Chronophage - Prolog for Tomorrow

Chronophage - Prolog for Tomorrow

Wun­der­schö­nes Chaos auf der Debüt-EP einer Band aus Aus­tin. Der Ope­ner klingt in etwa als wür­den Angst und frühe Meat Pup­pets von Sac­cha­rine Trust in den Ar*** gef***t. Sol­che Folk- und Cow­punk-Ele­mente fin­den sich auf die­ser Platte immer wie­der, aber auch abs­trakte LoFi-Expe­ri­mente zwi­schen Honey Radar von heute und Unrest von ges­tern. Jangle- und Art­pop, irgendwo zwi­schen frü­hen The Clean, Woo­len Men und Gui­ded By Voices. Der ver­schro­bene Charme des noch etwas fol­klas­ti­gen Dino­saur Jr.-Debüts. Das sollte so eigent­lich nicht funk­tio­nie­ren. Tut es aber. Nicht zuletzt weil hier durch­ge­hend 1A Song­wri­ting-Skills regie­ren.

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No Blues - A Collection Of Love Songs

No Blues - A Collection Of Love Songs

Eine exzel­lente Com­pi­la­tion einer Band aus Hamil­ton, Onta­rio. Ent­hal­ten ist das in alle­samt noch recht jun­ger Ver­gan­gen­heit erschie­nene Mate­rial von einem Demo, zwei EPs und zusätz­lich gibt's noch ein paar bis­lang unver­öf­fent­lichte Songs oben drauf. Sound­mä­ßig passt das gut in in eine Reihe mit ver­schie­de­nen ande­ren der­zei­ti­gen Bands, wel­che die Tugen­den von Garage, Fuzz und Power­pop ver­ei­nen. Also z.B. Bad Sports, Tommy and the Com­mies, Radioac­tivity, Booji Boys… you name it.

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The Marked Men - The Other Side

The Marked Men - The Other Side

Jeff Burke und Mark Ryan waren ja von Anfang an eine zuver­läs­sige und ein­schlä­gige Haus­num­mer im 12XU-Mikro­ver­sum mit ihren neue­ren Bands Radioac­tivity, Mind Spi­ders und Lost Bal­loons. Auch die seit knapp zwei Jahr­zehn­ten bestehen­den, inzwi­schen mas­si­ven Kult­sta­tus genie­ßen­den Mar­ked Men sind immer noch aktiv, auch wenn sie sich in die­sem Jahr­zehnt eher rar gemacht und schon ewig keine neuen Ton­kon­serve mehr auf­ge­nom­men haben. Auch auf The Other Side gibt's - von zwei bis­lang unver­öf­fent­lich­ten Songs abge­se­hen - kein neues, aber immer­hin jede Menge rares Zeug zu hören, das Dirt­nap jetzt auf die­ser schi­cken Sin­gles-Com­pi­la­tion wie­der­ver­öf­fent­licht hat. Und es war auch mal ver­dammt nötig, dass jenes Mate­rial von den Köni­gen des hoch­wer­ti­gen Gara­ge­Power­Pop­Punks wie­der zu bekom­men ist.

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Rays - You Can Get There From Here

Rays - You Can Get There From Here

Das erste Album der Band aus Oak­land im letz­ten Jahr gefiel mir schon nicht übel, ließ aber in Sachen Song­wri­ting noch etwas von der Kon­sis­tenz ver­mis­sen, die der Nach­fol­ger nun mas­sig nach­lie­fert und ihren char­man­ten Sound aus C86, Jangle- und Garage Pop auf eine bezau­bernde Art glit­zern lässt. Das erin­nert abwech­selnd mal an School Damage, The Clean, Woo­len Men, die aktu­elle Alien Nose­job LP und gele­gent­lich scheint sogar mal der eine oder andere Fun­ken Tele­vi­sion oder Vel­vet Under­ground durch.

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Ricky Hell - Blue Lips

Ricky Hell - Blue Lips

Ricky Hamil­ton aka Ricky Hell, der hier unter ande­rem schon mit sei­ner alten Band Fasci­na­ting  und außer­dem mit einem tol­len Solo-Tape auf­fiel hat inzwi­schen sei­nen Wohn­sitz von Cleve­land nach Los Ange­les ver­legt, vor­her aber noch schnell eine neue EP auf­ge­nom­men. Ohne seine Void­boys dies­mal, was sich in einem weni­ger knar­zi­gen Sound nie­der­schlägt. Davon abge­se­hen begeg­net einem hier aber eine sehr ähn­lich lie­bens­werte Mischung aus Power-, Fuzz- und Gara­gen­pop.

Bad Sports - Constant Stimulation

Bad Sports - Constant Stimulation

War ja klar, dass der inzwi­schen fünfte Lang­spie­ler der Band aus Den­ton, Texas mal wie­der ast­reine Qua­li­tät ablie­fert. So rou­ti­niert und zuver­läs­sig einen gara­gig ange­kratz­ten Power­pop-Knal­ler nach dem ande­ren aus dem Ärmel schüt­teln, das kön­nen nicht so viele. Nach wie vor ein Muss für Freunde von Bands wie Radioac­tivity (zu denen hier auch per­so­nelle Über­schnei­dun­gen bestehen), Diar­r­hea Pla­net oder Bed Wet­tin' Bad Boys.

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The Molds - Saltine

The Molds - Saltine

Das Solo­pro­jekt eines gewis­sen Matt Ojala aus Seat­tle hat ja bereits im Februar ein ers­tes Album raus­ge­hauen, das mir schon aus­ge­spro­chen gut gefiel. Auf dem soeben erschie­ne­nen Nach­fol­ger per­fek­tio­niert Ojala aber sei­nen spe­zi­el­len Sound aus ver­träumt-ver­ne­bel­tem Jangle Pop, des­sen Songs und Melo­dien zeit­wei­lig schwer greif­bar erschei­nen, doch jeder­zeit Sinn erge­ben und einen star­ken emo­tio­na­len Sog erzeu­gen. Etwa so als hätte man Male Bon­ding mit den frü­hen Fresh & Onlys gekreuzt, einen Hauch von Angst bei­gemischt und das ganze dann in der schläf­ri­gen Melan­cho­lie von Flesh World ein­ge­taucht.

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Tommy And The Commies - Here Come…

Tommy And The Commies - Here Come...

Bei die­sem Trio aus Sud­bury, Kanada sind unter ande­rem Mit­glie­der von Strange Attrac­tor und Sta­tues mit von der Par­tie und was sie da auf ihrem ers­ten Mini­al­bum ver­an­stal­ten ist feinste Zucker­watte aus schnör­kel­lo­sem 77er Punk und Power Pop, der sich defi­ni­tiv eini­ges bei den Buz­z­cocks und Under­to­nes abge­schaut hat.

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Alien Nosejob - Various Fads & Technological Achievements

Alien Nosejob - Various Fads & Technological Achievements

Wow, das mal ein so uner­war­te­ter wie auch auf gan­zer Linie gelun­ge­ner Stil­bruch. Waren die bis­he­ri­gen EPs der Band um Aus­mu­te­ants-Front­mann Jake Robert­son noch sehr an das gara­gige Schaf­fen sei­ner bekann­te­ren Band ange­lehnt, bemü­hen sie auf ihrem ers­ten Lang­spie­ler nur noch ver­ein­zelt das Fuzz­pe­dal und über­ra­schen statt­des­sen auf der A-Seite mit Power­pop, des­sen trau­rige Melo­dien die aus­tra­li­sche Sonne ver­dun­keln und etwas an das letzte Wire­heads Album oder frühe Fresh & Onlys erin­nern. Die Platte umge­dreht, klin­gen sie dan erneut nach einer ganz andere Band und tischen Syn­th­pop/-punk der nicht weni­ger betrüb­li­chen Sorte auf. Ich kann's kaum abwar­ten wohin die Reise als nächs­tes geht.

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Dumb Punts - The Big One

Dumb Punts - The Big One

Ich hatte jetzt keine so gro­ßen Erwar­tun­gen an das neue Album der Band aus Mel­bourne, nach­dem die letzte EP und das Split-Tape mit Wash zwar schon ganz nett waren, aber nicht annä­hernd die hohe Tref­fer­quote des Debüt-Tapes erreich­ten. Jetzt ist also ihr ers­ter Lang­spie­ler raus und belehrt mich eines bes­se­ren, denn dar­auf ist die Band wie­der rich­tig in ihrem Ele­ment. Sie ken­nen zwei Betriebs­modi: Klar ist da wie­der der räu­dige Garage Punk/​ Pub Rock von aus­ge­spro­chen aus­tra­li­scher Prä­gung zu fin­den, der auch das Debüt domi­nierte. Alles schon sehr gut, aber die ande­ren, meis­tens von Schlag­zeu­ge­rin Seat­tle Gal­lag­her gesun­ge­nen Power­pop-Num­mern sind die eigent­li­chen High­lights und ver­pas­sen dem Album eine ganz beson­dere Würze.

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