Die! Die! Die! - O

Die! Die! Die! - O

Den Neu­see­län­dern stand ich in ver­gan­ge­nen Jah­ren immer etwas gespal­ten gegen­über, aber mit ihrer neu­es­ten EP rei­ßen die mich dann doch mal wie­der rich­tig mit. Auf den letz­ten Kurz­spie­lern gab es ja eh schon Anzei­chen einer deut­lich kom­pro­miss­lo­se­ren Marsch­rich­tung, aber erst hier las­sen sie den für mei­nen Geschmack immer etwas zu gefäl­li­gen Noise Pop-/Post Punk-Hybrid - für den sie wohl am meis­ten bekannt sind - weit­ge­hend hin­ter sich zuguns­ten von ungleich sta­che­li­ge­rem Noi­se­rock und einem Ener­gie­le­vel, wie man ihn von der Band schon seit einem guten Jahr­zehnt nicht mehr zu hören bekam.

Album-Stream →

Emergency Contact - Population Control /​ The Ladder /​ Proletariat

Emergency Contact - Population Control / The Ladder / Proletariat

Jau, die Band aus Seat­tle hat auch schon wie­der eine neue EP raus­ge­hauen. Bereits die dritte inner­halb von gerade mal vier Wochen - noch eine davon und wir krat­zen dar­aus ein Album zusam­men. Ich schlu­cke aber auch noch bereit­wil­lig die nächs­ten vier bis fünf Kurz­spie­ler, auf die wir sicher nicht lange war­ten müs­sen. Ihr quir­li­ger Post Punk mit leich­tem Wave- und Gara­gen­zu­satz zeigt näm­lich bis­lang noch kei­ner­lei Ermü­dungs­er­schei­nun­gen.

Gamma World - Demo

Gamma World - Demo

Ich glaub mich tritt was, hab ich gedacht: diese Stimme kenn ich doch! Und in der Tat han­delt es sich um das unver­kenn­bare Gesang­sor­gen und das Wipers-infi­zierte Gitar­ren­ge­schrubbe von Jeff Klein­man, des­sen altes Vehi­kel Ner­vo­sas bei mir in ver­gan­ge­nen Jah­ren bereits mehr­fach blei­ben­den Ein­druck hin­ter­las­sen hat - eine Band, die viel mehr Beach­tung ver­dient hätte.

Nun ja, Ner­vo­sas sind wohl schon län­ger nicht mehr, dafür jetzt also Gamma World. Ein biss­chen zugäng­li­cher und im gemä­ßig­te­ren Tempo gibt sich deren Sound, hat dafür ein paar Noise-Sta­cheln und eine leichte Gara­gen­kante dazu gewon­nen. Wegen letz­te­rer Eigen­schaf­ten - in Ver­bin­dung mit den elek­tri­schen Drums - schlägt das gele­gent­lich etwas in Rich­tung Big Black (näm­lich in Mastiff), deut­lich öfter aber gegen S.B.F. aus. Auch die gewohnte Wipers-Ten­denz ist nach wie vor an Bord und das Song­ma­te­rial trägt wei­ter­hin Klein­mans ver­traute, natür­lich exzel­lente Hand­schrift. Ein wür­di­ger Nach­fol­ger für eine mäch­tige Band. Hof­fent­lich gibt's da bald 'nen Lang­spie­ler von.

Album-Stream →

Hobocop - Hungry Freak In The Data Mine

Hobocop - Hungry Freak In The Data Mine

Die Band aus Oak­land hat mal schlappe fünf Jahre gebraucht nach ihrer Debüt-EP auf Slo­venly Record­ings, um einen Nach­fol­ger an den Start zu brin­gen. Der ist dafür aber abso­lut bril­li­ant gera­ten und des­ori­en­tiert erneut mit einem wun­der­voll schrä­gen Klang­bild in dem z.B. exzen­tri­scher Gara­gen­krem­pel á la Wire­heads und UV Race mit die­ser leicht sprö­den Sorte von Art Rock zusam­men­fließt, wie man ihn der­zeit vor­nehm­lich aus der DIY-Szene von Port­land und deren Bands wie Honey Bucket und Shop Regu­lars ver­nimmt. Dazu kom­men dann noch psy­che­de­li­sche Vibes - etwa so Pink Flag in einem Müll­con­tai­ner auf­ge­nom­men - und noch wei­tere bri­ti­sche Alt­las­ten auf der Schwelle von Art- und Post Punk drü­cken hier regel­mä­ßig auf die Klin­gel. Swell Maps fal­len mir da ein, außer­dem The Fall und Mem­bra­nes - jeweils in ihren frü­hen Jah­ren. Und lange hab ich keine Platte mehr gehört, die der­art effek­ti­ven und bewuss­ten Gebrauch von ihrer char­man­ten LoFi-Ästhe­tik macht.

Album-Stream →

Clang! - Whac-A-Mole

Clang! - Whac-A-Mole

Ein sau­mä­ßig star­kes Debüt­al­bum haben Clang aus Tampa, Flo­rida hier­mit abge­lie­fert, das mit einer zeit­lo­sen Spiel­art von Noise- und Math Rock, Post­core und -punk inklu­sive mar­kan­tem Saxo­fon­ein­satz zu begeis­tern ver­steht. Im Gesamt­ein­druck klingt das Resul­tat etwa so, als hätte man diverse Ver­tre­ter der aktu­el­len Post­punk-Genera­tion mit Pio­nie­ren aus den Acht­zi­gern wie Nome­ansno, Tra­gic Mulatto und Flip­per gekreuzt.

Album-Stream →

2 Stroke - 2 Stroke

2 Stroke - 2 Stroke

Aus dem unver­meid­li­chen Mel­bourne kommt hier schon wie­der neuer Lärm, der für seine knappe Dauer von zehn Minu­ten ein­fach beste Unter­hal­tung garan­tiert. Bestehend aus einer Fin­ger­spitze Post- und Garage-, jedoch viel mehr Fuzz- und Noise Punk, fal­len mir da Ver­glei­che zu recht unter­schied­li­chen Bands á la Cutie, Labor, Brui­sed, Rolex und Rea­lity Group ein.

Album-Stream →

Emergency Contact - Isolation Pact /​ Possession /​ Severed

Emergency Contact - Isolation Pact / Possession / Severed

Hier ist gleich schon der nächste Kurz­spie­ler von Emer­gency Con­tact aus Seat­tle. Die von mir zuletzt bemüh­ten Ver­glei­che zu Patti, Rolex und Brui­sed hal­ten immer noch stand; zu ihrem quir­li­gen Post Punk gesel­len sich hier aber auch ver­mehrt noi­sero­ckende Momente und leichte Wave-Vibes, letz­tere erin­nern zum Bei­spiel an Andy Human & The Rep­to­ids.

Positronix - Demo

Positronix - Demo

Das Demo von Posi­tro­nix aus Phil­adel­phia lie­fert abwechs­lungs­rei­chen Post Punk, irgendwo zwi­schen dem Vor­wärts­drang von Nots, der etwas ver­schwur­bel­te­ren, kan­ti­gen Gang­art von WALL und oben­drein gibt's eine leicht gara­gige Ober­flä­che á la Patti.

Album-Stream →

BCC - Standby

BCC - Standby

Tol­les und erfri­schen­des ers­tes Tape von einer Band aus Bloo­m­ing­ton, Indiana. Zu hören gibt's eine recht unge­wöhn­li­che Ver­schmel­zung von Post Punk, Math- und relax­tem 90er Indie­rock, ver­ein­zelt shoega­zig-psy­che­de­li­schen Momen­ten. Ab und an kann man Anklänge an weni­ger auf­ge­regte Ver­tre­ter der 90er Touch & Go-Schule erah­nen, aber ins­ge­samt pan­schen sich BCC doch ihr ganz eige­nes Süpp­chen zusam­men.

Album-Stream →

Optic Nerve - Optic Nerve

Optic Nerve - Optic Nerve

Ver­dammt gei­ler Stoff aus Syd­ney. Beherzt vor­wärts bret­tern­der Post­punk/-core, der mich vor allem an älte­ren Krem­pel erin­nert; etwa an ein Mix aus Man Sized Action und Sac­cha­rine Trust mit star­kem Garage-Nach­bren­ner, ver­edelt durch eine GItar­ren­ar­beit á la Angst und einen Hauch von Hot Snakes. Bitte mehr davon!

Album-Stream →