Escape-ism – The Lost Record /​ XYZ – Artificial Flavoring

Escape-ism - The Lost Record / XYZ - Artificial Flavoring
Escape-ism - The Lost Record / XYZ - Artificial Flavoring

Ian Svenonius (u.a. Nation Of Ulys­ses, The Make Up, Weird War, Chain & The Gang) konnte auch in die­sem Jahr nicht still sit­zen. Zum einen wäre da der neue Lang­spie­ler sei­nes Solo­pro­jekts Escape-ism. The Lost Record ist gerade erst frisch gepresst und angeb­lich schon ver­lo­ren. Auf die Ohren gibt’s mehr von sei­nem leicht Sui­cide-infi­zier­ten, mini­ma­lis­ti­schen Meta-Rock’n’Roll und natür­lich brin­gen die Lyrics einen wie­der abwech­selnd zum schmun­zeln, nach­den­ken und rät­seln.
Ein bes­se­rer Kan­di­dat für eine „ver­lo­rene“ aber kei­nes­wegs unge­liebte Platte ist der zweite Lang­spie­ler von XYZ, dem gemein­sa­men Pro­jekt von Svenonious und dem Fran­zo­sen Didier Bal­ducci a.k.a. Mem­phis Elec­tro­nic, der dem einen oder ande­ren viel­leicht als Teil von u.a. Dum Dum Boys und NON! bekannt ist. Die Platte wurde näm­lich bereits zum Jah­res­be­ginn mit ca. null Pro­mo­tion aus­ge­rollt und fiel mir erst im Zuge der neuen Escape-ism auf. Jeden­falls zeigt sich Svenonius hier wie schon auf dem Vor­gän­ger von sei­ner zugäng­lichs­ten, spa­ßigs­ten, tanz­bars­ten Seite.

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Channel 83 – TVS16

Channel 83 - TVS16

Extra kru­der Synth-/Elek­tro­punk weiß auf der Debüt-EP von Chan­nel 86 aus Orlando zu ver­stö­ren. Freunde von skur­ri­len Geräusch­er­zeu­gern wie etwa Won­der Bread, Skull Cult oder C57BL/​6 wer­den zustim­mend mit den Zehen dazu wip­pen.

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Coeval – Coeval

Coeval - Coeval

Eine durch­weg gelun­gene EP ist da von einer Lon­do­ner Band auf dem pari­ser Label Le Turc Mecha­ni­que auf­ge­poppt. Zu hören gibt’s elek­tri­fi­zier­ten und durch­aus viel­sei­ti­gen Post Punk mit ange­neh­mer Noise-Kante, star­ken Song­fun­da­men­ten und bit­ter­sü­ßen, ein­gän­gi­gen Melo­dien.

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Victor – + /​ – ?

Victor - + / - ?

Gara­ge­punk der durch­weg kru­den Sorte aus Tel Aviv. Wem Skull Cult oder das R. Clown Tape zusa­gen, der darf hier unbe­dingt mal ein Ohr ris­kie­ren. Eine Schwä­che für mini­ma­lis­tisch plu­ckernde Lo-Fi Sui­cide-Beats vom Floh­markt ist dem Hör­ge­nuss auch nicht abträg­lich.



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C57BL/​6 – Lawn Mower

C57BL/6 - Lawn Mower

Die aktu­elle EP der Elek­tro-/Ga­ra­ge­punk-For­ma­tion aus Los Ange­les ist mal wie­der ein aus­ge­spro­chen spa­ßi­ger Voll­tref­fer gewor­den. Mit sechs Songs in weni­ger als zehn Minu­ten lässt sich das in einem Schluck weg­hö­ren wie eine stär­ker Noise-ori­en­tierte Vari­ante von S.B.F. oder Race Car.


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ISS – ISS 7″

ISS - ISS 7"

Neuer Klein­scheiß von den Sam­ple­bau­kas­ten-Punks aus North Caro­lina wird in der Form einer 7″ auf Sorrry State Records abge­lie­fert. Dem For­mat ange­mes­sen lär­men sie hier sehr explo­siv und deut­lich unge­zwun­ge­ner drauf los als auf den Lang­spie­lern.


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Digital Leather – Pink Thunder

Digital Leather - Pink Thunder

Das Synth-/Elec­tro­punk-Pro­jekt um Front­mann Shawn Foree hat mal wie­der eine Platte auf­ge­nom­men. Und wie er dazu auf der Band­camp-Seite anmerkt: „Felt like shit during the ent­ire pro­cess“. Ent­spre­chend gibt es auf lyri­scher Ebene das gewohnt hohe Maß an Tod und Ver­der­ben zu ver­ar­bei­ten. Aber was die Musik angeht, gehö­ren die mini­ma­lis­ti­schen Arran­ge­ments der Platte – nach dem beson­ders grim­mig klin­gen­den letz­ten Album Whack Jam – mit­un­ter zum pop­pigs­ten Mate­rial der Band.



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Hystérie – Campagne /​ Capitale

Hystérie - Campagne / Capitale

Das erste Album von Hys­té­rie aus dem fran­zö­si­schen Cas­tres bie­tet sich als pas­sen­der Com­pa­gnon für das aktu­elle Le Prince Harry Album an, klingt in etwa so wie des­sen dys­to­pisch-pes­si­mis­ti­scher klei­ner Bru­der mit einem grob im Umfeld von Syn­th/­Elek­tro- und Post­punk ange­sie­del­ten Sound und ein paar Spreng­seln von Noise und Indus­trial.



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ISS – (Endless Pussyfooting)

ISS - (Endless Pussyfooting)

ISS sind ein Duo irgendwo aus North Caro­lina bestehend aus Rich Ivey, dem ehe­ma­li­gen Sän­ger von Wha­te­ver Brains und Eddie Schnei­der, den der eine oder andere viel­leich aus sei­ner alten Band Brain F≠ kennt. Ihr zwei­tes Lang­spiel-Tape über­zeugt wie­der auf gan­zer Linie mit einer Mischung aus Elek­tro- und Post­punk aus der Sam­ple-Kon­serve, der einen gewis­sen Gara­gen­vibe mit­bringt und dies­mal deut­lich fokus­sier­ter wirkt als auf dem eher ver­spiel­ten Debüt.



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Le Prince Harry – Synthetic Love

Le Prince Harry - Synthetic Love

Das zweite Album der Syn­th­pun­ker aus Lüt­tich, Bel­gien. Die Typen sind ja auch schon ein gutes Jahr­zehnt aktiv und seit ihrem Debüt­al­bum sind ziem­lich genau fünf Jahre ver­gan­gen. In der Zwi­schen­zeit sind Le Prince Harry vom Trio zum Duo geschrumpft und haben auf ziem­lich arsch­tre­tende Art ihre Seite einer Split-LP mit mit Dut­ch­ess Says befüllt. Auch auf ihrem neuen Lang­spie­ler geben sie sich in Best­form, noch ein gan­zes Stück elek­tri­scher als bis­her schon, Gitar­ren sind als optio­nal anzu­se­hen. Und den­noch schlägt im Zen­trum die­ser Platte ein quick­le­ben­di­ges Herz aus Gara­ge­punk, das sehr zum hohen Spaß­fak­tor die­ser Platte bei­trägt.



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