Blaha – The Long Arm of the Photo Booth

Blaha - The Long Arm of the Photo Booth

Schon wie­der ist ein neuer Kurz­spie­ler des umtrie­bi­gen Blind Shake-Sei­ten­pro­jek­tes am Start. Anders als auf der letz­ten 7″ geht auf die­sem Tape etwas weni­ger der Punk ab. Dafür tobt sich das wie gewohnt sehr klas­sige Song­ma­te­rial irgendwo im Umfeld von 60s Pop und Psy­che­de­lia aus, ver­ein­zelt kom­men auch ein paar Surf-Vibes zum tra­gen.


The Brain – The Brain 7″

The Brain - The Brain 7"

First Steps ist iro­ni­scher­weise die zweite EP der Band aus Toronto und ich hätte diese wun­der­bare Platte glatt ver­passt, wäre das urspräng­lich letz­tes Jahr erschie­nene Teil nicht kürz­lich von High Fashion Indus­tries als selbst­be­ti­telte 7″ wie­der­ver­öf­fent­licht wor­den. Den­noch ergibt der ursprüng­li­che Titel jede Menge Sinn, führt man sich mal den soli­den aber unin­spi­rier­ten Psych- und Garage Rock ihres Demos und der ers­ten EP zu Gemüte. First Steps ist da eine beacht­li­che Wei­ter­ent­wick­lung und klingt nach einer Band die dabei ist, ihren ganz eige­nen Sound zu fin­den. Diese erstaun­lich naht­lose Ver­schmel­zung von Post Punk und Psy­che­de­lic ist ein­fach ent­zü­ckend und macht mehr als nur ein biss­chen gespannt auf den zukünf­ti­gen Out­put der Band.

Magic Shoppe – High Goodbye

Magic Shoppe - High Goodbye

Pas­send zum Beaches Album ist hier gleich noch mal gutes Zeug im Span­nungs­feld von Shoegaze und Psych. Magic Shoppe sind jetzt ja auch schon so einige Jahre aktiv und ihrer aktu­el­len EP hört man das zwei­fel­los an. Der Sound den sie dar­auf kre­ieren kommt rou­ti­niert, druck­voll und selbst­be­wusst rüber.

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Beaches – Second Of Spring

Beaches - Second Of Spring

Bei dem Psych­gaze-Quin­tett aus Mel­bourne ticken die Uhren frag­los etwas lang­sa­mer, hat die Band soeben doch mit ach und krach noch die Dead­line gekriegt, um ihr drit­tes Album inner­halb eines Jahr­zehnts zu ver­öf­fent­li­chen. Das passt aber auch per­fekt zu ihrer Musik, die sich gerne sehr viel Zeit lässt, um nicht zu sagen: Meine Geduld stra­pa­ziert. Aber es lohnt sich, bei der Sache zu blei­ben.

In ihrer Hei­mat schon lange eine Haus­num­mer (ihre ers­ten bei­den Alben waren jeweils für den Aus­tra­lian Music Prize nomi­miert…), wur­den die fünf Musi­ke­rin­nen anläss­lich ihres zwei­ten Albums im Som­mer 2013 auch inter­na­tio­nal im etwas grö­ße­ren Rah­men bemerkt. Die Betei­li­gung von Neu!-Veteran Michael Rother, der die Platte nicht nur pro­du­zierte, son­dern auch die eine oder andere Gitar­ren­spur bei­steu­erte, hat sicher auch etwas dazu bei­ge­tra­gen.

Jetzt mel­den sich Beaches also mit ihrem drit­ten Lang­spie­ler zurück und über­zeu­gen auch ohne ein­schlä­gi­ges Name­drop­ping mit einem monu­men­ta­len, aus­ufern­den Bro­cken von einem Album. Und ohne Frage sind 75 Minu­ten Musik schon ganz schön viel des Guten. Zumin­dest in der mir vor­lie­gen­den digi­ta­len Form hätte es der Platte durch­aus gut getan, die Lauf­zeit mal um ein gro­bes Drit­tel her­un­ter zu stut­zen.

Denke ich aber an die Ver­öf­fent­li­chungs­form als Dop­pel-LP, für wel­che diese Track­list ganz offen­sicht­lich gedacht ist, ergibt das Ganze schon etwas mehr Sinn in Form von vier lose gekop­pel­ten Sui­ten. In der ers­ten Hälfte domi­nie­ren dabei ganz klar die stär­ker psy­che­de­lisch-spa­ci­gen Klänge (für mich der „schwie­ri­gere“ Teil des Albums), wäh­rend sich der zweite Teil etwas son­ni­ger gibt mit einem stär­ke­ren Shoegaze- und Dream­pop-Anteil, um dann in einem kos­misch-krau­ti­gen Jam als Raus­schmei­ßer zu mün­den. Wenn ihr euch also nicht sicher seid: Schall­platte ist hier das Mit­tel der Wahl. Das muss auch ein über­zeug­ter Digi­tal­mensch wie ich aner­ken­nen. Und trotz aller Län­gen, die sich beim Genuss an einem Stück erge­ben: Wenn Beaches in der Zone sind, dann so rich­tig. Und unbe­streit­bar an vor­ders­ter Front in ihrem Genre-Spek­trum.



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Faux Ferocious – Faux Ferocious

Faux Ferocious - Faux Ferocious

Der Sound die­ser Band aus Nash­ville ließ sich schon immer etwas schwer fest­na­geln und auch auf ihrer aktu­el­len EP geben zei­gen sich wei­ter­hin sehr wand­lungs­fä­hig, aber auch deut­lich gereift. Der Ope­ner Me and Johnny tobt sich auf einer Basis von psy­che­de­li­schem Post­punk aus, ange­rei­chert um Ele­mente aus Kraut, Space- und Math­rock; die gara­gige Kante haben sie sich dabei bewahrt. The Big Kahuna hat dann einen gewis­sen Vel­vet Under­ground-meets-Modern Lovers-meets-Gun Club Vibe; zum Abschluss geht es dann noch mal ordent­lich abge­spa­ced zu.

Humanities & Low Sun – Human Sun

Humanities & Low Sun - Human Sun

Eine tol­les Split-Tape zweier Bands aus Toronto, die hier zwei recht unter­schied­li­che Auf­fas­sun­gen von olschoo­li­gem Indie-/Al­ter­na­tive Rock prä­sen­tie­ren. Huma­nities fie­len mir schon mal vor einer Weile mit einer viel­ver­spre­chen­den ers­ten EP auf und ihr lang­sam aber kräf­tig daher­kom­men­der Sound bedient sich unter ande­rem bei Ein­flüs­sen aus Noise Rock, Sludge und dem Post­core der Jahr­tau­send­wende.
Low Sun hin­ge­gen lie­fern mit ihren zwei Songs ihr Debüt ab und zie­hen mich eben­falls sofort auf ihre Seite mit psy­che­de­lisch-folk­i­gen Har­mo­nien und einem Vibe, dem eine aus­ge­prägte Seat­tle-Geruchs­note anhaf­tet.


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Traumatológia – Traumatológia

Traumatológia - Traumatológia

Hin­ter dem Pro­jekt Trau­ma­tológia ver­birgt sich der Solo­künst­ler Zol­tán Sindhu. So wie der sich zwi­schen den Wel­ten von New York und Buda­pest bewegt, bewegt sich ebenso auch die Musik auf sei­ner Debüt-EP zwi­schen den Wel­ten von Noise, Ambi­ent, Psy­che­de­lic, Indus­trial, Drone und Dream­pop plus einem Hauch von Shoegaze und Post­rock. Diese viel­fäl­ti­gen Ein­flüsse ver­men­gen sich dar­auf zu einer durch und unwirk­li­chen, alb­traum­haf­ten Atmo­sphäre.


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Crayola Summer – I Know Who We Are /​ Winter Addendum

Crayola Summer - I Know Who We Are / Winter Addendum

Crayola Sum­mer ist der Name eines kürz­lich reak­ti­vier­ten Musik­pro­jekts des Lon­do­ners Simon Wil­liams, wel­ches in der einen oder ande­ren Form schon seit ca. 1990 exis­tiert hat und in den Neun­zi­gern ’ne Hand­voll Tapes und EPs ver­öf­fent­licht hat. Davor hatte der Typ mal eine Band namens The Col­ga­tes und in der jün­ge­ren Ver­gan­gen­heit hat er bei Saran­don mit­ge­mischt, deren letzte zwei Alben auf Slum­ber­land sich im Nach­hin­ein als ziem­lich gei­les Zeug her­aus­stel­len. Außer­dem war er unter ande­rem noch in den für mei­nen Geschmack etwas weni­ger inter­es­san­ten The Safe Distance betei­ligt.
Jetzt kommt also die erste Crayola Sum­mer Ver­öf­fent­li­chung seit andert­halb Jahr­zehn­ten. Die neuen Songs gefal­len ganz aus­ge­zeich­net mit einer Mischung mit gering­fü­gig noi­si­gem Indierock/​Powerpop, einer Vor­rats­pa­ckung Psy­che­de­lia und Flash­backs zur C86-Gene­ra­tion. Außer­dem einem Hauch von Spa­ce­men 3 und frü­hem Shoegaze, der hier stark auf die psy­che­de­li­sche Kom­po­nente her­un­ter­kon­den­siert wird. Letz­te­res kommt beson­ders auf den Songs der als Bonus­tracks ent­hal­te­nen Win­ter Adden­dum EP zur Gel­tung.



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Teksti-TV 666 – 1,2,3

Teksti-TV 666 - 1,2,3

Diese Com­pi­la­tion ver­sam­melt drei im Laufe der letz­ten vier Jahre erschie­nene EPs der Band aus Hel­sinki. Und was ich da höre tritt gewal­tig Popo. Wem Cloud Not­hings, Terry Malts, Wav­ves oder Japan­dro­ids in letz­ter Zeit zu lasch gewor­den sind, wem auch ein Ersatz mit ein­ge­bau­ter Sprach­bar­riere in den Kakao passt, wer sich außer­dem mit krau­ti­gen bis psy­che­de­li­schen Ten­den­zen und Ein­flüs­sen á la The Men in der Leave Home und Open Your Heart-Phase anfreun­den mag, der wird an die­ser Platte reich­lich Spaß haben. Ham­mer!



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Kaleidoscope – Volume 3

Kaleidoscope - Volume 3

Nach dem psy­che­de­li­schen Hard­core­punk der Volume 1 EP und dem puren LoFi-Garage-Acid Rock der Vol. 2, bleibt das Trei­ben aud dem neuen Kurz­spie­ler der New Yor­ker Band recht gara­gig, aber die Koor­di­na­ten ver­schie­ben sich etwas wei­ter in Rich­tung Post­punk. Und natür­lich hat’s wie­der einen gewis­sen psy­che­de­li­schen Unter­ton.


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