Rider/​Horse - Select Trials

Nicht sehr lang nach der Du­ring 7" auf Chun­klet In­dus­tries (von de­nen ist in na­her Zu­kunft auch ein Lang­spie­ler zu er­war­ten) dockt jetzt noch ein wei­te­res Pro­jekt mit Be­tei­li­gung des Spray Paint Gi­tar­ris­ten und Vo­ka­lis­ten Co­ry Plump an. Hier macht er ge­mein­sa­me Sa­che mit ei­nem Ty­pen na­mens Chris, der in ir­gend­ei­ner nicht nä­her er­läu­ter­ten Funk­ti­on mal mit Les Sa­vy Fav und Trans Am ge­ar­bei­tet hat. Zu­sam­men brau­en die zwei je­den­falls et­was zu­sam­men, das die stär­ker elek­tro-fo­kus­sier­ten Vi­bes der letz­ten paar Spray Paint-Ver­öf­fent­li­chun­gen um ei­ne ge­wis­se In­dus­tri­al-Kan­te an­rei­chert und in ei­nen weit­aus dunk­le­ren, psy­che­de­li­schen Alb­traum ver­setzt. Das Er­geb­nis hat dann auch mal ein biss­chen was von Ex­haus­ti­on, Haun­ted Hor­ses oder Danyl Je­su, be­son­ders aber auch von den Dub-in­fi­zier­ten So­und­s­capes von Exek, mt de­nen sie nicht zu­letzt die­ser ge­wis­se Hauch von Swell Maps ver­bin­det.

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Deck In The Pit - In A Lane

Ganz schön schrä­ger Scheiß, die­se Ar­chiv-Ver­öf­fent­li­chung der gesamten/​einzigen Ton­do­ku­men­te ei­ner kurz­le­bi­gen Band aus Bris­bane, die ir­gend­wann im oder um das Jahr 2016 ent­stan­den sind. Da braucht es kein Ge­nie um so­fort zu er­ken­nen, dass es sich nur um ei­ne wei­te­re Band des ex­zen­tri­schen Avant­gar­de-Sai­ten­quä­lers Glen Schen­au han­deln kann - auch als Teil von Kit­chens Floor be­kannt - ver­stärkt um je­weils ei­nen Ty­pen von Syd­ney 2000 und Piss Pain. De­ren Be­tei­li­gung ist es dann ver­mut­lich auch, was die­se Plat­te fast schon zu­gäng­lich er­schei­nen lässt. Mit zu­gäng­lich mei­ne ich in et­was kon­kre­ter: Et­wa so zu­gäng­lich, wie frü­he The Fall- oder Mem­bra­nes-Plat­ten zu­gäng­lich sind. Fin­dest du so­was zu­gäng­lich? Dann das hier be­stimmt auch!

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Collate - Medicine /​ Genesis Fatigue

Es hat 'ne Hand­voll Re­lea­ses ge­dau­ert um da­hin zu kom­men, aber auf ih­rer neu­es­ten 7" trifft das Trio aus Port­land für mich ge­nau die rich­ti­gen Ner­ven mit ih­rem No Wa­ve-in­fi­zier­ten, Gang Of Four-in­spi­rier­ten Post Punk, der mich in die­sem Fall ganz be­son­ders an die bri­ti­sche Ka­pel­le Aus­teri­ty er­in­nert.

Print Head - Happyhappy

Whoa, was für ein wun­der­bar schrä­ger Bro­cken von Lo­Fi-mä­ßi­gem DIY-Rum­ge­schwur­bel in den Grau­zo­nen von Post Punk und Ga­ra­ge Rock, die­se Di­gi­tal­ver­öf­fent­li­chung ei­ner un­de­fi­nier­ten Person(en) aus Hicks­vil­le, New York. Klingt ein biss­chen so als ob ei­ne be­son­ders kru­de In­kar­na­ti­on der Woo­len Men ge­mein­sa­me Sa­che mit Half Ja­pa­ne­se und The UV Race macht. Ein­fach ent­zü­ckend!

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Donors - Donors

Das hier ist ein selt­sa­mes Biest. Do­nors aus Nash­ville zo­gen schon vor zwei Jah­ren mit ih­rer ers­ten EP und ei­nem noch nicht ganz so aus­ge­fre­ak­ten Cock­tail aus Ga­ra­ge- und Post Punk mei­ne Auf­merk­sam­keit auf sich, aber das hier ist ein ganz an­de­rer Le­vel an Schräg­heit, wenn sie ih­ren Sound in zu­neh­men­dem Ma­ße mit dis­so­nan­tem No Wa­ve ver­wüs­ten so­wie mit al­tem pro­to-Noi­se­rock á la Flip­per oder No Trend an­rei­chern. Wo­mit könn­te ich die­ses Zeug ver­glei­chen… Ty­vek oder Con­stant Mon­grel als No Wa­ve Band re­inkar­niert? Spray Paint auf'm Ga­ra­gen­trip? Auch wenn ich nicht so si­cher bin was die Band sich hier mal vor­ge­nom­men hat, be­steht doch kein Zwei­fel dass ihr Un­ter­fan­gen ein durch­schla­gen­der Er­folg ist. Und ge­ra­de glaubt man al­les ver­ar­bei­tet zu ha­ben, da über­ra­schen sie ei­nen noch mal im Raus­schmei­ßer Fi­ne Print mit ei­ner an Haun­ted Hor­ses er­in­nern­den In­dus­tri­al-Kan­te.

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B.E.E.F. 39X - Man-Simulator 5

Beim ers­ten Hin­hö­ren den­ke ich bei die­ser Plat­te so­fort an die te­xa­ni­sche (Neo) No­Wa­ve-/Chao­tic Noi­se Rock Con­nec­tion um Fle­sh Narc, Gay Cum Dad­dies und noch ein paar an­de­re Pro­jek­te mit vie­len der glei­chen Be­tei­lig­ten. Die­se Band kommt je­doch aus Phil­adel­phia, was der­ar­ti­ge Ver­stri­ckun­gen eher un­wahr­schein­lich er­schei­nen lässt. Auch der Sound und die Songs kom­men auf den zwei­ten Blick deut­lich struk­tu­rier­ter rü­ber, ver­gli­chen mit dem weit­ge­hend im­pro­vi­sier­ten Lärm der ge­nann­ten Bands. Sound­mä­ßig ist das et­was we­ni­ger im No Wa­ve-, et­was stär­ker im Noi­se­rock-Um­feld zu­hau­se - ab und an scheint da auch mal ei­ne lei­se No­te von Spray Paint, Soupcans oder Big Neck Po­li­ce durch.

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Cakewalk - Wildflower

Post Punk aus Syd­ney, der sich ei­ner­seits schon mal recht groo­vy gibt, als po­ten­tes Ge­gen­ge­wicht aber auch noch ei­ni­ges an Noi­se und No Wa­ve-Ver­satz­stü­cken ins Spiel bringt. An­klän­ge an die ak­tu­el­le Sze­ne-Ge­nera­ti­on á la Slumb Par­ty, Crack Cloud tref­fen auf mit al­tes Cha­os der Mar­ke No Trend und Flip­per.

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Vermute - Vermute

Die spa­ni­sche Sze­ne ist der­zeit ja ein ex­zel­len­tes Pflas­ter wenn es um lär­men­des Punk­zeug der ka­put­ten und durch­ge­knall­ten Art geht und Ver­mu­te aus dem Küs­ten­städt­chen Be­ni­car­ló sind ei­ne wei­te­re Band wie ge­macht, um die­sen gu­ten Ruf zu un­ter­mau­ern. Mit dis­so­nan­tem Ge­schred­der zwi­schen Noi­se Rock, Post Punk und (Neo-)No Wa­ve at­ta­ckiert ih­re ers­te EP das Trom­mel­fell, ver­sprüht da­bei noch ei­nen un­ge­heu­ren Spaß­fak­tor und wirkt nie­mals ver­kopft.

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Eat - Dance and Die /​ Shit

Gleich zwei schön ge­stör­te Tapes hat zu­letzt die­se Band aus Phil­adel­phia raus­ge­hau­en, voll­ge­macht mit kru­dem Dreck, der sich gut mit so man­chen Pio­nie­ren des Art­punk, No Wa­ve und Pro­to-Noi­se­rock as­so­zi­ie­ren lässt. Ir­gend­wo zwi­schen Feed­ti­me-Mo­no­to­nie und Flip­per-Hirn­fick; au­ßer­dem steht das z.B. MX-80, Mental­ly Ill, Mem­bra­nes und Half Ja­pa­ne­se nicht all­zu fern.

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Spring Breeding - Suck Eggs

Noi­se Rock aus Las Ve­gas, der wie­der mal ei­ne stark No-Wa­vi­ge Prä­gung zeigt, was ge­ra­de ja als ziem­lich schick zu gel­ten scheint. Kann man sich in et­wa vor­stel­len wie ei­ne et­was ge­ord­ne­te­re, zeit­wei­lig gar tanz­ba­re, aber kei­nes­falls we­ni­ger schrä­ge Va­ri­an­te von Gay Cum Dad­dies, The Se­di­ment Club oder Fle­sh Narc. Wenn sie mal et­was mehr Gas ge­ben, kann auch ein ge­wis­ser Light­ning Bolt-Vi­be auf­kom­men.

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