Negative Gears - Negative Gears

Negative Gears - Negative Gears

Post Punk aus Syd­ney, der einer­seits ganz gut in eine Schub­lade zusam­men mit gegen­wär­ti­gen Gen­re­ver­tre­tern wie Insti­tute, Marbled Eye oder Rank Xerox passt, ande­rer­seits aber mit makel­lo­ser Song­sub­stanz und mit­rei­ßen­den Arran­ge­ments auch pro­blem­los auf eige­nen Bei­nen zu ste­hen ver­mag. Der dezente und geschmack­volle Synth-Ein­satz ver­passt der Sache dann noch den fina­len Schliff.

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Stiff Richards - Dig

Stiff Richards - Dig

Garage Punk der ultra-aus­tra­li­schen Prä­gung schwit­zen Stiff Richards aus. Musi­ka­lisch gibt sich das eher mal sim­pel gestrickt, kon­ser­va­tiv und uralten Gen­re­mus­tern fol­gend. Was ja kei­nes­wegs schlecht sein muss. Man könnte auch sagen: Die bil­den sich nix ein, wol­len ein­fach nur Spaß haben und Ärsche tre­ten. Das tun sie auf so nach­drück­li­che Art und Weise, dass der Intel­lekt gar keine Chance hat etwas ein­zu­wen­den bevor der Dopa­min­kick ein­setzt und pri­mi­tive Instinkte die Kon­trolle über­neh­men.

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Shopvac - Demo 2019

Shopvac - Demo 2019

Shop­vac aus Toronto machen mit ihrem Demo schon mal einen ganz viel­ver­spre­chen­den ers­ten Ein­druck mit melo­di­schem Krach zwi­schen Noi­se­pop und den etwas der­be­ren Daseins­for­men von Shoegaze, nicht ganz unähn­lich zu Bands wie frü­hen Ovlov, Wild Moth, Solids oder Tide­land.

Red Gaze - Cuts

Red Gaze - Cuts

Bei die­ser Band aus Graz haben Leute von Catho­lic Guilt und Impo­si­tion Man ihre Fin­ger im Spiel. Im direk­ten Ver­gleich mit letzt­ge­nann­ten gehen Red Gaze aber etwas kon­ven­tio­nel­ler und old­schoo­li­ger, jedoch kein biss­chen weni­ger gekonnt zur Sache, bewe­gen sich irgendwo auf der Schwelle von Post­punk und -core. Das schlägt in etwa den Bogen von aktu­el­len Bands wie Diät, Insti­tute, Pretty Hurts oder frü­hen Sie­ve­head hin zu den Grenz­ge­bie­ten des mid-80s Punk und Hard­core; unter ande­rem meine ich ein paar unter­schwel­lige Echos von The Pro­le­ta­riat, Angry Red Pla­net oder spä­te­ren Effi­gies zu ver­neh­men.

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Alien Nosejob - Deep Blue Hue

Buf­fet Of Love 12" erscheint am 14. März auf Aar­ght Records.

Yuvees - Seething In Whisper Town

Yuvees - Seething In Whisper Town

Zeit­ge­mä­ßer Post Punk, mal wie­der aus Port­land, von der quir­lig-ver­spielt aus der Reihe tan­zen­den Mach­art. Der regio­nale Bezug legt unter ande­rem natür­lich die Lithics nahe, aber auch Bands wie Marbled Eye, Exit Group, Brui­sed, Patti oder Rank Xerox ste­hen dem sicher nicht allzu fern.

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Priors - Call For You

Priors - Call For You

Die Gara­gen­punks aus Mont­real (und nicht die gleich­a­mige, auch sehr span­nende Band aus Mel­bourne) mach­ten zuletzt ja schon mit einem Lang­spie­ler auf sich auf­merk­sam und auch auf dem neuen Sie­ben­zöl­ler - erneut auf Slo­venly erschie­nen - fällt der Apfel nicht weit vom Stamm. Gara­gen­ge­döns also, das sicher kei­nen Inno­va­ti­ons­preis gewinnt, dies aber mit einer ganz respek­ta­bel drü­cken­den, tigh­ten Dar­bie­tung mehr als aus­zu­glei­chen weiß.

Homeless Cadaver - Fat Skeleton 7"

Homeless Cadaver - Fat Skeleton 7"

Ein sehr gefäl­li­ger Kurz­spie­ler auf Iron Lung Records von einer Band, über die ich nicht viel in Erfah­rung brin­gen kann. Jeden­falls gibt es auf der A-Seite Gara­ge­punk mit Syn­th­bei­lage á la Aus­mu­te­ants zu hören. Die B-Seite würde ich hin­ge­gen eher als Slow Motion Hard­core bezeich­nen, so als hätte man aktu­el­len Kra­wall­ex­per­ten wie Impulso oder Roht mal ordent­lich Sand ins Getriebe gekippt.

Paint Thinner - The Sea Of Pulp

Paint Thinner - The Sea Of Pulp

Wow! Was ein gesun­des Mini­mum an Pro­duk­ti­ons­auf­wand für einen Unter­schied machen kann, beweist der erste Lang­spie­ler von Paint Thin­ner aus Detroit. Die gefie­len mir bereits auf ihrem Demo vor ca. drei Jah­ren aus­ge­spro­chen gut. Aber kamen mir damals als Ver­gleich noch eher Wire so anno Chairs Mis­sing in den Sinn, klingt das hier etwas weni­ger nach Ur-Post­punk und Art­punk, dafür stär­ker nach Ur-Psy­che­de­lic- und Spa­ce­rock, nach Pink Floyd der (mal ehr­lich, ein­zig wah­ren) Syd Bar­ret-Ära und frü­hen Hawk­wind. Und das mit­un­ter auch bei den Songs, die bereits auf dem Demo ent­hal­ten waren. Ver­ein­zelt kann auch ein wenig Surf-Twang etwa an Crys­tal Stilts erin­nern. Aber zu kei­nem Zeit­punkt lässt The Sea Of Pulp zwei­fel daran auf­kom­men, dass in ihm ein Herz aus Punk schlägt. Die Platte ist ein Kil­ler und mit Fell Flat ist (erneut) einer der stärks­ten Songs an Bord, die mir in letz­ter Zeit so unter­ka­men.

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Powerplant - People In The Sun

Powerplant - People In The Sun

Das Lon­do­ner Ein-Mann Synth- und Gara­ge­punk-Pro­jekt legt nach eini­gen bereits sehr köst­li­chen Sin­gles und EPs sei­nen ers­ten abend­fül­len­den Release vor. Ich muss sagen, damit toppt der Ver­ant­wort­li­che Theo Zhykha­ryev die bis­he­ri­gen Kurz­spie­ler noch um ein gutes Stück; die Platte besteht eigent­lich nur aus wasch­ech­ten High­lights. Aus­ge­präg­ter als bis­her ist außer­dem ein gewis­ser psy­che­de­li­scher Vibe, der mich an Pow! den­ken lässt. Außer­dem Pflicht­pro­gramm für alle, die etwa Digi­tal Lea­ther, Aus­mu­te­ants, Dele­ti­ons oder Leisure etwas abge­win­nen kön­nen.

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