Nutrition - No

Ist es echt das ers­te mal, dass ich hier was von die­ser Band pos­te? Ich bin et­was ver­wirrt, weil es sich an­fühlt als wä­ren die­se Ty­pen aus dem ka­na­di­schen Ka­loo­mps schon ei­ne Ewig­keit am Start. Zum ers­ten mal fie­len die mir mit ei­ner Se­rie von neun Cas­sin­gles von kon­stant wach­sen­der Qua­li­tät auf, ge­folgt von ei­ner selbst­be­ti­tel­ten EP, die bei mir ir­gend­wie nicht ganz so kli­cken woll­te. Auf dem noch recht fri­schen Nach­fol­ger ope­rie­ren sie hin­ge­gen wie­der in der gol­de­nen Zo­ne und schie­ßen sechs wuch­ti­ge Ra­ke­ten aus va­ge KBD-mä­ßi­gem, Wi­pers-es­kem Ga­ra­ge und Post Punk ab, die au­ßer­dem et­was mit Bands wie Lau­cher, In­sti­tu­te oder Li­quid As­sets ge­mein­sam ha­ben, oben­drein ver­ein­zelt mal ei­nen Hauch von Crass.

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Prized Pig - PPEP

Ei­ne durch­weg an­ge­neh­me Hör­erfah­rung, die­ser De­büt­kurz­spie­ler ei­ner Band aus Los An­ge­les. Her­auf­be­schwo­ren aus Zu­ta­ten von Noi­se Rock, Post- und Ga­ra­ge Punk er­in­nert mich das an ei­ne stark ga­ra­gi­ge In­kar­na­ti­on von Nag, ge­würzt mit et­was ka­put­ter Fi­cke­rei aus dem Soupcans-, Stink­ho­le oder Lum­py & The Dum­pers-Uni­ver­sum. Le­cke­rer Sau­stall.

Print Head - Happyhappy

Whoa, was für ein wun­der­bar schrä­ger Bro­cken von Lo­Fi-mä­ßi­gem DIY-Rum­ge­schwur­bel in den Grau­zo­nen von Post Punk und Ga­ra­ge Rock, die­se Di­gi­tal­ver­öf­fent­li­chung ei­ner un­de­fi­nier­ten Person(en) aus Hicks­vil­le, New York. Klingt ein biss­chen so als ob ei­ne be­son­ders kru­de In­kar­na­ti­on der Woo­len Men ge­mein­sa­me Sa­che mit Half Ja­pa­ne­se und The UV Race macht. Ein­fach ent­zü­ckend!

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The Celetoids - Optic Nerve

Wo mir ih­re Pu­pal Sta­ge EP von 2017 noch et­was halb­gar rü­ber kam, ver­fei­nert das neu­es­te Tape der kroa­ti­schen Punks (mit Mit­glie­dern von Mo­dern De­lu­si­on an Bord) ih­ren Sound zu ei­nem deut­lich kon­sis­ten­te­ren Ge­nuss, der aus­ge­hend von ge­ra­de­aus ro­cken­dem Punk­zeug mal et­was in Rich­tung des KBD-in­spi­rier­ten Ga­ra­ge Punks von Laun­cher oder Frea­kees ten­diert, noch häu­fi­ger aber ei­ne Schei­be Kä­se bei me­lo­di­schen, Post­punk-af­fi­nen Grup­pen wie et­wa Red Dons, Xe­tas, Anxious Li­ving oder frü­hen The Est­ran­ged ab­schnei­det.

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Super-X - Super-X

Nach ei­ner star­ken EP im Jahr 2017, lie­fern Su­per-X aus Mel­bourne jetzt ihr Lang­spiel­de­büt ab, das er­neut aus al­len Näh­ten platzt an­ge­sichts ei­ner un­ge­mein ab­ge­spa­ce­ten Wucht. Klas­si­sche Stoo­ges-En­er­gie kol­li­diert hier mit psy­che­de­li­schem Feu­er­werk á la frü­he Te­le­scopes, ei­ner un­er­war­tet kräf­ti­gen Do­sis Post Punk und ei­ner Spur MX-80. Da­bei blei­ben sie über die ge­sam­te Stre­cke span­nend und so viel­sei­tig, dass sich mit­un­ter doch sehr un­ter­schied­li­che Bands wie Pu­blic Eye, Writ­hing Squa­res, De­st­ruc­tion Unit, Faux Fero­cious, Bail­ter­space, The Cow­boy oder The Men in ih­rer Open Your He­art-Ära als Ver­glei­che an­bie­ten.

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Kaleidoscope - Decolonization /​/​ Straw Man Army - Age Of Exile

Zwei neue Lärmar­te­fak­te aus New Yorks aus­ge­zeich­ne­ter Schmie­de D4MT Labs. Erst­mal wä­re da ei­ne neue LP der ge­nia­len Hard-/Post­core-Na­tur­ge­walt Ka­lei­do­scope, auf der sie ge­ring­fü­gig simp­ler und ge­rad­li­ni­ger rü­ber­kom­men als auf ih­rem un­glaub­li­chen Lang­spiel­de­büt im letz­ten Jahr, aber nach wie vor ab­so­lut treff­si­cher, in­spi­riert und ver­spielt.
Ähn­li­ches kann man auch dem Al­bum von Straw Man Ar­my be­schei­ni­gen. De­fi­ni­ti­ve In­fos über das Duo ha­be ich zwar nicht, aber es dürf­te sich da­bei um den Ka­lei­do­scope-Schlag­wer­ker und noch ir­gend­ei­nen an­de­ren Ty­pen han­deln. Er­war­tungs­ge­mäß wird das al­so mal wie­der ein recht aben­teu­er­li­cher Ritt, dies­mal auf den Tel­ler­rän­dern des düs­te­ren Post­punks so­wohl der klas­si­schen als auch ge­gen­wär­ti­gen Schu­le, was mal an Crass-mä­ßi­gen Mi­ni­ma­lis­mus grenzt, an Wi­pers-Me­lan­cho­lie aber auch an jün­ge­re, ex­zen­tri­sche Acts wie Mur­de­rer oder Wymyns Pry­syn.

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Warm Red - Decades Of Breakfast

Wie es nicht an­ders zu er­war­ten war, er­freut der ers­te Lang­spie­ler der Band aus At­lan­ta mit drei­ßig Mi­nu­ten lu­pen­rei­ner Post Punk-Glück­se­lig­keit, die mich öf­ter mal an ein­schlä­gi­ge Haus­num­mern ih­res Gen­res er­in­nert - zum Bei­spiel an die ri­gi­den Rhyth­men von Know­so und Nag, an­ge­rei­chert um die ver­spiel­ten Schnör­kel von Pat­ti oder Marbled Eye. An­de­re halb­wegs was­ser­dich­te Ver­glei­che wä­ren dann noch Brui­sed, Sar­casm oder La­bor.

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Lip - Commodity

Lip aus Bal­ti­more, Ma­ry­land fie­len mir zum ers­ten mal durch ei­ne Split mit Nag vor ge­rau­mer Zeit auf. Klar gibt es zu den Post­pun­kern aus At­lan­ta auch ei­ni­ge Par­al­le­len hier, aber noch eher wür­de ich ih­nen an­läss­lich ih­rer neu­es­ten EP ei­ne Nä­he zu Sie­ve­head, Rank Xe­rox oder Cri­mi­nal Code zu­schrei­ben, wo­bei ihr Sound aber noch ei­ne deut­li­che­re old­school Go­th- und De­athrock-Ten­denz mit­bringt. Das ruft mir dann eher Dis­joy ins Ge­dächt­nis oder - als et­was ak­tu­el­le­ren Ver­gleich - Clock of Time.

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Wax Chattels - Clot

Zwei Jah­re nach ei­ner viel­ver­spre­chen­den, wenn auch stel­len­wei­se noch et­was un­aus­ge­reif­ten ers­ten LP, be­kom­men wir hier ei­nen deut­lich kon­sis­ten­te­ren Nach­fol­ger die­ser Band aus Auck­land, Neu­see­land ge­lie­fert. Ih­re ten­den­zi­ell eher abs­trak­ten, je­doch im­mer ein­präg­sa­men, in den Rand­be­rei­chen von Post Punk, Noi­se Rock und In­dus­tri­al an­ge­sie­del­ten Kom­po­si­tio­nen er­in­nern mich wahl­wei­se mal an Bands wie Girls In Syn­the­sis, Haun­ted Hor­ses, Ice Bal­loo­ns oder Tu­nic - mit ei­nem sub­ti­len Light­ning Bolt-Fak­tor oben­drein.

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Diode - Diode

Ei­ne Band aus Los An­ge­les mit ei­nem hoch­ka­rä­ti­gen All­star Ga­ra­gen-Lin­eup be­schert uns ei­nen an­ge­nehm ver­spul­ten Mix aus Ga­ra­ge-, Post- und Syn­th Punk, der an ei­ni­gen Stel­len nach ei­ner Kom­bi­na­ti­on aus Nots und Pow! klingt, in an­de­ren Mo­men­ten als trä­fen Pri­mi­ti­ve Cal­cu­la­tors auf Useless Ea­ters.

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