Die Debüt-EP dieser Band irgendwo aus New Jersey zündet dreieinhalb erstklassige Songknallkörper aus melodischem Punkrock und unwiderstehlichen Powerpop-Hooks, denen Freunde von Acts á la Bad Sports, Radioactivity oder Cheap Wine ganz bestimmt nicht abgeneigt sind.
Sagt hallo zu Hi Waisted aus St. John's, Neufundland und Labrador, Kanada. Und vermutlich noch anderen Hunderassen. Die Debüt-EP der Band erfreut jedenfalls schon mal sehr mit Garage Punk der uralten Machart, dem ganz schamlos die Sonne aus'm Popo scheint. Das geht immer, da gibt's nix dran zu meckern.
Aus den guten Häusern Toyota und Digital Regress kommt diesmal etwas abgestandene Qualitätsware. Vier der fünf Songs ursprünglich im letzten Jahr auf diversen Tapes erschienen, liegen hier allerdings in deutlich besseren Neuaufnahmen vor. So sehr ich auch ein Faible für kaputtes LoFi-Gekratze hab, das hier hat mehr Wumms.
Irgendwann mal als so was wie die etwas derberen, kanadischen White Lung durchgegangen, hat sich das Trio aus Vancouver über zwei Alben zu einer ganz eigenen auditiven Gewalt entwickelt und gefällt mir inzwischen weitaus besser als was das offensichtliche Vorbild zuletzt so verzapft hat. Mit ihrem dritten Album hat die Band kürzlich ihr wohl wütendstes Stück Lärm abgeliefert, das die bisherige Rezeptur eher graduell verfeinert. Dafür geht ihr Sound im Umfeld von Post Punk, Noise und Postcore jetzt aber mit einer ungeahnt kompromisslosen Wucht und Entschlossenheit in die Offensive, welche die bereits sehr ungemütlichen Vorgänger noch mal locker in den Schatten stellt.
Während das im letzten Sommer erschienene No Gravity Girls irgendwie nicht so recht bei mir zünden wollte, trifft der vierte Langspieler wieder ziemlich ins Schwarze. Soundmäßig ist das nach wie vor die charmante Verschmelzung aus Noise Pop, Shoegaze, entschlossenen Punkattacken und der sonnigeren Seite von 60s Psychedelia, wie sie man vom Berliner Ein-Mann-Projekt gewohnt ist. Auch im Jahr 2018 klingt das noch vollkommen eigenständig. Deutlich zugelegt hat aber das zugrunde liegende, vergleichsweise aufgeräumte Songmaterial, das keineswegs mehr nach Gaffertape und Sekundenkleber klingt, sondern in sich geschlossen und aus einem Guss.
...und gleich noch mal Garage Punk der sommerlich-leichtfüßigen Geschmacksrichtung auf dem ca. zweieinhalbten Langspieler dieser Band aus Vancouver. Im letzten Drittel wird der Sound noch mal eine ganze Nummer relaxter als er eh schon war und morpht zunehmend in eine klassisch indierockige Form. Unbedingt anhören, wer mit frühen Parquet Courts, Uranium Club, Gen Pop oder Shark Toys was anzufangen weiß.
Ein ganz ausgezeichnetes Debüt liefert eine Band aus Melbourne hier ab mit ausgefuchstem Garage Punk irgendwo zwischen Uranium Club und Sauna Youth. Macht Bock auf mehr davon.
Die drei EPs dieser Band aus Dallas strahlen mit recht abwechslungsreichem Noise Rock, der ausgezeichnet die Balance zwischen Chaos und Struktur hält, wobei Vol. 1 noch etwas unkontrollierter losbollert. Spätestens bei Vol.3 fließt sich das ganze dann aber in deutlich konkretere Strukturen und versprüht so einen gewissen Jesus Lizard-meets-Shellac Vibe. Geht klar, das.
Nettes Tape von einer Band aus Philadelphia. Post-/Düsterpunk, der besonders in der ersten Hälfte mit stark psychedelischen Akzenten etwas aus der gegenwärtigen Masse artverwandter Bands heraussticht.