Haunted Horses - Come

Nach ei­ner län­ge­ren Funk­stil­le hat das Duo aus Se­at­tle mal wie­der ei­ne neue EP am Start. Die trifft ganz schön mei­nen Nerv mit ei­ner Mi­schung aus Noi­se Rock und ex­pe­ri­men­tel­lem, düs­te­rem Post Punk, der sich mu­si­ka­lisch ir­gend­wo im Um­feld von so Bands wie Ex­haus­ti­on, Nar­row Lands, Spray Paint oder House­wi­ves be­wegt; da­zu wohnt dem gan­zen noch auch ein Hauch al­ter Mi­nis­try in­ne.


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Bench Press - Bench Press

Gleich noch mal ein aus­ge­zeich­ne­tes De­büt, eben­falls von ei­ner Band aus Mel­bourne. Die Aus­tra­li­er haben's eben drauf. Zu hö­ren gibt's ei­nen Mix aus Post­core und Noi­se Rock; man darf sich da­bei an ak­tu­el­le Bands wie Tu­nic oder Bat­piss er­in­nert füh­len, aber auch ei­nen ge­le­gent­li­chen Hauch von Fu­ga­zi, Dri­ve Li­ke Je­hu oder Hot Sna­kes kann man der Plat­te nicht ab­spre­chen.



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The Blinds - The Blinds

Wow. Das ist ein­fach sehr, sehr gei­les Zeig was die Band aus Mel­bourne da auf ih­rem De­büt-Tape fa­bri­ziert. In­tel­li­gen­ter und für ein De­büt er­staun­lich aus­ge­reif­ter Lärm aus dem Spek­trum von Ga­ra­ge-, Post- und Pro­to Punk. Aus der al­ten Schu­le tref­fen hier die Wel­ten von Wire, frü­hen The Fall (Prime Ex­amp­le für bei­des: Se­pa­ra­ti­on Street) und et­was So­nic Youth-Dis­so­nanz auf­ein­an­der. Und in der Ge­gen­wart kann man un­ter an­de­rem Ähn­lich­kei­ten zu The UV Race, frü­hen Wire­heads und - ge­ra­de we­gen der star­ken Wire-Ein­flüs­se - den B-Boys se­hen.



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Woolen Men - Lucky Box

Sind jetzt tat­säch­lich schon zwei Jah­re ver­gan­gen seit der letz­ten Ver­öf­fent­li­chung der Power­pop­per aus Port­land? Das ist un­ge­wöhn­lich lan­ge für die sonst so pro­duk­ti­ve Song­schleu­der. Über­haupt wun­dert es mich, dass Woo­len Men nach über acht Jah­ren im­mer noch kaum wahr­ge­nom­men wer­den. Denn kaum ei­ne an­de­re Band hat in der Zeit ei­nen so kon­stant gu­ten Out­put fa­bri­ziert und da­bei ei­ne so un­ver­wech­sel­ba­re ei­ge­ne Iden­ti­tät ent­wi­ckelt, mit ih­rem in bes­ter DIY-Ma­nier schnell und dre­ckig auf­ge­nom­me­nen Sound aus Power­pop und Ga­ra­ge Rock, der glei­cher­ma­ßen von Gui­ded by Voices in ih­rer gol­de­nen Ära wie auch vom Pro­to­punk der Mo­dern Lo­vers be­ein­flusst scheint. Neu­es Ma­te­ri­al soll schon un­ter­wegs sein, in der Zwi­schen­zeit kann man sich an ih­rer be­reits zwei­ten Com­pi­la­ti­on er­freu­en. Die ent­hält Songs, die ur­sprüng­lich auf di­ver­sen Tapes und EPs er­schie­nen sind; der über­wie­gen­de Teil da­von ist schon län­ger nicht mehr zu be­kom­men.



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Tarantüla - Tarantüla

Ta­ran­tü­la kom­men aus Chi­ca­go und es spie­len ehe­ma­li­ge Mit­glie­der von Cü­lo mit; die ak­tu­el­le EP der Band ist hier­zu­lan­de mal wie­der bei ETT zu be­kom­men. Dar­auf geht's oh­ne über­flüs­si­ge Schnör­kel so­fort zur Sa­che mit or­dent­lich drü­cken­dem, strai­gh­tem Punk­rock und ei­nem klei­nen Hard­core-An­teil, dem man ei­ne ge­wis­se Nä­he zu al­ten Na­ked Ray­gun nicht ab­spre­chen kann; in man­chen Mo­men­ten las­sen sich aber auch Par­al­le­len zu neue­ren Bands wie Cri­mi­nal Code, Advlts, Flowers Of Evil oder Xe­tas zie­hen.



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Patsy's Rats - Roundin' Up 7"

Die ver­gan­ge­nen Ver­öf­fent­li­chun­gen des Ga­ra­ge­pop-Du­os aus Port­land sind mir ent­we­der ent­gan­gen oder konn­ten mich nicht so recht be­geis­tern. Eins von bei­den. Mein Ge­dächt­nis lässt mich da im Stich. Der ak­tu­el­le Sie­ben­zöl­ler der Band ist je­den­falls raus auf Dirt­nap Re­cords. Das La­bel steht nor­mal für Qua­li­tät und auch hier wird man kei­nes­wegs ent­täuscht. Zwei mal aus­ge­zeich­ne­ter Power­pop, den man auf­grund sei­nes ho­hen Zu­cker­ge­hal­tes bes­ser in klei­nen Do­sen ge­nießt.

Plattenbau - Plattenbau

Der ers­te, schon et­was äl­te­re Lang­spie­ler ei­ner Ber­li­ner Band. Dar­auf gibt's Post­punk, der an vie­len Stel­len noch et­was Fein­schliff ge­brau­chen könn­te, aber durch­aus mit ei­ni­gen High­lights auf­war­ten kann, die vom un­be­streit­ba­rem Po­ten­zi­al der Band zeu­gen. Das macht ge­spannt auf zu­künf­ti­ge Ver­öf­fent­li­chun­gen (für spä­tes­tens nächs­tes Jahr ist neu­es Ma­te­ri­al an­ge­kün­digt). Der zu­letzt hier auf­ge­tauch­te neue Song Sleep/​​Paralysis deu­tet schon mal an, wo­hin die Rei­se ge­hen könn­te.



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Faux Ferocious - Faux Ferocious

Der Sound die­ser Band aus Nash­ville ließ sich schon im­mer et­was schwer fest­na­geln und auch auf ih­rer ak­tu­el­len EP ge­ben zei­gen sich wei­ter­hin sehr wand­lungs­fä­hig, aber auch deut­lich ge­reift. Der Ope­ner Me and John­ny tobt sich auf ei­ner Ba­sis von psy­che­de­li­schem Post­punk aus, an­ge­rei­chert um Ele­men­te aus Kraut, Space- und Mathrock; die ga­ra­gi­ge Kan­te ha­ben sie sich da­bei be­wahrt. The Big Ka­hu­na hat dann ei­nen ge­wis­sen Vel­vet Un­der­ground-meets-Mo­dern Lo­vers-meets-Gun Club Vi­be; zum Ab­schluss geht es dann noch mal or­dent­lich ab­ge­spa­ced zu.

Traps PS - Lexicon Artist

Noch mal schi­cker Post Punk. Dies­mal kommt der Krem­pel aus Los An­ge­les und mu­si­ka­lisch schlägt das in ei­ne ähn­li­che Ker­be. Traps PS ha­ben bis­her schon ein Al­bum und ei­ne gan­ze Hand­voll EPs auf'm Bu­ckel, die neu­es­te da­von ge­fällt mir aber be­son­ders gut mit ih­rem ab­ge­hack­ten Groo­ve und kna­cki­gen Songs, die nicht viel mehr als an­dert­halb Mi­nu­ten brau­chen, um auf den Punkt zu kom­men


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Crack Cloud - Anchoring Point

Der zwei­te Kurz­spie­ler von Crack Cloud aus Cal­ga­ry, Ka­na­da kommt mit durch­weg über­zeu­gen­dem, in al­tem New Wa­ve ge­tränk­tem Post­punk und ma­the­ma­tisch prä­zi­sen Groo­ves an­ge­tanzt, die be­son­ders in Em­pty Cell et­was an die letz­te Pill EP, ab und zu auch mal das ak­tu­el­le Teen­an­ger Al­bum er­in­nern.


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