Sesso Violento – Vicious

Sesso Violento - Vicious

Die ita­lie­nisch-bri­ti­sche Kra­wall­band gibt sich auf ihrem neu­es­ten nicht-ganz-Lang­spie­ler ein gutes Stück grif­fi­ger als bis­her gewohnt, ich begegne dem mit etwas gemisch­ten Gefüh­len. Am bes­ten sind die immer noch, wenn sie ohne Rück­sicht auf Ver­luste auf die Scheiße hauen. In Living After Mid­ni­ght las­sen sie ein klei­nes biss­chen Melo­die zu, auch das kommt gut. Ein ech­tes Pro­blem habe ich hin­ge­gen mit ihrem neuen Hang zum Break­down. Ohne Scheiß: Der Break­down muss end­lich ster­ben, sonst sehe ich für Hard­core keine Zukunft.



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Arse – Primitive Species

Arse - Primitive Species

Was für ein ver­dammt gei­ler Scheiß ist das denn bitte? Das Debüt-Tape die­ser Band aus Syd­ney ist eine unver­schämte Wucht. Irgendwo zwi­schen kom­pro­miss­los vor­wärts rol­len­dem Hard­core­punk, noi­sero­cki­ger Gitar­ren­ar­beit und unge­zähm­tem Post­punk ent­wi­ckelt das eine Ener­gie, die mich mehr als nur ein biss­chen an das erste Bad Bree­ding Album erin­nert, aber auch Freunde von Bands wie Acrylics, Leisure World oder Anxiety soll­ten hier unbe­dingt mal ein Ohr ris­kie­ren!



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Észlelés – Demo

Észlelés - Demo

Mit sehr schön häss­li­chem Lärm kommt das Demo von Észlelés aus Buda­pest daher, den man irgendwo zwi­schen Fuzz- und Garage Punk, Noise, Hard­core und außer­dem in der Nähe ande­rer Kra­wall­ka­pel­len á la Fried Egg, Ivy, Anxiety oder frü­hen S.H.I.T. ein­ord­nen kann.


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Deltoids – Demo

Deltoids - Demo

Die erste Ton­kon­serve die­ser Ber­li­ner Band stellt sich als ein vor­züg­lich flup­pen­des Ener­gie­bün­del aus räu­di­gem Punk, Garage und einem Sprit­zer Hard­core her­aus. Klingt jetzt sicher nicht so span­nend, aber der Teu­fel liegt bei sowas ja bekann­ter­ma­ßen im Detail und in die­sen vier Songs kommt ein­fach alles sowas von auf den Punkt. Es scha­det dabei sicher nicht, dass auch die Dar­bie­tung ganz hoch­qua­li­fi­ziert Popo zu tre­ten weiß.


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U-Nix – 8 Songs

U-Nix - 8 Songs

Wun­der­ba­rer Krach kommt da mal wie­der aus dem Hause Drop Medium. Bei U-Nix aus Port­land sind unter ande­rem Ex-Mit­glie­der von NASA Space Uni­verse am Werk und auf die­sem Tape ver­sam­meln sich Songs, die zuvor auf einer 7″ und einer Com­pi­la­tion erschie­nen sind. Der ultra-old­schoo­lige, abso­lut kom­pro­miss­lose Hard­core­punk dar­auf gehört in sei­ner unauf­halt­sa­men Wucht zwei­fel­los zu den rohes­ten, aber auch über­zeu­gends­ten Lär­m­at­ta­cken, die ich die­ses Jahr zu hören bekom­men hab.



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Ecstasy – Ecstasy

Ecstasy - Ecstasy

Der erste Kurz­spie­ler die­ser Band aus San Fran­cisco macht schon mal einen aus­ge­zeich­ne­ten ers­ten Ein­druck in der Gestalt von fünf aus­ge­spro­chen kurz ange­bun­de­nen Aus­brü­chen aus Hard­core, Post- und Garage Punk.


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Haram – بس ربحت, خسرت (When You Have Won, You Have Lost)

Haram - بس ربحت, خسرت (When You Have Won, You Have Lost)

Die New Yor­ker Band fällt ja schon alleine durch den Sel­ten­heits-Fak­tor einer US-Band mit ara­bi­schen Tex­ten auf und auch die wie­der­hol­ten, uner­freu­li­chen Begeg­nun­gen des Sän­gers Nader Haram mit diver­sen in der Ter­ror­ab­wehr invol­vier­ten Orga­ni­sa­tio­nen haben ver­ein­zelt für Schlag­zei­len gesorgt. Nee, klar. Wer auf ara­bisch singt kann ja nur ein ganz fie­ser Ter­ro­rist sein.

Jetzt ist nach eini­gen EPs der erste Lang­spie­ler der Band erschie­nen und es stellt sich her­aus, dass man ihnen auch alleine auf­grund ihrer Musik seine Auf­merk­sam­keit wid­men sollte. Die weiß mich näm­lich pro­blem­los zu über­zeu­gen. Kräf­ti­ger aber roher Hard­core­punk, der zeit­ge­mäß und old­schoo­lig zugleich klingt, der nicht nur end­los die tau­send­mal gehör­ten, aus­ge­lutsch­ten drei­ein­halb Riffs auf­wärmt und sich auch nicht an der all­ge­mei­nen Break­down-Epi­de­mie betei­li­gen will. Die Beto­nung liegt hier auf „Punk“ und in den Songs ver­birgt sich tat­säch­lich ein gewis­ses Maß an dre­cki­gem Rock’n’Roll. Ich fühle mich etwas an diverse Ver­tre­ter des unmit­tel­ba­ren prä-Revo­lu­tion Sum­mer Dischord-Sounds der mitt­le­ren Acht­zi­ger erin­nert. Aber ich bin jetzt auch nicht so der große Experte im Hard­corebe­reich, Genre-Ken­ner wer­den da sicher noch ganz andere Ein­flüsse raus­hö­ren.



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Acrylics – Structure/​Gluttony 7″

Acrylics - Structure/Gluttony 7"

Auch auf ihrer ver­mut­lich fünf­ten EP setzt die Band aus dem kali­for­ni­schen Santa Rosa noch­mal einen drauf. Das sind zwei durch­weg runde, unnach­gie­bige Noi­se­core-Atta­cken auf höchs­tem Niveau.

Nasti – Big Achievements

Nasti - Big Achievements

Ein bren­nen­des Ener­gie­bün­del aus räu­di­gem Hard­core­punk, einem gewis­sen Post­core-Anteil und einem herz­haf­ten Noise-Nach­bren­ner ist der erste Lang­spie­ler von Nasti aus Seat­tle. Im Bol­ler­mo­dus, der hier domi­niert, tre­ten sie schon sehr beacht­lich Popo. Aber die eigent­li­chen Glanz­stü­cke des Albums sind in mei­nen Augen die im Tempo gedros­sel­ten Songs Stale und Atro­phy, bei denen sich die Band sti­lis­tisch etwas wei­ter aus dem Fens­ter lehnt.



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Gene – I’m Gene, And I’ve Gone INSANE​!​!​!

Gene - I'm Gene, And I've Gone INSANE​!​!​!

Mal wie­der was neues von dem Gara­gen­pro­jekt aus Kan­sas City. Dahin­ter ver­birgt sich Ben­nett Wea­ver, der auch bei The Drip­pies und Narc Parade die Gitarre bedient. Auf sei­nem neu­es­ten Tape hat sein LoFi-Gara­ge­punk dies­mal eine ordent­li­che Hard­core-Infu­sion ver­passt bekom­men und erin­nert damit beson­ders an letzt­ge­nannte Band.