Zlota Jesieǹ – W tobie nie jestem sobą

Zlota Jesieǹ -  W tobie nie jestem sobą

Art- & Post­punk, Noise- und Expe­ri­men­tal­rock aus War­schau, der offen­bar eini­ges von den prä-Day­dream Nation Sonic Youth, Glenn Branca und über­haupt von altem Lärm mit No Wave-Bezug mit­ge­nom­men hat, bei all dem aber auch aus­rei­chend eige­nes Tem­pe­ra­ment ver­sprüht um pro­blem­los auf eige­nen Füßen zu ste­hen.



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Shark Toys – Labyrinths

Shark Toys - Labyrinths

Das dritte Album der Shark Toys aus Los Ange­les klingt im ers­ten Moment nach einer wei­te­ren Post­punk-infi­zier­ten Gara­gen­band á la Useless Eaters, UV Race oder Par­quet Courts. Was ja auch schon nicht schlecht ist. Bein zwei­ten hin­hö­ren fal­len dann aber eher Ein­flüsse auf, die ganz klar eini­gen alten Haus­num­mern des Früh-80er Art­punk geschul­det sind. Ins­be­son­dere drän­gen sich da Ver­glei­che zu Swell Maps und The Fall auf. Eine leise Ahnung von Flip­per viel­leicht. Und ganz klar Mis­sion Of Burma, von denen hier auch ein Cover­song am Ver­tre­ten ist. Trotz­dem klingt das alles doch sehr kon­tem­po­rär. Eine Platte vol­ler klei­ner Über­ra­schun­gen und den­noch alles aus einem Guss.


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Exek – Ahead Of Two Thoughts

Exek - Ahead Of Two Thoughts

Das Schaf­fen die­ser Band ver­folge ich äußerst gespannt, seit Exek mir zum ers­ten mal durch eine Split-EP mit Spray Paint ins Bewusst­sein dran­gen. Mit ihrer eigen­wil­li­gen Mischung aus Dub, Post- und Art­punk, Psy­che­de­lic und diver­sen ande­ren expe­ri­men­tel­len Sounds klin­gen sie wie der­zeit keine ande­ren Band. Nach einer Com­pi­la­tion im vor­letz­ten Jahr ist jetzt das lange erwar­tete Debüt­al­bum der Band erschie­nen und es ist schon erstaun­lich, wie kom­pakt und zugäng­lich ihr Sound dar­auf rüber­kommt, obwohl des­sen Grund­zu­ta­ten eigent­lich eher das Gegen­teil sug­ge­rie­ren wür­den. Kann man jetzt schon zu den abso­lu­ten High­lights des noch jun­gen Jah­res zäh­len.



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Co-op – 2nd View

Co-op - 2nd View

Ver­dammt gei­les Zeug fabri­zie­ren Co-op aus Van­cou­ver da auf ihrem zwei­ten Tape. Post- und Art­punk kommt einem da ent­ge­gen, mit einem gekonn­ten Spiel aus Melo­die und Dis­so­nanz, Noise-las­ti­ger Gitar­ren­ar­beit und einer stark psy­che­de­li­schen Geschmacks­note. Beson­ders in der ers­ten Hälfte die­ser EP klingt das ein biss­chen als wür­den Wire durch die Noise-Tex­tu­ren der frü­hen Sonic Youth gefil­tert. Im zwei­ten Teil fühle ich mich dann zuneh­mend and die abs­trak­ten, schlep­pen­den aber hoch­kon­zen­trier­ten Song­kon­strukte von Beha­vior erin­nert. Trotz aller Dis­so­nanz, krum­men Tak­ten und sons­ti­gen Sper­rig­kei­ten blei­ben die sechs Songs aber erstaun­lich grif­fig und zugäng­lich. Viel­leicht ist das die Wir­kung des Gesangs von Evan Gray, der als Gegen­pol zu all dem eine unglaub­li­che Ruhe ver­strömt, den Hörer an die Hand nimmt und sicher durch die ver­schlun­ge­nen Win­kel der Musik führt.



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Wireheads – Lightning Ears

Wireheads - Lightning Ears

Seit eini­gen Jah­ren ste­hen die Wireheads aus Bris­bane jetzt schon für einen aus­ge­spro­chen kru­den Sound, der klingt als würde er jeden Moment in sich zusam­men fal­len und der auf seine ganz unver­wech­sel­bare Art Ele­mente aus Garage Rock, Proto-, Post- und Art Punk ver­mengt. Es tref­fen Ver­satz­stü­cke von Modern Lovers und Vel­vet Under­ground auf den Mini­ma­lis­mus und die quasi zur Reli­gion erho­bene Repe­ti­tion von The Fall. Aber mit einem Front­mann, der eher sui­zid­ge­fähr­det als streit­lus­tig klingt. Dabei gibt er eine eigen­wil­lige Lyrik von sich, die sich mehr auf einer emo­tio­na­len als auf einer logi­schen Ebene erschließt. Als wie­der­keh­ren­des Motiv lässt sich dies­mal eine selt­same Zah­len­mys­tik erken­nen. Kann was bedeu­ten, muss aber nicht.

Zugäng­li­cher klin­gen sie auf ihrem neuen Album und defi­ni­tiv ein­fa­cher an einem Stück zu hören als auf dem sehr guten, aber auch recht frag­men­ta­risch und sediert wir­ken­den Vor­gän­ger Arrive Alive aus dem letz­ten Jahr. Das meine ich kei­nes­wegs abwer­tend. Der schlep­pende, resi­gnierte Vibe der letz­ten Platte war kein Unfall, son­dern genau der sprin­gende Punkt, das zen­trale emo­tio­nale State­ment die­ses Albums. Auf Light­ning Ears sind hin­ge­gen nicht nur die rocken­den Num­mern zahl­rei­cher und haben deut­lich mehr Biss, auch viele der ruhi­ge­ren Momente gehö­ren zu ihrem bes­ten Song­ma­te­rial. Die Psy­che­de­lia von Is Fran­ces Faye God? und das folk­ige The Over­view Effect gehö­ren zu den defi­ni­ti­ven High­lights hier.



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Shimmer – Shimmer

Shimmer - Shimmer

Drop Medium ist ein noch sehr jun­ges, in Port­land ansäs­si­ges Label, des­sen Akti­vi­tä­ten es unbe­dingt wei­ter zu beob­ach­ten gilt. Die Bude fiel zuletzt schon äußerst posi­tiv durch Ver­öf­fent­li­chun­gen von Spoodee Boy und Faux Fero­cious auf, und hat jetzt mit dem Debüt­al­bum der New Yor­ker Band Shim­mer auch schon das nächste High­light nach­ge­scho­ben. Expe­ri­men­tel­len und sper­ri­gen Lärm gibt’s dar­auf zu hören, den man wahl­weise irgendwo im Umfeld von Noise Rock, Post Punk, No-Wave, Math Rock oder Art Punk ein­ord­nen könnte. Wer ange­sichts des aktu­el­len Hou­se­wi­ves Albums nicht die Flucht ergrif­fen hat, oder wer dem kru­den Lärm der Soup­cans nicht abge­neigt ist, der könnte auch an die­ser schrä­gen Platte Gefal­len fin­den.



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Consolidated Plastics – Live at WFMU

Consolidated Plastics - Live at WFMU

Mit einer fürs Radio auf­ge­nom­me­nen Live-im-Stu­dio Ses­sion ver­öf­fent­licht die New Yor­ker Band zum ers­ten mal Ton­ma­te­rial, das mit etwas Fan­ta­sie einem regu­lä­ren Album nahe kommt. Musi­ka­lisch ist das… Frag­men­tiert wäre viel­leicht ein pas­sen­des Wort dafür. Am deut­lichs­ten las­sen sich da noch Ele­mente aus altem Post Punk und Art Rock aus­ma­chen, gele­gent­lich hört man Mis­sion Of Burma, Vel­vet Under­ground oder frühe Tal­king Heads daher­trap­sen. Dann gesel­len sich hier und da ein gewis­ser Minu­te­men-Vibe oder uner­war­tete Anklänge ans Dischord- und Touch&Go-Universum dazu. Und das bringt die Sache immer noch so was von gar nicht auf den Punkt. Diese Unde­fi­nier­bar- und Unbe­re­chen­bar­keit trägt durch­aus zum Charme der losen, aber mit zahl­rei­chen Höhe­punk­ten gespick­ten Ansamm­lung von Songs und Frag­men­ten bei.



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David Nance – Negative Boogie

David Nance - Negative Boogie

Lange ein Geheim­tip der loka­len Szene, hat David Nance aus Omaha in den ver­gan­ge­nen Jah­ren eine ganze Reihe selbst­ver­öf­fent­lich­ter CD-Rs mit kru­dem Garage Rock raus­ge­hauen und spülte erst­mals im letz­ten Jahr mit sei­nem char­mant LoFi-mäßi­gen Debüt für Ba Da Bing Records in an die Ober­flä­che. Aus glei­chem Hause kommt jetzt der Nach­fol­ger und wirkt durch einen ver­gleichs­weise kla­ren Sound etwas zugäng­li­cher, ohne dass die Musik an sich irgend­wel­che Kom­pro­misse ein­geht. Die Klang­pa­lette ist viel­fäl­ti­ger gewor­den, es machen sich dies­mal deut­li­che Ame­ri­cana-Ein­flüsse breit; sogar für eine – selbst­ver­ständ­lich ordent­lich ver­beulte – Coun­try-Num­mer ist sich der Mann nicht zu schade. Ansons­ten domi­niert nach wie vor eine sump­fige Mischung aus altem Proto- und Art­punk, Blues- und Garage Rock, einem Hauch von Glam. Oder auch mal Vel­vet Under­ground meets late The Gun Club meets early Nick Cave meets elec­tri­fied Neil Young meets The Modern Lovers. Oder ganz was ande­res, wha­te­ver… ich weiß ja nix von Musik.



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Italia 90 – Italia 90

Italia 90 - Italia 90

Wie aus dem Nichts kommt plotz­lich diese Lon­do­ner Band daher mit einer bril­li­an­ten Debüt-EP und einem Sound aus rohem, aber kon­tro­lier­tem Post-/Art­punk und einem herz­haf­ten Garage-Nach­bren­ner. Man darf sich dabei durch­aus an so unter­schied­li­che Bands wie etwa Flip­per, The Fall, Wire oder Swell Maps erin­nert füh­len.


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Becky & The Politicians – Options

Becky & The Politicians - Options

Aus der Zeit gefal­le­ner Synth-/Art­punk auf die­ser EP von Becky & The Poli­ti­ci­ans aus Port­land, der immer auch mit einem Auge auf die Tanz­flä­che schielt.



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