Vacation - Zen Quality Seed Crystal

Vacation - Zen Quality Seed Crystal

Nach­dem mir schon das letzte Album von Vaca­tion aus Cin­cin­nati, Ohio mit Leich­tig­keit alle Türen ein­ge­rannt hat, ver­pas­sen sie ihrem Sound auf dem neu­es­ten Tape ein saf­ti­ges down­grade, das ihnen sehr gut steht. Der bor­der­line-LoFI Klang ver­sprüht einen etwas ver­spiel­te­ren Vibe, ohne dass dabei der Lärm zu kürz käme. Da fühlt man sich unwei­ger­lich an alte Gui­ded By Voices, Sebadoh, ein biss­chen Super­chunk und außer­dem an gegen­wär­tige Bands wie Tree­house erin­nert. Wie es von den Jungs nicht anders zu erwar­ten war, glänzt das alles erneut durch hoch­wer­ti­ges Song­wri­ting.

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Wet Dreams - Wet Dreams

Wet Dreams - Wet Dreams

Wet Dreams aus Oslo sind eine Sei­ten­pro­jekt von Sebas­tian Ulstad, der man­chen viel­leicht als der Front­mann von Death By Unga Bunga eine Haus­num­mer ist und Wet Dreams als Spiel­wiese für Songs und Expe­ri­mente ins Leben geru­fen hat, die nicht so recht ins Reper­toire sei­ner ande­ren Band pas­sen wol­len. In der Tat geht es auf Wet Dreams' ers­ten Lang­spie­ler um eini­ges knar­zi­ger zu mit einem Sound zwi­schen Garage Punk und Fuzz Pop, der ab und an auch mal leicht psy­che­de­li­sche Schlen­ker machen darf. Aber auch der von ihm gewohnte Power­pop-Fak­tor erstrahlt hier im bes­ten Licht. Ich behaupte mal ein­fach, dass hier drin so zwei oder drei sei­ner stärks­ten Songs ver­steckt sind.

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Freak Genes - III

Freak Genes - III

Ich dachte eigent­lich, dass ich das letzte Album Quack Quack des ultra­sym­pa­thi­schen Duos hier irgend­wann schon gepos­tet hätte. Aber nein, das muss ich sei­ner­zeit mal wie­der ver­peilt haben. Dann hol ich's halt anläss­lich ihrer neuen LP nach. Darf ich vor­stel­len: Freak Genes, ein bri­ti­sches Duo bestehend aus Andrew Ander­son, der auch bei den Hip­shakes und den famo­sen Proto Idiot mit­mischt und Char­lie Mur­phy, den man viel­leicht von den eben­falls sehr geschätz­ten Red Chords kennt. Was die zusam­men fabri­zie­ren klingt aber nach kei­ner die­ser Bands. Dafür setzt es eine hoch­gra­dig ver­schro­bene Mischung aus ver­schram­mel­tem Fuzz-/Ga­ra­ge­pop und ver­spul­tem Elek­tro-/Syn­th­punk. Seit der letz­ten Platte hat sich der Fokus klar zuguns­ten der elek­tri­schen Sounds ver­scho­ben. Da haben einer­seits sicher uralte bekannte wie Despe­rate Bicy­cles, Tele­vi­sion Per­so­na­li­ties oder die der­zeit schein­bar mal wie­der als sehr schick gel­ten­den Devo als Inspi­ra­tion gedient. Manch­mal drängt sich mir der Begriff Bub­ble­gum Sui­cide gera­dezu auf. Und aktu­ell könnte man da Par­al­le­len zu Won­der Bread, ISS, Buck Goo­ter oder Wha­te­ver Brains drin erken­nen.

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No Blues - A Collection Of Love Songs

No Blues - A Collection Of Love Songs

Eine exzel­lente Com­pi­la­tion einer Band aus Hamil­ton, Onta­rio. Ent­hal­ten ist das in alle­samt noch recht jun­ger Ver­gan­gen­heit erschie­nene Mate­rial von einem Demo, zwei EPs und zusätz­lich gibt's noch ein paar bis­lang unver­öf­fent­lichte Songs oben drauf. Sound­mä­ßig passt das gut in in eine Reihe mit ver­schie­de­nen ande­ren der­zei­ti­gen Bands, wel­che die Tugen­den von Garage, Fuzz und Power­pop ver­ei­nen. Also z.B. Bad Sports, Tommy and the Com­mies, Radioac­tivity, Booji Boys… you name it.

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Ricky Hell - Blue Lips

Ricky Hell - Blue Lips

Ricky Hamil­ton aka Ricky Hell, der hier unter ande­rem schon mit sei­ner alten Band Fasci­na­ting  und außer­dem mit einem tol­len Solo-Tape auf­fiel hat inzwi­schen sei­nen Wohn­sitz von Cleve­land nach Los Ange­les ver­legt, vor­her aber noch schnell eine neue EP auf­ge­nom­men. Ohne seine Void­boys dies­mal, was sich in einem weni­ger knar­zi­gen Sound nie­der­schlägt. Davon abge­se­hen begeg­net einem hier aber eine sehr ähn­lich lie­bens­werte Mischung aus Power-, Fuzz- und Gara­gen­pop.

Paul Jacobs - Easy

Paul Jacobs - Easy

Fand ich den letz­ten Lang­spie­ler des Gara­gen­ro­ckers aus Mont­real stel­len­weise etwas über­la­den, lie­fert der gute Mann hier ein ver­gleichs­weise flau­schi­ges, ent­spann­tes Fuzz-Kis­sen ab. Wie von ihm gewohnt ist das eine ordent­lich viel­sei­tige Ange­le­gen­heit, die sich auch gerne mal Abste­cher in psy­che­de­li­schen Nebel leis­tet und so schnell keine Lan­ge­weile auf­kom­men lässt.

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Psychic Flowers - Big Egg Universe

Psychic Flowers - Big Egg Universe

Psychic Flowers ist ein wei­te­res Pro­jekt von David Settle, der hier auch schon mehr­fach mit sei­nen Bands Ex-Brea­thers und Big Heet auf­ge­taucht ist. Auf dem Debüt­al­bum von Psychic Flowers ist aber wenig von den Noise Rock- und Post­core-Sounds besag­ter Bands zu ver­neh­men. Statt­des­sen begeis­tert die Platte mit durch­weg hoch­wer­ti­gem Fuzz-/Noise-/Power­pop, der hier in einen wun­der­bar knar­zen­den aber den­noch maxi­mal druck­vol­len Lo-Fi Sound ver­packt ist und an dem (nicht nur) Freunde von Bands wie etwa Ovlov, Mil­ked, Cali­for­nia X oder Happy Diving sicher eini­gen Gefal­len fin­den wer­den.

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Co Sonn - VBG Trash Ensemble Vol. II

Co Sonn - VBG Trash Ensemble Vol. II

Cas­per Teng­berg aus dem schwe­di­schen Väners­borg macht auf sei­nem zwei­ten Lang­spie­ler genau da wei­ter wo der Vor­gän­ger auf­ge­hört hat, das Song­ma­te­rial macht dabei aber einen kon­sis­ten­te­ren Ein­druck und hat offen­sicht­lich ein Quänt­chen mehr Fein­schliff erfah­ren. Natür­lich klingt sein char­man­ter Sound zwi­schen rum­pe­li­gem Gara­gen­ge­döns und ein­gän­gi­gem Fuzz­pop immer noch schön Lo-Fi. Unter der knar­zi­gen Ober­flä­che ver­ber­gen sich so einige hart­nä­ckige Ohr­wür­mer.



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Witch Coast - Devil Vision

Witch Coast - Devil Vision

Irgend­wie ist diese ziem­lich geile EP bis­her an mir vor­bei gegan­gen. Fuzz­punk und Noi­se­pop gibt's dar­auf zu hören, der stark an frühe Wav­ves oder No Age erin­nert, ver­mischt mit ein wenig Oh Sees-Psy­che­de­lia und der ange­nehm stump­fen Haudrauf-Gara­ge­n­äs­the­tik des ganz frü­hen Ty Segall.


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Scupper - Some Gauls

Scupper - Some Gauls

Die bis­he­ri­gen zwei EPs der New Yor­ker Band lie­ßen mich ja schon mehr als gespannt auf­hor­chen, aber mit einem der­art star­ken Debüt­al­bum hatte ich dann doch nicht gerech­net. Melo­di­scher Indie­rock, Fuzz-, Jangle- und Power­pop wie man ihn in der dunk­len Jah­res­zeit ein­fach mal braucht. Das klingt in etwa wie eine Schnitt­menge aus Gui­ded By Voices und The Clean; song­mä­ßig wer­den hier lau­fend Tref­fer ver­senkt.



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