Grow Rich - Frantic Semantic

Grow Rich - Frantic Semantic

Abdur Rahim Latada aka das Ein-Mann-Pro­jekt Grow Rich aus Jakarta, Indo­ne­sien hat sich gerade mit sei­ner zwei­ten EP zurück gemel­det. Dar­auf hat sein Sound aus Noise Pop, Shoegaze und Fuzz Punk noch­mal eine ordent­li­che Schippe Dyna­mit oben drauf gelegt und stär­ker noch als auf der eh schon sehr guten ers­ten EP vor einem Jahr glänzt die Platte durch tadel­lo­ses Song­wri­ting, ange­trie­ben von einer druck­vol­len Pro­duk­tion. Dabei erin­nert das ganze aus­schließ­lich an die etwas ent­schlos­se­ner lär­men­den Haus­num­mern des besag­ten Gen­re­spek­trums wie etwa Swer­ve­dri­ver, Mega City Four, Sugar und einen Hauch von Super­chunk; außer­dem an aktu­elle Bands á la Mil­ked und Mons­ter Trea­sure. Erneut, ast­rei­ner Stoff.

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Seablite - Grass Stains and Novocaine

Seablite - Grass Stains and Novocaine

Hier ist auch gleich schon die zweite Ham­mer­ver­öf­fent­li­chung, die ver­gan­ge­nes Wochen­ende zeit­gleich mit den Neu­trals auf Emo­tio­nal Response erschie­nen ist. Seablite kom­men aus der Gen­tri­fi­zie­rungs­hölle von San Fran­cisco und begeis­tern auf ihrem ers­ten Lang­spie­ler mit melo­di­schem Zeug irgendwo zwi­schen Noise Pop, old­schoo­li­gem Shoegaze, Dream- und Schram­mel­pop, der mit gro­ßer Sicher­heit eini­ges aus den C86- und Sarah Records-Ären in sich auf­ge­so­gen hat. Mit einem ordent­li­chen Drive und tadel­lo­sem Song­wri­ting tref­fen Seablite durch­ge­hend ins Schwarze zu einem Sound, der zwar ver­träumt aber - anders als so viele andere Bands die­ses Gen­re­spek­trums - nie­mals schläf­rig ist.

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Teresa Cienfuegos Y Las Cobras - Noche De Suicidas

Teresa Cienfuegos Y Las Cobras - Noche De Suicidas

Ast­rei­ner Scheiß aus Mexiko, mit dem ich in die­sem Moment echt mal nicht gerech­net hätte. Ein melan­cho­li­scher Son­nen­un­ter­gang am Sur­fer­strand trifft hier auf den Noise-/Jangle Pop und Proto-Shoegaze aus der bri­ti­schen C86-Schule, erwei­tert um die ten­den­zi­ell etwas psy­che­de­li­schen Aus­schwei­fun­gen des neu­see­län­di­schen Fly­ing Nun-Uni­ver­sums der 80er Jahre.

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Resounding No - Gross Dominance

Resounding No - Gross Dominance

Eine glit­zernde Wand aus Noise und Melo­dien errich­tet die­ses Trio aus New Brunswick, New Jer­sey auf ihrem Debüt-Tape, so mas­siv dass es einen nur mit­rei­ßen kann. Ein von Anfang bis Ende stim­mi­ges Kraft­pa­ket das zwi­schen den Eck­pfei­lern aus Noise Pop, ver­ne­bel­tem Psych, Shoegaze und kraft­vol­lem Indie Rock nicht nur mit bezau­bernd melan­cho­li­schen Melo­dien und ver­träum­ter Atmo­sphäre auf­war­tet, son­dern dabei auch ordent­lich die Wände zum wackeln bringt.

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Shopvac - Demo 2019

Shopvac - Demo 2019

Shop­vac aus Toronto machen mit ihrem Demo schon mal einen ganz viel­ver­spre­chen­den ers­ten Ein­druck mit melo­di­schem Krach zwi­schen Noi­se­pop und den etwas der­be­ren Daseins­for­men von Shoegaze, nicht ganz unähn­lich zu Bands wie frü­hen Ovlov, Wild Moth, Solids oder Tide­land.

Lightfoils - Chambers

Lightfoils - Chambers

Eigent­lich mag ich Shoegaze ja sehr. Hätte gerne häu­fi­ger was davon im Blog. Dass dies jedoch sel­ten zustande kommt ist wohl der frus­trie­ren­den Eigen­schaft der aktu­el­len Genre-Genera­tion geschul­det, dem all­ge­mei­nen Klang­tep­pich mehr Beach­tung zu schen­ken als etwa grif­fi­gen Songs oder mit­rei­ßen­den Arran­ge­ments. Light­foils aus Chi­cago ste­chen da posi­tiv raus als eine der weni­gen Aus­nah­men. Auf alte Tugen­den beson­nen und mit schlaf­wand­le­ri­scher Sicher­heit aus­ge­führt schüt­teln sie Shoegaze der ult­ra­klas­si­schen Mach­art aus dem Ärmel, bei dem alle beweg­li­chen Teile tadel­los inein­an­der grei­fen und jede Hand­be­we­gung sitzt.

Fluung - Satellite Weather

Fluung - Satellite Weather

Flu­ung aus Seat­tle lie­fern auf ihrem ers­ten Lang­spie­ler einen aus­ge­spro­chen ange­neh­men Flash­back zu der gol­de­nen Ära des ame­ri­ka­ni­schen Indie Rock, ange­rei­chert um ein wenig Shoegaze und ver­ein­zelt mal etwas fol­ki­ges Geschram­mel. In die­ser spe­zi­el­len Kom­bi­na­tion erin­nert mich das z.B. an Built To Spill, Swer­ve­dri­ver oder Archers Of Loaf. Und an aktu­elle Bands wie Ovlov, Was­her oder Tape/​Off. Die durch­weg star­ken Songs die­ser Platte müs­sen sich dabei hin­ter kei­ner der genann­ten Bands ver­ste­cken.

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Xtr Human - Reflections

Xtr Human - Reflections

Nach einem Lang­spie­ler und einer EP, die für mei­nen Geschmack noch etwas zu gene­risch daher­plär­ren, hört man auf der neu­es­ten EP von XTR Human aus Ber­lin ein sehr offen­sicht­li­ches Wachs­tum und eine Band, die letzt­end­lich zu sich selbst gefun­den hat. Auf der Basis von ein­gän­gi­gem Post Punk, der sich auch sehr gut in das Genre-Revi­val zur Jahr­tau­send­wende ein­ge­fügt hätte, ver­klei­den sie die neuen, eben­falls deut­lich gereif­ten Songs in schil­lernde Shoegaze-Tex­tu­ren und kul­mi­nie­ren meist in einem opu­len­ten Cho­rus von die­ser spe­zi­el­len Art, wie sie uns im letz­ten Jahr­zehnt weit­ge­hend ver­schütt gegan­gen ist. In eben die­sen melo­di­schen Momen­ten fühle ich mich öfter mal an das spä­tere Werk von Parts & Labor erin­nert, in ande­ren an die an die Shoegaze-/Psy­che­de­lic Noise-Klas­si­ker von Bail­ter­space und - um mal etwas aktu­el­lere Ver­glei­che zu bemü­hen - an bri­ti­sche Ver­tre­ter wie Auto­bahn oder Eagulls.

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Problem People - Nobody Knows

Problem People - Nobody Knows

Ein über­wie­gend sehr star­kes zwei­tes Album von einer Band aus Chi­cago, die sich einem Sound irgendwo zwi­schen melan­cho­lisch bis eupho­risch lär­men­dem, atmo­sphä­ri­schem Indie Rock und Noise Pop ver­schrie­ben hat. Das hat Anklänge an Hüs­ker Dü und Repla­ce­ments, an so Indiero­ck/­Noi­se/Shoegaze-Grenz­gän­ger wie Swer­ve­dri­ver, Bail­ter Space, frühe Cathe­rine Wheel sowie an aktu­el­lere Acts wie Japan­dro­ids, Tide­land, Ovlov oder Wild Moth. Geht sowas von klar!

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Fir Cone Children - The Straight & The Curly

Fir Cone Children - The Straight & The Curly

Wäh­rend das im letz­ten Som­mer erschie­nene No Gra­vity Girls irgend­wie nicht so recht bei mir zün­den wollte, trifft der vierte Lang­spie­ler wie­der ziem­lich ins Schwarze. Sound­mä­ßig ist das nach wie vor die char­mante Ver­schmel­zung aus Noise Pop, Shoegaze, ent­schlos­se­nen Punk­at­ta­cken und der son­ni­ge­ren Seite von 60s Psy­che­de­lia, wie sie man vom Ber­li­ner Ein-Mann-Pro­jekt gewohnt ist. Auch im Jahr 2018 klingt das noch voll­kom­men eigen­stän­dig. Deut­lich zuge­legt hat aber das zugrunde lie­gende, ver­gleichs­weise auf­ge­räumte Song­ma­te­rial, das kei­nes­wegs mehr nach Gaf­fer­tape und Sekun­den­kle­ber klingt, son­dern in sich geschlos­sen und aus einem Guss.

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