Rancher - Pummeler

Zwölf Mi­nu­ten mi­ni­ma­lis­ti­sches, kom­pro­miss­lo­ses DIY In­dus­tri­al Noi­se/-punk Ge­döns von ei­nem Duo aus Ri­ver Falls, Wis­con­sin. Als ein et­was ah­nungs­lo­ser Mensch in die­sem Gen­re­spek­trum wür­de ich das mal als ei­ne voll­elek­tro­ni­sche Ab­art von Big Black be­schrei­ben. Oder viel­leicht auch Ver­glei­che zie­hen zum jün­ge­ren, aber ähn­lich mi­ni­ma­len Kra­wall von Black Pus.

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La Rabbia - Shock Tactics

Tol­len Lärm aus post-pun­ki­gem Grund­ma­te­ri­al und noi­si­gen Tex­tu­ren macht die­se Lon­do­ner Band auf ih­rer De­büt-EP. Die ha­ben sich de­fi­ni­tiv ei­ne gu­te Schei­be Cri­sis ab­ge­schnit­ten, aber auch von Pro­to-Noi­sero­ckern wie Flip­per, No Trend. In der Ge­gen­wart wer­den au­ßer­dem Freun­de von Soupcans, Blank Veins oder Dis­joy si­cher Ge­fal­len dran fin­den.

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Akne - Akne

Qua­li­täts­wa­re mal wie­der aus dem Hau­se Ner­vous En­er­gy von ei­ner Band aus Leeds. Die lie­fert auf ih­rem zwei­ten Tape ul­tra­di­rek­ten und -dre­cki­gen, mit dis­so­nan­tem Noi­se kon­ta­mi­nier­ten Hard- und Post­core.

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Speck - Dead Air Sessions 2019

Speck aus Los An­ge­les sta­chen schon auf ih­rer ers­ten EP Psy­cho Bab­b­le im letz­ten Jahr deut­lich aus der Mas­se her­aus, in­dem sie ih­ren Post­punk - der da­mals viel­leicht ein biss­chen an Brui­sed er­in­ner­te - mit ei­nem für's Gen­re eher un­ge­wohn­ten psy­che­de­li­schen Un­ter­ton an­rei­cher­ten. Da­von ist auf der neu­es­ten EP nicht mehr viel zu ver­neh­men. Statt­des­sen hat ih­re Mu­sik seit­dem ei­ne sat­te La­dung Hard­core-Ka­wumms und Noi­se in sich auf­ge­so­gen, was in die­ser Kom­bi­na­ti­on ein biss­chen an An­xie­ty oder Acry­lics er­in­nern mag, und will sich auch sonst nicht all­zu skla­visch an eta­blier­te Gen­re-Strick­mus­ter hal­ten. Span­nen­de Band.

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Ill Globo - Promoted To Glory

Gleich noch mal Krem­pel aus Mel­bourne, aber dies­mal von ei­ner weit­aus un­ge­wa­sche­ne­ren, ab­ge­fuck­ten Sor­te. Vier Mi­nu­ten feins­ter, arsch­tre­ten­der haudrauf-Lärm zwi­schen Noi­se-, Fuzz- und Ga­ra­ge Punk mit ein­ge­bau­ter Wind­ma­schi­ne.

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Policy - Rubbernecking

Hard­core­punk aus New Or­leans, ge­nau so wie er mir am liebs­ten ist. Et­was ab­ge­fah­ren und un­ge­wöhn­lich näm­lich, so wie es die Zucht und Ord­nung lie­ben­de Sze­ne­po­li­zei gar nicht ger­ne sieht. Mit ei­nem un­hy­gie­ni­schen Schmutz­film aus Noi­se über­zo­gen und ei­nem un­auf­halt­sam rund lau­fen­den An­trieb ist das ei­ne ab­ge­fuck­te Pracht, die un­ter an­de­rem auch Ge­nie­ßer von Bands wie Fried Egg, Acry­lics, Mys­tic Ina­ne oder An­xie­ty si­cher zu gou­tie­ren wis­sen.

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Nots - 3

End­lich mal wie­der ein neu­es Nots Al­bum! Nun eilt Nots Al­ben ja der Ruf vor­aus, sehr gu­te Al­ben zu sein. Auch das neu­es­te da­von wird nie­man­den vom Ge­gen­teil über­zeu­gen. Die eis­kal­te Kon­se­quenz be­ein­druckt mich im­mer noch, mit der die Post­punk-For­ma­ti­on aus Mem­phis, Ten­nes­see seit ei­nem hal­ben Jahr­zehnt ih­ren kom­pro­miss­los mo­no­to­nen Sound durch­zieht und sich da­bei of­fen­sicht­lich 'nen Scheiß da­für in­ter­es­siert, auf wel­chen Zug die rest­li­che Sze­ne ge­ra­de wie­der aufpringt. Ganz im Ge­gen­teil, Nots ha­ben sich schon lan­ge ih­re ei­gen­wil­li­ge klei­ne Mi­kro­ni­sche er­obert und per­fek­tio­nie­ren eben die­se zu­neh­mend. Das al­te Feu­er ha­ben sie sich bei all dem be­wahrt, blei­ben so roh und sta­che­lig wie man es von ih­nen nicht an­ders kennt.

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D7Y - D7Y

Die­se Band bringt Mit­glie­der der bei­den is­län­di­schen Kra­wall­erzeu­ger schlecht­hin zu­sam­men: Dauðy­flin und ROHT. Da ist na­tür­lich von An­fang an klar, wor­auf man sich ein­zu­stel­len hat. Ei­ne kom­pro­miss­lo­se Wucht aus ma­xi­mal an­ge­piss­tem Hard­core mit ein­ge­bau­tem Noi­se-Ex­zess par ex­cel­lence gilt es zu ver­ar­bei­ten.

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Haunted Horses - Severed Circle

Auch die neu­e­se EP des Du­os Haun­ted Hor­ses aus Se­at­tle ist mal wie­der ein kom­pro­miss­lo­ser Bro­cken ge­wor­den: ein Alb­traum aus pech­schwar­zem Post­punk, ex­pe­ri­men­tel­lem Noi­se und in­dus­tri­el­len So­und­s­capes, der un­ter Be­wun­de­rern von Bands wie et­wa Ex­haus­ti­on, Nar­row Lands, Spray Paint oder House­wi­ves für ganz aus­ge­zeich­net schlech­te Lau­ne sor­gen wird.

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Science Man - Science Man

Die­ses New Yor­ker Ein-Mann-Pro­jekt rich­tet ein so sau­mä­ßi­ges Ga­ra­gen-Blut­bad an, dass es nur so platsch macht. Des­sen In­ten­si­tät lässt mich z.B. an das Ge­schred­der von Kid Chro­me, S.B.F. oder Race Car den­ken. An­ge­sichts der durch­gän­gig elek­tri­schen oder ge­sam­pel­ten Drums und ei­nes ge­wis­sen Noi­se-Fak­tors kommt man aber stel­len­wei­se auch um den ab­ge­dro­sche­nen Ver­gleich zu Big Black nicht her­um.

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