The Switzerlands – Anthology 2016​-’18

The Switzerlands - Anthology 2016​-'18

Wie der Titel schon andeu­tet, han­delt es sich hier um eine recht lose Ansamm­lung von Songs die­ser Band aus Cin­cin­nati, Ohio. Nicht alles davon ist Gold, aber irgendwo in die­sen 26 Songs ver­steckt sich ein wun­der­schö­nes 13-Song Album aus Power­pop, ver­schro­be­nem Indie­rock und Lo-Fi Bedroom Pop. Das hat was von den Bed Wet­tin‘ Bad Boys, frü­hen und spä­ten Repla­ce­ments und von der knar­zi­gen Kas­set­ten­äs­the­tik frü­her Gui­ded By Voices.



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Bad Sports – Open That Door 7″

Bad Sports - Open That Door 7"

Neue Sin­gle der Punk Super­group (u.a. mit per­so­nel­len Über­schnei­dun­gen zu Video, OBN IIIs und Radioac­tivity) aus Den­ton, Texas. Im Ver­gleich zum aus­ge­zeich­ne­ten letz­ten Album Living With Secrets wird hier der Gara­gen-Knarz­fak­tor deut­lich run­ter­ge­schraubt. Was dabei übrig bleibt sind zwei nach wie vor tadel­lose Power­pop-Gra­na­ten.

Casanovas In Heat – Twisted Steel, Sex Appeal

Casanovas In Heat - Twisted Steel, Sex Appeal

Die Bostoner Band hat im Januar ihre letzte Show gespielt, direkt im Anschluss ist aber noch via Kat­orga Works ihr ers­tes und ein­zi­ges Album erschie­nen, das bereits Anfang 2015 unter der pro­du­zie­ren­den Hand von Ben Green­berg auf­ge­nom­men wurde. Das stellt sich als ein kraft­vol­les Power­pop-Paket her­aus, das den Geist alter Hel­den wie den Repla­ce­ments, Hüs­ker Dü oder Moving Tar­gets wie­der auf­le­ben lässt.



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Big Mess – Try To Enjoy It

Big Mess - Try To Enjoy It

Unge­wöhn­lich melo­diöse Klänge aus der sonst ja eher für düs­tere Vibes bekann­ten Kopen­ha­ge­ner Szene. Der zwi­schen Punk und Power­pop pen­delnde Sound auf dem zwei­ten Lang­spie­ler von Big Mess bedient sich glei­cher­ma­ßen bei Jaw­brea­ker und den Wipers, bei Buz­z­cocks, Under­to­nes und die­ser bekann­ten T-Shirt Marke, wie hieß die gleich noch­mal? Gab es zuletzt wie­der beim Lidl. Außer­dem kann man dem Sän­ger einen gewis­sen Hang zum gro­ßen Drama unter­stel­len, auch das geht so klar. Genau wegen die­ser Eigen­schaft fühle ich mich hier und da auch an die frü­hen EPs von Ner­vo­sas erin­nert.



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The Exbats – I Got The Hots For Charlie Watts

The Exbats - I Got The Hots For Charlie Watts

Der erste heiße Tipp in die­sem Jahr kommt vom kürz­lich reak­ti­vier­ten Punk­blog Manie­ren­ver­sa­gen. Die Exbats sind ein Duo aus Bis­bee, Ari­zona, bestehend aus Inez McLain an Drums, Gesang und ihrem Vater Kenny an der Gitarre. Der Schram­me­lige, in jeder Menge ver­schro­be­nem Charme getränkte Power­pop, den die bei­den auf ihrem aktu­el­len Lang­spie­ler von der Leine las­sen weckt klare Asso­zia­tio­nen zu den alten 60s Girl­groups, hat häu­fig aber auch mehr als eine kleine Ahnung von Dead Moon. Oder vom Bri­tish Inva­sion-las­ti­gen Garage Rock der Reso­nars, deren Mas­ter­mind Matt Ren­don hier zufäl­lig auch für den Bass und die Pro­duk­tion ver­ant­wort­lich zeich­net.



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Death By Unga Bunga – Bye Bye /​ Into The Night 7″

Death By Unga Bunga - Bye Bye / Into The Night 7"

Neues von den Indie­ro­ckern aus Oslo, die schon mal vor einem guten Jahr mit ihrer letz­ten EP Fight einen guten Ein­druck hin­ter­lie­ßen. Die lang­sam vor sich her fuz­zende A-Seite ist schon ganz nett, aber das eigent­li­che Glanz­stück hier ist die unver­schämt catchy gera­tene Power­pop-Glücks­pille Into The Night auf der B-Seite.


Scupper – Some Gauls

Scupper - Some Gauls

Die bis­he­ri­gen zwei EPs der New Yor­ker Band lie­ßen mich ja schon mehr als gespannt auf­hor­chen, aber mit einem der­art star­ken Debüt­al­bum hatte ich dann doch nicht gerech­net. Melo­di­scher Indie­rock, Fuzz-, Jangle- und Power­pop wie man ihn in der dunk­len Jah­res­zeit ein­fach mal braucht. Das klingt in etwa wie eine Schnitt­menge aus Gui­ded By Voices und The Clean; song­mä­ßig wer­den hier lau­fend Tref­fer ver­senkt.



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Jetstream Pony – Like You Less /​ Had Enough 7″

Jetstream Pony - Like You Less / Had Enough 7"

Jet­stream Pony sind eine Band aus Brigh­ton mit durch­aus bekann­ten Gesich­tern. Unter ande­rem zäh­len die näm­lich Beth Arzy und Shaun Char­man zu ihrer Beset­zung. Beide spie­len der­zeit bei Fire­works mit und letz­te­rer war Mit­glied der frü­hen Wed­ding Pre­sent (!!!). Auch auf die­ser schi­cken 7″ fällt der Apfel nicht weit vom Stamm. Das ist erst­klas­si­ger Power- und Noi­se­pop, den man in sei­nen Ursprün­gen irgendwo zwi­schen C86 und frü­hem Shoegaze ein­ord­nen kann.

Bed Wettin‘ Bad Boys – Rot

Bed Wettin' Bad Boys - Rot

Mit den Power­pop­pern aus Syd­ney hatte ich eigent­lich kaum noch gerech­net, immer­hin sind seit ihrem Debüt­al­bum Ready For Bore­dom schon knapp fünf Jahre ins Land gezo­gen. Man möge mir also ver­zei­hen, dass ich die Band inner­lich schon unter „ist mal gewe­sen“ ein­sor­tiert hatte. Ihr neuer Lang­spie­ler prä­sen­tiert die Band jeden­falls in über­ra­schend guter, fri­scher Form. Die elf Songs gehö­ren durch­weg zu ihrem bes­ten Mate­rial und wur­den hier in einer unglaub­lich beherz­ten, vor Spiel­freude bers­ten­den Dar­bie­tung fest­ge­hal­ten. Ohne dass sich ihr Sound dabei grund­le­gend ver­än­dert hätte: Das ist immer noch wun­der­bar old­schoo­li­ger Indie Rock und Power Pop, der an Repla­ce­ments, 90er Gui­ded By Voices, späte Hüs­ker Dü und in der aktu­el­len Land­schaft öfter mal auch an Woo­len Men oder Royal Head­a­che (von denen hier auch ein Ex-Mit­glied mit­spielt) den­ken lässt.



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