Pi$$er - Wretched Life

Pi$$er - Wretched Life

Ein Hau­fen bri­ti­scher und inter­na­tio­na­ler Musi­ker mit einer ziem­lich lan­gen "X hat irgend­wann schon mal bei Y mitgespielt"-Liste fährt hier ein aus­ge­spro­chen rou­ti­niert flup­pen­des Hard­core­ge­schoss auf, wel­chem der wohl­do­sierte Ein­satz des säch­si­schen Tele­fons noch mal eine beson­dere Würze ver­leiht.

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Cement Shoes - Too

Cement Shoes - Too

Falls Gara­ge­core tat­säch­lich ein vali­des Sub­genre sein sollte, hat kaum eine Band in letz­ter Zeit jenes so per­fekt auf den Punkt gebracht wie Cement Shoes aus Rich­mond, Vir­gi­nia es auf ihrem neuen Mini­al­bum abzie­hen. So unver­froh­ren wie hier teil­weise ganz schön breit­bei­nige Riffs durch den Hard­core­stall gejagt wer­den ohne der Band auch nur annä­hernd zum Fett­näpf­chen zu wer­den, finde ich mehr als beein­dru­ckend. Das alles mag unter ande­rem an einen Mix aus den Gol­den Peli­cans, Ivy und frü­hen Kalei­do­scope erin­nern.

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Pink Guitars - Hand

Pink Guitars - Hand

Auf der Debüt-EP einer Band aus Buf­falo, New York darf man mit einer ebenso unkon­ven­tio­nel­len wie auch unfass­ba­ren Spaß berei­ten­den Kanone aus old­schoo­li­gem Hard­core-Geschrab­bel und in vie­len Momen­ten uner­war­tet melo­di­schem Fuzz­punk bekannt­schaft machen. Das würde ich etwa so beschrei­ben als wür­den abwech­selnd mal Male Bon­ding, Flip­per, Vol­cano Suns, Mur­de­rer oder Hüs­ker Dü der Ever­ything Falls Apart-Ära mit dem chao­tisch-unge­stü­men Drang der Teen Idles oder frü­hen Gray Mat­ter kol­li­die­ren. Na ja, mir fällt zumin­dest spon­tan nicht bes­se­res ein. Guter Shit, bitte mehr davon!

Akne - Akne

Akne - Akne

Qua­li­täts­ware mal wie­der aus dem Hause Ner­vous Energy von einer Band aus Leeds. Die lie­fert auf ihrem zwei­ten Tape ultra­di­rek­ten und -dre­cki­gen, mit dis­so­nan­tem Noise kon­ta­mi­nier­ten Hard- und Post­core.

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Cereal Killer - The Beginning And End Of Cereal Killer

Cereal Killer - The Beginning And End Of Cereal Killer

Wenn sich mit Anti-Fade und Drun­ken Sailor Records gleich zwei gegen­wer­tige Punk-Boll­werke zur einer Ver­öf­fent­li­chung genö­tigt sehen, macht das schon mehr als nur neu­gie­rig. Was sie da aus­ge­gra­ben haben ist eine Band aus Geelong, Aus­tra­lien und ein Sound, bei dem kon­tem­po­rä­rer Gara­ge­punk auf uralten Hard­core etwa von der Cir­cle Jerks-Varie­tät zu einem so Ide­en­rei­chen wie mords­mä­ßig abge­hen­den Gesamt­pa­ket ver­schnürt wird, des­sen Spaß­fak­tor nahezu die Skala sprengt. Gei­ler Scheiß!

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Grimly Forming - 2019 Promo

Grimly Forming - 2019 Promo

Zwei wei­tere, end­los Arsch­ver­soh­lende Hard-/Post­core-Atta­cken mit gar nicht so sub­ti­lem Gara­gen­vibe irgendwo im Span­nungs­feld etwa von Anxiety, Acry­lics und einem Hauch von Bad Bree­ding tref­fen auch auf dem aktu­el­len Kurz­spie­ler der Band aus Los Ange­les ohne über­flüs­si­ges Rum­ge­eiere voll ins Schwarze.

Martyrs - Demo

Martyrs - Demo

Hard­core, der mich nicht total lang­weilt oder aus unzäh­li­gen ande­ren mög­li­chen Grün­den ankotzt, kommt in den letz­ten Jah­ren ja zu einem sehr gro­ßen Teil aus nicht eng­lisch- oder deuts­spra­chi­gen Län­dern und diese EP einer Band aus Seoul, Süd­ko­rea fügt sich mit ihrem unver­schämt drü­cken­den und in eis­kal­ter Kon­se­quenz durch­ge­zo­ge­nen Hard­core­punk ganz exzel­lent ein in diese nicht abrei­ßen wol­lende Kette von Ver­öf­fent­li­chun­gen aus allen Ecken und Enden die­ser Welt.

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Golpe - Subisci. Conformati. Rassegnati.

Golpe - Subisci. Conformati. Rassegnati.

Hard­core aus Ita­lien man wie­der, der so alt und basic klingt dass ihn meine Eltern gespielt haben könn­ten. Kommt so aber nicht hin, weil mein Vater nur akus­ti­sche Klampfe und Brat­sche, meine Mut­ter gar kein Instru­ment spielt und beide nach mei­nem Wis­sen kein Ita­lie­nisch spre­chen. Was also diese defi­ni­tiv ande­ren Men­schen als meine Eltern an Ori­gi­na­li­tät nicht dabei haben, wird aber durch einen gara­gi­gen Drive und ebenso simple wie hun­dert­pro­zen­tig effek­tive Bol­ler­struk­tu­ren locker wie­der ins Posi­tive umge­kehrt.

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Skin Tags - Skin Tags

Skin Tags - Skin Tags

Unge­schlif­fe­ner Rotz von einem Trio aus St. Louis, Mis­souri, der herz­haft schep­pern­den Fuzz­punk und Hard­core, wie man ihen zum Bei­spiel von Vexx auf­ge­tischt bekommt, mit etwas Post­core und Gara­gen­ge­döns der gleich­wer­tig unent­spann­ten Mach­art kol­li­die­ren lässt.

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Bad Breeding - Exiled

Bad Breeding - Exiled

Okay, neben der Kalei­do­scope ist hier gleich eine wei­tere her­aus­ra­gende Hard-/Post­core-For­ma­tion die­ser Tage, die gerade einen neuen Lang­spie­ler am Start hat. Nach einem eher auf der Post­core-Seite zu ver­or­ten­den Debüt­al­bum von unglaub­li­cher Schub­kraft und einem deut­lich chao­ti­sche­ren, rau­bei­ni­ge­ren Nach­fol­ger scheint die Band aus Ste­venage, UK seit der letz­ten EP den gesun­den Mit­tel­weg zwi­schen den Extre­men gefun­den zu haben. Zu erwäh­nen, dass sie dabei auf die Scheiße hauen wie kaum eine Band der­zeit ist ja schon Eulen nach Athen tra­gen und ebenso, dass sie nahezu per­fekt die Gegen­wart des Post­core auf den Punkt brin­gen, voll­stän­dig im Hier und Jetzt ver­an­kert klin­gen ohne dafür irgend­was bahn­bre­chend neues erfin­den zu müs­sen.

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