Warm Red - The Way It Feels

Warm Red - The Way It Feels

Lau­ni­ges Zeug auf der ers­ten EP einer Band aus Atlanta. Das ver­schmilzt unter ande­rem an Sauna Youth oder Vin­tage Crop erin­nern­den Garage Punk mit einer guten Dosis Noise und leicht ange­schräg­tem Post Punk, wie er mir in jün­ge­rer Zeit auch von so Bands wie Drool, Rolex, Patti und Labor begeg­net ist.

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Gym Tonic - Good Job

Gym Tonic - Good Job

Ein ast­rei­nes Lang­spiel­de­büt hat hier eine Ber­li­ner Band hin­ge­legt. Hoch­in­fek­ziö­sen Gara­ge­punk mit Synth-Zusatz gibt's dar­auf zu hören, der in etwa nach einer Schnitt­menge aus Spot­ting, Aus­mu­te­ants und Puff! - mit denen sie sich auch schon eine Split­sin­gle geteilt haben - klingt; außer­dem erin­nern mich ins­be­son­dere das Schlag­zeug­spiel und ver­ein­zelte Schlen­ker in Rich­tung Post Punk (Hiro­shima ist ein­fach ein Ham­mer­song) öfter mal an den sehr spe­zi­el­len Drive von Nots.

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Public Body - Public Body

Public Body - Public Body

Sau­gu­ter Post­punk mal wie­der, in Form des ers­ten Tapes von Public Body aus Brigh­ton. Man bewegt sich hier auf der ver­win­kelt-ver­schwur­bel­ten Seite des Gen­res, wel­che der­zeit ja von zahl­rei­chen Bands beschrit­ten wird. Unter ande­rem hat's was von Patti und Exit Group. Den­noch bringt die Band ein paar eigene Marot­ten ins Spiel und hält die Sache span­nend. Beson­ders fällt da der Raus­wer­fer Hard To Con­cen­trate auf, der - unge­wöhn­lich in die­sem Sub­genre - erstaun­lich melo­di­sche Parts inte­griert, ohne dabei bemüht zu klin­gen.

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Witching Waves - Persistence

Witching Waves - Persistence

Das Lon­do­ner Trio Wit­ching Waves hat bei mir in der Ver­gan­gen­heit schon mit ihren bis­he­ri­gen zwei Alben einen exzel­len­ten Ein­druck hin­ter­las­sen, trans­por­tie­ren mit ihrem neu­es­ten Lang­spie­ler aber einen weit­aus höhe­ren Dring­lich­keits­le­vel. Pas­send dazu ist auch die Pro­duk­ti­ons­weise der Platte. Ohne Schnör­kel und über­flüs­si­gen Fein­schliff inner­halb von zwei Tagen auf­ge­nom­men, klin­gen sie deut­lich roher, ener­gi­scher als zuvor; auch die Songs und Arran­ge­ments sind aufs wesent­li­che redu­ziert, qua­li­ta­tiv jedoch über jeden Zwei­fel erha­ben. Hab ich die Musik des letz­ten Albums noch als Indie Rock mit Spu­ren von Post Punk bezeich­net, ver­hält sich die Sache nun eher umge­kehrt. Strai­gh­ter, kräf­tig rocken­der Post Punk ist das, der ein biss­chen was von Day­light Rob­bery inne hat, viel­leicht auch eine leise Ahnung von The Est­ran­ged und Sauna Youth. Dabei klin­gen sie unter'm Strich aber abso­lut eigen­stän­dig in der gegen­wär­ti­gen Musik­land­schaft.

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Haunted Horses - Severed Circle

Haunted Horses - Severed Circle

Auch die neu­ese EP des Duos Haun­ted Hor­ses aus Seat­tle ist mal wie­der ein kom­pro­miss­lo­ser Bro­cken gewor­den: ein Alb­traum aus pech­schwar­zem Post­punk, expe­ri­men­tel­lem Noise und indus­tri­el­len Sound­s­capes, der unter Bewun­de­rern von Bands wie etwa Exhaus­tion, Nar­row Lands, Spray Paint oder House­wi­ves für ganz aus­ge­zeich­net schlechte Laune sor­gen wird.

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Tics - Agnostic Funk

Tics - Agnostic Funk

Auch wenn ich damit wohl etwas spat dran bin (jau, mein Blog­rück­stand ist schreck­lich gerade) muss dies Platte noch unbe­dingt hier rein. War der Vor­gän­ger noch ein ein­zi­ges, wenn auch end­los char­man­tes und span­nen­des Chaos, fließt der ambi­tio­nierte Art- und Post Punk der Köl­ner auf ihrem zwei­ten Album zu einer kom­pak­te­ren, aber nach wie vor unvor­her­seh­ba­ren Form zusam­men; der titel­ge­bende Funk spielt natür­lich auch wie­der eine zen­trale Rolle. Aktu­ell klin­gen die wie nie­mand anders.

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Display Homes - E.T.A.

Display Homes - E.T.A.

Dis­play Homes sind ein Trio aus Syd­ney und brin­gen natür­lich mal wie­der diese typisch aus­tra­li­sche Gelas­sen­heit in ihrem Sound mit. Das Getue auf ihrer star­ken zwei­ten EP könnte man nun wahl­weise als sehr ent­spann­ten Post­punk mit Anklän­gen an Pylon bezeich­nen, oder aber man sieht Par­al­le­len zum 80er Col­lege Rock oder über­haupt dem Indie Rock der Prä-Grunge Ära. Das steckt da alles irgend­wie mit drin.

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Metro Crowd - Planning:

Metro Crowd - Planning:

Mit wahr­lich abge­fah­re­nem Scheiß im Spek­trum von Post Punk und Noise über­rollt das zweite Album von Metro Crowd aus Rom seine Hörer. Eine ein­zige Reiz­über­flu­tung, durch­setzt von Dub-Ver­satz­stü­cken, metal­li­schen Sam­ples und Vocals, die ich mal als schwer gestört bezeich­nen würde. Man stelle sich so ein Zwi­schen­ding aus Mem­bra­nes und Swell Maps auf 'nem extra­bö­sen Trip vor. Aber auch aktu­el­lere Bands wie Ice Bal­loons, House­wi­ves oder Exek kann man zu den ent­fern­ten Ver­wand­ten davon zäh­len.

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Fix - Fix

Fix - Fix

Stei­ler Shit von einer Band, über die ich - nicht zuletzt wegen des ungoo­gel­ba­ren Namens - über­haupt nichts in Erfah­rung brin­gen kann außer dass die halt irgendwo aus Deutsch­land kom­men. Aber die­ses spe­zi­elle Klang­spek­trum aus Noise, Garage- und Post­punk mit gesun­dem Dach­scha­den legt natür­lich mal wie­der die Ber­li­ner Szene nahe. Dar­über hin­aus wäre auch die ost­deut­sche Con­nec­tion rund um den gel­ben Strahl denk­bar. Weiß da jemand genaue­res?

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Gonzo - Do It Better Again

Gonzo - Do It Better Again

Auf dem letz­ten Tape von Gonzo aus Geelong, Aus­tra­lien floss bereits die rich­tige Ener­gie, aber das Song­ma­te­rial wollte lei­der noch nicht so recht mit­flie­ßen. Auf dem Nach­fol­ger fließt der gute Stoff hin­ge­gen in rauen Men­gen. Den eher kon­ser­va­ti­ven Gara­ge­punk von damals lässt die Band hin­ter sich zuguns­ten einer stär­ker ver­win­kel­ten Spiel­art, die unter ande­rem an jün­gere Ver­öf­fent­li­chun­gen der Useless Eaters und an Ura­nium Club erin­nert, sowie an die Art- und Post­pun­kige Seite der glei­chen Medal­lie so á la Patti oder Lithics.

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