Spray Paint And The Rebel - Charles And Roy's Purple Wang

Spray Paint And The Rebel - Charles And Roy's Purple Wang

Für das (wenn ich nichts ver­pass hab) dritte Kapi­tel ihrer Kol­la­bo­ra­ti­ons-Serie bege­ben sich die expe­ri­men­tel­len Noi­sero­cker Spray Paint aus Aus­tin, Texas auf Kol­li­si­ons­kurs mit dem Lon­do­ner Weirdo Folk- und Gara­gen­blues-Pro­jekt The Rebel. Was dabei her­aus­kam ist bis­lang mein Favo­rit der Reihe, aber ich bin ja auch nicht mehr ganz rich­tig im Kopf. Wie schon Dan Mel­chior auf der Con­tri­bu­ters-Platte lockert auch The Rebel aka Coun­try Teasers Front­mann Ben Wal­lers den Sound deut­lich auf, ver­passt ihm gleich­zei­tig aber eine noch viel schrä­gere Kante. Zwi­schen­zeit­lich kann das mal ein biss­chen so klin­gen als wären frühe The Fall in einen Pot(t) aus hal­lu­zi­no­ge­nem Kraut gefal­len.

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Stinkhole - Out Of The Gutter, Into The Stinkhole

Stinkhole - Out Of The Gutter, Into The Stinkhole

Aus Ber­lin kommt die­ser dis­so­nante Dreck zwi­schen Noise und Hard­core. So kranke Genos­sen die etwa Soup­cans, Lumpy And The Dum­pers, Gum­ming oder Vul­ture Shit abkön­nen wird das Tape hun­dert­pro­zen­tig zufrie­den­stel­len.

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Priors - New Pleasure /​ Priors - Priors

Priors - New Pleasure / Priors - Priors
Priors - New Pleasure / Priors - Priors

Zwei Bands mit iden­ti­schem Namen aber von zwei ver­schie­de­nen Kon­ti­nen­ten haben am glei­chen Wochen­ende jeweils ihr aktu­el­les Album ver­öf­fent­licht. Rei­ner Zufall? Beide Plat­ten kön­nen jeden­falls rich­tig was.

Die ers­ten Pri­ors kom­men aus Mont­real, haben ihre Platte bei Slo­venly Record­ings unter­ge­bracht und zu hören gibt's Gara­ge­punk von ver­gleichs­weise gerin­ger Ori­gi­na­li­tät, was aber durch eine ver­dammt ener­gi­sche Dar­bie­tung mehr als aus­ge­gli­chen wird.

Die ande­ren Pri­ors kom­men aus Mel­bourne und die Platte gibt's vom Lon­do­ner Label La Vida Es Un Mus Dis­cos. Dar­auf setzt es ziem­lich der­ben Hard­core­punk, wie ich ihn am liebs­ten hab: ver­gra­ben unter einer fin­ger­di­cken Dreck­schicht aus Noise. Dabei hält sich die Band glück­li­cher Weise nicht allzu strikt an die aus­ge­lutsch­ten Genre-Strick­mus­ter.

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Pigeon - Bug

Pigeon - Bug

Die Ber­li­ner Noise- und Post­punk-Combo bleibt eine span­nende Ange­le­gen­heit. Ihr neues Tape geht jetzt einen Tick räu­di­ger zur Sache als schon ihr star­kes Debüt­al­bum im Früh­ling, was mei­nen per­sön­li­chen Vor­lie­ben natür­lich sehr ent­ge­gen kommt. Der Sound ver­schiebt sich nun stär­ker auf die Post­punk-Seite ihrer Glei­chung. Teil­weise erin­nert das stark an Nega­tive Space oder Insti­tute… oder gar an die erste Lower EP, deren Nach­wir­kun­gen vor allem in Less deut­lich spür­bar sind.

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Popper Burns - Pure Disgust

Popper Burns - Pure Disgust

Schon etwas län­ger her, seit­dem das Queer­core-Wun­der Pop­per Burns aus Aus­tin sei­nen zwei­ten Lang­spie­ler ange­kün­digt hat. Gute andert­halb Jahre um genau zu sein. Jeden­falls gehört die Platte zu den von mir am hei­ßes­ten erwar­te­ten Ver­öf­fent­li­chun­gen seit­dem die ers­ten Klänge des per­fek­ten Ope­ners Apollo 11 mein Trom­mel­fell erreich­ten und ich fragte mich schon, ob das Ding jemals erschei­nen würde. Offen­bar sind sie immer noch auf Label­su­che. Ich würde mich ja um die Band und das Album rei­ßen, aber ich bin nun mal (noch?) kein Plat­ten­ver­ti­cker.
Jetzt ist Pure Dis­gust jeden­falls schon mal digi­tal auf Band­camp zu bekom­men und bestä­tigt meine Ver­mu­tung, dass wir es mit einem unge­schlif­fe­nen Roh­dia­man­ten zu tun haben. Ihr vor Ärger und Frust bers­ten­der Post Punk gibt sich dabei durch­aus wand­lungs­fä­hig, erin­nert mich sehr an Shit Giver, ein wenig an ganz frühe Pro­tomar­tyr und das mit­rei­ßende Drama von Bam­bara oder Iceage. Das ganze kommt in einem wun­der­bar direk­ten und dre­cki­gen Sound daher, des­sen lose Fäden, Ecken und Kan­ten nur noch wei­ter zum spe­zi­el­len Charme die­ser Band bei­tra­gen.

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Subtle Turnhips - Petit Déjeuner à l'Onion Club

Subtle Turnhips - Petit Déjeuner à l'Onion Club

Die fran­zö­si­schen Weirdo-Punks haben jetzt auch schon gute andert­halb Jahr­zehnte auf dem Buckel und sie wer­den auch auf ihrem neu­es­ten Album dem Ruf als eine der eigen­wil­li­ge­ren, aber auch eine der lie­bens­wer­tes­ten Bands gerecht, die unser Kon­ti­nent über die Jahre so aus­ge­spuckt hat. Wie gewohnt lun­gern sie irgendwo zwi­schen den Stüh­len von Noise, Post-, Garage- und Art­punk rum und es inter­es­siert sie nicht im gerings­ten was du davon hälst.

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Puss - Antimatter

Puss - Antimatter

Was für'n gei­ler Scheiß ist das denn bitte? Auf der aktu­el­len EP die­ser New Yor­ker For­ma­tion begeg­net einem kaput­ter Lärm zwi­schen Elek­tro­punk, Noise und einer Spur von No Wave. Am Mikro dann eine Art Damo Suzuki auf einem sehr bösen Höl­len­trip, der ihrem schrä­gen Sound den letz­ten Schub­ser in Rich­tung Wahn­sinn ver­passt. Auch wenn mir da Ver­glei­che z.B. zu Pri­mi­tive Cal­cu­la­tors oder Holi­day Inn ein­fal­len - das Zeug ist ziem­lich weit drau­ßen.

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Nag & Lip - Split 7"

Nag & Lip - Split 7"

Eine sehr gelun­gene Split­scheibe zweier Bands, die jeweils irgendwo zwi­schen den Eck­pfei­lern Noise, Post Punk und ein wenig Gara­ge­zeug agie­ren. Dass Nag aus Deca­tur, Geor­gia ordent­lich die Scheiße los­tre­ten kön­nen, haben sie ja schon mit meh­re­ren EPs bewie­sen. Gänz­lich unbe­kannt waren mir hin­ge­gen Lip aus Bal­ti­more, die ihrem Kra­wall eine dezent psy­che­de­li­schen Note ver­pas­sen. Eine über­aus erfreu­li­che Über­ra­schung.

Pious Faults - Old Thread

Pious Faults - Old Thread

…und hier kommt gleich noch mal so ein selt­sa­mer Bas­tard, der sich vage irgendwo im Spek­trum von Noise, Hard-/Post­core und Post Punk ver­or­ten lässt und sich par­tout in kein gän­gi­ges Genre-Schema fügen will. Genau so wie ich's am liebs­ten mag.

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Grimly Forming - Grimly Forming

Grimly Forming - Grimly Forming

Aus­ge­spro­chen anspre­chend, der Kra­wall die­ser Band aus Los Ange­les. In sei­ner Mischung aus ange­piss­tem Hard­core und Garage Punk plus einer groß­zü­gig bemes­se­nen Schau­fel Fuzz und Noise steht das gen­re­über­schrei­ten­den Bands wie Anxiety, Soup­cans oder Vul­ture Shit nicht allzu fern.

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