Dumb Punts – The Big One

Dumb Punts - The Big One

Ich hatte jetzt keine so gro­ßen Erwar­tun­gen an das neue Album der Band aus Mel­bourne, nach­dem die letzte EP und das Split-Tape mit Wash zwar schon ganz nett waren, aber nicht annä­hernd die hohe Tref­fer­quote des Debüt-Tapes erreich­ten. Jetzt ist also ihr ers­ter Lang­spie­ler raus und belehrt mich eines bes­se­ren, denn dar­auf ist die Band wie­der rich­tig in ihrem Ele­ment. Sie ken­nen zwei Betriebs­modi: Klar ist da wie­der der räu­dige Garage Punk/​ Pub Rock von aus­ge­spro­chen aus­tra­li­scher Prä­gung zu fin­den, der auch das Debüt domi­nierte. Alles schon sehr gut, aber die ande­ren, meis­tens von Schlag­zeu­ge­rin Seat­tle Gal­lag­her gesun­ge­nen Power­pop-Num­mern sind die eigent­li­chen High­lights und ver­pas­sen dem Album eine ganz beson­dere Würze.

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Woolen Men – Post

Woolen Men - Post

Also das neue Album der Woo­len Men aus Port­land ist…  nicht ganz was ich jetzt von ihnen erwar­tet hätte. Was kei­nes­falls hei­ßen soll, dass die Über­ra­schung eine von der nega­ti­ven Sorte wäre. Auch Post lie­fert ohne Ende hoch­wer­tige Song­kost, wie gewohnt in schnör­kel­lo­ser Vier­spur­tech­nik auf­ge­nom­men. Aber waren ver­gan­gene Ver­öf­fent­li­chun­gen der Band immer eine sti­lis­tisch breit gefä­cherte Ange­le­gen­heit, die irgendwo zwi­schen Post-/Ga­rage Punk und zeit­lo­sen Power­pop-Melo­dien abwech­selte, kon­zen­trie­ren Woo­len Men sich hier ganz auf eben letzt­ge­nannte, ver­schram­melte Pop­me­lo­dien. Die trans­por­tie­ren trotz der all­ge­mein sehr beschwing­ten Vibes diese spe­zi­elle Melan­cho­lie, die ihren Out­put seit jeher durch­zieht. Ein Som­mer­a­l­bum wie für den Herbst gemacht.

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Pist Idiots – Princes

Pist Idiots - Princes

Nach­dem mich die erste EP der Gara­gen­ka­pelle aus Syd­ney ganz schön kalt gelas­sen hat bin ich umso über­rasch­ter anläss­lich des uner­war­tet star­ken Nach­fol­gers, der nicht nur eini­ges an Druck zuge­legt hat son­dern sich auch bezüg­lich des Song­wri­tings als bril­li­ant erweist.

Vacation – Mouth Sounds #2699

Vacation - Mouth Sounds #2699

Das bereits sechste Album von Vaca­tion aus Cin­cin­nati, Ohio macht von Anfang an einen maxi­mal sym­pa­thi­schen Ein­druck, kommt mit ange­nehm lau­tem, old­schoo­li­gen Indie­rock irgendwo zwi­schen Super­chunk, Archers Of Loaf und Gui­ded By Voices daher, erlaubt sich zwi­schen­drin aber auch ein paar Abste­cher zu gara­gi­gen Klän­gen á la Sauna Youth.

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The Love-Birds – In The Lover’s Corner

The Love-Birds - In The Lover's Corner

Letz­tes Jahr hat mich diese Band aus San Fran­cisco ziem­lich beein­druckt mit ihrer Debüt-EP und zeit­lo­sen Power­pop-Melo­dien wie sie kaum flau­schi­ger sein könn­ten, ohne sich dabei in wohl­ge­fäl­li­ger Seich­tig­keit zu ver­lie­ren. Ihr ers­ter Lang­spie­ler lässt jetzt auch nichts anbren­nen und lie­fert elf ver­schram­melt ein­lul­lende Song­per­len auf beacht­li­chem Niveau hin­ter­her. Nach wie vor erin­nert mich das sehr an alte Teenage Fan­club oder Buf­falo Tom.

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Character Actor – Character Actor

Character Actor - Character Actor

Die Debüt-EP die­ser Band irgendwo aus New Jer­sey zün­det drei­ein­halb erst­klas­sige Song­knall­kör­per aus melo­di­schem Punk­rock und unwi­der­steh­li­chen Power­pop-Hooks, denen Freunde von Acts á la Bad Sports, Radioac­tivity oder Cheap Wine ganz bestimmt nicht abge­neigt sind.

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Sex Headaches – Workingman’s Punx

Sex Headaches - Workingman's Punx

Als ein rundum flau­schi­ger Gara­ge­punk-Glücks­brin­ger erweist sich die aktu­elle EP der Sex Hea­da­ches aus Santa Fe, New Mexico. Klingt manch­mal ein wenig nach alten Saints oder jun­gen Vaguess, ver­edelt mit einer war­men Power­pop-Note, kann außer­dem Spu­ren von Ame­ri­cana ent­hal­ten.

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Vital Idles – Left Hand

Vital Idles - Left Hand

Ganz bezau­bern­der Krem­pel aus Glas­gow irgendwo zwi­schem relax­tem Indie­rock, mini­ma­lis­ti­schem Post­punk, son­nig daher geschram­mel­tem Power-/Ga­rage Pop und einem gele­gent­li­chen Hauch von Psy­che­de­lic.

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Psychic Flowers – Big Egg Universe

Psychic Flowers - Big Egg Universe

Psychic Flowers ist ein wei­te­res Pro­jekt von David Settle, der hier auch schon mehr­fach mit sei­nen Bands Ex-Brea­thers und Big Heet auf­ge­taucht ist. Auf dem Debüt­al­bum von Psychic Flowers ist aber wenig von den Noise Rock- und Post­core-Sounds besag­ter Bands zu ver­neh­men. Statt­des­sen begeis­tert die Platte mit durch­weg hoch­wer­ti­gem Fuzz-/Noise-/Power­pop, der hier in einen wun­der­bar knar­zen­den aber den­noch maxi­mal druck­vol­len Lo-Fi Sound ver­packt ist und an dem (nicht nur) Freunde von Bands wie etwa Ovlov, Mil­ked, Cali­for­nia X oder Happy Diving sicher eini­gen Gefal­len fin­den wer­den.

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