New Vogue - New Vogue

New Vogue aus Mont­re­al ha­ben noch nie so gut ge­klun­gen wie auf ih­rer jüngs­ten EP, auf der sie in­fek­tiö­se Hooks mit ge­fähr­li­cher Fre­quenz aus dem Är­mel schüt­teln und zu glit­zern­den klei­nen Schmuck­stü­cken aus Ga­ra­ge- und Syn­th­punk ver­schwei­ßen, der eben­so Useless Ea­ters re­flek­tiert als auch zahl­rei­che Bands aus dem Wart­t­man-Kos­mos wie Sa­ta­nic To­gas, R.M.F.C. oder Set-Top Box.

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Smarts - Who Needs Smarts, Anyway?

Ei­ne wei­te­re aus­tra­li­sche Su­per­group, die mit so ein­schlä­gi­gen Haus­num­mern wie et­wa Ja­ke Ro­bert­son (Aus­mu­te­ants, Ali­en No­se­job, Lea­ther Towel etc.), Bil­ly Gard­ner (The Li­ving Eyes, Ce­re­al Kil­ler, Aus­mu­te­ants), Mitch Cample­man (The Li­ving Eyes) und Stel­la Rennex (Pars­nip, Banana­gun) auf­war­tet. Sound­mä­ßig fällt hier der Ap­fel nicht all­zu weit vom Aus­mu­te­ants-Stamm, was voll­kom­men in Ord­nung geht. Nicht die ori­gi­nells­te Plat­te al­ler Zei­ten, aber da­für ei­ne von An­fang bis En­de hoch­wer­ti­ge La­dung Spaß.

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Liquid Face - Crumbling Structure

Qua­li­täts­wa­re von Good­bye Boo­zy Re­cords mal wie­der, wie ge­wohnt. Li­quid Face ist ein Pro­jekt von Cal Do­nald, der au­ßer­dem auch bei Draggs sei­ne Fin­ger drin hat, wo­bei die Klän­ge die­ser 7" noch ein Stück ver­spiel­ter da­her kom­men als der bis­he­ri­ge Out­put ge­nann­ter Band. Syn­th-/Ga­ra­ge Punk mit ge­wis­sen Par­al­le­len zu C57BL/​6, Sta­lins Of Sound, Puff! oder was auch im­mer Cruz So­mers ge­ra­de auf uns los­lässt (S.B.F., Race Car, etc…). Was die aus­tra­li­sche Sze­ne im spe­zi­el­len an­geht, wür­de das auch im Ka­ta­log von Wart­t­man Inc. ei­ne gu­te Fi­gur ma­chen.

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Modern Needs - Genetic Makeup

Schwer zu glau­ben, dass ich über die­se Ein-Mann-Band erst et­was frü­her in die­sem Jahr ge­stol­pert bin, als der Typ ein ab­so­lu­tes Kil­ler­tape na­mens Sur­vey of the Ani­mal King­dom raus­ge­hau­en hat. Aber wie auch im­mer… wich­ti­ger ist, dass er in­zwi­schen schon ein wei­te­res Al­bum am Start hat, das er­war­tungs­ge­mäß wie­der je­de Men­ge dum­men Spaß aus ein biss­chen old­school US West­küs­ten­punk, zeit­lo­sem Ga­ra­ge Punk und au­ßer­dem reich­lich KBD-mä­ßi­gem Ei­gen­wil­len auf La­ger hat. In der ge­gen­wär­ti­gen Sze­ne mö­ge man et­wa an Laun­cher, Li­quid As­sets, Frea­kees und Fried E/​M den­ken… oder aber an ver­gan­ge­ne Ar­te­fak­te von The Mental­ly Ill, Noxious Fu­m­es. Dar­über hin­aus sorgt dies­mal ei­ne groß­zü­gi­ge Schicht aus Syn­ths für ei­nen an­ge­nehm ver­trau­ten Aus­mu­te­ants-Vi­be.

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Moth - Modern Madness

Ei­ne wei­te­re so­li­de EP von Mo­th aus Mel­bourne - dies­mal et­was we­ni­ger Syn­th-las­tig als der Vor­gän­ger. Er­neut hat das Ähn­lich­keit zu eta­blier­ten Ga­ra­ge-Haus­num­mern wie Useless Ea­ters, Ex-Cult, Aus­mu­te­ants oder frü­hen Teen­an­ger, so­wie zu ei­ni­gen Wart­t­man Inc.-Acts á la Re­se­arch Re­ac­tor Corp., Set-Top Box. Au­ßer­dem gibt es mit Di­gi­tal Cri­sis noch ei­nen Aus­flug in Rich­tung des düs­te­ren Post­punks, wel­cher dann et­wa an Exit Group, Di­ät oder Rank/​Xerox er­in­nert.

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Wax Chattels - Clot

Zwei Jah­re nach ei­ner viel­ver­spre­chen­den, wenn auch stel­len­wei­se noch et­was un­aus­ge­reif­ten ers­ten LP, be­kom­men wir hier ei­nen deut­lich kon­sis­ten­te­ren Nach­fol­ger die­ser Band aus Auck­land, Neu­see­land ge­lie­fert. Ih­re ten­den­zi­ell eher abs­trak­ten, je­doch im­mer ein­präg­sa­men, in den Rand­be­rei­chen von Post Punk, Noi­se Rock und In­dus­tri­al an­ge­sie­del­ten Kom­po­si­tio­nen er­in­nern mich wahl­wei­se mal an Bands wie Girls In Syn­the­sis, Haun­ted Hor­ses, Ice Bal­loo­ns oder Tu­nic - mit ei­nem sub­ti­len Light­ning Bolt-Fak­tor oben­drein.

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Diode - Diode

Ei­ne Band aus Los An­ge­les mit ei­nem hoch­ka­rä­ti­gen All­star Ga­ra­gen-Lin­eup be­schert uns ei­nen an­ge­nehm ver­spul­ten Mix aus Ga­ra­ge-, Post- und Syn­th Punk, der an ei­ni­gen Stel­len nach ei­ner Kom­bi­na­ti­on aus Nots und Pow! klingt, in an­de­ren Mo­men­ten als trä­fen Pri­mi­ti­ve Cal­cu­la­tors auf Useless Ea­ters.

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Satanic Togas - X-Ray Vision

Gleich noch mal ein Re­lease aus dem hau­se Sa­tan. Vie­len dank, Sa­tan. Hier bei 12XU sind wir sind gro­ße Fans ih­res Schaf­fens. Der neu­es­te Lang­spie­ler auf Sydney's aus­ge­zeich­ne­ten La­bel Wart­t­man inc. macht je­den­falls mal wie­der rich­tig lau­ne mit zwan­zig mi­nu­ten za­cki­gem und an­ge­mes­sen schrä­gem Ga­ra­ge Punk, der schon ei­ni­ges ge­mein­sam hat mit an­de­ren Wart­t­man-Bands á la Re­se­arch Re­ac­tor Corp., Dot.com oder Set-Top Box. Da­von ab er­scheint auch ein Ver­gleich zu frü­hen Useless Ea­ters oder Aus­mu­te­ants nicht zu weit her­ge­holt.

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I Am The Fly - I Am The Fly 7"

Nun, ei­gent­lich ra­te ich ja mit gu­tem Grund da­von ab, mich mit phy­si­schen Ton­trä­gern zu be­mus­tern, weil das in ge­fühl­ten 99% der Fäl­le ein­fach ei­ner rei­nen Ver­schwen­dung von Geld und na­tür­li­chen Res­sour­cen gleich­kommt. Di­gi­ta­le Files las­sen sich ein­fa­cher ent­sor­gen. Aber wie dem auch sei, was da von ei­nem Duo aus der mehr oder we­ni­ger di­rek­ten Nach­bar­schaft auf schwar­zem PVC her­ein­ge­flat­tert kam hat dann doch mal ein un­er­war­te­tes Maß an Charme und Klas­se - or­dent­lich vor­wärts ge­trie­be­ner Syn­th­punk, wie man ihn in jün­ge­rer Zeit viel­leicht mit Bands wie Le Prince Har­ry, Clar­ko, Power­plant oder R. Clown as­so­zi­ie­ren möch­te, in­klu­si­ve eng­li­scher Ly­rics aus der Klaus Mei­ne-Grab­bel­kis­te, was letzt­end­lich nur noch wei­ter zum put­zi­gen DIY-Cha­rak­ter der drei Songs bei­trägt.

Cherry Cheeks - Motivator /​ No Ticket /​ Neighborhood WATCH!

Ich hab al­les ver­sucht, den Out­put die­ses Pro­jekts aus Or­lan­do, Flo­ri­da als ein wei­te­res mit­tel­mä­ßi­ges Syn­th­punk-Ar­te­fakt un­se­rer Zei­ten ab­zu­tun… na ja, bei der ers­ten EP zu­min­dest. Die zwei­te führ­te dann schon zu ei­nem ge­wis­sen Miss­trau­en ge­gen­über mei­nem ei­ge­nen Ur­teils­ver­mö­gen. Mit EP Num­mer drei kam dann end­lich die Er­leuch­tung dar­über, was für ei­nen ge­ball­ten Hau­fen Na­tur­dün­ger sich mein an­ge­schla­ge­ner Klum­pen aus grau­er Mas­se manch­mal zu­sam­men­denkt. Ich könn­te mal ein Anus­im­plan­tat für mei­nen Kopf ge­brau­chen. Evo­lu­ti­on, du bist so ei­ne Ent­täu­schung… Die­se zwölf Songs sind unter'm Strich nicht we­ni­ger als ein aus­ge­spro­chen spa­ßi­ger Syn­th­punk-Trip. Ei­ner von der eher po­pori­en­tier­ten Mach­art, der so­weit mit je­der neu­en EP et­was an Klas­se da­zu­ge­won­nen hat. Al­so an­bei­ßen, wenn du et­wa Zeug wie Trash­dog, Warm Exit, Dot.com, Set Top Box, Power Plant, T.L.B.M. oder Spy­ro­ids gut aus­ste­hen kannst.

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