Foam – Test Flight

Nach längerer Funkstille geben die Lärmerzeuger aus dem kanadischen London mal wieder ein Lebenszeichen von sich; oder genauer gesagt schon im letzten Sommer, denn so ganz neu ist die Platte jetzt auch nicht mehr. Natürlich bringt ihre Mischung aus Noise Rock und -punk, einem kleinen Spritzer Sludge und Postpunk nach wie vor sehr kompetent die Wände zum Wackeln. Überraschend ist dann aber der oldschoolige, relaxt daherschlendernde Indierocker In Life and Death, der die EP abschließt.

Booji Boys – Weekend Rocker

Die Booji Boys aus Halifax, Kanada haben ja schon einige Freunde mit ihrem Debütalbum im letzten Winter gefunden, das mich aber ehrlich gesagt trotz des charmant dreckigen LoFi-Sounds und unverschämt hohen Energielevels nicht so vollends auf seine Seite zu ziehen vermochte. Mit dem kürzlich erschienenen Nachfolger haben sie hingegen einen ziemlichen Volltreffer gelandet, mit einer vergleichsweise klaren, druckvollen Produktion und mit Songmaterial, das deutlich an Profil gewonnen hat. Da kommt schon öfter mal der Vibe von Bad Sports oder frühen Royal Headache auf. Die Platte ist eine hochdosierte Garagepunk-Glückspille, gelöst in zwei doppelten Espresso. Jetzt bin ich wach.



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Chemical Wire – Chemical Wire

Eine exzellente Debüt-EP haben Chemical Wire aus Somerville, Massachusetts da abgeliefert. Ein Sound den man vage als Dinosaur Jr meets Wipers plus ein Hauch von Live Skull umschreiben könnte erzeugt darauf einen ganz schönen Fahrtwind. Oder um einen etwas aktuelleren und vermutlich auch treffenderen Vergleich zu bemühen: California X mit etwas mehr Punk-Feuer unter’m Arsch, verfeinert mit einer leichten Note von Stoner- und Sludge Punk.



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The Hand – The Hand Vol. 4

Die neueste EP der Band aus Minneapolis – bestehend aus Mitgliedern von so unterschiedlich bekannten Bands wie Low, Steel Pole Bath Tub und Gay Witch Abortion – ist einerseits mal wieder genau der zu erwartende Wirbelsturm aus ungestüm vorgetragenem, minimalistisch und roh produziertem Noisrock und Postcore; andererseits handelt es sich aber auch um ihre bislang melodischste und zugänglichste Veröffentlichung. Besonders herausragend finde ich die letzten beiden Songs Get Free und I Already Know, die für einen nahezu perfekten Abschluss einer erneut sehr starken EP sorgen.


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Hobby – Hobby 7″

Sehr geiles deutschsprachiges, mit scharfer Zunge vorgetragenes Punkgedöns kommt einem auf der Debüt-EP dieser Berliner Band entgegen. Das ganze könnte man irgendwo zwischen Pisse, Čorna Krušwa, Oiro und frühen Human Abfall einordnen. Macht Bock auf mehr!


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Tropical Trash & Brutal Birthday – Split 7″

Starkes Zeug aus dem Hause Maple Death Records. Tropical Trash aus Louisville, Kentucky kamen hier ja schon mal mit ihrem ausgezeichneten Debütalbum UFO Rot vor und ihre Mischung aus Noise Rock, Garage- und Fuzz Punk macht auch diesmal wieder eine gute Figur. Vollkommen überrascht bin ich hingegen von den Italienern Brutal Birthday, die hier ihr Debüt abliefern. Ebenfalls im Spektrum von Fuzz und Noise angesiedelt, hat das aber auch einen leicht Krautigen Vibe, der etwas an Spray Paint oder noch mehr an deren Kollaborations-Projekt Contributors erinnert. Grandioses Zeug von einer Band, die man im Auge behalten sollte.


Nightwatchers – Who’s To Blame

Ausgezeichnetes Zeug mal wieder auf No Glory Records. Die sechs melodischen Punksongs dieser Band aus Toulouse wecken sofort Assoziationen zu den ebenfalls auf dem Label veröffentlichenden Short Days und Telecult, ergänzt um vereinzelte garagige Zwischentöne. Auch zu Red Dons oder Radioactivity kann man gewisse Gemeinsamkeiten sehen.



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Mutton – Gould Street Demos

Die Noiserocker aus Melbourne haben sich schon vor einem guten Jahr aufgelöst, schieben jetzt aber noch schnell das neu gemischte und gemasterte Ergebnis einer Demosession hinterher, deren Songs sie eigentlich noch mal für’s nächste Album neu aufzunehmen gedachten. Warum eigentlich? Klingt doch ziemlich perfekt so wie es ist!



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Witch Coast – Devil Vision

Irgendwie ist diese ziemlich geile EP bisher an mir vorbei gegangen. Fuzzpunk und Noisepop gibt’s darauf zu hören, der stark an frühe Wavves oder No Age erinnert, vermischt mit ein wenig Oh Sees-Psychedelia und der angenehm stumpfen Haudrauf-Garagenästhetik des ganz frühen Ty Segall.


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Death By Unga Bunga – Bye Bye / Into The Night 7″

Neues von den Indierockern aus Oslo, die schon mal vor einem guten Jahr mit ihrer letzten EP Fight einen guten Eindruck hinterließen. Die langsam vor sich her fuzzende A-Seite ist schon ganz nett, aber das eigentliche Glanzstück hier ist die unverschämt catchy geratene Powerpop-Glückspille Into The Night auf der B-Seite.