Leavings – Assemblage

Leavings - Assemblage

Nach der aus­ge­zeich­ne­ten Sel­l/S­hark-Sin­gle im vor­letz­ten Herbst ist jetzt das Debüt­al­bum die­ses Trios aus Bris­bane am Start und über­trifft locker meine nicht gerin­gen Erwar­tun­gen. Ange­sie­delt im Span­nungs­feld von melo­disch-melan­cho­li­schem Indie Rock und Noise Pop haben Lea­vings ein sorg­sam kon­stru­ier­tes Werk aus einem Guss, mit epi­schen Momen­ten und von hoher emo­tio­na­ler Inten­si­tät geschaf­fen. Eine die­ser sel­ten gewor­de­nen, in sich geschlos­se­nen Plat­ten, die wirk­lich als Album funk­tio­nie­ren (aber ebenso gut als ein­zelne Songs). Das kann mal an die Welle von Noi­se­pop-Duos vor eini­gen Jah­ren á la Solids, Play­lounge, Anda­lu­cia oder Ter­ro­rista, an das über­le­bens­große Drama des noch fri­schen High Signs-Albums erin­nern. Der bereits von der EP bekannte Über­song Sell hat ein biss­chen was von Piles und immer wie­der kom­men Anklänge an alte Fly­ing Nun-Acts und jün­gere Bands die­ser Tra­di­tion wie etwa Sea­fog, Surf Fri­ends und T54 durch.

Album-Stream →

Psychic Flowers – Big Egg Universe

Psychic Flowers - Big Egg Universe

Psychic Flowers ist ein wei­te­res Pro­jekt von David Settle, der hier auch schon mehr­fach mit sei­nen Bands Ex-Bre­a­thers und Big Heet auf­ge­taucht ist. Auf dem Debüt­al­bum von Psychic Flowers ist aber wenig von den Noise Rock- und Post­core-Sounds besag­ter Bands zu ver­neh­men. Statt­des­sen begeis­tert die Platte mit durch­weg hoch­wer­ti­gem Fuzz-/Noise-/Power­pop, der hier in einen wun­der­bar knar­zen­den aber den­noch maxi­mal druck­vol­len Lo-Fi Sound ver­packt ist und an dem (nicht nur) Freunde von Bands wie etwa Ovlov, Mil­ked, Cali­for­nia X oder Happy Diving sicher eini­gen Gefal­len fin­den wer­den.

Album-Stream →

Corn /​ Universal Studios – Demo

Corn / Universal Studios - Demo

Zwei Bands/​Projekte irgendwo aus Indiana zusam­men auf einem Demo. Ver­mut­lich han­delt es sich in bei­den Fäl­len um die glei­chen Leute, viel­leicht aber auch nicht. Jeden­falls schep­pert die Musik dar­auf es sehr sym­pa­thisch. Stel­len­weise sehr Power­pop­pi­ger Syn­th­punk und Noi­se­pop mit dis­kre­tem Gara­gen­vibe, der ein biss­chen an die ver­spul­ten LoFi-Machen­schaf­ten des frü­hen Fly­ing Nun Kata­logs erin­nert. Schick.

High Signs – If So, Then What?

High Signs - If So, Then What?

Die­ses Duo aus Toronto spielt melo­di­schen Indie­rock der aus­ster­ben­den Sorte. Sol­cher, der sich selbst noch ernst nimmt. High Signs sind hier vor einer Weile ja schon mal mit der eupho­ri­schen Sin­gle A Much Lar­ger Ocean auf­ge­schla­gen, die jetzt auch ihr neues Album eröff­net und klingt als träfe das hym­ni­sche Poten­zial von Bands wie Beach Slang, Needles/​/​Pins oder frü­he­ren Japan­dro­ids auf­ein­an­der. Ich hätte nicht erwar­tet, dass dar­auf ein über weite Stre­cken so tief­trau­rig klin­gen­des Album fol­gen würde. Denn hier wird ein gewal­ti­ges Drama auf­ge­fah­ren, das mich unter ande­rem auch an Solids, Res­to­ra­ti­ons oder P.S. I Love You erin­nert. Eine aus­ge­spro­chen ange­nehme Über­ra­schung ist ihnen damit gelun­gen.



Album-Stream →

Witch Coast – Devil Vision

Witch Coast - Devil Vision

Irgend­wie ist diese ziem­lich geile EP bis­her an mir vor­bei gegan­gen. Fuzz­punk und Noi­se­pop gibt’s dar­auf zu hören, der stark an frühe Wav­ves oder No Age erin­nert, ver­mischt mit ein wenig Oh Sees-Psy­che­de­lia und der ange­nehm stump­fen Haudrauf-Gara­gen­äs­the­tik des ganz frü­hen Ty Segall.


Album-Stream →

Jetstream Pony – Like You Less /​ Had Enough 7″

Jetstream Pony - Like You Less / Had Enough 7"

Jet­stream Pony sind eine Band aus Brigh­ton mit durch­aus bekann­ten Gesich­tern. Unter ande­rem zäh­len die näm­lich Beth Arzy und Shaun Char­man zu ihrer Beset­zung. Beide spie­len der­zeit bei Fire­works mit und letz­te­rer war Mit­glied der frü­hen Wed­ding Pre­sent (!!!). Auch auf die­ser schi­cken 7″ fällt der Apfel nicht weit vom Stamm. Das ist erst­klas­si­ger Power- und Noi­se­pop, den man in sei­nen Ursprün­gen irgendwo zwi­schen C86 und frü­hem Shoegaze ein­ord­nen kann.

Curelight Wounds – Constant Mind

Curelight Wounds - Constant Mind

Die aktu­elle EP die­ser New Yor­ker Band gefällt mit einem Sound, der gekonnt Ele­mente aus 90er Indie­rock und Shoegaze ver­mischt und von einem kräf­ti­gen Post­punk-Motor vor­an­ge­trie­ben wird. Die alten Swer­ve­d­ri­ver ruft das ins Gedächt­nis oder – wie z.B. im Noi­se­pop-High­light Hot House – frühe Wav­ves.


Album-Stream →

Ricky Hamilton & The Voidboys – Hell Is Real

Ricky Hamilton & The Voidboys - Hell Is Real

Ricky Hamil­ton aus Cleve­land ist dem einen oder ande­ren viel­leicht schon mal mit sei­ner ande­ren Band Fasci­na­ting begeg­net. Auf sei­nem drit­ten Solo­al­bum ver­zapft er im ver­gleichs­weise relax­ten Tempo vor sich her rocken­den Gara­ge­punk, der sich immer wie­der auch bei Ele­men­ten von Psy­che­de­lic, einem Hauch von Shoegaze und dem Proto-Noi­se­pop von The Jesus and Mary Chain bedient. Runde Sache.



Album-Stream →

Fragile Rabbit – Fragile Rabbit

Fragile Rabbit - Fragile Rabbit

Erin­nert sich noch wer an Bles­sed State? Diese Band aus Nort­hamp­ton, deren ansons­ten recht strai­gh­ter Hard­core-Sound durch eine uner­war­tete Vor­liebe für Dino­saur Jr.-artige Gitar­ren­leads und -solos auf­fiel? Keine Ahnung ob die Band noch exis­tiert, jeden­falls spie­len zwei der Mit­glie­der von denen jetzt bei Fra­gile Rab­bit, außer­dem gibt es per­so­nelle Über­schnei­dun­gen mit den Indie­ro­ckern Left & Right. Nix mehr mit Hard­core hier, der melo­di­sche Lärm mit J. Mascis-Bezug darf dies­mal sei­nen freien Lauf neh­men. Außer­dem liegt man auch nicht ganz falsch, fühlt man sich etwa an sich an Cali­for­nia X oder die Debüt-EP von Milk Music erin­nert.

Monster Treasure – II

Monster Treasure - II

Das Debüt­al­bum der Band aus dem Kali­for­ni­schen Stock­ton vor drei Jah­ren war ja schon eine sehr, sehr hörens­werte Ange­le­gen­heit, aber was das Trio auf Album Num­mer zwei ablie­fert ist pure Fuzz-/Noi­se­pop-Per­fek­tion, die sich in zehn tadel­lo­sen Song­per­len wie Honig über den Hörer ergießt, dabei aber auch ordent­lich auf den Putz haut. Der Sound weißt Ähn­lich­kei­ten zu den auf dem glei­chen Label ver­öf­fent­li­chen­den Lon­do­nern Slow­coa­ches auf, wird aber noch um deut­li­che Shoegaze-Ein­flüsse ver­fei­nert. Die melo­di­sche Finesse von Chap­ter­house trifft auf Swer­ve­d­ri­vers unbe­ding­ten Wil­len zum rocken­den Lärm. Wider­stand zweck­los.



Album-Stream →

1 / 6123456