Jessica 93 - Who Cares

Jessica 93 - Who Cares
Jes­sica 93 ist ein Solo­pro­jekt des pari­ser Musi­kers Geoffroy Laporte. Auf Who Cares ruft er die Bra­chia­li­tät alter Big Black-Plat­ten in Erin­ne­rung und lässt dabei die atmo­sphä­ri­sche Dichte der aktu­el­len Genera­tion düs­te­rer Post­punk-Bands wie etwa Cere­mony, Mer­chan­dise oder A Place To Bury Stran­gers mit ein­flie­ßen.

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Baston - Alamo 7"

Baston - Alamo 7"
Tol­ler Gara­r­a­gen­pop aus Frank­reich. Die Band aus Ren­nes spielt eine deut­lich Shoegaze-beein­flusste, power­pop­pige Vari­ante des Gen­res. Schön zu sehen, was der­zeit so auf euro­päi­schem Boden an tol­len Bands auf­sprießt. Nur bei uns in Doo­f­land ist natür­lich immer noch über­wie­gend tote Buchse.

Meat Wave - Meat Wave

Meat Wave - Meat Wave
Diese Platte hab ich vor zwei jah­ren irgend­wie ver­passt. Meat Wave aus Chi­cago ver­mi­schen ultras­trai­gh­ten etwa an Red Dons erin­nern­den melo­di­schen Punk­rock mit dem Noi­se­rock von Jesus Liz­ard oder Shel­lac und infi­zie­ren das ganze dann gele­gent­lich noch mit dem Post­punk/-core von Les Savy Fav oder Q and Not U. Dabei kommt am Ende ein lecke­res Gebräu her­aus, das ein­gän­gi­ger kaum sein könnte, den­noch alle nöti­gen Kan­ten und Wider­ha­ken auf­weist um nicht zu seich­tem Easy Lis­ten­ing zu ver­kom­men.

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Casanovas In Heat - Belvidere/​Destiny St. 7"

Casanovas In Heat - Belvidere/Destiny St. 7"
Durch diese schöne auf Kat­orga Works erschie­nene 45er bin ich jetzt zum ers­ten mal auf die Bostoner Band gesto­ßen. Zwei wun­der­schöne Songs im Grenz­ge­biet von 80er Punk und Power­pop, sehr im Geiste von Repla­ce­ments, Hüs­ker Dü und viel­leicht auch noch ein biss­chen Buz­z­cocks.
Hier fin­det ihr übri­gens neben der Bestell­mög­lich­keit auch 'nen Link zum kos­ten­lo­sen Down­load.


Thank you, Ste­reo­gum!

Typewriter. - Nobody Clears Out a Room like

Typewriter. -  Nobody Clears Out a Room like
Diese Band aus Syra­cuse, New York ver­ur­sachte beim ers­ten Hören mas­si­ves Stirn­run­zeln mei­ner­seits. Ich bin ein gro­ßer Freund von Genre-Schub­la­den. Gerade eben, weil kaum eine hörens­werte Band sich wirk­lich in eine sol­che rein­zwän­gen lässt, die­nen sie mir als Hilfe, das gehörte auf einer art musi­ka­li­schen Land­karte zu ver­or­ten und Bezüge her­zu­stel­len. Wie soll das aber mit die­ser Band bloß gehen?
Sie machen mit jedem der acht Songs näm­lich eine kom­plett neue Bau­stelle auf, bezeich­nen­der Weise beti­teln sie das auf ihrer Face­book­seite ein­fach mit "Indie", was ja nun mal alles und nichts bedeu­ten kann. Scheiß Indie!
Aber ich ver­such mal zu umschrei­ben was einem hier so ent­ge­gen kommt: Zum Bei­spiel alter 90er Indie­rock á la Archers of Loaf oder Super­chunk, son­nig ange­surf­ter Fuzz-Pop, Noise-Pop der alten C86-Schule, schnör­kel­lo­ser Gara­gen- und Post Punk, relaxte Psych-Groo­ves und an die alte Saddle Creek-Con­nec­tion erin­nern­des, ange­folk­tes Indie­rock-Gedöns.
Das klingt aber alles dann doch nicht nach einer Band, die ein­fach noch nicht ihren Sound gefun­den hat, son­dern nach einem Hau­fen selbst­be­wus­ter Musi­ker, die sich sehr sou­ve­rän eklek­ti­zis­ti­sche Ein­flüsse anzu­eig­nen wis­sen. Denn jeder Song hier drauf ist ein Tref­fer.

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Earl Boykins - Friends

Earl Boykins - Friends
Herr­lich schnör­kel­lo­ser und wahn­sin­nig infek­tiö­ser (Garagen-)Punk aus New York. Mit gele­gent­li­chen Post-Ein­spreng­seln. Oder etwas doo­mig á la Dest­ruc­tion Unit darf's auch mal sein. Pixies-artige Sur­fein­la­gen sind auch mit an Bord, melo­di­sche Hym­nen die auch den Repla­ce­ments oder Jesus and Mary Chain gut zu Gesicht gestan­den hät­ten, und über­haupt alles mög­li­che was der­ar­ti­gem Krach jemals einen guten Namen ein­ge­bracht hat.

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Rasputin's Secret Police - Comfortable /​ Then

Rasputin's Secret Police - Comfortable / Then
Rasputin's Secret Police - Comfortable / Then
Die­ses Duo aus dem ver­schla­fe­nen Ört­chen Dre­xel Hill im Bun­des­staat Penn­syl­va­nia lärmt schon seit bald fünf­zehn Jah­ren eher unbe­merkt vor sich hin, aber jetzt kommt ihnen hof­fent­lich etwas wohl­ver­diente Auf­merk­sam­keit ent­ge­gen, anläss­lich der Wie­der­ver­öf­fent­li­chung ihres 2012er Albums Com­for­ta­ble, als Tape oder Down­load auf dem groß­ar­ti­gen Label Flee­ting Youth Records, von dem es hier auch schon eini­ges zu bestau­nen gab. Die bei­den spie­len eine ange­grungte Form von Alter­na­tive-/In­die Rock, die zwar so klingt als wäre die Zeit irgend­wann um 1994 ste­hen­ge­blie­ben, aber ich kann sie jetzt nicht auf irgend­et­was spe­zi­el­les fest­na­geln. Klar schie­len hier und da mal Dino­saur Jr oder Sebadoh um die Ecke, aber das hier klingt eher so als ob zwei Musi­ker die Ein­flüsse jener Zeit wie ein Schwamm auf­ge­so­gen und eine sehr lange Zeit auf sich wir­ken las­sen haben, um dann aus den durch­aus bekann­ten Ver­satz­stü­cken doch etwas ganz eige­nes zu bauen. Die Pro­duk­tion ist aller­dings ziem­lich schä­big und nix für Klang­pu­ris­ten.
Eben­falls vor kur­zem erschien ihr letz­tes Album Then, das stel­len­weise etwas ruhi­gere, ver­träum­tere Töne anschlägt. Nicht weni­ger hörens­wert.

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Pale Angels - Primal Play

Pale Angels - Primal Play
Eine ange­nehme Über­ra­schung gab es diese Woche beim The Men-Kon­zert in Köln, als Pale Angels unan­ge­kün­digt den Abend eröff­ne­ten. Keine leichte Auf­gabe, für diese Band den Sup­port zu spie­len ohne anschlie­ßend vor Scham im Boden zu ver­sin­ken, aber die aus einem Eng­län­der und zwei Amis zusam­men­ge­raufte Band lie­ferte eine halbe Stunde noi­sige, abge­fuz­zte Punk­ex­plo­sio­nen ab, die zu begeis­tern wuss­ten und mühe­los auf den Ener­gie­le­vel des rest­li­chen Abends ein­stimm­ten.
Das von Ben Green­berg (ratet mal von wel­cher Band…) pro­du­zierte, letz­tes Jahr erschie­nene Album Pri­mal Play schafft es, diese unge­stüme Liveen­er­gie über­zeu­gend ein­zu­fan­gen und die Songs funk­tio­nie­ren auch auf Kon­serve tadel­los. Das klingt in etwa so, als ob der dre­ckige aber melo­di­sche Indie­rock der frü­hen oder prä-Grunge Ära mit dem Noi­se­rock und Pop­punk der frü­hen Neun­zi­ger ver­schmilzt. Wer melo­di­schen Krach­at­ta­cken á la Cloud Not­hings etwas abge­win­nen kann und die Zei­ten ver­misst, in denen man "Indie Rock" noch nicht in iro­ni­sche Anfüh­rungs­zei­chen set­zen musste, wird mit die­ser Platte sicher auf seine Kos­ten kom­men.

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The Resonars - The Resonars

The Resonars - The Resonars
Zur Abwechs­lung mal nix neues, son­dern eine sehr will­kom­mene Wie­der­ver­öf­fent­li­chung der schrul­li­gen Retroro­cker aus Tuc­son, Aro­zona. Sie haben ihr aller­ers­tes Album von '98 noch mal von den ori­gi­na­len Vier­spur-Tapes gekratzt und und machen es jetzt - zu einem unver­schämt güns­ti­gen Kurs - wahl­weise in einem neu ange­fer­tig­ten Mono- oder Ste­reo­mix auf Band­camp ver­füg­bar. Fans kön­nen jetzt die Lücke in der Dis­ko­gra­fie stop­fen, und wer mit der Musik die­ser lie­bens­wer­ten, maß­geb­lich von der Bri­tish Inva­sion der Mitt­sech­zi­ger beein­fluss­ten Band bis­her noch nicht ver­traut war, hat jetzt auch die Gele­gen­heit, das nach­zu­ho­len.

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Heathers - Fear 7"

Heathers - Fear 7"
Ein klei­nes Update von den schram­me­li­gen Dream-/Power­pop­pern aus Los Ange­les, deren erste 7" Teenage Clo­thes ich vor einem hal­ben Jahr bestimmt auch schon gepos­tet hätte, wenn's die­ses Blog da schon gege­ben hätte.