Vermute - Vermute

Vermute - Vermute

Die spa­ni­sche Szene ist der­zeit ja ein exzel­len­tes Pflas­ter wenn es um lär­men­des Punk­zeug der kaput­ten und durch­ge­knall­ten Art geht und Ver­mute aus dem Küs­ten­städt­chen Beni­carló sind eine wei­tere Band wie gemacht, um die­sen guten Ruf zu unter­mau­ern. Mit dis­so­nan­tem Geschred­der zwi­schen Noise Rock, Post Punk und (Neo-)No Wave atta­ckiert ihre erste EP das Trom­mel­fell, ver­sprüht dabei noch einen unge­heu­ren Spaß­fak­tor und wirkt nie­mals ver­kopft.

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Eat - Dance and Die /​ Shit

Eat - Dance and Die / Shit

Gleich zwei schön gestörte Tapes hat zuletzt diese Band aus Phil­adel­phia raus­ge­hauen, voll­ge­macht mit kru­dem Dreck, der sich gut mit so man­chen Pio­nie­ren des Art­punk, No Wave und Proto-Noi­se­rock asso­zi­ie­ren lässt. Irgendwo zwi­schen Feed­time-Mono­to­nie und Flip­per-Hirn­fick; außer­dem steht das z.B. MX-80, Ment­ally Ill, Mem­bra­nes und Half Japa­nese nicht allzu fern.

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Spring Breeding - Suck Eggs

Spring Breeding - Suck Eggs

Noise Rock aus Las Vegas, der wie­der mal eine stark No-Wavige Prä­gung zeigt, was gerade ja als ziem­lich schick zu gel­ten scheint. Kann man sich in etwa vor­stel­len wie eine etwas geord­ne­tere, zeit­wei­lig gar tanz­bare, aber kei­nes­falls weni­ger schräge Vari­ante von Gay Cum Dad­dies, The Sedi­ment Club oder Flesh Narc. Wenn sie mal etwas mehr Gas geben, kann auch ein gewis­ser Light­ning Bolt-Vibe auf­kom­men.

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Eat Avery's Bones - Where's Eat Avery's Bones?

Eat Avery's Bones - Where's Eat Avery's Bones?

Tra­ding Wre­ckage mel­det sich mal wie­der zu Wort, das "Fake Label" rund um ein in Aus­tin, Texas ansäs­si­ges, nur lose defi­nier­ba­res Sze­ne­kol­lek­tiv im Dunst­kreis von Noise und No Wave. Hier bereits zu bewun­dern gewe­sen in Form der Bands Flesh Narc und Gay Cum Dad­dies. Zu denen gibt's auch in die­ser For­ma­tion wie­der mas­sive Über­schnei­dun­gen im Lin­eup, ins­ge­samt war an die­ser Platte aber eine rotie­rende Beset­zung von min­des­tens elf Kra­wall­erzeu­gern betei­ligt. Gering­fü­gig gerad­li­ni­ger und zugäng­li­cher wirkt das hier als bei den genann­ten Bands, in man­chen Momen­ten fast schon tanz­bar. Den­noch ist das Zeug alles andere als nor­mal und nicht zuletzt auf­grund der epi­schen Spiel­zeit erst­klas­sig nerv­tö­tend.

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Laxity - Demo Tape 2018

Laxity - Demo Tape 2018

Das ist schon die dritte Platte an einem Stück heute, deren Song­texte in einer mir unver­ständ­li­chen Spra­che gesun­gen, gebrüllt oder gekotzt wer­den. Das ist rei­ner Zufall, echt jetzt. Jeden­falls kom­men Laxity aus Kra­kau und tref­fen abso­lut mei­nen Nerv mit einem Sound aus Post Punk, ganz viel Noise, No-Wavi­ger Dis­so­nanz und ver­ein­zelt etwas Hard­core. Wen Bands wie Soup­cans, Vul­ture Shit, Gum­ming oder Strange Attrac­tor nicht abschre­cken, der ist sicher auch bei die­ser Band ganz rich­tig am Platze. Aber auch wer sich für eine extra-krude Vari­ante von Spray Paint erwär­men kann, wird hier seine Momente fin­den.

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Césped De Verdad - Chusma Ocre

Césped De Verdad - Chusma Ocre

Was ist das denn für ein gei­ler Scheiß, den uns da eine Band aus Valen­cia auf­tischt? Begrüßt einen mit Post Punk in no-wavi­ger Dis­so­nanz und ent­wi­ckelt sich dar­auf hin zu einem unbe­re­chen­ba­ren Bas­tard, der einem unver­mit­telt her­ein­bre­chende Hard­core­at­ta­cken, Ver­satz­stü­cke von 90er Dischord-Post­core, ein biss­chen Emo­ge­döns, Math­rock und melo­di­schem Indie Rock der ver­gan­ge­nen Dekade um die Ohren haut. Über all dem schwe­ben die unkon­ven­tio­nel­len Har­mo­nien á la Sonic Youth der Daydream Nation-Ära, das ver­bin­dende Ele­ment wel­ches diese selt­sa­men Klang­kon­strukte zusam­men­hält. In der Gegen­wart könnte man vage Ver­glei­che zu den Leip­zi­gern Molde bemü­hen.

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Old Ghoul - Old Ghoul

Old Ghoul - Old Ghoul

Ziem­lich inter­es­san­ter Stoff, die erste EP von Old Ghoul aus Rea­ding. Es ent­fal­tet sich dar­auf eine selt­sam anmu­tende Misch­kul­tur die zu etwa glei­chen Tei­len Asso­zia­tio­nen zu Slint her­vor­ruft, zu dis­so­nan­tem No Wave-Lärm und zu Früh­neun­zi­ger-Post­core á la GVSB und art­ver­wand­tem Zeug aus den Dunst­krei­sen der dama­li­gen Chi­ca­go/­Wa­shing­ton-Con­nec­tion.

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Gay Cum Daddies - Metal Beach

Gay Cum Daddies - Metal Beach

Der dis­so­nante Krach zwi­schen den Tel­ler­rän­dern von (Neo-)No Wave und Weirdo Noise Rock auf dem aktu­el­len Tape die­ser Band aus Den­ton, Texas kam mir unmit­tel­bar bekannt vor. Und wie sich dann her­aus­stellte sind tat­säch­lich drei von vier Band­mit­glie­dern zumin­dest zeit­weise bei Flesh Narc aktiv, die hier ja auch schon zwei mal ver­tre­ten waren. Kaput­tes aber ebenso spa­ßi­ges Geschred­der.

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Puss - Antimatter

Puss - Antimatter

Was für'n gei­ler Scheiß ist das denn bitte? Auf der aktu­el­len EP die­ser New Yor­ker For­ma­tion begeg­net einem kaput­ter Lärm zwi­schen Elek­tro­punk, Noise und einer Spur von No Wave. Am Mikro dann eine Art Damo Suzuki auf einem sehr bösen Höl­len­trip, der ihrem schrä­gen Sound den letz­ten Schub­ser in Rich­tung Wahn­sinn ver­passt. Auch wenn mir da Ver­glei­che z.B. zu Pri­mi­tive Cal­cu­la­tors oder Holi­day Inn ein­fal­len - das Zeug ist ziem­lich weit drau­ßen.

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The Sediment Club - Stucco Thieves

The Sediment Club - Stucco Thieves

Das dritte Album die­ser New Yor­ker Band ist ihr bis­lang zugäng­lichs­tes Stück Musik, sofern man der­ar­tig dis­so­nan­tem Lärm über­haupt die­ses Attri­but zuschrei­ben kann. Mir macht ihre Mischung aus kan­ti­gem Post Punk und Noi­se­rock mit star­ker No Wave-Prä­gung und glei­cher­ma­ßen kna­cki­gen wie auch kaput­ten Groo­ves jeden­falls rich­tig Spaß.

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