Loved Gun

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Japan, 2004

Regie: Kens­aku Watanabe

Der Auf­trags­mör­der Hay­amada ist auf der Flucht vor sei­nen frü­he­ren Auf­trag­ge­bern. Sie haben sei­nen Ex-Kol­le­gen Maru­y­ama und den uner­fah­re­nen Taneda beauf­tragt, ihn zu besei­ti­gen. Am Ende sener Kräfte und schwer ver­letzt trifft er auf die ver­schlos­sene und vom eige­nen Schick­sal arg gebeu­telte Miyuki. Eigent­lich möchte er ihr nur ihren Moror­rol­ler als ein wei­te­res Flucht­fahr­zeug steh­len, doch es kommt anders als sich Miyuki gar nicht von „Akira“, sei­nem knall­ro­ten Revol­ver, beein­dru­cken lässt. Statt­des­sen bricht er zusam­men, und als er im Kran­ken­haus wie­der erwacht, ist auch seine Leb­lings­waffe ver­schwun­den. Er macht Miyuki aus­fin­dig, die Akira für ihn „auf­be­wahrt“ hat. Sie gibt ihm die Waffe wie­der, unter der Bedin­gung, dass er einen letz­ten Mord­auf­trag für sie aus­führt. Wäh­rend­des­sen kom­men seine Ver­fol­ger unauf­halt­sam näher.

Loved Gun

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Golden Slumber

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Japan, 2010

Regie: Yoshi­hiro Naka­mura

Golden SlumberDer unschein­bare Paket­bote Aoyagi wird auf einen Schlag aus sei­nem beque­men und vor­her­seh­ba­ren All­tag her­aus­ge­ris­sen, als ihn ein alter Freund zum Angeln ein­lädt. Denn bald fin­det er sich mit Beru­hi­gungs­mit­teln voll­ge­pumpt im Auto jenes Freun­des in der Nähe einer vor­bei­zie­hen­den Parade wie­der. Man habe ihm Geld ange­bo­ten, um Aoyagi hier­her zu brin­gen, beich­tet ihm sein alter Genosse. Dann gibt’s eine Explo­sion, und um sie herum bricht Chaos aus. Auch das Auto in dem sie sit­zen ist ver­mint und Aoyagi ent­kommt knapp einer wei­te­ren Explo­sion, die eigent­lich für ihn bestimmt war. Auf der Flucht vor der Poli­zei erfährt er durch die Medien lang­sam den Grund für seine Misere: Die erste Explo­sion auf der Parade war ein Mord­an­schlag auf den japa­ni­schen Pre­mier­mi­nis­ter. Mit Hilfe eines Dop­pel­gän­gers sowie gefälsch­ten Fotos und Über­wa­chungs­vi­deos möchte man ihm den Anschlag in die Schuhe schie­ben. Doch das stellt sich als nicht so leicht raus, denn von allen Sei­ten bekommt der per­plexe Aoyagi uner­war­tete Hilfe, unter ande­rem von alten Schul­freun­den und Kol­le­gen, und sogar ein gesuch­ter Seri­en­mör­der erweist sich als durch­aus umgäng­li­cher Zeit­ge­nosse und hilft ihm bei der Suche nach dem wah­ren Täter. (mehr …)

Shangri-La (Kinyuu hametsu Nippon: Tôgenkyô no hito-bito)

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Japan, 2002

Regie: Taka­shi Miike

Shangri-La (Kinyuu hametsu Nippon: Tôgenkyô no hito-bito)Die Bara­cken­sied­lung „Shan­gri-La“ ist nur auf den ers­ten Blick ein gewöhn­li­cher Slum. Ent­ge­gen dem äuße­ren Erschei­nungs­bild sei­ner Bewoh­ner, ist das Leben dort straff durch­or­ga­ni­siert und ihr Ober­haupt, der „Major“, för­dert den Zusam­men­halt der Gruppe und die ver­bor­ge­nen Talente sei­ner Leute. So wurde Shan­gri-La zu einem ganz erstaun­li­chen Bio­top und Zufluchts­ort gestran­de­ter Exis­ten­zen. Eines Tages sto­ßen zwei unwahr­schein­li­che Besu­cher auf das selt­same Grüpp­chen: Ein arbeits­los gewor­de­ner Post­an­ge­stell­ter fin­det in Shan­gri-La ein neues sozia­les Umfeld, als er – sich als Poli­zist aus­ge­bend – zufäl­lig einige Ran­da­lie­rer aus der Sied­lung ver­treibt. Kurze Zeit spä­ter, ver­sucht ein soeben pleite gegan­ge­ner Dru­cke­rei­be­sit­zer, sich unmit­tel­bar am Rande der Sied­lung in sei­nem Auto das Leben zu neh­men. Seine Firma musste Kon­kurs anmel­den, nach­dem ein Geschäfts­part­ner ihn mit einer fau­len Bürg­schaft über den Tisch gezo­gen hat. Der Sui­zid­ver­such platzt, denn gleich­zei­tig gibt es einen Ver­letz­ten in der Sied­lung, und anstatt sich das eigene Leben zu neh­men, ret­tet er das Leben eines der Obdach­lo­sen. Auch er wird mit offe­nen Armen in den Kreis schrä­gen Vögel auf­ge­nom­men und gemein­sam set­zen sie es sich zum Ziel, dem geschei­ter­ten Unter­neh­mer zu einem neuen Start zu ver­hel­fen und dabei auch noch sei­nem betrü­ge­ri­schen Geschäfts­part­ner eins aus­zu­wi­schen… (mehr …)

Die Filme von Satoshi Kon

Sato­shi Kon, eines der ganz gro­ßen Genies der Ani­me­bran­che, ist ges­tern viel zu jung an Krebs gestor­ben.

An Stelle einer wei­te­ren drö­gen Trau­er­rede, möchte ich Lesern, die seine Filme noch nicht ken­nen, ein­fach mal etwas Appe­tit machen, sich mit sei­nem Werk ver­traut zu machen, denn der­art visio­när schöne, aber auch ver­stö­rende Anime­wel­ten wer­den wir so bald wohl nicht mehr zu sehen bekom­men.

Perhaps Love (Yue Goh Oi)

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Hong­kong 2005

Regie: Peter Chan

Ohje, das war ja mal gar nix.

Perhaps Love (Yue Goh Oi)Das ganze fängt durch­aus viel­ver­spre­chend an. Nach eini­gen ein­lei­ten­den Wor­ten des Erzäh­lers wird der Zuschauer kopf­über in eine sur­real anmu­tende Musi­cal­welt gewor­fen, mit knall­bun­ten Zir­kus­per­for­man­ces und über­haupt so ziem­lich jedem Kitsch, den man an einem Film­set unter­brin­gen kann. Als genau so ein Film­set ent­puppt sich die Sze­ne­rie dann auch, und ich denke mir: Toll, auch noch ein Film im Film. Was soll denn da noch schief gehen?
So eini­ges, denn die ers­ten Minu­ten des Films ent­pup­pen sich bald als rei­nes Blend­werk, ver­spre­chen einem eine außer­ge­wöhn­li­che Bil­der­reise, mün­den dann aber lei­der nur in eine tod­lang­wei­lige (Dr[ei]ecks-)Beziehungs-Schmonzette und eine Über­do­sis Kitsch. (mehr …)

Fish Story (Fisshu sutôrî)

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Japan, 2009

Regie: Yoshi­hiro Naka­mura

Fish Story (Fisshu sutôrî)Im Jahr 2012 droht der Mensch­heit die  Ver­nich­tung durch einen rie­si­gen Kome­ten. Bruce Wil­lis und seine Hel­den aus Hol­ly­wood haben ihren Welt­ret­tungs­ver­such schon lange ver­kackt und in ihren letz­ten Stun­den schaut die Welt ver­zwei­felt zu einer Indi­schen Astro­nau­ten­crew und ihrem schein­bar hoff­nungs­lo­sen Ver­such auf, den apo­ka­lyp­ti­schen Him­mels­kör­per in letz­ter Sekunde zu zer­stö­ren. Der Groß­teil der japa­ni­schen Bevöl­ke­rung ist bereits in die Berge oder in pri­vate Schutz­bun­ker geflo­hen.
In einem Plat­ten­la­den, irgendwo in einem men­schen­lee­ren Japan, brennt noch Licht. Zwei Nerds fach­sim­peln über Comics, Punk­rock und den gan­zen Rest, und über Geki­rin, eine Japa­ni­sche Band die im Jahr 1975, so sagt man, den Punk­rock schon vor­weg­nahm.

1982 sit­zen drei Stu­den­ten eher unfrei­wil­lig im glei­chen Auto. Einer von ihnen hat Kaset­ten mit selt­sa­mer Musik dabei und erzählt eine der zahl­rei­chen urba­nen Legen­den um den Song „Fish Story“ der obsku­ren Band Geki­rin. Man sagt, Men­schen mit über­sinn­li­chen Fähig­kei­ten könn­ten wäh­rend des Songs einen Schrei hören und wür­den damit einen Fluch auf sich laden… (mehr …)

Symbol (Shinboru)

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Japan, 2009

Regie: Hito­shi Mats­um­oto

Symbol (Shinboru)Ein Wagen hält in irgend­ei­nem mexi­ka­ni­schen Dorf. Eine rau­chende und pau­sen­los flu­chende Nonne steigt aus und betritt ein Haus. Dort sitzt eine Fami­lie, wie sie genau dem ras­sis­ti­schen Hol­ly­wood­kli­schee ent­spricht das sich irgend­wie in unse­rem kol­lek­ti­ven Gedächt­nis fest­ge­setzt hat. Und ein selt­sa­mer Fremd­kör­per befin­det sich auch dort: ein Mann mit einer grü­nen Maske sitzt dort Zei­tung lesend am Mit­tags­tisch, ein Pro­fi­wrest­ler wie wir bald erfah­ren, und wird von der unfreund­li­chen Nonne abge­holt. Sie machen sich auf den Weg zu dem bis­her här­tes­ten Kampf sei­nes Lebens…

Ein mit einem quietsch­bun­ten Pyjama beklei­de­ter Mann wacht in einem wei­ßen Raum ohne Türen oder Fens­ter auf. Kaum hat er sich auf­ge­rap­pelt, sieht er scha­ren von Engels­fi­gu­ren, die sich an den Wän­den tum­meln und sogleich auch wie­der in der Wand ver­schwin­den. Übrig blei­ben unzäh­lige kleine Engel­spe­nisse (kein Witz!) die aus den Wän­den her­aus­ra­gen. Jeder der Penisse, so stellt sich her­aus, funk­tio­niert als ein Schal­ter, der einen bestimm­ten Gegen­stand erschei­nen lässt oder ein bestimm­tes Ereig­nis aus­löst. Lang­sam lernt der Gefan­gene, wie die Sache funk­tio­niert, wie er z.b. an etwas zu Essen oder eine Decke zum schla­fen kommt. Auch einen Aus­gang ent­deckt er bald, doch bis er es schafft ihn recht­zei­tig zu errei­chen, bevor er sich wie­der schließt, hat er noch einen lan­gen Lern­pro­zess vor sich… (mehr …)

My Beautiful Girl Mari (Mari iyagi)

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Süd­ko­rea 2002

Regie: Seong-kang Lee

Ani­ma­tion aus Korea also? Mein letz­ter Aus­flug in die­ses Gefilde war eine herbe Ent­täu­schung und gefüllt mit zusam­men­hang­lo­sen Plot­de­vices, offen zur Schau gestell­tem Sexis­mus und ein­falls­lo­sem Fäkal­hu­mor. Ok, dann ich gebe also noch mal einem Film die Chance, mein Bild vom korea­ni­schen Ani­ma­ti­ons­film auf­zu­po­lie­ren.

My Beautiful Girl Mari (Mari iyagi)

Und so viel sei schon mal gesagt, dies­mal bin ich begeis­tert. Der Film erzählt die Geschichte der bei­den Schul­freunde Nam-woo und Jun-ho. Bald sol­len sich die Wege der bei­den tren­nen, denn Jun-ho wird bald aus sei­nem beschau­li­chen Fischer­dorf nach Seoul zie­hen, wo sich seine Eltern bes­sere Bil­dungs­mög­lich­kei­ten für ihren Sohn erhof­fen. Nam-woo dage­gen hat immer noch den Tod sei­nes Vaters zu ver­ar­bei­ten und fürch­tet um seine kranke Groß­mut­ter. In ihrer Frei­zeit tref­fen sich die bei­den auf der Flucht vor der tris­ten Rea­li­tät an einem alten Leucht­turm, von dem eine selt­same Magie aus­zu­ge­hen scheint. Jener Leucht­turm ist dann auch Nam-woo’s Ver­bin­dungs­punkt zu einer selt­sa­men Fan­ta­sie­welt, in wel­cher er sei­nem sor­gen­rei­chen All­tag ent­kommt, in der er auf rie­si­gen Fischen und unbe­kann­ten Fabel­we­sen rei­tet und sich in ein wort­lo­ses, in wei­ßes Fell geklei­de­tes Mäd­chen ver­liebt, dass er „Mari“ nennt. (mehr …)

DumBeast (Donju)

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Japan, 2009

Regie: Hideaki Hosono

DumBeast (Donju)Ryuji Deko­gawa, der Autor eines soeben preis­ge­krön­ten Romans, ist spur­los ver­schol­len, und so macht sich die Ver­le­ge­rin Shi­zuka auf in sein Hei­mat­dorf um nach ihm zu suchen. Ihre erste Anlauf­stelle dabei ist der Gigolo-Club (Anm.: Nach kur­zer Recher­che stelle ich fest, dass damit kein Bor­dell gemeint ist, son­dern das männ­lich besetzte Gegen­stück zu den berüch­tig­ten Hos­tes­sen­klubs) des exzen­tri­schen Chi Eda­jima, der als ein­zi­ger „Gigolo“ übrig geblie­ben ist, nach­dem er alle ande­ren in sei­nen Tem­pe­ra­ments­an­fäl­len gefeu­ert hat. Deko­gawa soll in der letz­ten Zeit öfter hier vor­bei­ge­kom­men sein. Eben­falls im Club tum­meln sich Edajama’s Frau Junko, der kor­rupte Poli­zist Oka­moto und das flip­pige Loli­con-Püpp­chen Nora. Lang­sam macht sich Shi­zuka mit den abge­dreh­ten Per­sön­lich­kei­ten und ihrer Geschichte ver­traut und es erhär­tet sich der Ver­dacht des Mor­des am Schrift­stel­ler… (mehr …)

Freesia: Bullet Over Tears (Furîjia)

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Japan, 2007

Regie: Kazu­yo­shi Kuma­kiri

In einem dys­to­pi­schen Japan wurde ein Gesetz zur lega­len Durch­füh­rung von Rache­mor­den erlas­sen. Die Opfer von Ver­bre­chern sol­len so ihren Rache­durst stil­len kön­nen und machen davon auch regen Gebrauch. Zu die­sem Zweck wer­den die Ver­ur­teil­ten an einen vor­her von der Rache­be­hörde bestimm­ten Ort gebracht, wo dann drei von der Behörde ange­heu­erte Berufs­kil­ler jagt auf sie machen. Die gejag­ten haben das Recht ihrer­seits einen Body­guard anzu­heu­ern, um viel­leicht doch noch lebend davon­zu­kom­men.

Freesia: Bullet Over Tears (Furîjia)

Einer der besag­ten Kil­ler ist Hiro­shi Kanou. Vor 15 Jah­ren über­lebte er als jugend­li­cher Sol­dat den Test­ab­wurf einer Gefrier­bombe, bei dem er und 30 Kriegs­wai­sen als Ver­suchs­ka­nin­chen ein­ge­setzt wur­den. Seit­dem ist sein Kör­per gefühlstaub und auch emo­tio­nal ist Hiro­shi ein ein­zi­ger Eis­zap­fen. Auch seine Vor­ge­setzte, Mariko Higu­chi, ist eine über­le­bende des Expe­ri­ments, und als sich durch ihren Job die Gele­gen­heit ergibt, die Draht­zie­her von damals kalt zu machen, zögern sie nicht lange. (mehr …)