Five Bucks - Go Skate /​ H82W8

Die­se Band aus Va­re­se, Ita­li­en lässt auf ein sehr spa­ßi­ges De­mo vom vor­letz­ten Jahr ei­ne noch deut­lich gei­le­re 2-Track-Sin­gle fol­gen. Go Skate be­schwört ei­ne pul­sie­ren­de Elek­tro­punk-Äs­the­tik her­auf nicht un­ähn­lich et­wa zu Spy­ro­ids, Freak Ge­nes, O-D-EX oder der jüngs­ten Shrudd EP. H82W8 hat dann mehr von ei­nem fluf­fi­gen Ga­ra­ge Pop-Vi­be so grob im Fahr­was­ser von Slim­ex, Daugh­ter Bat and the Lip Stings, Ghoulies, Gee Tee und Bus­ted Head Ra­cket, ne­ben noch vie­len an­de­ren.

Shrudd - For Budding Astrophysicists And Backyard Astronomers

Shrudd aus Loui­se­ville, Ken­tu­cky sind schon ein paar Jah­re un­ter­wegs aber sind erst kürz­lich auf krea­ti­ves Gold ge­sto­ßen mit den Bi­zar­ro und Mi­cro­bio­me EPs im letz­ten Jahr, wo­bei ers­te­re sich eher mit Hard­core-ver­wand­tem Lärm be­fass­te und letz­te­re stär­ker in der Ga­ra­ge-/Syn­th­punk-Ecke ver­an­kert war - ei­ne Äs­the­tik, die auch auf der neu­es­ten EP do­mi­niert und auf wel­cher sie die sti­lis­ti­schen Schräg- und Ver­schro­ben­hei­ten noch mal deut­lich er­hö­hen. Das Er­geb­nis hat ei­ne stär­ke­re Egg­punk-En­er­gie und lässt mich glei­cher­ma­ßen an Bands wie Pri­son Af­fair, Vic­tor, Set-Top Box oder Pau­lo Vicious den­ken wie auch an ge­gen­wär­ti­ge Acts aus der Syn­th-/Elek­tro­punk-Ecke á la Iso­to­pe Soap, Freak Ge­nes, Spy­ro­ids und Power­plant.

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Neon Lies - Demons

Goth-in­fi­zier­ter Syn­th Wa­ve ge­hört ja mal nicht so zu den Gen­res, für die die ich mich leicht be­geis­tern las­se, zu for­mel­haft und un­in­spi­riert ist das meis­te da­von für mei­nen Ge­schmack. Die neu­es­te LP von die­sem Ty­pen aus Za­greb, Kroa­ti­en, der bei mir vor­letz­tes Jahr schon ei­nen blei­ben­den Ein­druck als Sup­port von Nag hin­ter­las­sen hat, ist da aber ei­ne er­freu­li­che Aus­nah­me. Es ist zwar nich so dass er dar­auf ir­gend­was bahn­bre­chend neu­es ver­an­stal­ten wür­de, aber un­ge­ach­tet der simp­len und zeit­be­währ­ten Es­senz, sind die­se Songs ein­fach mal wun­der­bar aus­ba­lan­ciert und treff­si­cher ar­ran­giert, zum Bers­ten voll­ge­stopft mit ein­gän­gi­gen Hooks und Me­lo­dien, auf­ge­la­den mit reich­lich En­er­gie und ei­nem sehr ver­trau­ten aber ab­so­lut ef­fek­ti­vem Sinn für Me­lan­cho­lie. Viel­leicht ist das nur mei­ner ei­ge­nen Nei­gung ge­schul­det, aber mehr als an ty­pi­sche Syn­thwa­ve-Kost füh­le ich mich hier an Punk-/Ga­ra­ge-re­le­van­te Acts er­in­nert wie Di­gi­tal Lea­ther (klar, der of­fen­sicht­li­che Ver­gleich), O-D-EX und ganz be­son­ders die to­tal ein­zig­ar­ti­ge Sex Tou­rists LP von 2017.

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Eyelash - Eyelash

Das zwei­te Tape die­ser Band aus, ähm… To­kyo (?) trans­por­tiert durch­weg so­li­den, ein­fa­chen wie wir­kungs­vol­len Syn­th- und Post Punk mit Ga­ra­gen­zu­satz, der mich ganz be­son­ders an die Fran­zo­sen Ca­ta­lo­gue und die Bel­gi­er Le Prin­ce Har­ry den­ken lässt aber auch mit so Bands wie Spy­ro­ids, O-D-EX, Mind Spi­ders, Power­plant, Crime Wa­ve und Li­quid Face liegt man si­cher nicht ganz falsch… oder ei­ne erns­te­re In­kar­na­ti­on der Freak Ge­nes viel­leicht? Wie auch im­mer, der Scheiß funk­tio­niert!

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The Gobs - Pop Off

Was soll ich denn hier noch neu­es er­zäh­len zu ei­ner neu­en Gobs-EP? Es sind halt die mo­ther­fuck­in' Gobs! We­nig an­de­re Bands ha­ben ih­re For­mel für glei­cher­ma­ßen dum­men, über­dreh­ten und ab­ge­fuzz­ten Lo-Fi Ga­ra­ge- und Syn­th Punk-Wahn­sin per­fek­tio­niert wie die­se Band aus Olym­pia, Wa­shing­ton. Die ope­rie­ren wei­ter­hin in ih­rer ganz ei­ge­nen Ge­wichts­klas­se.

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Goblin Daycare - Agitprop Hotline!

Die De­büt-EP die­ser Egg­punk-Krie­ger aus Is­tan­bul ge­hör­te klar zu mei­nen Fa­vo­ri­ten des Gen­res im letz­ten Jahr und ih­re so­eben er­schie­ne­ne ers­te Lang­spiel­kas­set­te knüpft naht­los an den bo­den­lo­sen Spaß des Vor­gän­gers an. Will hei­ßen: Un­wi­der­steh­lich cat­chy-quir­lig-ver­schraub­te Ga­ra­ge-/Syn­th­punk-Klop­per in ei­nem sehr ähn­li­chen Be­wusst­seins­zu­stand zu so Haus­num­mern wie Pri­son Af­fair, Set-Top Box, Beer und Ghoulies! Al­les dar­an klingt für mich nach Mu­sik.

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NTSC>PAL - Full Of Spots

Lasst euch nicht täu­schen von die­sem fake-NTSC>PAL, denn in Wirk­lich­keit ist es nur Bil­liam in ei­nem NTSC>PAL-Kostüm. Schö­ner Ver­such, bei­läu­fig Screa­mers zu er­wäh­nen… nu ja, ich sag mal da­für lässt sich plau­si­bel ar­gu­men­tie­ren aber letzt­end­lich, wenn man mal von der Ne­ben­säch­lich­keit nicht-vor­han­de­ner Gi­tar­ren auf die­ser Plat­te ab­sieht, kann Bil­liam auch hier gar nicht an­ders als nur wie er selbst zu klin­gen und selbst­re­dend klingt der Scheiß ein­fach sau­mä­ßig gut.

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O.R.F. - O.R.F.1

Fan­ta­bu­lö­ses neu­es Ga­ra­ge-/Syn­th-/Elek­tro­punk-Ge­döns aus Graz, das mit mi­ni­ma­len Mit­teln doch tat­säch­lich ein paar fri­sche und bis­lang un­ge­hör­te Im­pul­se in den gan­zen Egg­punk-Clust­er­fuck ein­bringt. In ei­ni­gen Mo­men­ten kann ich gar nicht an­ders, als den Scheiß hier auf den Na­men Big Bl…Egg zu tau­fen! Dem zum Trotz gibt es hier aber glei­cher­ma­ßen auch reich­lich fluf­fi­ge Pop­me­lo­dien zu be­stau­nen. Dann wä­re da noch die Sa­che mit dem Raus­schmei­ßer-Track Frei­bad Fürs­ten­wald, der… ähm, re­cher­chiert das mal sel­ber nach, oder noch bes­ser, lasst es sein. Ist nichts für schwa­che Ner­ven.

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Thyroids - Toppings and Droppings

Fünf aus­ge­zeich­ne­te neue Ein­schlä­ge aus sim­pel-ein­gän­gig-mi­ni­ma­lis­ti­schem Syn­th Punk setzt uns die neu­es­te EP die­ser Band aus Dal­las vor. Wenn­gleich der Ti­tel des Ope­ners Q: Whe­re? A: The Squa­re klar auf De­vo an­spielt, wür­de ich aber sa­gen dass der Krem­pel viel stär­ke­re An­klän­ge an so Un­der­ground-Acts der '70er und '80er á la Mi­ni­mal Man, Ner­vous Gen­der, Screa­mers, Units, Pri­mi­ti­ve Cal­cu­la­tors oder Vi­si­tors auf­weist, wäh­rend in der ak­tu­el­len Sze­ne auch Ver­glei­che zu so Bands wie Vic­tor, O-D-EX, Lost Packa­ges und Freak Ge­nes nicht kom­plett von der Hand zu wei­sen sind.

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Gee Tee - Prehistoric Chrome

Die neu­es­te LP des Ga­ra­ge-/Syn­th-/Egg­punk-Boll­werks aus Syd­ney ist ei­gent­lich mehr ei­ne Samm­lung di­ver­ser Krü­mel, De­mos und Über­res­te, die über die Jah­re auf dem Pro­be­raum­bo­den lie­gen ge­blie­ben sind. Aber mei­ne Fres­se… wenn das hier das B-Ma­te­ri­al die­ser Band re­prä­sen­tiert, dann le­cke ich auch noch be­reit­wil­lig den C-Bo­den­satz vom lee­ren Fass auf. Das hier ist näm­lich mal wie­der ei­ne bril­li­an­te Plat­te von An­fang bis En­de und Pflicht­pro­gramm für Freun­de der me­lo­di­schen Fluf­fig­keit zwi­schen den Wel­ten von Ga­ra­ge Punk, Fuzz- und Power Pop, all kil­ler no fil­ler!

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