Ricky Hell - Blue Lips

Ricky Hell - Blue Lips

Ricky Hamil­ton aka Ricky Hell, der hier unter ande­rem schon mit sei­ner alten Band Fasci­na­ting  und außer­dem mit einem tol­len Solo-Tape auf­fiel hat inzwi­schen sei­nen Wohn­sitz von Cleve­land nach Los Ange­les ver­legt, vor­her aber noch schnell eine neue EP auf­ge­nom­men. Ohne seine Void­boys dies­mal, was sich in einem weni­ger knar­zi­gen Sound nie­der­schlägt. Davon abge­se­hen begeg­net einem hier aber eine sehr ähn­lich lie­bens­werte Mischung aus Power-, Fuzz- und Gara­gen­pop.

Bad Sports - Constant Stimulation

Bad Sports - Constant Stimulation

War ja klar, dass der inzwi­schen fünfte Lang­spie­ler der Band aus Den­ton, Texas mal wie­der ast­reine Qua­li­tät ablie­fert. So rou­ti­niert und zuver­läs­sig einen gara­gig ange­kratz­ten Power­pop-Knal­ler nach dem ande­ren aus dem Ärmel schüt­teln, das kön­nen nicht so viele. Nach wie vor ein Muss für Freunde von Bands wie Radioac­tivity (zu denen hier auch per­so­nelle Über­schnei­dun­gen bestehen), Diar­r­hea Pla­net oder Bed Wet­tin' Bad Boys.

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The Molds - Saltine

The Molds - Saltine

Das Solo­pro­jekt eines gewis­sen Matt Ojala aus Seat­tle hat ja bereits im Februar ein ers­tes Album raus­ge­hauen, das mir schon aus­ge­spro­chen gut gefiel. Auf dem soeben erschie­ne­nen Nach­fol­ger per­fek­tio­niert Ojala aber sei­nen spe­zi­el­len Sound aus ver­träumt-ver­ne­bel­tem Jangle Pop, des­sen Songs und Melo­dien zeit­wei­lig schwer greif­bar erschei­nen, doch jeder­zeit Sinn erge­ben und einen star­ken emo­tio­na­len Sog erzeu­gen. Etwa so als hätte man Male Bon­ding mit den frü­hen Fresh & Onlys gekreuzt, einen Hauch von Angst bei­gemischt und das ganze dann in der schläf­ri­gen Melan­cho­lie von Flesh World ein­ge­taucht.

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Tommy And The Commies - Here Come…

Tommy And The Commies - Here Come...

Bei die­sem Trio aus Sud­bury, Kanada sind unter ande­rem Mit­glie­der von Strange Attrac­tor und Sta­tues mit von der Par­tie und was sie da auf ihrem ers­ten Mini­al­bum ver­an­stal­ten ist feinste Zucker­watte aus schnör­kel­lo­sem 77er Punk und Power Pop, der sich defi­ni­tiv eini­ges bei den Buz­z­cocks und Under­to­nes abge­schaut hat.

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Alien Nosejob - Various Fads & Technological Achievements

Alien Nosejob - Various Fads & Technological Achievements

Wow, das mal ein so uner­war­te­ter wie auch auf gan­zer Linie gelun­ge­ner Stil­bruch. Waren die bis­he­ri­gen EPs der Band um Aus­mu­te­ants-Front­mann Jake Robert­son noch sehr an das gara­gige Schaf­fen sei­ner bekann­te­ren Band ange­lehnt, bemü­hen sie auf ihrem ers­ten Lang­spie­ler nur noch ver­ein­zelt das Fuzz­pe­dal und über­ra­schen statt­des­sen auf der A-Seite mit Power­pop, des­sen trau­rige Melo­dien die aus­tra­li­sche Sonne ver­dun­keln und etwas an das letzte Wire­heads Album oder frühe Fresh & Onlys erin­nern. Die Platte umge­dreht, klin­gen sie dan erneut nach einer ganz andere Band und tischen Syn­th­pop/-punk der nicht weni­ger betrüb­li­chen Sorte auf. Ich kann's kaum abwar­ten wohin die Reise als nächs­tes geht.

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Dumb Punts - The Big One

Dumb Punts - The Big One

Ich hatte jetzt keine so gro­ßen Erwar­tun­gen an das neue Album der Band aus Mel­bourne, nach­dem die letzte EP und das Split-Tape mit Wash zwar schon ganz nett waren, aber nicht annä­hernd die hohe Tref­fer­quote des Debüt-Tapes erreich­ten. Jetzt ist also ihr ers­ter Lang­spie­ler raus und belehrt mich eines bes­se­ren, denn dar­auf ist die Band wie­der rich­tig in ihrem Ele­ment. Sie ken­nen zwei Betriebs­modi: Klar ist da wie­der der räu­dige Garage Punk/​ Pub Rock von aus­ge­spro­chen aus­tra­li­scher Prä­gung zu fin­den, der auch das Debüt domi­nierte. Alles schon sehr gut, aber die ande­ren, meis­tens von Schlag­zeu­ge­rin Seat­tle Gal­lag­her gesun­ge­nen Power­pop-Num­mern sind die eigent­li­chen High­lights und ver­pas­sen dem Album eine ganz beson­dere Würze.

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Woolen Men - Post

Woolen Men - Post

Also das neue Album der Woo­len Men aus Port­land ist…  nicht ganz was ich jetzt von ihnen erwar­tet hätte. Was kei­nes­falls hei­ßen soll, dass die Über­ra­schung eine von der nega­ti­ven Sorte wäre. Auch Post lie­fert ohne Ende hoch­wer­tige Song­kost, wie gewohnt in schnör­kel­lo­ser Vier­spur­tech­nik auf­ge­nom­men. Aber waren ver­gan­gene Ver­öf­fent­li­chun­gen der Band immer eine sti­lis­tisch breit gefä­cherte Ange­le­gen­heit, die irgendwo zwi­schen Post-/Ga­rage Punk und zeit­lo­sen Power­pop-Melo­dien abwech­selte, kon­zen­trie­ren Woo­len Men sich hier ganz auf eben letzt­ge­nannte, ver­schram­melte Pop­me­lo­dien. Die trans­por­tie­ren trotz der all­ge­mein sehr beschwing­ten Vibes diese spe­zi­elle Melan­cho­lie, die ihren Out­put seit jeher durch­zieht. Ein Som­mer­a­l­bum wie für den Herbst gemacht.

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Pist Idiots - Princes

Pist Idiots - Princes

Nach­dem mich die erste EP der Gara­gen­ka­pelle aus Syd­ney ganz schön kalt gelas­sen hat bin ich umso über­rasch­ter anläss­lich des uner­war­tet star­ken Nach­fol­gers, der nicht nur eini­ges an Druck zuge­legt hat son­dern sich auch bezüg­lich des Song­wri­tings als bril­li­ant erweist.

Vacation - Mouth Sounds #2699

Vacation - Mouth Sounds #2699

Das bereits sechste Album von Vaca­tion aus Cin­cin­nati, Ohio macht von Anfang an einen maxi­mal sym­pa­thi­schen Ein­druck, kommt mit ange­nehm lau­tem, old­schoo­li­gen Indie­rock irgendwo zwi­schen Super­chunk, Archers Of Loaf und Gui­ded By Voices daher, erlaubt sich zwi­schen­drin aber auch ein paar Abste­cher zu gara­gi­gen Klän­gen á la Sauna Youth.

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The Love-Birds - In The Lover's Corner

The Love-Birds - In The Lover's Corner

Letz­tes Jahr hat mich diese Band aus San Fran­cisco ziem­lich beein­druckt mit ihrer Debüt-EP und zeit­lo­sen Power­pop-Melo­dien wie sie kaum flau­schi­ger sein könn­ten, ohne sich dabei in wohl­ge­fäl­li­ger Seich­tig­keit zu ver­lie­ren. Ihr ers­ter Lang­spie­ler lässt jetzt auch nichts anbren­nen und lie­fert elf ver­schram­melt ein­lul­lende Song­per­len auf beacht­li­chem Niveau hin­ter­her. Nach wie vor erin­nert mich das sehr an alte Teenage Fan­club oder Buf­falo Tom.

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