The Resource Network & Big Hog - Split 7"

The Resource Network & Big Hog - Split 7"
The Resource Network & Big Hog - Split 7"

Zum zwei­ten mal kom­men die bei­den Bands aus India­na­po­lis für eine Split­ver­öf­fent­li­chung zusam­men - dies­mal ist es ein Sie­ben­zöl­ler auf Good­bye Boozy Records gewor­den. Nicht nur ist die Auf­nahme hier etwas weni­ger roh, son­dern auch sound­mä­ßig haben beide ihr Voka­bu­lar deut­lich diver­si­fi­ziert. The Resource Net­work hauen uns mal schlauen Gara­ge­punk zwi­schen Ura­nium Club und Yam­me­rer um die Ohren, mal Post Punk/-core, der sich z.B. irgendwo zwi­schen Rites of Spring und frü­hen Slo­venly ver­or­ten lässt, und zu guter Letzt noch eine strai­ghte Punk­num­mer mit Laun­cher-mäßi­gem KBD-Vibe.
Letz­te­rer ist auch im Hause Big Hog am Start, vom Hard­core des Split-Tapes ist nun aber nicht mehr so viel zu spü­ren. Dafür gibt es eine Post­punk­ab­fahrt á la Patti tref­fen auf frühe Minu­te­men zu bestau­nen, ein­ge­rahmt von zwei mal Noise Punk, der etwas wie Lumpy & The Dum­pers auf 'nem leich­ten Slud­ge­trip klingt.

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Krul - EP

Krul - EP

Die aus­tra­li­sche Szene ist immer für eine Über­ra­schung gut, wie auch hier in Form einer Band aus Mel­bourne, die mit Leu­ten von unter ande­rem Kids Of Zoo an Bord und nicht zuletzt auf Japa­nisch vor­ge­tra­ge­nen Vocals auf­war­tet. Sound­mä­ßig könnte man es so beschrei­ben, als träfe leicht ange­dun­kel­ter Post Punk irgendwo zwi­schen Insti­tute, Pretty Hurts, Diät, Cri­mi­nal Code, Pretty Hurts oder Acry­lics auf deut­lich rau­bei­ni­ge­ren Kra­wall in der Gegend von Lumpy & The Dum­pers oder Beast Fiend, einen Hauch von Hot Snakes.

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Super X - Super X

Super X - Super X

Die­ses Tape von Super X aus Mel­bourne ist inzwi­schen alles andere als neu, aber auch viel zu gut um hier nicht erwähnt zu wer­den. Dar­auf ent­fal­tet sich ein Klang­spek­ta­kel, bei dem alter Garage-/Proto Punk á la Stoo­ges der Fun House-Ära auf abge­spa­cete Sounds zwi­schen Dest­ruc­tion Unit und frü­hen Tele­scopes trifft, auf dem Weg aber auch noch ein paar Spu­ren von kon­tem­po­rä­rem Post Punk mit­schleift.

Nag - Red Panda

Nag - Red Panda

Wie gewohnt keine Expe­ri­mente bei Nag aus Atlanta und das ist voll ok so. Auch ihr neu­es­ter Kurz­spie­ler über­zeugt dafür mit einer schnör­kel­lo­sen Melange aus Post-, Fuzz- und Noise Punk, die kei­nen Anlass sieht, sich schlauer zu geben als sie eigent­lich ist und genau des­halb so rei­bungs­los funk­tio­niert.

Rancher - Pummeler

Rancher - Pummeler

Zwölf Minu­ten mini­ma­lis­ti­sches, kom­pro­miss­lo­ses DIY Indus­trial Noi­se/-punk Gedöns von einem Duo aus River Falls, Wis­con­sin. Als ein etwas ahnungs­lo­ser Mensch in die­sem Gen­re­spek­trum würde ich das mal als eine voll­elek­tro­ni­sche Abart von Big Black beschrei­ben. Oder viel­leicht auch Ver­glei­che zie­hen zum jün­ge­ren, aber ähn­lich mini­ma­len Kra­wall von Black Pus.

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Isolation - Isolation

Isolation - Isolation

Bei die­ser Band aus Fal­mouth han­delt es sich im Grunde genom­men um drei Vier­tel von Inter­nal Credit. Im Ver­gleich mit deren etwas simp­ler gestrick­ten Garage Punk geht es hier aber etwas straf­fer zur Sache mit einem Sound, der ihr soli­des Gara­gen­fun­da­ment um gewisse Post­core-Ten­den­zen so á la Hot Snakes oder Youth Avoi­ders auf­stockt, sowie um melo­di­schen (Post-)Punk im Stile von Red Dons, Day­light Rob­bery, Anxious Living, Ner­vo­sas und ein klei­nes biss­chen Wipers. Fluppt!

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Unclaimed Diamonds - The First Five Slabs

Unclaimed Diamonds - The First Five Slabs

Das Debüt-Tape via State Cham­pion Reords von die­ser Band aus Phil­adel­phia macht bereits einen star­ken ers­ten Ein­druck. Ein aus­ge­präg­ter 90er Indie­rock-Vibe á la Bree­ders oder jün­gere Melk­belly trifft hier auf eher kon­tem­po­rä­ren Post Punk, den man etwa mit WALL oder The Baby ver­glei­chen könnte, durch­zo­gen von einem wun­der­bar kru­den Charme.

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The Cowboy - The Cowboy 7"

The Cowboy - The Cowboy 7"

The Cow­boy sind zurück! Nach ihrem explo­si­ven Debüt­al­bum vor zwei Jah­ren weiß auch die neue 7" der Band aus Cleve­land um Mit­glie­der von Plea­sure Lef­tists und Homos­tu­pids ele­gant Ärsche zu tre­ten mit zwei Klop­pern im Span­nungs­feld von Garage- und Post Punk, noise-las­ti­gen Ober­tö­nen, kan­ti­ger Ober­flä­che und ent­waff­nen­der Ein­gän­gig­keit - Anklänge an Plax, Ex-Cult, Shark Toys, oder Flat Worms inklu­sive. Die B-Seite über­rascht dann mit einem uner­war­tet relaxt indiero­cken­den Instru­men­tal­track.

Shit Giver - Meaningless /​ Transition

Shit Giver - Meaningless / Transition

Ihr 2017er Debüt­al­bum hatte sei­ner­zeit einen gewal­ti­gen Ein­druck bei mir hin­ter­las­sen mit einer aus­ge­spro­chen ambi­tio­nier­ten und viel­sei­ti­gen Vision von Post­punk, durch­zo­gen von exzen­tri­schen, unvor­her­seh­ba­ren Song­struk­tu­ren. Mit ihrer neuen digi­ta­len Sin­gle über­rascht die Band aus Los Ange­les erneut, haben sie hier doch vor allem ihre melo­di­schen Qua­li­tä­ten her­aus­ge­ar­bei­tet und in ein Gewand aus unwi­der­steh­lich melan­cho­li­schem Post Punk, Power- und Goth Pop ver­packt und ent­wi­ckeln dabei eine Ohr­wurm­ge­walt, auf die ich so nicht vor­be­rei­tet war. Mea­ningless über­zeugt dabei als uner­war­tet gerad­li­nige Pop­ka­none inklu­sive eines grenz­wer­tig käsi­gen Saxo­fon­so­los, das bei einem weni­ger star­ken Song zuviel des guten wäre, hier aber abso­lut ver­dient erscheint. Tran­si­tion setzt den neuen Hang zum sen­ti­men­ta­len Pop dann naht­los fort, beweist aber auch, dass Shit Giver auch ihr Gespür für opu­lente Struk­tu­ren nicht ver­lo­ren haben.

Champion Lawnmower - Champion Lawnmower

Champion Lawnmower - Champion Lawnmower

Macht ganz schön Spaß, das zweite Tape die­ser For­ma­tion aus Van­cou­ver. Ver­spiel­ter Post Punk, der mit Leich­tig­keit die Balance hält zwi­schen rauer Ober­flä­che und Tanz­bar­keit, womit er ziem­lich genau in der Mitte lan­det zwi­schen dem exzen­tri­schen Punk­rock von Bands wie Nega­tive Scan­ner und Twisted auf der einen Seite, den infek­tiö­sen Groo­ves von Slumb Party oder Rapid Tan auf der ande­ren.

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