Ricky Hell - Blue Lips

Ricky Hell - Blue Lips

Ricky Hamil­ton aka Ricky Hell, der hier unter ande­rem schon mit sei­ner alten Band Fasci­na­ting  und außer­dem mit einem tol­len Solo-Tape auf­fiel hat inzwi­schen sei­nen Wohn­sitz von Cleve­land nach Los Ange­les ver­legt, vor­her aber noch schnell eine neue EP auf­ge­nom­men. Ohne seine Void­boys dies­mal, was sich in einem weni­ger knar­zi­gen Sound nie­der­schlägt. Davon abge­se­hen begeg­net einem hier aber eine sehr ähn­lich lie­bens­werte Mischung aus Power-, Fuzz- und Gara­gen­pop.

Paul Jacobs - Easy

Paul Jacobs - Easy

Fand ich den letz­ten Lang­spie­ler des Gara­gen­ro­ckers aus Mont­real stel­len­weise etwas über­la­den, lie­fert der gute Mann hier ein ver­gleichs­weise flau­schi­ges, ent­spann­tes Fuzz-Kis­sen ab. Wie von ihm gewohnt ist das eine ordent­lich viel­sei­tige Ange­le­gen­heit, die sich auch gerne mal Abste­cher in psy­che­de­li­schen Nebel leis­tet und so schnell keine Lan­ge­weile auf­kom­men lässt.

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Psychic Flowers - Big Egg Universe

Psychic Flowers - Big Egg Universe

Psychic Flowers ist ein wei­te­res Pro­jekt von David Settle, der hier auch schon mehr­fach mit sei­nen Bands Ex-Brea­thers und Big Heet auf­ge­taucht ist. Auf dem Debüt­al­bum von Psychic Flowers ist aber wenig von den Noise Rock- und Post­core-Sounds besag­ter Bands zu ver­neh­men. Statt­des­sen begeis­tert die Platte mit durch­weg hoch­wer­ti­gem Fuzz-/Noise-/Power­pop, der hier in einen wun­der­bar knar­zen­den aber den­noch maxi­mal druck­vol­len Lo-Fi Sound ver­packt ist und an dem (nicht nur) Freunde von Bands wie etwa Ovlov, Mil­ked, Cali­for­nia X oder Happy Diving sicher eini­gen Gefal­len fin­den wer­den.

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Co Sonn - VBG Trash Ensemble Vol. II

Co Sonn - VBG Trash Ensemble Vol. II

Cas­per Teng­berg aus dem schwe­di­schen Väners­borg macht auf sei­nem zwei­ten Lang­spie­ler genau da wei­ter wo der Vor­gän­ger auf­ge­hört hat, das Song­ma­te­rial macht dabei aber einen kon­sis­ten­te­ren Ein­druck und hat offen­sicht­lich ein Quänt­chen mehr Fein­schliff erfah­ren. Natür­lich klingt sein char­man­ter Sound zwi­schen rum­pe­li­gem Gara­gen­ge­döns und ein­gän­gi­gem Fuzz­pop immer noch schön Lo-Fi. Unter der knar­zi­gen Ober­flä­che ver­ber­gen sich so einige hart­nä­ckige Ohr­wür­mer.



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Witch Coast - Devil Vision

Witch Coast - Devil Vision

Irgend­wie ist diese ziem­lich geile EP bis­her an mir vor­bei gegan­gen. Fuzz­punk und Noi­se­pop gibt's dar­auf zu hören, der stark an frühe Wav­ves oder No Age erin­nert, ver­mischt mit ein wenig Oh Sees-Psy­che­de­lia und der ange­nehm stump­fen Haudrauf-Gara­ge­n­äs­the­tik des ganz frü­hen Ty Segall.


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Scupper - Some Gauls

Scupper - Some Gauls

Die bis­he­ri­gen zwei EPs der New Yor­ker Band lie­ßen mich ja schon mehr als gespannt auf­hor­chen, aber mit einem der­art star­ken Debüt­al­bum hatte ich dann doch nicht gerech­net. Melo­di­scher Indie­rock, Fuzz-, Jangle- und Power­pop wie man ihn in der dunk­len Jah­res­zeit ein­fach mal braucht. Das klingt in etwa wie eine Schnitt­menge aus Gui­ded By Voices und The Clean; song­mä­ßig wer­den hier lau­fend Tref­fer ver­senkt.



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Melkbelly - Nothing Valley

Melkbelly - Nothing Valley

Da hat sich die New Yor­ker Band ja einige Jahre Zeit gelas­sen mit ihrem ers­ten Lang­spie­ler. Und wäh­rend die bis­he­ri­gen EPs in ihrer star­ken Frag­men­tiert­heit noch den Ein­druck einer Band auf der Suche nach der eige­nen Vision mach­ten, stellt sich spä­tes­tens jetzt her­aus: Genau das ist ihre Vision. Das Chaos in den Song­struk­tu­ren ist kein Aus­druck musi­ka­li­scher Unent­schlos­sen­heit, son­dern ihr selbst gewähl­ter, bevor­zug­ter Modus Ope­randi. Unter den Fet­zen und Frag­men­ten fin­den sich dann aber auch abso­lut klas­si­sche Bestand­teile aus dem Indie­rock der Bree­ders und frü­hen Pixies wie­der, die mit einen Sonic Youth-mäßi­gen Schred­der­fak­tor und gerne auch mal aus Noise Rock und Doom ent­lehn­ten Riffs kol­li­die­ren.



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Monster Treasure - II

Monster Treasure - II

Das Debüt­al­bum der Band aus dem Kali­for­ni­schen Stock­ton vor drei Jah­ren war ja schon eine sehr, sehr hörens­werte Ange­le­gen­heit, aber was das Trio auf Album Num­mer zwei ablie­fert ist pure Fuzz-/Noi­se­pop-Per­fek­tion, die sich in zehn tadel­lo­sen Song­per­len wie Honig über den Hörer ergießt, dabei aber auch ordent­lich auf den Putz haut. Der Sound weißt Ähn­lich­kei­ten zu den auf dem glei­chen Label ver­öf­fent­li­chen­den Lon­do­nern Slow­coa­ches auf, wird aber noch um deut­li­che Shoegaze-Ein­flüsse ver­fei­nert. Die melo­di­sche Finesse von Chap­ter­house trifft auf Swer­ve­dri­vers unbe­ding­ten Wil­len zum rocken­den Lärm. Wider­stand zweck­los.



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Gen Pop - On The Screen 7"

Gen Pop - On The Screen 7"

Bei die­ser Band aus Olym­pia, Washing­ton sind Mit­glie­der von Vexx und Rik And The Pigs am Werk. Da kann ja nicht mehr viel schief gehen. Die Debüt-EP glänzt mit einem recht viel­sei­ti­gen Sound, der immer auf der Schwelle von Garage- und Post Punk balan­ciert. Hin und wie­der fühle ich mich dabei an Ura­nium Club, Useless Eaters oder Par­quet Courts erin­nert.

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Terry Malts & Kids On A Crime Spree - Our Love

Terry Malts & Kids On A Crime Spree - Our Love

Zwei Grö­ßen des zeit­ge­nös­si­schen Noise-, Fuzz- und Power­pops ver­sam­meln sich auf die­ser schi­cken 10" Split-EP aus dem Hause Emo­tio­nal Response. Kids On A Crime Spree tra­gen dazu zwei psy­che­de­li­sche Pop­num­mern bei, die knie­tief im Reverb der Phil Spec­tor-Grö­ßen­ord­nung getränkt sind. Terry Malts machen das, was sie am bes­ten kön­nen und prä­sen­tie­ren zwei unwi­der­steh­li­che Ohr­wür­mer, die wie­der deut­lich mehr Beiß­kraft zei­gen als das etwas Hand­zahme letzte Album.


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