren zwei Tei­len der texa­ni­schen Gara­gen-/Power­pop-Drei­ei­nig­keit, Radioac­tivity und Mar­ked Men. Außer­dem etwas nach Mil­ked, Xetas und Bad Sports. Geht klar!

EggS - EggS

EggS - EggS

Geht sofort ins Blut, die Debüt-EP einer Pari­ser Band, deren Mit­glie­der sonst in den Beset­zun­gen von Boot­chy Temple und Jou­jou Jaguar anzu­tref­fen sind. Makel­lo­sen Power­pop gibt's dar­auf zu hören irgendwo zwi­schen 80er/​90er Sarah Records Sound und dem neu­see­län­di­schen Fly­ing Nun-Umfeld, der auch aktu­ell ganz gut mit Bands wie Scup­per, Per­sian Leaps oder Love­birds zusam­men passt.

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Chronophage - Prolog for Tomorrow

Chronophage - Prolog for Tomorrow

Wun­der­schö­nes Chaos auf der Debüt-EP einer Band aus Aus­tin. Der Ope­ner klingt in etwa als wür­den Angst und frühe Meat Pup­pets von Sac­cha­rine Trust in den Ar*** gef***t. Sol­che Folk- und Cow­punk-Ele­mente fin­den sich auf die­ser Platte immer wie­der, aber auch abs­trakte LoFi-Expe­ri­mente zwi­schen Honey Radar von heute und Unrest von ges­tern. Jangle- und Art­pop, irgendwo zwi­schen frü­hen The Clean, Woo­len Men und Gui­ded By Voices. Der ver­schro­bene Charme des noch etwas fol­klas­ti­gen Dino­saur Jr.-Debüts. Das sollte so eigent­lich nicht funk­tio­nie­ren. Tut es aber. Nicht zuletzt weil hier durch­ge­hend 1A Song­wri­ting-Skills regie­ren.

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No Blues - A Collection Of Love Songs

No Blues - A Collection Of Love Songs

Eine exzel­lente Com­pi­la­tion einer Band aus Hamil­ton, Onta­rio. Ent­hal­ten ist das in alle­samt noch recht jun­ger Ver­gan­gen­heit erschie­nene Mate­rial von einem Demo, zwei EPs und zusätz­lich gibt's noch ein paar bis­lang unver­öf­fent­lichte Songs oben drauf. Sound­mä­ßig passt das gut in in eine Reihe mit ver­schie­de­nen ande­ren der­zei­ti­gen Bands, wel­che die Tugen­den von Garage, Fuzz und Power­pop ver­ei­nen. Also z.B. Bad Sports, Tommy and the Com­mies, Radioac­tivity, Booji Boys… you name it.

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The Marked Men - The Other Side

The Marked Men - The Other Side

Jeff Burke und Mark Ryan waren ja von Anfang an eine zuver­läs­sige und ein­schlä­gige Haus­num­mer im 12XU-Mikro­ver­sum mit ihren neue­ren Bands Radioac­tivity, Mind Spi­ders und Lost Bal­loons. Auch die seit knapp zwei Jahr­zehn­ten bestehen­den, inzwi­schen mas­si­ven Kult­sta­tus genie­ßen­den Mar­ked Men sind immer noch aktiv, auch wenn sie sich in die­sem Jahr­zehnt eher rar gemacht und schon ewig keine neuen Ton­kon­serve mehr auf­ge­nom­men haben. Auch auf The Other Side gibt's - von zwei bis­lang unver­öf­fent­lich­ten Songs abge­se­hen - kein neues, aber immer­hin jede Menge rares Zeug zu hören, das Dirt­nap jetzt auf die­ser schi­cken Sin­gles-Com­pi­la­tion wie­der­ver­öf­fent­licht hat. Und es war auch mal ver­dammt nötig, dass jenes Mate­rial von den Köni­gen des hoch­wer­ti­gen Gara­ge­Power­Pop­Punks wie­der zu bekom­men ist.

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Rays - You Can Get There From Here

Rays - You Can Get There From Here

Das erste Album der Band aus Oak­land im letz­ten Jahr gefiel mir schon nicht übel, ließ aber in Sachen Song­wri­ting noch etwas von der Kon­sis­tenz ver­mis­sen, die der Nach­fol­ger nun mas­sig nach­lie­fert und ihren char­man­ten Sound aus C86, Jangle- und Garage Pop auf eine bezau­bernde Art glit­zern lässt. Das erin­nert abwech­selnd mal an School Damage, The Clean, Woo­len Men, die aktu­elle Alien Nose­job LP und gele­gent­lich scheint sogar mal der eine oder andere Fun­ken Tele­vi­sion oder Vel­vet Under­ground durch.

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