Cult Objects - Secrets of Pain​-​Free Living

Das De­büt­al­bum die­ser Band aus Phil­adel­phia ist schlicht ge­sagt ein ver­dammt be­ein­dru­cken­des Ding aus viel­sei­ti­gem, ein­falls­rei­chem Post Punk, wo­bei man sich ir­gend­wo zwi­schen so Eck­punk­ten be­wegt wie der re­pe­ti­ti­ven Abs­trak­ti­on von Nots, der un­ver­blüm­ten At­ta­cke von Lié, Groo­ves, Lär­mus­brü­chen und me­lo­di­schen Tex­tu­ren, wel­che an frü­he Pro­tomar­tyr er­in­nern, ein paar So­nic Youth-mä­ßig glit­zern­den Wän­den aus Noi­se und der un­nach­gie­bi­gen An­triebs­kraft von Ner­vo­sas, um dann im Raus­schmei­ßer-Track Sain­thood noch ei­nen un­er­war­tet psy­che­de­li­schen Ne­bel­tep­pich aus­zu­rol­len.

Al­bum-Stream →

Dehidratált Fejek - Igyad Azt Menjünk

Schei­ße Mann, da den­ke ich, ich hät­te für die­se Wo­che fer­tig ge­bloggt und dann kommt mir doch noch so ein un­er­war­te­ter klei­ner Roh­zie­gel von ei­ner Band aus Bu­da­pest un­ter, de­ren Sound auf mich wirkt wie ei­ne Fu­si­on von po­ten­zi­ell eher ei­gen­tüm­li­chem Ga­ra­ge Punk á la UV Race und Ed­dy Cur­rent Sup­pres­si­on Ring mit nicht we­ni­ger schrä­gen Bands auf der Post Punk-/In­die Rock-Ach­se wie et­wa Tree­house, Kitchen's Floor, The Mol­ds und Ci­ty Yel­ps.

Al­bum-Stream →

McQQeen - II

Ein ex­qui­sit ra­ke­ten­ge­trie­be­ner Kra­wall, der zwei­te Lang­spie­ler von Mc­Q­Qeen aus Athens, Geor­gia, wel­cher jetzt auch noch stolz das Qua­li­täts­sie­gel von Big Neck Re­cords tra­gen darf. Was ein biss­chen so an­fängt wie ei­ne Mi­schung aus Bands á la Flat Worms, The Cow­boy oder Fa­shion Pimps & The Glama­zons mit ei­nem ver­däch­ti­gen Psy­che­de­lic-/S­pace Rock-Un­ter­ton, ballt dann sei­ne Faust zu ei­nem wei­ten Rund­um­schlag durch so ei­ni­ges im Um­feld von Ga­ra­ge Punk, Noi­se Rock, Post Punk und Post­core - mit da­bei sind et­wa An­klän­ge an jün­ge­re Er­schei­nun­gen wie Metz, John (Timest­wo) oder Spray Paint, so­wie den Space Punk-Ex­zess von De­st­ruc­tion Unit und die Fuzz Punk-Es­ka­pa­den der frü­hen The Men. Auch ein paar Spu­ren von McLus­ky und ver­ein­zel­te U-Men Ver­satz­stü­cke kann man sich da noch raus­zie­hen.

Al­bum-Stream →

Welt Star - Ich Hasse Blumen

Ein paar üb­li­che Ver­däch­ti­ge sind hier am Start, auch wenn es et­was De­tek­tiv­ar­beit er­for­dert vor al­lem um die Ver­stri­ckun­gen des Gi­tar­ris­ten und Sän­gers Ro­bert Paw­li­c­zek zu ent­flech­ten. Ver­dammt, der Typ ist oder war in vie­len Bands, aber nicht bei je­der da­von kann ich es mit Si­cher­heit sa­gen. Al­so, schein­bar hat­te der un­ter an­de­rem in Hea­vy Me­tal, Bob­by Would, Need­le Ex­chan­ge, It­chy Bug­ger, Pit­va sei­ne fin­ger drin… mög­li­cher­wei­se auch in Di­ät und Idio­ta Ci­vi­liz­za­to? Bei den bei­den bin ich mir am we­nigs­ten si­cher. Am Bass schei­nen wir dann den glei­chen Bill Gray zu ha­ben, der euch viel­leicht schon mit Bands wie Shark Toys und Re­ar­ran­ged Face un­ter­ge­kom­men ist. Da es sich um ei­ne Re­fry Re­cords-Ver­öf­fent­li­chung han­delt, ist selbst­re­dend auch Vin­ny "Va­guess" Ear­ley mit am Start und be­dient hier die Schieß­bu­de. Ihr könnt's euch ja si­cher schon den­ken, aber die Mu­sik ist auch ziem­lich geil - ihr Post Punk mit Ga­ra­gen­vi­be kommt in et­wa so da­her wie ei­ne su­per-sprö­de, stau­bi­ge Ver­si­on von Rank/​Xerox oder den be­reits er­wähn­ten Di­ät.

Al­bum-Stream →

Nasty Party - Loaded Dice

Nach­dem ich mich für ih­re letz­te EP nicht so rich­tig er­wär­men konn­te, trifft die neu­es­te Ver­öf­fent­li­chung von Nas­ty Par­ty aus Syd­ney wie­der so ins Schwar­ze wie auf ih­rer tol­len De­büt-EP. Da­bei be­we­gen die sich in ge­wis­ser Nä­he zu di­ver­sen Me­kons- und Te­le­vi­si­on Per­so­na­li­ties-Hul­di­gun­gen á la Sub­ur­ban Ho­mes, Si­li­co­ne Va­lues oder Pro­to Idi­ot, was sie dann aber noch mit ei­ne star­ken Buz­zcocks-Ge­schmacks­no­te ab­run­den.

The Missed - Activation

Nach ei­ner et­was stär­ker power­pop­pi­gen De­büt-EP schlägt der ers­te Lang­spie­ler der Band aus Cleve­land, Ohio mit Ner­vo­sas' Mi­ckey Ma­rie an Gi­tar­re und Ge­sang et­was grim­mi­ge­re, me­lan­cho­li­sche Tö­ne an, oh­ne aber kom­plett mit der Ver­gan­gen­heit zu bre­chen - viel­mehr er­wei­tern die hier ih­re Farb­pa­let­te ein or­dent­li­ches Stück. Man be­wegt sich jetzt et­was dich­ter am lau­ni­gen aber me­lo­di­schen Post Punk mit ei­nem deut­li­chen Wi­pers-Ein­schlag und wie zu­vor schon stellt die Band ein be­acht­li­ches Ge­spür für mit­rei­ßen­de Hooks und Me­lo­dien un­ter Be­weis. Was jün­ge­re Er­eig­nis­se an­geht, kann man sie in ei­nem ähn­li­chen Or­bit ver­or­ten wie z.B. The Est­ran­ged oder Day­light Rob­be­ry.

Al­bum-Stream →

Spodee Boy - Neon Lights

Die neu­es­te EP der Ga­ra­ge Punks aus Nash­ville, Ten­nes­see führt in et­wa die Cow­punk-Vi­bes fort, die spä­tes­tens auf der …Ri­des Again EP zum Mit­tel­punkt ih­res Sounds wur­den, ver­mag mich die­ses mal aber deut­lich bes­ser zu über­zeu­gen dank der stär­ke­ren Song­sub­stanz und ei­ner su­per­tigh­ten Dar­bie­tung - letz­te­re ist jetzt auch kei­ne so wirk­li­che Über­ra­schung, han­delt es sich zu­min­dest bei der ak­tu­el­len Be­set­zung doch schein­bar um ex­akt die glei­chen Ty­pen, die zu­letzt als Safe­ty Net ei­ne ähn­lich mas­si­ve Ab­fahrt be­sorgt ha­ben. Die mitt­le­ren bei­den Songs Barn Bur­ner und The Plan ha­ben dann noch ein biss­chen was von Flat Worms und - ziem­lich pas­send - The Cow­boy.

Al­bum-Stream →

Kat Haus - Flesh

Die vor­he­ri­ge EP des Ty­pen aus dem ka­na­di­schen Air­drie hat­te schon or­dent­lich Spaß ge­macht aber das hier ist noch­mal ein an­de­res Ka­li­ber. Ex­zen­tri­scher Ga­ra­ge Punk aus ei­ner schmut­zi­gen Ge­dan­ken­welt ist das, ein biss­chen wie zu­rück­ge­lehn­te­re Li­quids oder Erik Ner­vous, die mit ei­nem Mo­dern Lo­vers-mä­ßi­gen Pro­to­punk-Vi­be an­ge­dickt wur­den oder aber auch wie ei­ne en­er­gi­sche­re Ver­si­on des jüngs­ten Peace de Ré­sis­tance Al­bums. In Who? gibt es dann zur Ab­wechs­lung noch ei­ne Art Goth/​Dark Wave/​Dance Punk-Hy­bri­den - auch dass zieht er kom­pe­tent durch oh­ne sich zu be­kle­ckern.

Al­bum-Stream →

Die TV - Side A

Spa­ßi­ger DIY-Scheiß von 'nem Kerl aus Mar­mo­ra, New Jer­sey, der so grob zwi­schen den Po­len von elek­trisch ge­trie­be­nem Ga­ra­ge-/Syn­th Punk und recht bi­zar­rem Post Punk 'nem au­gen­zwin­kern­den Go­th-Vi­be be­wegt. Et­wa wie ein Mix aus S.B.F., Set-Top Box, Sta­lins of Sound oder frü­hen Kid Chro­me… fer­ner soll­ten auch Freun­de von The Spits oder Iso­to­pe Soap sich den Krem­pel nicht ent­ge­hen las­sen.

Al­bum-Stream →

Rip Room - Alight and Resound

Die­se Band aus San Fran­cis­co hat hier ein ver­blüf­fend selbst­si­che­res De­büt­al­bum ab­ge­lie­fert im Spek­trum von Post Punk und Post­core, bis zum bers­ten voll­ge­stopft mit dra­ma­tur­gisch dich­ten Song­struk­tu­ren, stramm ver­zahn­ten Groo­ves und Ar­ran­ge­ments. In der ge­gen­wär­ti­gen Land­schaft kann man da als Ver­gleich ein ziem­lich di­ckes Fass auf­ma­chen aus so Bands wie Bat­piss, Me­at Wa­ve, Bloo­dy Ge­ars, Stuck, Bench Press, Noughts, Li­thics oder Tu­nic. Schaut man et­was wei­ter zu­rück, darf man na­tür­lich auch Mo­men­te von Dri­ve Li­ke Je­hu, Fu­ga­zi oder Jaw­box wie­der­erken­nen und so­gar ein par Wire-mä­ßi­ge Stil­blü­ten las­sen sich aus­ma­chen, wenn man laut ge­nug auf­dreht.

Al­bum-Stream →