Ventre De Biche – 333, Mi Homme, Mi Bête

Ventre De Biche - 333, Mi Homme, Mi Bête

Eine eis­kalte Brise kommt in Form die­ser Platte von irgendwo aus Frank­reich zu uns rüber­ge­weht, mit Klän­gen die glei­cher­ma­ßen sinis­ter und ein­lul­lend sind. Mini­ma­lis­ti­sche Kraft­werk-Elek­tro­nik wird dar­auf zusam­men mit einer kul­tu­rell unbe­darf­ten Vor­stel­lung von was auch immer zum Hen­ker ein Chan­son sein könnte durch den Sui­cide-Fleisch­wolf gedreht; das alles ver­mengt sich letzt­end­lich zu einem sur­rea­len Alb­traum in dem David Lynch und John Car­pen­ter die Bon­tempi-Orgel bedie­nen. Gute Nacht, schlaft alle gut.



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Andy Human & The Reptoids – Kill The Comma

Andy Human & The Reptoids - Kill The Comma

Die Punks aus Oak­land haben bis­her noch nie ent­täuscht und auch die neue 7″ auf Emo­tio­nal Response ist mal wie­der A-Mate­rial ohne beson­dere Über­ra­schun­gen. Eben ihr ganz eige­ner, unver­kenn­ba­rer Sound aus 77er-, Garage- und leicht ange­wa­ve­tem Post Punk.

Kudzu – Defeated

Kudzu - Defeated

Das zweite Album des Duos aus Spring­field, Mis­souri gefällt mir auf Anhieb sehr gut, rollt einen Sound aus Syn­th­pop/-punk aus, der in jeder Menge Goth und was-auch-immer-für-ein-Wave (Sorry, hier enden meine Genre-Kom­pe­ten­zen. RRRHund, über­neh­men sie!) getränkt ist. Das Song­ma­te­rial ist über­wie­gend recht ein­fach gestrickt, der Klang­tep­pich dafür reich an noi­si­gen Tex­tu­ren. Mehr braucht es auch gar nicht, das Ding fluppt sehr ordent­lich. Das defi­ni­tive Pop­song-High­light When You Were Mine lehnt sich mit sei­nen star­ken Shoegaze-Vibes dann aber doch noch vor­sich­tig aus dem Fens­ter.



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Gad Whip – In A Room

Gad Whip - In A Room

Die neue EP der bri­ti­schen Expe­ri­men­tal­band fällt mal wie­der wun­der­bar aus dem Rah­men mit ihrem weit­ge­hend unge­müt­li­chen, sper­ri­gen Sound, der unter ande­rem Ver­glei­che zu The Fall, frü­hen Sleaford Mods oder Swell Maps pro­vo­ziert, der außer­dem einen vagen No Wave-Ein­fluss, einen Hauch von Kraut und Psy­che­de­lia nicht ver­ber­gen kann. Die­ser krude Klang­tep­pich stellt ein abso­lut pas­sen­des Vehi­kel für die gif­ti­gen Rants von Sän­ger Pete Davies dar, in denen er ein­deu­tige Ansa­gen über das Zeit­ge­sche­hen und die grim­mige Rea­li­tät vor der eige­nen Haus­tür in aus­ge­spro­chen sur­real anmu­tende Lyrik ver­packt.


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Bruised – Bruised

Bruised - Bruised

Eine vor­züg­lich abge­hende Mix­tur aus Post-, Garage Punk und ein biss­chen Noise fin­det sich auf dem ers­ten Tape die­ser Band aus Chi­cago wie­der. Beson­ders ange­tan bin ich vom defi­ni­ti­ven High­light Satis­fy­ing Tex­ture, das einen aus­ge­präg­ten Geruch von Pink Flag-meets-Youth Of Ame­rica abson­dert.



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Room 101 One Man Band – Room 101 One Man Band

Room 101 One Man Band - Room 101 One Man Band

Room 101 One Man Band ist das Pro­jekt eines gewis­sen Robert (Roburt?) Reynolds aus New Orleans, der hier­mit nach eini­gen EPs sei­nen ers­ten (mehr-oder-weniger-)Langspieler ablie­fert. Dar­auf gibt’s ganz wun­der­bar abge­fuck­ten Kra­wall zu hören, der auf aus­ge­spro­chen schräge Art und Weise zwi­schen Garage, Math- & Noise Rock, Post Punk und Hard­core rums­packt. Das klingt öfter mal nach Big Black in einer ver­dreh­ten Garage-Par­al­lel­welt, nach dem irren Noi­se­core von Soup­cans oder Vul­ture Shit. Aus diver­sen Dokus und mehr oder weni­ger bekann­ten Fil­men zusam­men­ge­klaute Visu­als wer­den gleich mit­ge­lie­fert.



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Hexdebt – Bitch Rising

Hexdebt - Bitch Rising

Wumms. Mit die­sem Quar­tett aus Mel­bourne ist in Zukunft sicher noch zu rech­nen. Ihre erste EP macht jeden­falls schon rich­tig Lust auf mehr von ihrem schön kan­ti­gen, fuz­zver­lieb­ten Post­punk, den Kana­di­ern Lié nicht ganz unähn­lich.

Kommissars – Kommissars

Kommissars - Kommissars

Das erste Tape der Kom­mis­sars aus Sud­bury, Kanada macht mit durch­weg kom­pe­ten­tem Post Punk schon mal ordent­lich gespannt auf die zukünf­tige Ent­wick­lung der Band. Über den Gitar­ren schwebt hier öfter mal ein sub­ti­ler Sonic Youth-Vibe, ansons­ten erin­nern mich die fünf abwechs­lungs­rei­chen Songs stel­len­weise mal an frühe Pro­tom­ar­tyr, Sar­casm, Rank/​Xerox oder Marbled Eye.


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Sodium Beast – Night Club Tonite

Sodium Beast - Night Club Tonite

Ein star­kes zwei­tes Tape hat die New Yor­ker Band da vor­ge­legt, ein mas­si­ver Qua­li­täts­sprung im Ver­gleich zum eher mauen Vor­gän­ger. Noise Rock mit exqui­si­tem Vor­schub und einem sehr post­pun­ki­gen Unter­bau gibt es zu hören, der sich gut ins Umfeld aktu­el­ler Bands wie Tunic, Dasher, USA Nails oder Bat­piss ein­fügt.


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Lipups – 7ep2

Lipups - 7ep2

Die dritte EP der Band aus Tokyo (auf Band­camp für einen sehr, nun ja… japa­ni­schen, also recht gesal­ze­nen Preis zu bekom­men) gefällt mal wie­der mit einem sehr ver­spiel­ten Sound, der sich zu glei­chen Tei­len aus Garage- und Post­punk speist. Könnte man z.B. als eine post­pun­ki­gere Ver­sion von Rea­lity Group oder eine gara­ge­las­ti­gere inkar­na­tion von Marbled Eye bezeich­nen.