Brain Bagz & Blood Bags – Split LP

Durchweg spaßige Angelegenheit, diese Split LP auf Big Neck Records.
Die Blood Bags aus Auckland, Neuseeland verstehen es einwandfrei, einen köstlich im roten Bereich angesiedelten Krawall zwischen Garage-, Fuzz- und Stoner Punk loszutreten, der möglicherweise Assoziationen zu The Cowboy oder frühen The Men hervorruft. Komplettiert wird der Genuss durch einen gewissen Stooges-Faktor, der einen kräftigen, Funhouse-mäßigen Vorschub gewährleistet.
Brain Bags aus Salt Lake City liefern daraufhin einen Sound ab, der sich irgendwie schon stark verwandt dazu anfühlt, in der Wahl seiner musikalischen Einflüsse aber ein deutlich weiteres Spektrum bearbeitet. Los geht's mit einem Vibe so á la Cramps-meet-Scratch Acid. Im weiteren Verlauf schält sich dann ein Klangerlebnis heraus, das sich bestimmt die eine oder andere Scheibe beim Proto-Noiserock-Komplex der 80er Jahre abgeschnitten hat, unter anderem bei No Trend, Flipper und Live Skull.

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Tower 7 – Entrance To A Living Organism

Aus der kleinen New Yorker Krachmanufaktur, die uns unter anderem bereits den kräftigen und schlauen Hard-/Postcore von Kaleidoscope beschert hat, bekommen wir hier eine weitere Naturgewalt zur Verarbeitung vorgesetzt. Das Debütalbum von Tower 7 hat ohne Frage eine gewisse Ähnlichkeit zu den bereits erwähnten Kaleidoscope, gleichzeitig kommen ihre Schallattacken aber noch eine Spur unnachgiebiger daher - nicht zuletzt weil man sich anders als letztere auch recht großzügig bei Vorbildern der britischen Crust-Frühgeschichte bedient. Fraglos sind ihre bevorzugten Werkzeuge etwas stumpfer, aber gleichermaßen effektiv.

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Glen Schenau – Jhumble​/​Jearnest 7″

Glen Schenau, manchen sicher bekannt als der Frontmann der Kultband Kitchen's Floor aus Brisbane, hat solo bisher zwei EPs von eher Richtung Avantgarde schielendem Art Rock veröffentlicht, der schon alleine aufgrund seiner allgemeinen Schrägheit überzeugte - durchzogen von dissonant-hyperaktiver Schrammelei, wie eine funky kaputte Alternativrealitäts-Variante von The Wedding Present und endgültig über die Klippe geschoben von sehr nach Töpfen, Pfannen und Plastikeimern klingender Percussion. Letzteres weicht auf seiner neuesten 7" einem herkömmlichen Drumkit und vollem Bandsound, der insgesamt in eine geringfügig weniger experimentelle, deutlich grefbare Form an den Tellerrändern von Post Punk, Noise Rock und 90er Indierock morpht, ohne dass dabei die Verspieltheit und kreative Energie der Vorgänger auf der Strecke bliebe. Melkbelly trifft auf Live Skull? Nee, das trifft diesen Nagel nicht so ganz den Kopf... aber auch keineswegs komplett daneben.

DeStructos – Blast!

Auf einer Debüt-EP, an der es absolut nichts auszusetzen gibt, verschießt ein Duo aus Philadelphia vier treffsichere Ladungen aus schlau arrangiertem, vielseitigem Lärm irgendwo im Umfeld von Postcore, Noise Rock- und Post Punk, liefert dabei Assoziationen an das Schaffen diverser Bands á la Dasher, Cutie, Donors, Little Ugly Girls, Hit Bargain, Street Eaters oder Xetas.

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Qlowski – Ikea Youth / Grinding Halt

Auf der aktuellen 7" der Londoner Band macht ihr Sound einen etwas unerwarteten Schlenker in Richtung des skandinavischen Post Punk der frühen 2010er, ziemlich genau in der Mitte zwischen der kompromisslosen frühen kopenhagener Schule (Lower, Iceage, Echo People, etc.) und deutlich zugänglicheren Acts wie Holograms oder RA. Oder die Australier Low Life wären vielleicht auch ein halbwegs zutreffender Vergleich. Die B-Seite hingegen verpasst The Cure's Grinding Halt einen geringfügig New Order-mäßigen Vibe, was ebenfalls ganz vortrefflich funktioniert.

Reality Group – Music For Fools Vol. 1

Reality Group aus Melbourne haben in den Jahren '16/'17 bereits ein verdammt starkes Demo und eine ebenso hochwertige EP rausgehauen, danach hat es dann ein paar Jahre gedauert bis wir nun ihren ersten ersten Langspieler vorliegen haben. Dem hört man dafür die vergangene Zeit auch klar an in Form eines gereiften, aber dankenswerter Weise keineswegs gezähmten Sounds. Diese elf Songs lösen alle Versprechen der frühen EPs ein; ein lecker gepanschtes Gebräu ist das, bestehend aus Elementen von Garage-, Art- und Post Punk, das Leute mit Affinitäten zu Bands wie Pinch Points, Uranium Club, Andy Human & The Reptoids, Erik Nervous, Lithics oder gar frühen Teenanger sich auf keinen Fall entgehen lassen dürfen.

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The Floaties – Square Eyes

Now In Color erscheint am 10. Juli auf Polaks Records.

Nest Egg – Dislocation

Dislocation erscheint am 10. Juli auf The Acid Test & Little Cloud Records.

Moth – Ritual

Machine Nation erscheint am 3. Juli auf Marthouse Records.

Impotentie – Stille Rebellen

Leopold II Is Niet Dood Genoeg erscheint am 28. Juni auf RoachLeg Records.

Radical Dads – Don’t Wanna Go

Paved Mountain erscheint am 23. Juni.

Girls In Synthesis – Pressure

Now Here's An Echo From Your Future erscheint am 20. Juli auf Harbinger Sound.

Gum Country – Somewhere

Somewhere erscheint am 19. Juni auf Kingfisher Bluez, Dinosaur City Records, Burger Records & Waterslide Records.

Permanent Collection – Point of No Return

Nothing Good Is Normal erscheint am 19. Juni auf Strangeway Studio.

Klämp – Arise

Hate You erscheint am 18. September auf God Unknown Records.