Nasty Party - Celebration

Die­ses Duo aus Syd­ney und Lon­don trifft be­reits auf An­hieb al­le Nä­gel auf den Kopf mit so ehr­li­chen wie ein­dring­li­chen Ly­rics und ei­nem Sound nicht ganz un­ähn­lich zu jün­ge­ren bri­ti­schen DIY-Er­schei­nun­gen wie Si­li­co­ne Va­lues und Sub­ur­ban Ho­mes, wo­bei Nas­ty Par­ty ih­re deut­li­chen Te­le­vi­si­on Per­so­na­li­ties-Vi­bes aber mit ei­ner gu­ten La­dung Buz­zcocks-Dri­ve aus­ba­lan­cie­ren. Au­ßer­dem kom­men mir da­bei noch Pro­to Idi­ot und Freak Ge­nes in den Sinn.

Slayer Jr - Slayer Jr

Mal wie­der ein viel zu kur­zes Tape mit gu­tem, be­scheu­er­tem old­school Punk-Ge­pol­ter und deut­li­cher KBD-Schlag­sei­te, auf's Band ge­keucht von zwei Mit­strei­tern der Spa­cken Laun­cher aus L.A.. So ein An­ge­bot kann ich na­tür­lich kei­nes­falls ab­leh­nen.

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Cosme - Demo

Na das ist mal ein Le­cker­bis­sen! Ei­ne Band aus Ciu­dad Ló­pez Ma­te­os, Me­xi­ko lie­fert hier ei­ne Con­tai­ner­la­dung pu­rer Glück­se­lig­keit ab, die sich in drei un­mit­tel­bar vor­wärts ge­hen­den Song­ka­no­nen ma­ni­fes­tiert. Die Syn­th-Gla­sur oben­drauf per­fek­tio­niert ei­nen drin­gend be­nö­tig­ten Zu­cker­flash, der so­fort ins Blut über­geht.

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Civic - Future Forecast

Der ers­te Lang­spie­ler der Ka­pel­le aus Mel­bourne setzt naht­los fort, was schon die frü­he­ren EPs so lie­bens­wert mach­te. Si­cher, ih­rem old­schoo­li­gen Ga­ra­ge Punk mit deut­li­chem Ra­dio Bird­man-Ein­schlag ist in­zwi­schen ein ganz schön lan­ger Bart ge­wach­sen. Aber was für ein char­man­ter, ja gött­li­cher Bart das ist! Es ist ih­nen zu­gu­te zu hal­ten, dass sie auch et­was Ab­wechs­lung ver­su­chen, hier und da mal ei­nen kla­ren Wi­pers-Ein­fluss durch­schei­nen las­sen, mit düs­te­rem Post Punk rum­spie­len oder sich an Am­Rep-mä­ßi­gem Sludge- und Noi­se Rock ver­su­chen. Aber ma­chen wir uns hier nichts vor; am bes­ten sind sie im­mer noch dar­in, strai­gh­te aber aus­ge­feil­te Ro­cker am flie­ßen­den Band raus­zu­hau­en wie ei­ne gut ge­öl­te Ma­schi­ne.

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Youth Regiment - Youth Regiment

Ein wei­te­rer Imo­tent Fe­tus Re­lease, ein wei­te­rer kur­zer aber herz­haf­ter Knal­ler aus old­schoo­li­gem Hard­core­zeug, das sein ei­ge­nes Gen­re auf durch­aus char­man­te Art und Wei­se von un­ge­wöhn­li­chen Win­keln at­ta­ckiert.

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Pedigree - Connected?

Ihr 2019er Lang­spiel­de­büt New Freak war ja schon ei­ne mehr als or­dent­li­che Ka­no­ne, aber auf der neu­es­ten EP der Bel­gi­er grei­fen die be­weg­li­chen Tei­le noch mal deut­lich bes­ser in­ein­an­der, wäh­rend ihr recht po­lier­ter aber kei­nes­wegs weich­ge­spül­ter Ga­ra­ge Punk-Sound noch et­was am be­reits vor­han­de­nen Post Punk-Vi­be ge­won­nen hat. In ver­schie­de­nen Mo­men­ten füh­le ich mich an Bands wie (frü­he) Teen­an­ger, Vi­deo, Flat Worms, Sau­na Youth, Ex-Cult er­in­nert oder an fran­zö­si­sche Acts wie Night­wat­chers und Te­l­ecult.

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The Celetoids - Optic Nerve

Wo mir ih­re Pu­pal Sta­ge EP von 2017 noch et­was halb­gar rü­ber kam, ver­fei­nert das neu­es­te Tape der kroa­ti­schen Punks (mit Mit­glie­dern von Mo­dern De­lu­si­on an Bord) ih­ren Sound zu ei­nem deut­lich kon­sis­ten­te­ren Ge­nuss, der aus­ge­hend von ge­ra­de­aus ro­cken­dem Punk­zeug mal et­was in Rich­tung des KBD-in­spi­rier­ten Ga­ra­ge Punks von Laun­cher oder Frea­kees ten­diert, noch häu­fi­ger aber ei­ne Schei­be Kä­se bei me­lo­di­schen, Post­punk-af­fi­nen Grup­pen wie et­wa Red Dons, Xe­tas, Anxious Li­ving oder frü­hen The Est­ran­ged ab­schnei­det.

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The Archaeas - Archaeas

Nach 'ner 7" auf To­tal Punk im Früh­jahr, be­kom­men wir jetzt ei­nen lang­spie­len­den Ein­druck von der ro­hen En­er­gie des Tri­os aus Louis­vil­le, Ken­tu­cy ver­passt und er­neut bürgt mit Go­ner Re­cords ei­ne ein­schlä­gi­ge Ga­ra­ge-Haus­num­mer für Qua­li­tät. Er­war­tet nichts schlau­es oder ori­gi­nel­les von ih­rer Mu­sik. Er­war­tet viel mehr et­was durch­weg ver­trau­tes in sau­mä­ßig gut. Ei­ne frei­dre­hen­de Spreng­la­dung aus ul­t­ra­klas­si­schem Ga­ra­ge Punk mit 77er Duft­no­te - strai­ght und sim­pel, aber von vor­treff­li­cher Durch­schlag­kraft.

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Silicone Values - I Hate Fascist Rock And Roll /​​ Dumb Luck

Zwei ech­te Le­cker­bis­sen aus bo­den­los char­man­tem DIY Punk kom­men hier von ei­ner Band aus Leeds, nicht ganz un­ähn­lich zu an­de­ren Te­le­vi­si­on Per­so­na­li­ties-be­ein­fluss­ten Ka­pel­len un­se­rer Zeit wie et­wa Neu­trals, Sub­ur­ban Ho­mes, Freak Ge­nes.

Tom Lyngcoln - Raging Head

Saustar­kes Ding, das zwei­te So­lo­al­bum von ei­nem Ty­pen, der ein­fach weiß was er tut. Tom Lyng­coln hat bis­her un­ter an­de­rem in den Noi­se­rock- und Post­core-Bands Pa­le Heads und The Na­ti­on Blue, so­wie in den eher Folk-las­ti­gen Lee Me­mo­ri­al und Har­mo­ny ge­spielt. Die­ses Al­bum schaut klar in Rich­tung der lau­te­ren Be­stand­tei­le sei­ner Dis­ko­gra­fie, setzt dem gan­zen aber auch noch ei­ne Rei­he bis­lang frem­der Ele­men­te zu. Sti­lis­tisch deckt das ein re­spek­ta­bles Spek­trum ab, das un­ter an­de­rem an Wi­pers-be­ein­fluss­tem, me­lan­cho­li­schen Post Punk á la Red Dons oder Ner­vo­sas an­eckt, an Post­core der ten­den­zi­ell sehr me­lo­di­schen Mach­art, so et­wa im Sin­ne von Me­at Wa­ve, Bloo­dy Ge­ars und ei­nem biss­chen Hot Sna­kes… und oben­drein gibt es auch noch ei­ne ru­he­lo­se Ga­ra­ge­n­ener­gie wie man sie viel­leicht von Jack­son Reid Briggs & The Hea­ters er­war­ten wür­de. Un­men­gen an über­le­bens­gro­ßem Dra­ma wer­den hier in an­ge­mes­sen star­ke Song­sub­stanz ge­mischt, ver­packt in ei­ne mas­siv drü­cken­de Per­for­mance, der man be­reit­wil­lig je­de No­te ab­kauft.

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