Soft Torture - Soft Torture

Die­se Band aus Phil­adel­phia bringt Ge­nera­tio­nen von Punks zu­sam­men, zählt zu sei­nen Mit­glie­dern Chuck Mee­han von den Hard­core-Di­no­sau­ri­ern YDI, ne­ben Mit­glie­dern jün­ge­rer Bands wie Blank Spell, Hal­dol und De­St­ruc­tos. Ih­re ers­te EP ex­plo­diert dem Hö­rer un­ver­mit­telt ins Ge­sicht mit sei­nen acht­ein­halb Sal­ven des un­vor­her­seh­ba­ren, chao­ti­schen und Noi­se-in­fi­zier­ten Hard-/Post-/Weird­core, der sich grob im Spek­trum des­sen be­wegt, was man in jün­ge­rer Zeit et­wa von Bands wie Ka­lei­do­scope, Daydream oder Fu­gi­ti­ve Bub­ble zu hö­ren be­kam.

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Septic - Septic

Die­se Band aus L.A. kommt aus dem un­mit­tel­ba­ren Or­bit von Laun­cher & Co-Ed. Ver­mut­lich ahnt ihr es schon, dass es sich hier er­neut um ei­ne simp­le, ro­he und en­er­gi­sche Spreng­la­dung han­delt, zu glei­chen Tei­len im Ga­ra­ge Punk und frü­hen Hard­core be­hei­ma­tet und auf­ge­wehr­tet mit dem un­ge­kämm­ten KBD-Zu­satz, den wir aus be­sag­tem Um­feld schon län­ger ken­nen und lie­ben.

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Final Fukker - Final Fukker

Ein frü­her An­wär­ter für die lau­tes­te Ver­öf­fent­li­chung des noch jun­gen Jah­res 2022. Die­ser Bro­cken des ma­xi­mal un­be­que­men Lärms - be­reits 2016 auf­ge­nom­men aber erst jetzt via Run­sta­te Tapes zu be­kom­men - hat mal echt das Zeug, die To­ten in Alarm­be­reit­schaft zu ver­set­zen. Das Zeug klingt so als wä­re es aus ei­ner gräss­lich trü­ben Pfüt­ze des pu­ren Un­be­ha­gens und der Ver­zweif­lung her­vor­ge­kro­chen, ein Kern aus Hard­core­punk ver­gra­ben un­ter vie­len Schich­ten von Feed­back und wei­ßem Rau­schen… aber wer ge­nau hin­hört, wird dar­in auch man­che un­er­war­te­te Me­lo­die auf­bliz­ten se­hen.

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Feeding Tube - Demo #1

…und hier ist noch ein sü­ßes klei­nes Ar­te­fakt des va­ge ei­er­köp­fi­gen Ga­ra­ge Punks, für den ir­gend­ein Mensch im neu­en Jer­sey­pul­li die Ver­ant­wor­tung trägt. Das wirkt ein biss­chen wie ei­ne Mix­tur aus Ali­en No­se­job im HC 7"-Modus, S.B.F. und Con­nie Vol­taires di­ver­sen Hard­core-Pro­jek­ten. Au­ßer­dem ei­ne hel­le Ent­schei­dung, zwei öde, lang­sa­me Songs dank hoch­mo­der­ner Au­dio­tech­no­lo­gie zwei auf­re­gen­de, schnel­le Songs zu ver­wan­deln.

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People's Temple - Demo

Ein her­aus­ra­gen­der Don­ner­schlag von ei­nem De­mo lie­fert hier ei­ne New Yor­ker Band ab, die es gar nicht erst ver­sucht ei­nem Style von ul­tra-old­schoo­li­gem Hard­core­punk neue Nu­an­cen zu ent­lo­cken, der glaub­haft je­dem be­lie­bi­gen Zeit­punkt der letz­ten 4+ Jahr­zehn­te ent­sprun­gen sein könn­te. Statt­des­sen zie­hen sie ihr ur­altes Zeug mit ei­ner Über­zeu­gung, Be­harr­lich­keit und per­fek­ter Ziel­ge­nau­ig­keit durch, die das zeit­lo­se Po­ten­zi­al voll aus­schöpft.

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Ztuped - Are You Stupid?

Das 2019er De­mo die­ser Band aus Wa­shing­ton, D.C. hat­te ja schon sei­ne un­be­streit­ba­ren Qua­li­tä­ten, aber ih­re De­büt-7" auf 11 PM Re­cords setzt da noch deut­lich ei­nen drauf, fo­kus­sier­ter in ih­rer Vi­si­on und mit ad­äqua­ten Pro­uk­ti­ons­wer­ten ins rich­ti­ge Licht ge­rückt. Der Ope­ner Blood Runs Through ist hier das Pa­ra­de­bei­spiel da­für, was die­se Band be­son­ders macht - ei­ne mit­rei­ßen­de Catchy­ness und ein im ge­gen­wär­ti­gen Hard­core Punk sel­ten ge­hör­ter Sinn für Me­lo­die trifft dar­in auf schnör­kel­los ge­ra­de­aus don­nern­de Riffs, die eher den Sphä­ren des old­schoo­li­gen "Hea­vy" Me­tal ent­lehnt schei­nen als klas­si­schem Hard­core, ver­wo­ben zu häu­fig et­was ex­zen­tri­schen Song­struk­tu­ren, die im­mer für ei­ne Über­ra­schung oder zwei gut sind. Ei­ni­ge der bes­ten Mo­men­te kom­men für mich rü­ber wie ei­ne un­wahr­schein­li­che Ver­schmel­zung von Cü­lo mit Na­ked Ray­gun.

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Repulsion Switch - Demo 2021

Ein po­po­tre­ten­des klei­nes De­mo von ei­ner Band oder Per­son in Bue­nos Ai­res. Das steht mit ei­nem Fuß in ei­ner sich zeit­ge­mäß an­füh­len­den Pfüt­ze aus Lock­down-in­du­zier­tem DIY Ga­ra­ge Punk, die an­de­re Flos­se matscht hin­ge­gen tief in den Schich­ten von früh-80er Hard­core-Ge­döns her­um und trägt da­bei sei­ne al­te KBD-Style Dreck­schicht mit vol­ler Über­zeu­gung. Ein­fach, öko­no­misch, ef­fek­tiv.

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Pleaser - Demo

Spek­ta­ku­lä­res ers­tes Do­ku­ment ei­ner Band aus Ko­pen­ha­gen, die hier ei­nen recht un­kon­ven­tio­nel­len Mix aus Post Punk, Hard- und Post­core spielt mit ei­nem sel­te­nen Sinn für Me­lo­die und ei­nem stark psy­che­de­li­schen, fast schon Shoe­ga­ze-mä­ßi­gen Un­ter­ton. Au­ßer­dem, mit Blick auf die Ko­pen­ha­ge­ner Sze­ne, geht es kaum an­ders als hier auch lei­se Echos der frü­hen Iceage und Lower zu re­gis­trie­ren.

Shove - Shove

Ei­ne Band aus Mel­bourne zeich­net auf ih­rer De­büt-EP für fünf ab­wechs­lungs­rei­che Ein­schlä­ge ir­gend­wo im Spek­trum von Hard-/Post-/Noi­se­core ver­ant­wort­lich, die mir mit ih­rer glei­cher­ma­ßen der­ben wie auch aus­ge­klü­gel­ten Wucht so Ka­pel­len wie et­wa Dol­l­house, Ce­ment Shoes oder Vexx ins Ge­dächt­nis ru­fen.

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Ein kleiner Hardcore-Sammelpost…

Um hier über­haupt mal ein biss­chen was ge­re­gelt zu krie­gen, ver­bra­te ich jetzt mal gan­ze drei Kra­wall­bands in ei­nem Post. Zu­erst mal wä­ren da fünf durch­aus spa­ßi­ge Ite­ra­tio­nen der un­kon­ven­tio­nel­len Lär­me­rei auf der EP von De­odo­rant aus Chi­ca­go, die be­reits 2018 schon ei­mal mit ei­nem sehr net­ten klei­nen Al­bum auf Not Nor­mal Tapes auf­fie­len. Auf dem neu­es­ten Kurz­spie­ler wird ein recht wei­tes Feld ab­ge­deckt von old­school Hard- und Post­core-Weir­dos der Mar­ke Sac­cha­ri­ne Trust, Bee­fea­ter, Re­al­ly Red oder frü­he Mi­nu­te­men, zu jün­ge­ren Bands á la Op­tic Ner­ve, Mys­tic Ina­ne ab­ge­run­det mit ein paar sub­ti­len Cow­punk-Vi­bes et­wa in King Sa­mo. Wenn das jetzt al­les et­was zu viel für dein klei­nes Hirn zum ver­ar­bei­ten ist, dann magst du viel­leicht den viel ge­rad­li­ni­ge­ren Lärm aus leicht ga­ra­ge-kon­ta­mi­nier­tem Old­school-Ge­klop­pe den Vor­zug ge­ben, wie es Dye aus Kan­sas auf ei­ner neu­en EP prä­sen­tie­ren. Oder aber das klingt dir nach zu viel Spaß und du be­vor­zugst et­was mehr Tod und Ver­zweif­lung in dei­nem Punk­rock? Dann hät­te ich da was für dich von Urn aus Dal­las, de­ren Sound in et­wa so dun­kel und trüb da­her kommt wie ver­brann­ter, ab­ge­stan­de­ner Kaf­fee… ab­sto­ßend und vi­ta­li­sie­rend zu­gleich.

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