Big Jar of Mayo - Big Jar of Mayo

Wie­der mal Qua­li­täts­wa­re aus dem Hau­se De­lu­xe Bi­as. Die­se Cas­sin­gle von ab­surd kur­zer Lauf­zeit zwi­schen KBD-ge­tränk­tem Weird­core, Ga­ra­ge- und Post Punk wird klar für er­freu­li­che Zu­stän­de bei den­je­ni­gen sor­gen, die be­reits ei­ne ge­sun­de Erek­ti­on für Bands wie Mys­tic Ina­ne, Ro­lex oder Fried E/​M auf­ge­baut ha­ben.

Nag - Observer

Nach dem ge­ring­fü­gig aus­ge­feil­te­ren De­büt­al­bum der Dark-/Post Punk-Com­bo aus At­lan­ta im letz­ten Jahr fühlt sich des­sen Nach­fol­ger wie­der mehr nach den frü­he­ren EPs an - und das mei­ne ich nur im bes­ten Sin­ne. Die­se Songs sind roh wie Tro­cken­fut­ter, die Ar­ran­ge­ments bis auf die Kno­chen re­du­ziert, ge­ra­de so weit wie sich das Gen­re halt noch deh­nen lässt, be­vor die fra­gi­le Kon­struk­ti­on in sich zu­sam­men fällt. War­um ei­nen Ro­man schrei­ben, wenn du nur ei­nen ab­so­lut dring­li­chen Satz los­wer­den must?

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Poison Ruïn - Poison Ruïn II

Das ers­te Tape der Band aus Phil­adel­phia ge­fiel mir ja schon nicht schlecht, aber auf dem Nach­fol­ger legt ihr Mix aus Ga­ra­ge-, Post- und Dun­ge­on Punk die Mess­lat­te noch mal ein gan­zes Stück hö­her an und schreckt da­bei wei­ter­hin nicht da­vor zu­rück, auf ei­ne gu­te Do­sis des alt­ge­dien­ten "Hea­vy" Me­tal zu­rück­zu­grei­fen - was auf den Film glei­cher­ma­ßen zu­trifft wie auf das Mu­sik­gen­re.

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Collate - Medicine /​ Genesis Fatigue

Es hat 'ne Hand­voll Re­lea­ses ge­dau­ert um da­hin zu kom­men, aber auf ih­rer neu­es­ten 7" trifft das Trio aus Port­land für mich ge­nau die rich­ti­gen Ner­ven mit ih­rem No Wa­ve-in­fi­zier­ten, Gang Of Four-in­spi­rier­ten Post Punk, der mich in die­sem Fall ganz be­son­ders an die bri­ti­sche Ka­pel­le Aus­teri­ty er­in­nert.

Expert - Phylaxis

Ex­zel­len­ten Post Punk der mo­de­rat düs­te­ren Mach­art mit leich­ten Spu­ren von Post­core, Math- und Noi­se Rock setzt uns die ers­te EP die­ser Aus­tra­li­er vor. Ein biss­chen wie ei­ne Kreu­zung aus B-Boys, Girls In Syn­the­sis und Rank/​Xeros… aber eben­falls nicht ganz un­ähn­lich zu Bands wie Vi­deo, Pu­blic Eye, Tu­nic oder The Est­ran­ged.

ISS - Spikes

Mal wie­der ei­ne ast­rei­ne EP des Elec­tro-/Sam­ple-/Mas­hup Punk Du­os ISS auf der sie ne­ben ih­rem ver­trau­ten Sound auch mal in ast­rei­nen Hard­core­punk (in Fa­ce­mask) ab­ste­chen. Ich glau­be das gab's von ih­nen bis­her noch nicht und es funk­tio­niert ganz vor­züg­lich hier.

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Night Miasma - Night Miasma

Night Mi­as­ma kom­men aus Chem­nitz und es sind Mit­glie­der von L'appel Du Vi­de mit am Werk, wel­che euch ver­mut­lich schon ein Be­griff sind wenn ihr auf so Zeug steht. Auf ih­rer De­büt-EP fällt der Ap­fel nicht weit vom Stamm, mit ei­ner Va­ri­an­te von Dark Punk /​ De­ath Rock-be­ein­flus­tem Post Punk, der dem Gen­re zwar nichts neu­es hin­zu­fügt, aber grund­sätz­lich al­les rich­tig macht in die­sen vier sau­ber kon­stru­ier­ten Songs.

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Pedigree - Connected?

Ihr 2019er Lang­spiel­de­büt New Freak war ja schon ei­ne mehr als or­dent­li­che Ka­no­ne, aber auf der neu­es­ten EP der Bel­gi­er grei­fen die be­weg­li­chen Tei­le noch mal deut­lich bes­ser in­ein­an­der, wäh­rend ihr recht po­lier­ter aber kei­nes­wegs weich­ge­spül­ter Ga­ra­ge Punk-Sound noch et­was am be­reits vor­han­de­nen Post Punk-Vi­be ge­won­nen hat. In ver­schie­de­nen Mo­men­ten füh­le ich mich an Bands wie (frü­he) Teen­an­ger, Vi­deo, Flat Worms, Sau­na Youth, Ex-Cult er­in­nert oder an fran­zö­si­sche Acts wie Night­wat­chers und Te­l­ecult.

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Mystic Inane - Natural Beauty

Mann, das ist ja mal min­des­tens ein hal­bes Jahr­zehnt her seit ich zum letz­ten mal von die­ser Band aus New Or­leans ge­hört ha­be. So un­er­war­tet wie ih­re neue 7" jetzt da­her kommt, so frisch und en­er­gisch klingt aber auch im­mer noch ih­re Sym­bio­se aus Ga­ra­ge- & Post Punk, Hard- & Post­core, die auch un­ter jün­ge­ren Bands á la Laun­cher, Li­quid As­sets oder Fried E/​M ei­ne gu­te Fi­gur macht.

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Nutrition - No

Ist es echt das ers­te mal, dass ich hier was von die­ser Band pos­te? Ich bin et­was ver­wirrt, weil es sich an­fühlt als wä­ren die­se Ty­pen aus dem ka­na­di­schen Ka­loo­mps schon ei­ne Ewig­keit am Start. Zum ers­ten mal fie­len die mir mit ei­ner Se­rie von neun Cas­sin­gles von kon­stant wach­sen­der Qua­li­tät auf, ge­folgt von ei­ner selbst­be­ti­tel­ten EP, die bei mir ir­gend­wie nicht ganz so kli­cken woll­te. Auf dem noch recht fri­schen Nach­fol­ger ope­rie­ren sie hin­ge­gen wie­der in der gol­de­nen Zo­ne und schie­ßen sechs wuch­ti­ge Ra­ke­ten aus va­ge KBD-mä­ßi­gem, Wi­pers-es­kem Ga­ra­ge und Post Punk ab, die au­ßer­dem et­was mit Bands wie Lau­cher, In­sti­tu­te oder Li­quid As­sets ge­mein­sam ha­ben, oben­drein ver­ein­zelt mal ei­nen Hauch von Crass.

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