Basic Income I Wanna Be Selfdestructive Bug Swallow Kream Korn Aspanya Has perdut Emergeense! Desire At The Bar The Caries Company Punto 4 M-Chev Sloth Pocket Pool Undercover Rubber Lover Power Pants Empty Space Boodles & The Buttholes Where Have You Been? Billiam Not The Boss Air Vent Dweller Gaming The Pox Stuck Excited To Die Dee Dee
Triple Ente Bajo El Hielo Stranded FCK MSTRD Dasgüt Dumbass Dog The Guise Stuttered Promises Stabber Alright Zero Sanity Gore Reality Brainwash Victims Revenge Mortuary Ritual Do It All Again / Disassociate Yambag Scenicide Gunner Here Come the Warm Jets Underats The Fast and Black Dead For Fun Acid Godess Riff Rats Rat From The Streets
Tracklist
King Tuff Delusions Corpus Earthling The Andy Complex United Stare Voice of Change Bog Imp I Don’t Wanna Scrap With You Kerosene Kream 12345 La RAF Violencia La Llama Psychotic Nerve Suburban Pagans Veneral General
Physicalist Choking Season Cuir Road Trip Nightwatchers Malemort Crisis Party Pessimism Les Remplaçants Cafards Stepmother Don’t Be Long Dead Finks Stolen Vehicle
Hier sind zwei arschpieksende neue Artefakte von eieriger Garage Punk-Brillianz. Das erste davon kommt von Triple Ente aus Alicante, Spanien. Es wäre ja eh schon komplett untertrieben zu sagen dass spanische Bands seit langem eine unverzichtbare Kraft in dem ganzen Genre-Clusterfuck sind und Triple Ente waren schon ziemlich früh ein Teil davon. Eine Band also, die uns jetzt nichts mehr beweisen muss und hier dennoch keine halben Sachen macht auf ihrer neuesten LP, auf welcher sie 14 neue Smasher einer stärker Richtung Garage orientierten Machart abliefern, was inzwischen irgendwie schon wieder angenehm oldschool im Eggpunk-Kontext klingt und absolut positiv an den Wilden Westen einer früheren Genre-Ära erinnert.
Relativ neu dabei ist hingegen die Band Dasgüt aus Philadelphia, die hier gleichsam aber mit einer nochmal viel oldschooligeren Garage Punk-Energie aufwarten im stark Gun Club-mäßigen, wie die Band Dasgüt betitelten Opener, bevor sich anschließend mehr des zu erwartenden Eggpunk-Irrsins entfaltet mit tonnenweise kranken Ideen und ansteckenden Hooks die sich wie ein roter Faden durch die Platte ziehen. Wie schon die Triple Ente LP, umgeht das hier aber viele der häufigsten Klischees unter anderen weil beide Bands weitgehend auf Synths, Elekronik oder eine übertriebene Homerecording-Ästhetik verzichten. Stattdessen kochen sie ihre Songs gekonnt herunter zu einem schlanken Kern aus aus eingängiger und spaßiger Garage Punk-Sonderlichkeit.
Die letzten Wochen hatten zwei herausragende Hardcoreveröffentlichungen für uns auf Lager und ich nehme mal die Abkürzung, sie hier in einem Post zu verbraten. Brainwash Victims aus Milwaukee, Wisconsisn haben eine neue Kassette auf Unlawful Assembly raus mit einem Sound der nicht nur maximal noisy, abgefuzzt und angepisst ist, sondern auch mit immer wieder mit einfallsreichen Wendungen, catchy Hooks und melodischen Obertönen um die Ecke kommt. Die Typen spielen nicht nur hart und schnell, sondern sie haben auch die Songs an Bord um dabei nicht umzukippen.
Yambag aus Cleveland, Ohio sind dagegen eine Band, zu der ich über die Jahre ein etwas wackeliges Verhältnis gehegt hab, nicht zuletzt weil es auf einigen ihrer jüngeren Veröffentlichungen häufig den Anschein hatte als würden sie sich umso weniger um die Songs und Arrangements scheren, je härter sie auf den Putz hauen, so als versuche man hier für einen Mangel an kompositorischer Substanz zu kompensieren. Aber wie auch immer, jetzt haben sie eine neue 8-Song-EP draußen die sie mal wieder ausschließlich von ihrer besten Seite zeigt mit einem starken Bündel neuer Songs die so einfach gestrickt wie auch schlagkräftig und catchy rüberkommen und schlicht einen Sweet Spot in ihrem stilistischen Venn-Diagramm treffen, bei dem alles vorhanden ist was den Reiz dieser Band ausmacht und die beweglichen Teile rüttelfest und kunstvoll verarbeitet an ihrem Platz sitzen.
Auf ihrer zweiten LP betätigt sich diese Band aus New Jersey in einer Machart des Garage Punk, die irgendwie seltsam altmodisch und angenehm unbeeinflusst erscheint von den Entwicklungen der letzten ein bis zwei Jahrzehnte. Ich mein… wirklich, der Scheiß könnte sich eigentlich jederzeit zwischen der klassischen Reatard(s)-Ara und dem letzten Atemzug des Male Bonding- und No Age-mäßigen Fuzz Punk der frühen 2010er zuhause fühlen. In unserer Zeit fühlt sich das jetzt mehr wie eine schrullige Kuriosität an und ihr wisst das mich sowas anmacht, insbesondere wenn das mit so einer Fülle von bemerkenswert einfachen, charmant nachlässig dargebotenen und gefährlich eingängigen Popsongs aus fuzzy-melodischem Glück einhergeht.
La RAF aus Mexico City haben definitiv ein seltenes Händchen dafür, Jahrzehnte alte Post Punk-Tropes und -formeln aufzugreifen und der Sache dennoch jedes mal erfolgreich ihren eigenen Stempel zu verpassen, denn jeder Song auf dieser EP klingt als hätte er zu einem beliebigen Zeitpunkt seit den späten ’70ern erscheinen können, aber dennoch niemals klar nach einem Song, den du glaubst schon mal gehört zu haben – es wohnt diesen Songs eine frische und lebhafte Energie inne, durchtränkt von eigener Persönlichkeit und vorangetrieben von ausgesprochen tighten und energischen Performances, auch wenn die Grundzutaten schon seit langem mehr als vertraut sind.