Elephant Rifle - Satryasis

Nach­dem ihr letz­ter Lang­spie­ler für mich nicht so rich­tig zün­den woll­te, trifft die neu­es­te EP der Band aus Re­no, Ne­va­da aber wie­der prä­zi­se ins Schwar­ze oh­ne sich da­bei zu wie­der­ho­len, spannt da­bei ei­nen Bo­gen von old­schoo­li­gem Noi­se Rock der Am­Rep- und Touch & Go-Schu­le über an frü­he Die Kreu­zen er­in­nern­den Hard­core­punk hin zu Dri­ve Li­ke Je­hu-mä­ßi­gem Post­core­zeug.

Deck In The Pit - In A Lane

Ganz schön schrä­ger Scheiß, die­se Ar­chiv-Ver­öf­fent­li­chung der gesamten/​einzigen Ton­do­ku­men­te ei­ner kurz­le­bi­gen Band aus Bris­bane, die ir­gend­wann im oder um das Jahr 2016 ent­stan­den sind. Da braucht es kein Ge­nie um so­fort zu er­ken­nen, dass es sich nur um ei­ne wei­te­re Band des ex­zen­tri­schen Avant­gar­de-Sai­ten­quä­lers Glen Schen­au han­deln kann - auch als Teil von Kit­chens Floor be­kannt - ver­stärkt um je­weils ei­nen Ty­pen von Syd­ney 2000 und Piss Pain. De­ren Be­tei­li­gung ist es dann ver­mut­lich auch, was die­se Plat­te fast schon zu­gäng­lich er­schei­nen lässt. Mit zu­gäng­lich mei­ne ich in et­was kon­kre­ter: Et­wa so zu­gäng­lich, wie frü­he The Fall- oder Mem­bra­nes-Plat­ten zu­gäng­lich sind. Fin­dest du so­was zu­gäng­lich? Dann das hier be­stimmt auch!

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Fashion Pimps & The Glamazons - Fashion Pimps & The Glamazons

Ei­ne Band aus Cleve­land, Ohio er­zeugt auf ih­rer ers­ten EP ei­nen rau­en, dis­so­nan­ten Mix aus Noi­se Rock und Post Punk mit ei­ner schar­fen Ga­ra­gen­kan­te, was sie auf der mu­si­ka­li­schen Land­kar­te in et­wa zwi­schen so Bands wie The Cow­boy, Spray Paint, Flat Worms and Plax ver­or­ten lässt, manch­mal auch er­gänzt um ei­nen ge­wis­sen Flip­per-Vi­be.

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Big Bopper - Introducing Big Bopper

Puh.. wer auch im­mer die­ses Al­bum ge­mischt und/​oder ge­mas­tert hat muss ge­ra­de­zu taub sein. Ich bin ja ei­ni­ges an klang­li­chen Ex­tre­men ge­wohnt und las­se nor­mal im­mer die Fin­ger von den Klang­reg­lern, aber hier pas­siert es mir zum ers­ten mal, dass ich ei­ne Ver­öf­fent­li­chung nicht er­tra­ge oh­ne bru­tal die Hö­hen run­ter zu dre­hen. Un­ter Um­stän­den mag das phy­si­sche Tape dies­be­züg­lich we­ni­ger schmerz­haft sein als die di­gi­ta­le Ver­öf­fent­li­chung.

Da­von ab­ge­se­hen tritt das hier aber or­dent­lich Arsch. Kei­ne Ah­nung war­um das bei mir so lan­ge ge­dau­ert hat - ich bin mir si­cher, über die­ses Ding schon mal ge­stol­pert zu sein, aber ir­gend­wie brauch­te mein ka­put­tes Ge­hirn noch­mal ei­ne Er­in­ne­rung in Form ei­ner er­neu­ten (nur di­gi­ta­len?) Ver­öf­fent­li­chung bei Good­bye Boo­zy um die Qua­li­tä­ten der Te­xa­ner zu re­gis­trie­ren. Die spie­len je­den­fal­le ei­nen ziem­lich wil­den, schwer vor­her­seh­ba­ren Misch­ling mit Ele­men­ten aus Ga­ra­ge Punk, Noi­se Rock, Post Punk und Post­core, den man je nach Lau­ne mal mit Pat­ti, Ro­lex, Cu­tie, Mys­tic Ina­ne or Bran­dy ver­glei­chen mag.

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TVO - Fall In A Pit

Ei­ne wei­te­re Ham­mer-EP von TVO aus Phil­adel­phia. Die­ses­mal wird der Ga­ra­gen­fak­tor deut­lich hoch­ge­fah­ren, oh­ne den Hun­ger der Band nach old­schoo­li­gem pro­to-noi­se rock und -sludge zu ver­nach­läs­si­gen. Man stel­le sich ei­ne selt­sa­me Mi­schung aus den New Yor­kern Cu­tie und aus­tra­li­schen Ga­ra­gen­bands wie Mi­ni Skirt, Pist Idi­ots vor, wel­che dann seit­wärts mit al­tem Kra­wall vom Schla­ge U-Men, Sci­en­tists, X (Syd­ney, nicht L.A.) kol­li­diert und viel­leicht auch noch ei­nem lei­sen Hauch von Mud­ho­ney.

Tarred Cell - Tarred Cell

Schön def­ti­ger Noi­se­core rei­nigt die Ge­hör­gän­ge auf der De­büt-EP die­ser Band, de­ren Mit­glie­der sich quer über Ber­lin, Leip­zig und Bonn ver­streu­en. Das had si­cher ein biss­chen was von Acry­lics, Vul­tu­re Shit, Soupcans und Stink­ho­le… oder al­ter­na­tiv auch von No Trend, Flip­per und Bro­ken Ta­lent mit je­weils drei­fa­cher Ge­schwin­dig­keit.

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During - Birds of Juneau /​​ Big Farmer

Chun­klet In­dus­tries haut mal wie­der die Schei­ße ka­putt mit die­ser De­büt-7" ei­ner Noi­se Rock- /​ Post Punk-Su­per­group, ei­ne ge­ra­de­zu un­hei­li­ge Drei­ei­nig­keit be­stehend aus Mit­glie­dern von Spray Paint, Wil­ful Boys und Bran­dy. Ihr Sound be­inhal­tet deut­li­che An­lei­hen von al­len drei ge­nann­ten Bands oh­ne da­bei all­zu vor­her­seh­bar zu klin­gen. Die A-Sei­te ver­sprüht in der Tat die­sen ge­wis­sen Spray Paint-Vi­be wäh­rend der zwei­te Track sich et­was stär­ker in Rich­tung der an­de­ren bei­den Bands raus­lehnt. Des­wei­te­ren wird uns auch schon ein Lang­spie­ler für den Herbst ver­spro­chen, al­so hal­tet mal ein Au­ge drauf!

Night Lunch - Table For Two

On their la­test EP this Dun­edin, New Zee­land power duo un­leas­hes a bloo­dy hell of noi­se rock with a va­ge­ly Auf sei­ner jüngs­ten EP tritt die­ses Po­wer­duo Dun­edin, Neu­see­land ei­ne ver­damm­te Höl­le aus Noi­se Rock los - je­ne ent­hält so­wohl ei­nen lei­sen Hauch von In­dus­tri­al als auch ei­ne ge­wis­se Sludge-Kan­te, was im­mer ei­ne ge­wis­se Raf­fi­nes­se vor­aus­setzt um in mir et­was an­de­res als gäh­nen­de Lan­ge­wei­le her­vor­zu­ru­fen. Die Ker­le um­schif­fen die üb­li­chen Fett­näpf­chen aber mit Leich­tig­keit und ru­fen da­bei po­si­ti­ve As­so­zio­a­tio­nen et­wa zu Haun­ted Hor­ses oder Wax Chat­tels wach.

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Flat Worms - The Guest /​ Circle 7"

Ziem­li­cher Re­gel­be­trieb auf der neu­es­ten 7" der Flat Worms aus L.A.. Will mei­nen: ast­rei­ner Qua­li­täts­scheiß mal wie­der in Form zwei­er Songs, die ih­re ur­ein­ge­ne For­mel mit Be­stand­tei­len von Ga­ra­ge-, Post Punk und et­was Noi­se-Brand­be­schleu­ni­ger ge­wohnt kom­pakt auf den Punkt brin­gen. Flat Worms blei­ben zu­ver­läs­si­ge Krach­lie­fe­ran­ten mei­nes Ver­trau­ens.

Coach - Coach

Ei­ne rau­bei­ni­ge aber auch ziem­lich me­lo­di­sche Wall Of Sound er­rich­tet das De­büt­al­bum die­ser Band aus Aar­hus, ein Klang­bild zwi­schen den Wel­ten von Noi­se Pop, Art- und Post Punk, glei­cher­ma­ßen an Tek­s­ti TV 666 und The Men der Open Your He­art-Ära er­in­nernd, an 80er So­ni­cY­outh-is­men und nicht oh­ne ei­ne ge­wis­se MX-80-Kan­te. Als ob das al­les noch nicht ver­lo­ckend ge­nug wä­re, macht oben­drein noch ei­ne ru­he­lo­se Blä­ser­sek­ti­on jeg­li­chen Wi­der­stand zweck­los.

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