Glen Schenau - Jhumble​/​​Jearnest 7"

Glen Schenau - Jhumble​/​Jearnest 7"

Glen Schen­au, man­chen si­cher be­kannt als der Front­mann der Kult­band Kitchen's Floor aus Bris­bane, hat so­lo bis­her zwei EPs von eher Rich­tung Avant­gar­de schie­len­dem Art Rock ver­öf­fent­licht, der schon al­lei­ne auf­grund sei­ner all­ge­mei­nen Schräg­heit über­zeug­te - durch­zo­gen von dis­so­nant-hy­per­ak­ti­ver Schram­me­lei, wie ei­ne fun­ky ka­put­te Al­ter­na­tiv­rea­li­täts-Va­ri­an­te von The Wed­ding Pre­sent und end­gül­tig über die Klip­pe ge­scho­ben von sehr nach Töp­fen, Pfan­nen und Plas­tik­ei­mern klin­gen­der Per­cus­sion. Letz­te­res weicht auf sei­ner neu­es­ten 7" ei­nem her­kömm­li­chen Drum­kit und vol­lem Bandsound, der ins­ge­samt in ei­ne ge­ring­fü­gig we­ni­ger ex­pe­ri­men­tel­le, deut­lich gref­ba­re Form an den Tel­ler­rän­dern von Post Punk, Noi­se Rock und 90er In­die­rock mor­pht, oh­ne dass da­bei die Ver­spielt­heit und krea­ti­ve En­er­gie der Vor­gän­ger auf der Stre­cke blie­be. Melk­bel­ly trifft auf Live Skull? Nee, das trifft die­sen Na­gel nicht so ganz den Kopf… aber auch kei­nes­wegs kom­plett da­ne­ben.

DeStructos - Blast!

DeStructos - Blast!

Auf ei­ner De­büt-EP, an der es ab­so­lut nichts aus­zu­set­zen gibt, ver­schießt ein Duo aus Phil­adel­phia vier treff­si­che­re La­dun­gen aus schlau ar­ran­gier­tem, viel­sei­ti­gem Lärm ir­gend­wo im Um­feld von Post­core, Noi­se Rock- und Post Punk, lie­fert da­bei As­so­zia­tio­nen an das Schaf­fen di­ver­ser Bands á la Da­s­her, Cu­tie, Do­nors, Litt­le Ugly Girls, Hit Bar­gain, Street Ea­ters oder Xe­tas.

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Still /​ Form - Still /​ Form

Still / Form - Still / Form

Ist das et­wa der Mar­ria­ge + Can­cer-Front­mann, der da sei­ne Tex­te ins Mi­kro grunzt? Ja, stellt sich her­aus. Glei­cher Typ. Auch die Mu­sik ist da­von nicht all­zu weit ent­fernt. Noi­se Rock mit ein biss­chen Math und ul­tra-klas­si­schen Wur­zeln in den 90ern, ziem­lich ge­nau in der Mit­te zwi­schen dem Schlau­mei­ern des Touch & Go- und den et­was stär­ker Sludge- und Me­tal-af­fi­nen Kids des Am­phet­ami­ne Rep­ti­le-Uni­ver­sums.

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Flat Worms - Antarctica

Flat Worms - Antarctica

Nach be­reits ei­nem Al­bum und ei­ner Hand­voll EPs wis­sen wir ja schon in et­wa, was man von ei­ner neu­en Flat Worms-Plat­te er­war­ten kann. Das heißt aber nicht, dass sie auf der Stel­le tre­ten; viel­mehr ha­ben sie mit je­der neu­en Ver­öf­fent­li­chung ei­ne be­stimm­te Fa­cet­te ih­res Sounds ge­nau­er er­forscht und er­wei­tert. Die­ses mal ha­ben sie mit Ste­ve Al­bi­ni in sei­ner elek­tri­schen Au­dio­fa­brik auf­ge­nom­men und pas­sen­der­wei­se kommt das Er­geb­nis nicht nur mit des­sen ty­pi­scher Klang­cha­rak­te­ris­tik da­her, son­dern scheint sich auch ein biss­chen In­spi­ra­ti­on aus sei­ner lang­jäh­ri­gen Ge­schich­te als Pro­du­zent Ton­tech­ni­ker ge­zo­gen zu ha­ben. Ins­be­son­de­re ist hier ein kla­rer Schwenk in Rich­tung Noi­se Rock und Post­core wahr­nehm­bar, der ir­gend­wie auch schon im­mer ein un­ter­schwel­li­ger Teil ih­res Sounds war, aber noch nie so im Zen­trum stand wie hier, un­ter an­de­rem ver­gleich­bar mit ge­gen­wär­ti­gen Bands wie Me­at Wa­ve, Metz oder USA Nails. Wei­te­re klei­ne aber an­ge­neh­me Über­ra­schun­gen sind der fast als re­laxt zu be­zeich­nen­de Ti­tel­track und die 90er In­die Rock-Vi­bes in Mar­ket For­ces.

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Donors - Donors

Donors - Donors

Das hier ist ein selt­sa­mes Biest. Do­nors aus Nash­ville zo­gen schon vor zwei Jah­ren mit ih­rer ers­ten EP und ei­nem noch nicht ganz so aus­ge­fre­ak­ten Cock­tail aus Ga­ra­ge- und Post Punk mei­ne Auf­merk­sam­keit auf sich, aber das hier ist ein ganz an­de­rer Le­vel an Schräg­heit, wenn sie ih­ren Sound in zu­neh­men­dem Ma­ße mit dis­so­nan­tem No Wa­ve ver­wüs­ten so­wie mit al­tem pro­to-Noi­se­rock á la Flip­per oder No Trend an­rei­chern. Wo­mit könn­te ich die­ses Zeug ver­glei­chen… Ty­vek oder Con­stant Mon­grel als No Wa­ve Band re­inkar­niert? Spray Paint auf'm Ga­ra­gen­trip? Auch wenn ich nicht so si­cher bin was die Band sich hier mal vor­ge­nom­men hat, be­steht doch kein Zwei­fel dass ihr Un­ter­fan­gen ein durch­schla­gen­der Er­folg ist. Und ge­ra­de glaubt man al­les ver­ar­bei­tet zu ha­ben, da über­ra­schen sie ei­nen noch mal im Raus­schmei­ßer Fi­ne Print mit ei­ner an Haun­ted Hor­ses er­in­nern­den In­dus­tri­al-Kan­te.

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Signal - Love w/​o Moisture

Signal - Love w/o Moisture

Ein ro­her, po­ten­ter Mix aus Noi­se-/Fuzz Punk und Post­core von ei­ner New Yor­ker Band. Hat was von ei­ner noi­se-las­ti­ge­ren Ver­schmel­zung aus Lié und Ugly Litt­le Girls, hat aber auch ei­ni­ges an dre­ckig ga­ra­gi­gem Sound in Rich­tung Warp oder Vexx mit an Bord.

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Vangas - Dog Walker /​ Waltz In E Minor

Vangas - Dog Walker / Waltz In E Minor

Die Noi­sero­cker Van­gas aus At­lan­ta blei­ben auch auf auf ih­rer neu­en 7" via Chun­klet an­ge­nehm un­kon­ven­tio­nell. Auf der A-Sei­te kriecht ein schüch­ter­ner Groo­ve lang­sam ei­ner un­ver­meid­li­chen Erup­ti­on ent­ge­gen, wo dann die Schei­ße auf den Pro­pel­ler trifft. Die noch deut­lich un­ge­müt­li­che­re B-Sei­te er­in­nert mich dann et­was an ih­re Noi­se Rock-Zeit­ge­nos­sen Mar­ria­ge + Can­cer aus Port­land oder die Ka­na­di­er Ne­ar­ly Dead.

Maximum Roach - Dry Rot

Maximum Roach - Dry Rot

Hoch­ex­plo­si­ven Noi­se Punk mit Ga­ra­ge­core-Ra­ke­ten­an­trieb lie­fert uns das De­bü­tau­bum von Ma­xi­mum Roach ir­gend­wo aus Ari­zo­na. Ab­wech­selnd darf man sich mal an Bands wie Be­ast Fiend, An­xie­ty, Soupcans, Bo Gritz oder Mys­tic Ina­ne er­in­nert füh­len.

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B.E.E.F. 39X - Man-Simulator 5

B.E.E.F. 39X - Man-Simulator 5

Beim ers­ten Hin­hö­ren den­ke ich bei die­ser Plat­te so­fort an die te­xa­ni­sche (Neo) No­Wa­ve-/Chao­tic Noi­se Rock Con­nec­tion um Fle­sh Narc, Gay Cum Dad­dies und noch ein paar an­de­re Pro­jek­te mit vie­len der glei­chen Be­tei­lig­ten. Die­se Band kommt je­doch aus Phil­adel­phia, was der­ar­ti­ge Ver­stri­ckun­gen eher un­wahr­schein­lich er­schei­nen lässt. Auch der Sound und die Songs kom­men auf den zwei­ten Blick deut­lich struk­tu­rier­ter rü­ber, ver­gli­chen mit dem weit­ge­hend im­pro­vi­sier­ten Lärm der ge­nann­ten Bands. Sound­mä­ßig ist das et­was we­ni­ger im No Wa­ve-, et­was stär­ker im Noi­se­rock-Um­feld zu­hau­se - ab und an scheint da auch mal ei­ne lei­se No­te von Spray Paint, Soupcans oder Big Neck Po­li­ce durch.

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The Cowboy - The Cowboy 7"

The Cowboy - The Cowboy 7"

The Cow­boy sind zu­rück! Nach ih­rem ex­plo­si­ven De­büt­al­bum vor zwei Jah­ren weiß auch die neue 7" der Band aus Cleve­land um Mit­glie­der von Plea­su­re Lef­tists und Ho­mos­tu­pids ele­gant Är­sche zu tre­ten mit zwei Klop­pern im Span­nungs­feld von Ga­ra­ge- und Post Punk, noi­se-las­ti­gen Ober­tö­nen, kan­ti­ger Ober­flä­che und ent­waff­nen­der Ein­gän­gig­keit - An­klän­ge an Plax, Ex-Cult, Shark Toys, oder Flat Worms in­klu­si­ve. Die B-Sei­te über­rascht dann mit ei­nem un­er­war­tet re­laxt in­diero­cken­den In­stru­men­tal­track.