Thigh Master - Now For Example

Thigh Master - Now For Example

Thigh Mas­ter aus Bris­bane bla­sen zum zwei­ten mal ihren ver­schram­mel­ten Indie Rock und Jangle Pop in die Atmo­sphäre und der macht hier einen deut­lich run­de­ren Ein­druck als noch auf dem Debüt. Es schwingt jede Menge alte neu­see­län­di­sche Schule so á la The Stones und The Clean mit, aber auch wer jün­gere Bands wie The Molds, Tape/​Off, Zebra Hunt oder Land­li­nes zu dul­den ver­steht, kann sich unter Umstän­den einen Nar­ren hier dran fres­sen.

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Surf Friends - Doing Your Thing

Surf Friends - Doing Your Thing

Ich bezweifle stark dass es der­zeit eine neu­see­län­di­sche Band gibt, die neu­see­län­di­scher klingt als die Surf Fri­ends. Da passt es ja auch super ins Kli­schee, dass sie auf der ört­li­chen Insti­tu­tion Fly­ing Nun Records ver­öf­fent­li­chen. Und Sound­mä­ßig klingt das wie eine Zeit­reise in die Blü­te­zeit des Labels in den frü­hen Acht­zi­gern und hat die­sen spe­zi­el­len psy­che­de­li­schen Jangle Pop Vibe mit Anklän­gen an den quir­li­gen Pop von The Clean, den Indie­rock von The Stones und die Psy­che­de­lic Noise-Schiene, wie man sie damals unter ande­rem von The Pin Group und The Gor­dons bzw. deren Nach­fol­gern Bail­ter Space zu hören bekam; pas­send zu letz­te­ren lässt sich auch ein gewis­ser Shoegaze-Ein­schlag nicht ver­leug­nen. So ent­spannt und ver­träumt haben Surf Fri­ends noch nie zuvor geklun­gen und den­noch wird die Platte mit ihren im dezen­ten Neon schil­lern­den Tex­tu­ren nie lang­wei­lig. Von den Meis­tern gelernt, würde ich dazu mal sagen.

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Seablite - Grass Stains and Novocaine

Seablite - Grass Stains and Novocaine

Hier ist auch gleich schon die zweite Ham­mer­ver­öf­fent­li­chung, die ver­gan­ge­nes Wochen­ende zeit­gleich mit den Neu­trals auf Emo­tio­nal Response erschie­nen ist. Seablite kom­men aus der Gen­tri­fi­zie­rungs­hölle von San Fran­cisco und begeis­tern auf ihrem ers­ten Lang­spie­ler mit melo­di­schem Zeug irgendwo zwi­schen Noise Pop, old­schoo­li­gem Shoegaze, Dream- und Schram­mel­pop, der mit gro­ßer Sicher­heit eini­ges aus den C86- und Sarah Records-Ären in sich auf­ge­so­gen hat. Mit einem ordent­li­chen Drive und tadel­lo­sem Song­wri­ting tref­fen Seablite durch­ge­hend ins Schwarze zu einem Sound, der zwar ver­träumt aber - anders als so viele andere Bands die­ses Gen­re­spek­trums - nie­mals schläf­rig ist.

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Teresa Cienfuegos Y Las Cobras - Noche De Suicidas

Teresa Cienfuegos Y Las Cobras - Noche De Suicidas

Ast­rei­ner Scheiß aus Mexiko, mit dem ich in die­sem Moment echt mal nicht gerech­net hätte. Ein melan­cho­li­scher Son­nen­un­ter­gang am Sur­fer­strand trifft hier auf den Noise-/Jangle Pop und Proto-Shoegaze aus der bri­ti­schen C86-Schule, erwei­tert um die ten­den­zi­ell etwas psy­che­de­li­schen Aus­schwei­fun­gen des neu­see­län­di­schen Fly­ing Nun-Uni­ver­sums der 80er Jahre.

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Endless Column - Endless Column

Endless Column - Endless Column

Hatte gar nicht erwar­tet dass es sie noch gibt, dIese Band aus Chi­cago, die sich unter ande­rem Per­so­nal mit den Red Dons und Day­light Rob­bery teilt. Aus dem Umfeld letz­te­rer Band wird hier in den kom­men­den Tagen auch noch mal etwas auf­tau­chen. End­less Column tra­gen jeden­falls unver­kenn­bar die Hand­schrift von Red Dons-Front­mann Doug Burns, kom­men ein biss­chen rüber wie eine etwas ent­spann­ter daher schram­melnde Vari­ante eben die­ser Band, gefil­tert durch die Seele eines trau­ri­gen Sur­fers. Oder nach einer power­pop­pi­gen Ver­sion von The Est­ran­ged. Und dass die Songs über jeden Zwei­fel erha­ben sind, das ver­steht sich ja wohl von selbst.

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Strange Passage - Shouldn't Be Too Long

Strange Passage - Shouldn't Be Too Long

Seit ihrem Tape vor zwei­ein­halb Jah­ren hat sich sound­mä­ßig nicht viel geän­dert bei Strange Pas­sage aus Somerville, Mas­sa­chu­setts. Unauf­ge­reg­ter Jangle-/Power­pop also, der mit einem durch­weg sau­be­ren Song-Unter­bau über­zeu­gen kann.

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Chronophage - Prolog for Tomorrow

Chronophage - Prolog for Tomorrow

Wun­der­schö­nes Chaos auf der Debüt-EP einer Band aus Aus­tin. Der Ope­ner klingt in etwa als wür­den Angst und frühe Meat Pup­pets von Sac­cha­rine Trust in den Ar*** gef***t. Sol­che Folk- und Cow­punk-Ele­mente fin­den sich auf die­ser Platte immer wie­der, aber auch abs­trakte LoFi-Expe­ri­mente zwi­schen Honey Radar von heute und Unrest von ges­tern. Jangle- und Art­pop, irgendwo zwi­schen frü­hen The Clean, Woo­len Men und Gui­ded By Voices. Der ver­schro­bene Charme des noch etwas fol­klas­ti­gen Dino­saur Jr.-Debüts. Das sollte so eigent­lich nicht funk­tio­nie­ren. Tut es aber. Nicht zuletzt weil hier durch­ge­hend 1A Song­wri­ting-Skills regie­ren.

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Rays - You Can Get There From Here

Rays - You Can Get There From Here

Das erste Album der Band aus Oak­land im letz­ten Jahr gefiel mir schon nicht übel, ließ aber in Sachen Song­wri­ting noch etwas von der Kon­sis­tenz ver­mis­sen, die der Nach­fol­ger nun mas­sig nach­lie­fert und ihren char­man­ten Sound aus C86, Jangle- und Garage Pop auf eine bezau­bernde Art glit­zern lässt. Das erin­nert abwech­selnd mal an School Damage, The Clean, Woo­len Men, die aktu­elle Alien Nose­job LP und gele­gent­lich scheint sogar mal der eine oder andere Fun­ken Tele­vi­sion oder Vel­vet Under­ground durch.

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Neurotic Fiction - Pulp Music

Neurotic Fiction - Pulp Music

Ein etwas eigen­wil­li­ger Genre-Grenz­gän­ger ist das Lang­spiel­de­büt die­ser Band aus Bris­tol. Melan­cho­li­scher Jangle Pop fließt mit klas­si­schem Indie­rock und Sur­fein­flüs­sen zusam­men, ange­rei­chert um ver­ein­zelte Anflüge von (Post-)Punk und gar ein wenig vom etwas ent­spann­te­ren Dischord Sound der 00er Jahre. Als sehr vage Ori­en­tie­rungs­hilfe hätte ich da Flesh World im Ange­bot, aber eigent­lich klin­gen Neu­ro­tic Fic­tion wie keine andere Band der­zeit, kochen ihr ganz eige­nes und frag­los sehr schmack­haf­tes Süpp­chen.

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The Molds - Saltine

The Molds - Saltine

Das Solo­pro­jekt eines gewis­sen Matt Ojala aus Seat­tle hat ja bereits im Februar ein ers­tes Album raus­ge­hauen, das mir schon aus­ge­spro­chen gut gefiel. Auf dem soeben erschie­ne­nen Nach­fol­ger per­fek­tio­niert Ojala aber sei­nen spe­zi­el­len Sound aus ver­träumt-ver­ne­bel­tem Jangle Pop, des­sen Songs und Melo­dien zeit­wei­lig schwer greif­bar erschei­nen, doch jeder­zeit Sinn erge­ben und einen star­ken emo­tio­na­len Sog erzeu­gen. Etwa so als hätte man Male Bon­ding mit den frü­hen Fresh & Onlys gekreuzt, einen Hauch von Angst bei­gemischt und das ganze dann in der schläf­ri­gen Melan­cho­lie von Flesh World ein­ge­taucht.

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