Swearin' - Fall Into The Sun

Swearin' - Fall Into The Sun

Ist ja auch schon 'ne Weile her, seit wir zum letz­ten mal was gehört haben von der Band um Alli­son Crut­ch­field, der Schwes­ter von Katie Crut­ch­field wel­che zwi­schen­zeit­lich mit ihrem Pro­jekt Waxa­hat­chee auch schon eini­ges an Beach­tung erfah­ren hat. Seit­dem Swea­rin' weit­ge­hende Funk­stille wal­ten lie­ßen sind ja gefühlte hun­dert­und­drölf­zig Bands auf­ge­poppt, die ihnen ziem­lich ähn­lich klin­gen, ohne dass viele davon auch nur annä­hernd ihr star­kes Song­ni­veau erreich­ten. Auf ihrem jetzt erhält­li­chen drit­ten Album ver­lang­sa­men Swea­rin' die Gang­art zu einem relaxt (indie-)rockenden Schlen­der­tempo und las­sen sich damit etwa irgendwo zwi­schen alten Jaw­brea­ker und Super­chunk ein­ord­nen, viel­leicht noch ein biss­chen Wea­kerthans oder spä­tere Ther­mals oben­drauf. Die Songs wer­den natür­lich mal wie­der ihrem aus­ge­zeich­ne­ten Ruf gerecht und machen auch im etwas gemä­ßig­te­ren Klang­kos­tüm eine sehr gute Figur.

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Commander Keen - Dying In The South

Commander Keen - Dying In The South

Wenn ich mir jede Woche mei­nen Weg durch das Dickicht an Musik­ein­rei­chun­gen schlage, fühlt sich das meis­tens mehr nach unbe­zahl­ter Arbeit an als nach Spaß. Am Ende lohnt es sich aber doch, wenn mir ab und an eine sol­che Perle unter­kommt wie der zweite Lang­spie­ler von Com­man­der Keen aus dem Städt­chen Coo­ke­ville, Ten­nes­see. Unter­schätze nie die Klein­stadt­punks!
Nicht nur sind die Typen nach einem Hel­den mei­ner Kind­heit benannt, auch in musi­ka­li­scher Hin­sicht lie­gen wir abso­lut auf einer Wel­len­länge. So viel lieb­ge­won­ne­nes aus der jün­ge­ren wie auch uralten Ver­gan­gen­heit spült meine Asso­zia­ti­ons­ma­schine da an die Ober­flä­che. Begin­nend mit dem ener­gi­schen Post­core von Drive Like Jehu, dem Fuzz Punk von Cali­for­nia X oder Happy Diving, Noi­se­pop á la No Age, Play­lounge oder den unver­meid­li­chen Japan­dro­ids. Ihre Songs pen­deln außer­dem zwi­schen der hym­ni­schen Eupho­rie etwa von Beach Slang oder Needles/​/​Pins und der Melan­cho­lie von Milk Music. Haben die Qua­li­tä­ten des arsch­tre­tend-melo­di­schen Post­punks von Piles oder Die! Die! Die! und gele­gent­lich scheint sogar eine leise Ahnung von Quick­sand oder Lea­ther­face durch.
Das alles wurde hoch­kom­pakt in zehn über jeden Zwei­fel erha­be­nen Songs ver­kap­selt, deren Gehalt an hart­nä­cki­gen Hooks und Melo­dien weit ober­halb der emp­foh­le­nen Tages­do­sis liegt. Davon wird mir aber kei­nes­wegs schlecht, ich bekomme nur noch mehr Hun­ger auf einen zwei­ten Nach­tisch. So. Ver­dammt. Gut.

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Teksti-TV 666 - Aidattu tulevaisuus

Teksti-TV 666 - Aidattu tulevaisuus

Nach­dem die Band aus Hel­sinki mit den fünf Gitar­ris­ten an Bord im vor­letz­ten Jahr schon voll­ends zu begeis­tern wusste mit einer Com­pi­la­tion und ihren dar­auf ent­hal­te­nen ers­ten drei EPs, las­sen sie jetzt EP Numero vier vom Sta­pel und lie­fern dar­auf mehr von der gei­len Scheiße. Die Eupho­rie etwa von Wav­ves trifft auf das in einem Zuge glei­cher­ma­ßen derbe wie auch krau­tig-psy­che­de­li­sche Gebrate der frü­hen The Men und über all dem schwebt unver­kenn­bar der Geist von Glenn Bran­cas aus­ufern­den Sin­fo­nien.

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Life After Football - Goanna Eggs

Life After Football - Goanna Eggs

Eine sehr hüb­sche EP kommt da schon wie­der von einer Band aus Syd­ney, deren über­wie­gend melo­diö­ser Post Punk und Indie Rock stel­len­weise etwas nach einer ver­stärkt das Tanz­bein schwin­gen­den Vari­ante der Goto­beds klingt. Dazu ein Sän­ger der - wenn er erst­mal in Fahrt kommt - eine unwahr­schein­li­che Mischung etwa aus Andy Fal­k­ous und Idles' Joe Tal­bot chan­nelt. Sehr viel­ver­spre­chend, das.

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Honey Bucket - Furniture Days

Honey Bucket - Furniture Days

Honey Bucket aus Port­land wuss­ten mir ja schon auf ihrer letzt­jäh­ri­gen EP Patch of Grass sehr zu gefal­len und haben jetzt einen neuen Lang­spie­ler am Start, auf dem auch einige Songs von besag­ter EP eine Zweit­ver­wer­tung erfah­ren. In ihrer ver­schro­ben vor sich her rum­peln­den Mischung aus abs­trak­ter, frag­men­ta­ri­scher Post­punk-End­los­schleife, melo­di­schem Indie Rock, Garage- und Power­pop erin­nern sie manch­mal an eine etwas unwahr­schein­li­che Ver­qui­ckung ihrer Stadt­nach­barn Lithics und Woo­len Men, deren Raf Spiel­man hier auch für den guten Ton ver­ant­wort­lich zeich­net.

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Woolen Men - Post

Woolen Men - Post

Also das neue Album der Woo­len Men aus Port­land ist…  nicht ganz was ich jetzt von ihnen erwar­tet hätte. Was kei­nes­falls hei­ßen soll, dass die Über­ra­schung eine von der nega­ti­ven Sorte wäre. Auch Post lie­fert ohne Ende hoch­wer­tige Song­kost, wie gewohnt in schnör­kel­lo­ser Vier­spur­tech­nik auf­ge­nom­men. Aber waren ver­gan­gene Ver­öf­fent­li­chun­gen der Band immer eine sti­lis­tisch breit gefä­cherte Ange­le­gen­heit, die irgendwo zwi­schen Post-/Ga­rage Punk und zeit­lo­sen Power­pop-Melo­dien abwech­selte, kon­zen­trie­ren Woo­len Men sich hier ganz auf eben letzt­ge­nannte, ver­schram­melte Pop­me­lo­dien. Die trans­por­tie­ren trotz der all­ge­mein sehr beschwing­ten Vibes diese spe­zi­elle Melan­cho­lie, die ihren Out­put seit jeher durch­zieht. Ein Som­mer­a­l­bum wie für den Herbst gemacht.

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Notches - Almost Ruined Everything

Notches - Almost Ruined Everything

Old­schoo­li­ger und aus­ge­spro­chen som­mer­lich-melo­di­scher Punk-/In­die­rock im gro­ben Umfeld von Super­chunk, Jaw­brea­ker, Pale Angels weiß auf dem zwei­ten Lang­spie­ler der Not­ches irgendwo aus New Hamp­shire, Eng­land pro­blem­los zu über­zeu­gen.

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Problem People - Nobody Knows

Problem People - Nobody Knows

Ein über­wie­gend sehr star­kes zwei­tes Album von einer Band aus Chi­cago, die sich einem Sound irgendwo zwi­schen melan­cho­lisch bis eupho­risch lär­men­dem, atmo­sphä­ri­schem Indie Rock und Noise Pop ver­schrie­ben hat. Das hat Anklänge an Hüs­ker Dü und Repla­ce­ments, an so Indiero­ck/­Noi­se/Shoegaze-Grenz­gän­ger wie Swer­ve­dri­ver, Bail­ter Space, frühe Cathe­rine Wheel sowie an aktu­el­lere Acts wie Japan­dro­ids, Tide­land, Ovlov oder Wild Moth. Geht sowas von klar!

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Vacation - Mouth Sounds #2699

Vacation - Mouth Sounds #2699

Das bereits sechste Album von Vaca­tion aus Cin­cin­nati, Ohio macht von Anfang an einen maxi­mal sym­pa­thi­schen Ein­druck, kommt mit ange­nehm lau­tem, old­schoo­li­gen Indie­rock irgendwo zwi­schen Super­chunk, Archers Of Loaf und Gui­ded By Voices daher, erlaubt sich zwi­schen­drin aber auch ein paar Abste­cher zu gara­gi­gen Klän­gen á la Sauna Youth.

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Tape/​Off - Broadcast Park

Tape/Off - Broadcast Park

Vier Jahre sind jetzt schon ver­gan­gen seit dem gran­dio­sen Debüt­al­bum von Tape/​Off aus Bris­bane. Der erste Song des nun erschie­ne­nen Nach­fol­gers scheint erst mal einen ganz schö­nen Stil­bruch anzu­deu­ten, kommt einem da doch tat­säch­lich Post­core ent­ge­gen, den man irgendwo zwi­schen Unwound und Slint ein­ord­nen könnte. Ist der Schock aber erst­mal über­wun­den, stellt sich für den Rest des Albums dann doch wie­der die­ser lie­bens­werte 90er Indie­rock-Vibe ein, der schon das Debüt zu einer beson­de­ren Platte gemacht hatte, ebenso wie das durch­weg gelun­ge­nem Song­wri­ting. Man kann sich an alte Hel­den wie Archers of Loaf, Polvo, Seam oder Lync erin­nert füh­len, den­noch ste­hen diese Songs mit bei­den Bei­nen in der Gegen­wart.

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