Verspannungskassette #106 (C-60)

Tracklist

Basic Income I Wanna Be Selfdestructive
Bug Swallow Kream Korn
Aspanya Has perdut
Emergeense! Desire At The Bar
The Caries Company Punto 4
M-Chev Sloth
Pocket Pool Undercover Rubber Lover
Power Pants Empty Space
Boodles & The Buttholes Where Have You Been?
Billiam Not The Boss
Air Vent Dweller Gaming
The Pox Stuck
Excited To Die Dee Dee

Triple Ente Bajo El Hielo
Stranded FCK MSTRD
Dasgüt Dumbass Dog
The Guise Stuttered Promises
Stabber Alright
Zero Sanity Gore Reality
Brainwash Victims Revenge
Mortuary Ritual Do It All Again / Disassociate
Yambag Scenicide
Gunner Here Come the Warm Jets
Underats The Fast and Black
Dead For Fun Acid Godess
Riff Rats Rat From The Streets

Tracklist

King Tuff Delusions
Corpus Earthling The Andy Complex
United Stare Voice of Change
Bog Imp I Don’t Wanna Scrap With You
Kerosene Kream 12345
La RAF Violencia
La Llama Psychotic Nerve
Suburban Pagans Veneral General

Physicalist Choking Season
Cuir Road Trip
Nightwatchers Malemort
Crisis Party Pessimism
Les Remplaçants Cafards
Stepmother Don’t Be Long
Dead Finks Stolen Vehicle

Triple Ente – Desastres / Dasgüt – Dasgüt

Hier sind zwei arschpieksende neue Artefakte von eieriger Garage Punk-Brillianz. Das erste davon kommt von Triple Ente aus Alicante, Spanien. Es wäre ja eh schon komplett untertrieben zu sagen dass spanische Bands seit langem eine unverzichtbare Kraft in dem ganzen Genre-Clusterfuck sind und Triple Ente waren schon ziemlich früh ein Teil davon. Eine Band also, die uns jetzt nichts mehr beweisen muss und hier dennoch keine halben Sachen macht auf ihrer neuesten LP, auf welcher sie 14 neue Smasher einer stärker Richtung Garage orientierten Machart abliefern, was inzwischen irgendwie schon wieder angenehm oldschool im Eggpunk-Kontext klingt und absolut positiv an den Wilden Westen einer früheren Genre-Ära erinnert.

Relativ neu dabei ist hingegen die Band Dasgüt aus Philadelphia, die hier gleichsam aber mit einer nochmal viel oldschooligeren Garage Punk-Energie aufwarten im stark Gun Club-mäßigen, wie die Band Dasgüt betitelten Opener, bevor sich anschließend mehr des zu erwartenden Eggpunk-Irrsins entfaltet mit tonnenweise kranken Ideen und ansteckenden Hooks die sich wie ein roter Faden durch die Platte ziehen. Wie schon die Triple Ente LP, umgeht das hier aber viele der häufigsten Klischees unter anderen weil beide Bands weitgehend auf Synths, Elekronik oder eine übertriebene Homerecording-Ästhetik verzichten. Stattdessen kochen sie ihre Songs gekonnt herunter zu einem schlanken Kern aus aus eingängiger und spaßiger Garage Punk-Sonderlichkeit.

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Brainwash Victims – Brainwash Victims / Yambag – The Psycho

Die letzten Wochen hatten zwei herausragende Hardcoreveröffentlichungen für uns auf Lager und ich nehme mal die Abkürzung, sie hier in einem Post zu verbraten. Brainwash Victims aus Milwaukee, Wisconsisn haben eine neue Kassette auf Unlawful Assembly raus mit einem Sound der nicht nur maximal noisy, abgefuzzt und angepisst ist, sondern auch mit immer wieder mit einfallsreichen Wendungen, catchy Hooks und melodischen Obertönen um die Ecke kommt. Die Typen spielen nicht nur hart und schnell, sondern sie haben auch die Songs an Bord um dabei nicht umzukippen.

Yambag aus Cleveland, Ohio sind dagegen eine Band, zu der ich über die Jahre ein etwas wackeliges Verhältnis gehegt hab, nicht zuletzt weil es auf einigen ihrer jüngeren Veröffentlichungen häufig den Anschein hatte als würden sie sich umso weniger um die Songs und Arrangements scheren, je härter sie auf den Putz hauen, so als versuche man hier für einen Mangel an kompositorischer Substanz zu kompensieren. Aber wie auch immer, jetzt haben sie eine neue 8-Song-EP draußen die sie mal wieder ausschließlich von ihrer besten Seite zeigt mit einem starken Bündel neuer Songs die so einfach gestrickt wie auch schlagkräftig und catchy rüberkommen und schlicht einen Sweet Spot in ihrem stilistischen Venn-Diagramm treffen, bei dem alles vorhanden ist was den Reiz dieser Band ausmacht und die beweglichen Teile rüttelfest und kunstvoll verarbeitet an ihrem Platz sitzen.

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Bog Imp – Anti-Natural

Auf ihrer zweiten LP betätigt sich diese Band aus New Jersey in einer Machart des Garage Punk, die irgendwie seltsam altmodisch und angenehm unbeeinflusst erscheint von den Entwicklungen der letzten ein bis zwei Jahrzehnte. Ich mein… wirklich, der Scheiß könnte sich eigentlich jederzeit zwischen der klassischen Reatard(s)-Ara und dem letzten Atemzug des Male Bonding- und No Age-mäßigen Fuzz Punk der frühen 2010er zuhause fühlen. In unserer Zeit fühlt sich das jetzt mehr wie eine schrullige Kuriosität an und ihr wisst das mich sowas anmacht, insbesondere wenn das mit so einer Fülle von bemerkenswert einfachen, charmant nachlässig dargebotenen und gefährlich eingängigen Popsongs aus fuzzy-melodischem Glück einhergeht.

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La RAF – La rabia ante el futuro

La RAF aus Mexico City haben definitiv ein seltenes Händchen dafür, Jahrzehnte alte Post Punk-Tropes und -formeln aufzugreifen und der Sache dennoch jedes mal erfolgreich ihren eigenen Stempel zu verpassen, denn jeder Song auf dieser EP klingt als hätte er zu einem beliebigen Zeitpunkt seit den späten ’70ern erscheinen können, aber dennoch niemals klar nach einem Song, den du glaubst schon mal gehört zu haben – es wohnt diesen Songs eine frische und lebhafte Energie inne, durchtränkt von eigener Persönlichkeit und vorangetrieben von ausgesprochen tighten und energischen Performances, auch wenn die Grundzutaten schon seit langem mehr als vertraut sind.

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Poo Poo Talks – Culo Rotto / Five Bucks – Metal Fumes Fever

Poo Poo Talks / Five Bucks Split LP erscheint am 20. April auf Wild Honey Records.

Yleiset Syyt – Saitte Mitä Halusitte

Saitte Mitä Halusitte erscheint am 1. Mai auf Sorry State Records.

S.U.G.A.R. – Volunteer

III erscheint am 16. Mai auf Alien Snatch! Records.

No Peeling – Stationery

EP2 erscheint am 1. Mai auf Wrong Speed Records.