Cubano Vale - Cubano Vale

Cubano Vale - Cubano Vale

Ser­gio, der Mann hin­ter dem immer span­nen­den und mas­siv 12XU-kom­pa­ti­blen Musik­blog Retrat­ando Voces, hat neu­er­dings auch ein eige­nes Label am Start und mit sei­ner ers­ten  Ver­öf­fent­li­chung, dem Debüt­al­bum von Cubane Vale aus Madrid, bereits einen aus­ge­zeich­ne­ten Tref­fer gelan­det. Der Lärm dar­auf ist mehr als nur ein biss­chen schräg - irgendwo in den etwas eigen­wil­li­ge­ren Rand­ge­bie­ten von Post Punk, Noise und Post­core zu ver­or­ten, erweist sich das Album als ein hyper­ak­ti­ver Spring­teu­fel, der aber trotz einer aus­ge­präg­ten Affi­ni­tät für chao­ti­sche Struk­tu­ren und Arran­ge­ments jeder­zeit die Kon­trolle über das Gesche­hen behält. Das hat ein biss­chen was von aktu­el­len Genre- Grenz­gän­gern wie Gum­ming, Labor oder Soup­cans, hat außer­dem auch gewisse Par­al­le­len zu ihren Stadt­nach­barn Juventud Juché. Aber nicht zuletzt finde ich mich auch öfter mal an etwas absei­ti­gere Ver­tre­ter der älte­ren Noi­se­rock-Geschichte á la Brai­niac oder Slug erin­nert und ver­ein­zelt gibt's auch Anklänge an Sonic Youth in der wil­den Mit­tacht­zi­ger-Phase zu erah­nen.

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Leroy - Leroy

Leroy - Leroy

Vor­züg­lich schlecht gelaun­ter und voll­ge­schwitz­ter Noise-, Fuzz- und Sludge Punk aus Dub­lin dem als Sah­ne­häub­chen noch ein Sän­ger den Rest gibt, der klingt als hätte ihm jemand das letzte Bier leer getrun­ken. Kann man ja ver­ste­hen, aber jetzt beru­hig dich erst mal.

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Marriage + Cancer - Bro

Marriage + Cancer - Bro

Seit knapp vier Jah­ren taten sich die Noi­sero­cker aus Port­land immer wie­der mal mit Releases her­vor, die Anfangs mehr durch ihre bra­chiale Wucht über­zeug­ten als durch musi­ka­li­sche Raf­fi­nesse, jedoch mit jeder neuen Ver­öf­fent­li­chung eine kon­kre­tere Form annah­men. Ihre neu­este 7" kommt dann auch direkt als ihr bis­lang reifs­tes Stück Lärm daher, ein kom­pak­tes Kraft­pa­ket das mich in der aktu­el­len Sze­ne­land­schaft vor allem an Tunic erin­nert. Wenn es jetzt auf die­sem Niveau wei­ter­geht, dann kommt da noch was auf uns zu.

Keepers - Keepers

Keepers - Keepers

Drei Jahre nach ihrer sehr appe­tit­li­chen Debüt-7" ist nun bei Volar Records der erste Lang­spie­ler der Band aus San Diego zu bekom­men. Dar­auf geht es ver­gleichs­weise mode­rat gara­gig, dafür ver­mehrt post­pun­kig zu und es lässt sich eine starke Affi­ni­tät zum Noise Rock der früh-neun­zi­ger Amphet­amine Rep­tile-Schule aus­ma­chen, getrie­ben von schön dum­mem wie auch spa­ßi­gem Stoo­ges-Geriffe.

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Flogging A Dead One Horse Town - Noise Crack /​ EP 4

Flogging A Dead One Horse Town - Noise Crack / EP 4

Auf der aktu­el­len EP die­ser Combo aus Auck­land, Neu­see­land nimmt ihr dis­so­nan­ter und wun­der­bar unkon­ven­tio­nel­ler Sound aus Noise Rock und Post Punk eine deut­lich kon­kre­tere Form an als auf bis­he­ri­gen Ver­öf­fent­li­chun­gen. Ein biss­chen klingt das als träfe der abs­trakte Lärm von Spray Paint oder House­wi­ves auf die uralte AmRep- und Touch&Go-Schule.

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Cutty's Gym - Benidorm

Cutty's Gym - Benidorm

EP Num­mer zwei der Band aus Glas­gow ist ein genau so derbe und kom­pro­miss­lo­ses drü­cken­des Biest wie schon der Vor­gän­ger. Noise Rock, der für Freunde von Bands wie USA Nails, Death Pedals, Exha­lants oder gar Lardo abso­lu­tes Pflicht­pro­gramm dar­stellt.

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Noughts - Noughts

Noughts - Noughts

Die Debüt-EP von Noughts aus Mel­bourne macht schon mal einen sehr ange­neh­men ers­ten Ein­druck mit ihrem ent­schlos­se­nem Kra­wall zwi­schen Noise Rock und Post Punk, der sich kom­for­ta­bel in der Gesell­schaft ähn­lich gela­ger­ter aus­tra­li­scher Acts á la Bat­piss oder Bench Press auf­hält.

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Dead Tenants - LPII

Dead Tenants - LPII

Dead Ten­ants aus New York mach­ten schon auf ihrem selbst­ver­öf­fent­lich­ten Debüt­al­bum vor vier Jah­ren ganz schön was her. Auf Already Dead Tapes And Records ist nun ihr zwei­ter Lang­spie­ler als Tape und digi­tal zu bekom­men. Da set­zen die noch mal ordent­lich einen drauf und ihre recht abge­fah­rene Mischung aus Noi­se­rock, Post Punk und -core kommt dar­auf ver­dammt kom­pakt und kurz­wei­lig rüber. Bands, die will­kür­lich mit krum­men Tak­ten und Poly­rhyth­men han­tie­ren gibt es in ihrem Gen­re­spek­trum wie Sand am Meer. Aber sol­che, bei denen das ganze auch noch musi­ka­li­schen Sinn ergibt und den kan­ti­gen Struk­tu­ren zum Trotz so ver­dammt arsch­tre­tende Groo­ves fabri­ziert… Sol­che Bands sind rar gesät.

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Nearly Dead - Something Stronger

Nearly Dead - Something Stronger

Auch auf ihrem neu­es­ten Album sche­ren sich Nearly Dead aus Vic­to­ria, Kanada einen Dreck um Schön­klang, Publi­kums­er­war­tun­gen und Zugäng­lich­keit. Ihr maxi­mal räu­di­ger, mono­ton-repe­ti­ti­ver Mix aus Noise Rock, Fuzz und Sludge stra­pa­ziert die Geduld und Ner­ven des Hörers, ist so pene­trant dass man ihn ein­fach nicht mehr igno­rie­ren kann und bleibt schwer im Magen lie­gen als hätte man zwei Kilo Beton gefres­sen. Seid ihr mal an einer dun­kel­brau­nen Pfütze vor­bei­ge­lau­fen und dach­tet euch: "Cool, da leg ich mich jetzt mal rein."? Eine ähn­lich ver­lo­ckende Wir­kung ent­fal­tet diese Musik. Abar­tig im schöns­ten Sinne.

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Digital Fun - Love /​ Park Town /​ What Did He Or She Do? /​ Tell Her To Look At Me

Digital Fun - Love / Park Town / What Did He Or She Do? / Tell Her To Look At Me
Digital Fun - Love / Park Town / What Did He Or She Do? / Tell Her To Look At Me

Zwei digi­tale Sin­gles von einem Typen aus Lon­don. Des­sen Lärm irgendwo zwi­schen Noi­se­rock, Elek­tro-, Garage- und Post Punk erin­nert etwas an eine Vari­ante der eben­falls aus Lon­don stam­men­den Power­plant, der irgend­wer eine kleine Dosis Big Black ins Bier gekippt hat.