Antibodies - LP 2018

Antibodies - LP 2018
Auf ihrer aktu­el­len, äh… defi­ni­tiv-keine-LP sor­gen Anti­bo­dies aus dem kana­di­schen Char­lot­te­town für höchste Zufrie­den­heit mit so schnör­kel­lo­sem wie auch hoch­ex­plo­si­vem Hard­core­zeugs, das oben­drein mit einem spa­ßi­gen Gara­gen- und Fuzz­punk-Fak­tor auf­war­tet. Album-Stream →

Dumb Vision - Modern Things

Dumb Vision - Modern Things

Ganz präch­ti­ger Lärm aus Madi­son, Wis­con­sin. Der spannt gekonnt einen Bogen vom 80er West­küs­ten­punk zu den Gara­gen­sounds von heute und lässt bei­des dann in einem war­men Bad aus Fuzz Punk und Noi­se­pop á la Male Bon­ding ein­wei­chen.

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Wash - Undercover Slimo

Wash - Undercover Slimo

Wash kom­men irgendwo aus der Gegend des aus­tra­li­schen Küs­ten­städt­chens Byron Bay und fie­len mir zum ers­ten mal vor knapp zwei Jah­ren durch ein Split-Tape mit Dumb Punts und eine sau­mä­ßig rohe Dar­bie­tung ihres Fuzz­punks auf. Seit­dem haben sich die Typen wohl ein paar hal­lu­zi­no­gene Frö­sche rein­ge­zo­gen und ihr Sound hat sich ent­spre­chend ein wenig ent­spannt, eine psy­che­de­lisch schil­lernde Ober­flä­che ent­fal­tet, ohne dabei die kratz­bürs­tige, ultrapri­mi­tive Ener­gie ein­zu­bü­ßen.

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Thriller Party - Gelfling Wanderer

Thriller Party - Gelfling Wanderer

Ich seh das Cover und denk mir was zum Fick? Dahin­ter kann sich doch nichts gutes ver­ber­gen. Sicher eine die­ser aus­ge­lutsch­ten Psy­che­de­lic­Stoner­Pro­gres­si­ve­Spa­ce­Doom-Kapel­len, die seit Jahr­zehn­ten jeg­li­cher Ent­wick­lung und Krea­ti­vi­tät erfolg­reich aus dem Weg gegan­gen sind. Oder best case: Ein unin­spi­rier­ter Oh Sees-Klon.

Und wie falsch ich da lag! Bis auf den Teil mit Oh Sees. Diese Platte würde näm­lich tat­säch­lich gut auf Dwyer's Label Castle Face pas­sen, aber die Band aus Los Ange­les ist auch reich­lich inspi­riert. Die Fan­tasy- und Sci­ence Fic­tion-Ver­weise sind nicht da um ernst genom­men zu wer­den und rie­chen mehr nach Heavy Metal. Dem Film. Na ja, manch­mal auch dem Genre (siehe Ferengi Mad­ness!). Und ja, es gibt auch viel psy­che­de­li­sches bis abge­spa­ce­tes Zeug aber Thril­ler Party haben Punk im Arsch. Fuzz­punk, mit dem sie die hal­lu­zi­no­ge­ne­ren Ele­mente kom­ple­men­tie­ren und der mich an No Age, Male Bon­ding, Hüs­ker Dü oder Japan­dro­ids erin­nert. Oder wenn's eher Psy­cho­din­gens wird an Pow!, spä­tere Parts & Labor und deren Nach­fol­ge­band Upper Wilds. Und natür­lich auch mal Oh Sees. Das hat Ener­gie, das macht Krach und Spaß. Spaß, wie er ande­ren Bands tabu zu sein scheint, die mit ähn­li­chen Ver­satz­stü­cken rum­han­tie­ren.

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Leroy - Leroy

Leroy - Leroy

Vor­züg­lich schlecht gelaun­ter und voll­ge­schwitz­ter Noise-, Fuzz- und Sludge Punk aus Dub­lin dem als Sah­ne­häub­chen noch ein Sän­ger den Rest gibt, der klingt als hätte ihm jemand das letzte Bier leer getrun­ken. Kann man ja ver­ste­hen, aber jetzt beru­hig dich erst mal.

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Ghost Guilt - Mating In Captivity

Ghost Guilt - Mating In Captivity

Die zweite EP die­ser Band aus Durham macht schon mal eine äußerst sym­pa­thi­sche Figur mit drei melo­di­schen Kra­chern irgendwo zwi­schen Fuzz Punk und 90er Indie Rock.

Flat Worms - The Apparition /​ Melt The Arms

Flat Worms - The Apparition / Melt The Arms

Flat Worms aus Los Ange­les mel­den sich zurück mit einer gewohnt hoch­wer­ti­gen 7" auf Famous Class, auf der ihr Sound ein gutes Stück ver­spiel­ter rüber kommt als auf ihrem letzt­jäh­ri­gen Debüt­al­bum. Dabei tritt der Gara­gen­fak­tor in den Hin­ter­grund, die zwei Songs rücken statt­des­sen ver­mehrt in die Gegend von Noise-getränk­tem Post Punk. War alles auch frü­her schon da, aber dies­mal gewäh­ren sie die­ser spe­zi­el­len Sau etwas groß­zü­gi­ge­ren Aus­lauf.

Nearly Dead - Something Stronger

Nearly Dead - Something Stronger

Auch auf ihrem neu­es­ten Album sche­ren sich Nearly Dead aus Vic­to­ria, Kanada einen Dreck um Schön­klang, Publi­kums­er­war­tun­gen und Zugäng­lich­keit. Ihr maxi­mal räu­di­ger, mono­ton-repe­ti­ti­ver Mix aus Noise Rock, Fuzz und Sludge stra­pa­ziert die Geduld und Ner­ven des Hörers, ist so pene­trant dass man ihn ein­fach nicht mehr igno­rie­ren kann und bleibt schwer im Magen lie­gen als hätte man zwei Kilo Beton gefres­sen. Seid ihr mal an einer dun­kel­brau­nen Pfütze vor­bei­ge­lau­fen und dach­tet euch: "Cool, da leg ich mich jetzt mal rein."? Eine ähn­lich ver­lo­ckende Wir­kung ent­fal­tet diese Musik. Abar­tig im schöns­ten Sinne.

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Commander Keen - Dying In The South

Commander Keen - Dying In The South

Wenn ich mir jede Woche mei­nen Weg durch das Dickicht an Musik­ein­rei­chun­gen schlage, fühlt sich das meis­tens mehr nach unbe­zahl­ter Arbeit an als nach Spaß. Am Ende lohnt es sich aber doch, wenn mir ab und an eine sol­che Perle unter­kommt wie der zweite Lang­spie­ler von Com­man­der Keen aus dem Städt­chen Coo­ke­ville, Ten­nes­see. Unter­schätze nie die Klein­stadt­punks!
Nicht nur sind die Typen nach einem Hel­den mei­ner Kind­heit benannt, auch in musi­ka­li­scher Hin­sicht lie­gen wir abso­lut auf einer Wel­len­länge. So viel lieb­ge­won­ne­nes aus der jün­ge­ren wie auch uralten Ver­gan­gen­heit spült meine Asso­zia­ti­ons­ma­schine da an die Ober­flä­che. Begin­nend mit dem ener­gi­schen Post­core von Drive Like Jehu, dem Fuzz Punk von Cali­for­nia X oder Happy Diving, Noi­se­pop á la No Age, Play­lounge oder den unver­meid­li­chen Japan­dro­ids. Ihre Songs pen­deln außer­dem zwi­schen der hym­ni­schen Eupho­rie etwa von Beach Slang oder Needles/​/​Pins und der Melan­cho­lie von Milk Music. Haben die Qua­li­tä­ten des arsch­tre­tend-melo­di­schen Post­punks von Piles oder Die! Die! Die! und gele­gent­lich scheint sogar eine leise Ahnung von Quick­sand oder Lea­ther­face durch.
Das alles wurde hoch­kom­pakt in zehn über jeden Zwei­fel erha­be­nen Songs ver­kap­selt, deren Gehalt an hart­nä­cki­gen Hooks und Melo­dien weit ober­halb der emp­foh­le­nen Tages­do­sis liegt. Davon wird mir aber kei­nes­wegs schlecht, ich bekomme nur noch mehr Hun­ger auf einen zwei­ten Nach­tisch. So. Ver­dammt. Gut.

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Muscle Dungeon - Beef Angel

Muscle Dungeon - Beef Angel

Diese EP einer Band aus Port­land ist schon nicht mehr so ganz neu aber dafür eine ziem­li­che Bombe mit ihrem ast­rei­nen Fuzz Punk/​Noise Pop, der irgend­wie sein Jahr­zehnt ver­passt hat und gerade des­halb abso­lut will­kom­men in der Gegen­wart ist. Ganz beson­ders für Freunde von so melo­die­ver­lieb­ten Lär­mer­zeu­gern á la No Age, Diar­r­hea Pla­net, frü­hen Male Bon­ding oder Jeff The Bro­ther­hood.

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