Trigger Cut - Buster

Trigger Cut - Buster

Die beste deut­sche Noi­se­rock-Combo Buzz Rodeo ist jetzt wohl nicht mehr, aber ihr Mas­ter­mind Ralf Schaar­schmidt hat schon längst ein neues Powert­rio am Start. Deren Debüt­al­bum kann man vom ers­ten Takt an eine rasier­mes­ser­scharf fokus­sierte, klare Vision attes­tie­ren - es besteht nicht der geringste Zwei­fel, dass alle Bete­lig­ten genau wis­sen was sie vor­ha­ben und wie sie das in die Tat umset­zen. Eine hoch­kon­zen­trierte Atta­cke aus Noi­se­rock, die vor allem alte Haus­num­mern aus den frü­hen Neun­zi­gern, spä­ten Acht­zi­gern in Ehren hält - Bas­tro, Dazz­ling Kill­men oder Dis­tor­ted Pony haben da sicher Spu­ren hin­ter­las­sen. Ein leich­ter Albini-Fak­tor ist da auch an Bord, ich denke hier aber vor allem an Rape­man, weni­ger an die bei­den bekann­te­ren Acts. Und auch aktu­el­len Lär­mer­zeu­gern wie Mul­ti­cult und Buil­dings steht das manch­mal nicht ganz fern. Bril­li­an­tes Zeug!

Album-Stream →

Pink Room - Zum Kotzen

Pink Room - Zum Kotzen

Noi­se­rock mit deut­li­cher Sludge-Kante, irgendwo in der Grau­zone zwi­schen den AmRep- und Touch&Go-Mikrokosmen und ange­rei­chert um etwas neu­mo­di­schen Kram á la Tro­pi­cal Trash oder Metz, begeg­net dir auf dem Debüt­al­bum von Pink Room aus Ghent, Bel­gien. Frag­los ist das ein eher stump­fes Werk­zeug, aber sicher auch genau das rich­tige um die­sen Job zu erle­di­gen.

Album-Stream →

Foyle - Diamant /​ Als Ich Die Welt Verriet /​ Vitamin, Vitamin

Foyle - Diamant / Als Ich Die Welt Verriet / Vitamin, Vitamin

Schi­ckes Demo einer Band, deren Mit­glie­der sich irgendwo in der Gegend von Köln und Düs­sel­dorf rum­trei­ben. Durch­aus kom­pe­ten­ten Noi­se­rock gibt's dabei auf die Ohren, der nicht zuletzt auch durch die Umstel­lung auf deutsch­spra­chige Texte (das erste Demo war noch auf Eng­lisch gesun­gen) eini­ges an Cha­rak­ter gewon­nen hat. Das kann was, da könnte ich noch mehr von ver­tra­gen.

Mod Vigil - Automatic Remorse

Mod Vigil - Automatic Remorse

Auch Album Num­mer zwei der Band aus Coburg, Aus­tra­lien lie­fert wie­der ast­reine Qua­li­tät. Wei­ter­hin behält die Band gekonnt die Balance zwi­schen den Eck­punk­ten Garage Punk, Post­core und Noise Rock. Tem­po­mä­ßig geht es dies­mal etwas ent­spann­ter zu, dafür haben die Songs und Arran­ge­ments einen deut­lich erkenn­ba­ren Fein­schliff erfah­ren und wie­der­holt kommt so ein spe­zi­el­ler Vibe auf, der an eine leicht gedros­selte Vari­ante der Hot Snakes den­ken lässt.

Album-Stream →

Cutie - Cutie

Cutie - Cutie

Cutie aus New York konn­ten mich ja schon mal vor einem Jahr mit ihrer ers­ten EP und einem Arsch­tritt aus Noise Rock, Fuzz Punk und etwas Post­core voll­ends zu über­zeu­gen. Auf dem erneut selbst­be­ti­tel­ten Nach­fol­ger schickt die Band in gewohn­ter Manier zehn­ein­halb Songs in ziem­lich genau zehn Minu­ten auf die Reise und hat dabei noch mal eini­ges an Druck und Fahrt­wind zuge­legt, klingt nun ein biss­chen wie 'ne Kreu­zung aus Tunic, Mclusky und einer klei­nen Dosis Drive Like Jehu/​Hot Snakes.

Album-Stream →

Bloody Head - Narco Bulldozer​ /​ ​Black Dog Blues 7"

Bloody Head - Narco Bulldozer​ / ​Black Dog Blues 7"

Eine Band aus Not­ting­ham lie­fert auf die­sem Kurz­spie­ler zwei ultra-stumpfe Jams zwi­schen Noise Rock und Sludge Punk ab. Ein Sound der eher quetscht als drückt, eine durch­aus effek­tive Stra­te­gie.

Tunic - Complexion

Tunic - Complexion

Nach­dem die Noi­sero­cker aus Win­ni­peg in den letz­ten Jah­ren schon mit der einen oder ande­ren EP beacht­lich viel Staub auf­ge­wir­belt haben, erweist sich erwar­tungs­ge­mäß auch ihr ers­ter Lang­spie­ler als ein kom­pro­miss­lo­ser, wuch­ti­ger Schred­der par excel­lence.

Album-Stream →

Thematix - Thematix

Thematix - Thematix

Exzel­len­tes Zeug, die Debüt-EP die Debüt-EP von The­ma­tix aus Bal­ti­more. Post Punk gibt's zu hören von einer schnör­kel­lo­sen, direk­ten Mach­art und mit deut­li­chen Ten­den­zen in Rich­tung Noi­se­rock, der etwa in der Nach­bar­schaft von Insti­tute, Tunic, Nega­tive Space und ver­ein­zelt auch mal Bam­bara gut auf­ge­ho­ben ist. Wie die Faust auf's Auge passt dazu die rohe Klang­äs­the­tik der Pro­duk­tion, die genau die rich­tige Balance zwi­schen Knarz und Druck fin­det.

Album-Stream →

Eat Avery's Bones - Where's Eat Avery's Bones?

Eat Avery's Bones - Where's Eat Avery's Bones?

Tra­ding Wre­ckage mel­det sich mal wie­der zu Wort, das "Fake Label" rund um ein in Aus­tin, Texas ansäs­si­ges, nur lose defi­nier­ba­res Sze­ne­kol­lek­tiv im Dunst­kreis von Noise und No Wave. Hier bereits zu bewun­dern gewe­sen in Form der Bands Flesh Narc und Gay Cum Dad­dies. Zu denen gibt's auch in die­ser For­ma­tion wie­der mas­sive Über­schnei­dun­gen im Lin­eup, ins­ge­samt war an die­ser Platte aber eine rotie­rende Beset­zung von min­des­tens elf Kra­wall­erzeu­gern betei­ligt. Gering­fü­gig gerad­li­ni­ger und zugäng­li­cher wirkt das hier als bei den genann­ten Bands, in man­chen Momen­ten fast schon tanz­bar. Den­noch ist das Zeug alles andere als nor­mal und nicht zuletzt auf­grund der epi­schen Spiel­zeit erst­klas­sig nerv­tö­tend.

Album-Stream →

Whep - Welp

Whep - Welp

Noise Rock und Sludge Punk aus Den­ton, Texas. Klar ist das nichts neues unter der Sonne und einige wer­den sicher schon mit den Augen rol­len wenn ich erwähne, dass die ein biss­chen nach der all­seits belieb­ten Oldies-Kapelle Jesus Liz­ard klin­gen. Also hier: Die klin­gen etwas nach Jesus Liz­ard. Siehste? Schon sind 'se am rol­len. Ver­ein­zelt spü­len auch die ebenso unver­meid­li­chen, frü­hen Shel­lac an die Ober­flä­che oder ein Hauch von Slug. Aber ziem­lich gut ist das eben auch, bringt beacht­li­chen Wumms und eine ange­nehm räu­dig-rus­ti­kale Kante mit.

Album-Stream →