Foam – Test Flight

Foam - Test Flight

Nach län­ge­rer Funk­stille geben die Lär­mer­zeu­ger aus dem kana­di­schen Lon­don mal wie­der ein Lebens­zei­chen von sich; oder genauer gesagt schon im letz­ten Som­mer, denn so ganz neu ist die Platte jetzt auch nicht mehr. Natür­lich bringt ihre Mischung aus Noise Rock und -punk, einem klei­nen Sprit­zer Sludge und Post­punk nach wie vor sehr kom­pe­tent die Wände zum Wackeln. Über­ra­schend ist dann aber der old­schoo­lige, relaxt daher­schlen­dernde Indie­ro­cker In Life and Death, der die EP abschließt.

Chemical Wire – Chemical Wire

Chemical Wire - Chemical Wire

Eine exzel­lente Debüt-EP haben Che­mi­cal Wire aus Somer­ville, Mas­sa­chu­setts da abge­lie­fert. Ein Sound den man vage als Dino­saur Jr meets Wipers plus ein Hauch von Live Skull umschrei­ben könnte erzeugt dar­auf einen ganz schö­nen Fahrt­wind. Oder um einen etwas aktu­el­le­ren und ver­mut­lich auch tref­fen­de­ren Ver­gleich zu bemü­hen: Cali­for­nia X mit etwas mehr Punk-Feuer unter’m Arsch, ver­fei­nert mit einer leich­ten Note von Stoner- und Sludge Punk.



Album-Stream →

Death By Unga Bunga – Bye Bye /​ Into The Night 7″

Death By Unga Bunga - Bye Bye / Into The Night 7"

Neues von den Indie­ro­ckern aus Oslo, die schon mal vor einem guten Jahr mit ihrer letz­ten EP Fight einen guten Ein­druck hin­ter­lie­ßen. Die lang­sam vor sich her fuz­zende A-Seite ist schon ganz nett, aber das eigent­li­che Glanz­stück hier ist die unver­schämt catchy gera­tene Power­pop-Glücks­pille Into The Night auf der B-Seite.


Scupper – Some Gauls

Scupper - Some Gauls

Die bis­he­ri­gen zwei EPs der New Yor­ker Band lie­ßen mich ja schon mehr als gespannt auf­hor­chen, aber mit einem der­art star­ken Debüt­al­bum hatte ich dann doch nicht gerech­net. Melo­di­scher Indie­rock, Fuzz-, Jangle- und Power­pop wie man ihn in der dunk­len Jah­res­zeit ein­fach mal braucht. Das klingt in etwa wie eine Schnitt­menge aus Gui­ded By Voices und The Clean; song­mä­ßig wer­den hier lau­fend Tref­fer ver­senkt.



Album-Stream →

Curelight Wounds – Constant Mind

Curelight Wounds - Constant Mind

Die aktu­elle EP die­ser New Yor­ker Band gefällt mit einem Sound, der gekonnt Ele­mente aus 90er Indie­rock und Shoegaze ver­mischt und von einem kräf­ti­gen Post­punk-Motor vor­an­ge­trie­ben wird. Die alten Swer­ve­d­ri­ver ruft das ins Gedächt­nis oder – wie z.B. im Noi­se­pop-High­light Hot House – frühe Wav­ves.


Album-Stream →

Drahla – Third Article

Drahla - Third Article

Auch auf dem Kurz­spie­ler Num­mer drei der For­ma­tion aus Leeds kommt ihre Mischung aus Post Punk, Noise und Indie­rock aus­ge­spro­chen sou­ve­rän und tritt­si­cher rüber. Mehr als auf den Vor­gän­gern kom­men hier sehr deut­li­che Anklänge an 80er Sonic Youth zum Vor­schein.


Album-Stream →

Bed Wettin‘ Bad Boys – Rot

Bed Wettin' Bad Boys - Rot

Mit den Power­pop­pern aus Syd­ney hatte ich eigent­lich kaum noch gerech­net, immer­hin sind seit ihrem Debüt­al­bum Ready For Bore­dom schon knapp fünf Jahre ins Land gezo­gen. Man möge mir also ver­zei­hen, dass ich die Band inner­lich schon unter „ist mal gewe­sen“ ein­sor­tiert hatte. Ihr neuer Lang­spie­ler prä­sen­tiert die Band jeden­falls in über­ra­schend guter, fri­scher Form. Die elf Songs gehö­ren durch­weg zu ihrem bes­ten Mate­rial und wur­den hier in einer unglaub­lich beherz­ten, vor Spiel­freude bers­ten­den Dar­bie­tung fest­ge­hal­ten. Ohne dass sich ihr Sound dabei grund­le­gend ver­än­dert hätte: Das ist immer noch wun­der­bar old­schoo­li­ger Indie Rock und Power Pop, der an Repla­ce­ments, 90er Gui­ded By Voices, späte Hüs­ker Dü und in der aktu­el­len Land­schaft öfter mal auch an Woo­len Men oder Royal Head­a­che (von denen hier auch ein Ex-Mit­glied mit­spielt) den­ken lässt.



Album-Stream →

The Newsletters – The Newsletters

The Newsletters - The Newsletters

Das Debüt­al­bum von die­sem Duo aus Mel­bourne weiß mir auf Anhieb zu gefal­len mit einem recht mini­ma­lis­ti­schen, ver­träum­ten und sehr old­schoo­li­gen Sound, der auf Stil­ele­mente aus früh-80er Power Pop, C86, neu­see­län­di­sche Fly­ing Nun-Schule und ein biss­chen (Proto-)Shoegaze zurück­greift, ergänzt um leicht post­pun­kige Zwi­schen­töne. Natür­lich darf man sich dabei an The Clean oder Gala­xie 500 erin­nert füh­len, aber auch an Jün­ge­res Zeug von Posse, Blank Realm oder Shy Boys.



Album-Stream →

Brutal Poodle – Long Time No See

Brutal Poodle - Long Time No See

Soli­des Debüt-Tape einer Band aus Van­cou­ver. Schram­me­li­ger Indie­rock, der unter ande­rem klas­si­sche Repla­ce­ments-, Vol­cano Suns- oder Hüs­ker Dü-Vibes ver­sprüht.


Album-Stream →

Seafog – Dig It On Up

Seafog - Dig It On Up

Eine nicht mehr brand­ak­tu­elle aber umso exzel­len­tere EP kommt von einer Band aus Dun­edin, Neu­see­land. Einen Sound rol­len sie dar­auf aus, bei dem ich mir kaum vor­stel­len könnte, dass er irgend­ei­nem ande­ren Ort ent­spränge. Das hat ein­fach die­sen spe­zi­el­len Fly­ing Nun-Vibe. Relax­ter Indie­rock und Jangle Pop mit post­pun­ki­gen Groo­ves, durch­zo­gen von psy­che­de­li­schen Dro­nes, immer eine Zehen­spitze vor­sich­tig in die Avant­garde getaucht. Und natür­lich erin­nert mich das an The Clean sowie an aktu­elle Bands á la Surf Fri­ends, T54 und Boom­ga­tes.


Album-Stream →