Pardoner – Uncontrollable Salvation

Pardoner - Uncontrollable Salvation

Meine Fresse, was ist denn diese Woche los? Mit dem Debüt­al­bum von Par­do­ner aus San Fran­cisco ist auch schon wie­der die nächste Ham­mer­platte am Start. Den eigen­wil­li­gen Lärm, der einem dar­auf ent­ge­genn springt, könnte man als eine Ver­schmel­zung vom Indie Rock und Post­core der alten 90er Schule, Noise Pop und Fuzz­punk beschrei­ben, ange­rei­chert um deut­li­che Spu­ren von Post Punk und Shoegaze. Selbst geben die Jungs Polvo als ihren wich­tigs­ten Ein­fluss an und das ist auch nicht ganz von der Hand zu wei­sen. Ich denke dabei aber eher an jün­gere Bands wie Ovlov, Happy Diving, Never Young und The Goto­beds; außer­dem finde ich Anklänge an Swer­ve­d­ri­ver und ein klei­nes biss­chen Slint wie­der. Aber allen Ver­glei­chen zum Trotz muss man ihnen doch zuge­ste­hen, ihre durch­aus eigene Nische gefun­den zu haben. Und das Song­ma­te­rial: Durch­weg hoch­wer­tig. Eine von Anfang bis Ende saustarke Platte, die sich kei­nen ein­zi­gen Fehl­tritt leis­tet.



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Confirmation – ++++

Confirmation - ++++

Ziem­lich gei­les Post­punk-Gedöns mit hohem Schram­mel­fak­tor und ordent­li­chem Drive aus Buf­falo, New York. Zur gro­ben Ori­en­tie­rung würde ich dem Gan­zen mal eine gewisse Ähn­lich­keit zu Sar­casm oder frü­hen Rank Xerox unter­stel­len.


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Exit Group – Live In Lichtenberg

Exit Group - Live In Lichtenberg

Das Tape die­ser Ber­li­ner Band hat mich spon­tan mal so ziem­lich weg­ge­bla­sen und natür­lich neu­gie­rig gemacht, wer denn hin­ter die­ser Combo steckt, die für Men­schen außer­halb der Ber­li­ner Szene schein­bar aus dem nichts auf­ge­taucht ist – mit einem bereits voll­stän­dig aus­ge­form­ten Sound aus dis­so­nan­tem Post Punk, den man etwa in der Nähe von Rank/​Xerox oder Nega­tive Space ver­or­ten kann. Es stellt sich her­aus: Hier sind Mit­glie­der von so eini­gen Bands am Werk, die im 12XU-Mikro­ver­sum gar keine unbe­kann­ten sind. Useless Eaters, P.U.F.F., Bee­kee­pers und Life Fucker wären da unter ande­rem zu nen­nen.


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Flesh World – Into The Shroud

Flesh World - Into The Shroud

Flesh World aus San Fran­cisco haben vor gut zwei Jah­ren so einige Leute über­rascht und bezau­bert mit ihrem Debüt­al­bum und einer reich­lich exzen­tri­schen Spiel­art von Post­punk, den sie mit Stil­ele­men­ten aus der alten C86-Schule, Dream- und Jangle Pop sowie einem leich­ten Goth-Vibe zu einem atmo­sphä­risch dich­ten Erleb­nis ver­meng­ten. Auf Album Num­mer zwei prä­sen­tie­ren sie jetzt einen gereif­ten, druck­vol­le­ren Sound und ein geschick­tes Händ­chen für aus­ge­spro­chen grif­fige Songs, ohne dabei ihre eigene Iden­ti­tät und den eigen­wil­li­gen Charme des Debüts ein­zu­bü­ßen. In ande­ren Wor­ten: Mit der neuen Platte ist ihnen erneut ein lupen­rei­ner Voll­tref­fer gelun­gen!



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Fornet – Fornet

Fornet - Fornet

Ein sehr schö­nes Debüt-Tape hat die Band aus dem bel­gi­schen Städt­chen Breee da raus­ge­hauen. Wand­lungs­fä­hi­ger Krach, der sich ganz schön selbst­be­wusst irgendwo zwi­schen den Eck­punk­ten von kräf­tig zubei­ßen­dem Post Punk und Noise Rock, kan­ti­gem Indie­rock und einem gele­gent­li­chem Hauch von Psy­che­de­lia aus­tobt.


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Ex-Diel – Dem-Master

Ex-Diel - Dem-Master

Die Debüt-EP die­ser Band aus Leip­zig war­tet mit wun­der­bar unge­schlif­fe­nem Dark-/Post­punk auf und zieht mich dabei mit einem sehr char­man­ten, rohen DIY-Vibe auf ihre Seite.


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Nick Normal – Tour Tape

Nick Normal - Tour Tape

Hui, das aktu­elle Kurz­spiel­tape von Nick Nor­mal aus Port­land kann rich­tig was. Die drei­ein­halb Songs dar­auf wech­seln sich im Hand­um­dre­hen zwi­schen Garage Punk, Power­pop mit 77er Feel und stark New-Wavi­gem Post­punk ab, regel­mä­ßig fühle ich mich dabei an Andy Human and the Rep­to­ids erin­nert.


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Xertz – Demo

Xertz - Demo

Das Demo von Xertz aus Win­ni­peg punk­tet mit melo­disch-melan­cho­li­schem (Post-)Punk und Anklän­gen an Wipers, Naked Ray­gun, Hüs­ker Dü in der Zen Arcade-Phase und diver­ses Zeug aus dem frü­hen DC-Post­core der mitt­le­ren bis spä­ten Acht­zi­ger. Unbe­dingt im Auge behal­ten, diese Band.

Konvoi – Secretary

Konvoi - Secretary

Eine sehr schöne digi­tale Sin­gle hat die Band aus Ashe­ville, North Caro­lina da als Vor­bo­ten für ein kom­men­des Album ver­öf­fent­licht, die bei­den Songs dar­auf sind ein ziem­lich radi­ka­ler Stil­bruch im Ver­gleich zu ihrem ers­ten Lang­spie­ler. Statt Gitar­ren gibt es her Syn­ths und der eher dre­ckige Post­punk des Vor­gän­gers weicht hier einer schil­lern­den, stark Wave-infi­zier­ten Vari­ante davon.

Pardans – Heaven, Treason, Women

Pardans - Heaven, Treason, Women

Ich muss geste­hen, dass ich diese bereits letz­ten Herbst erschie­nene Platte bis­her gänz­lich über­se­hen habe. Die Kopen­ha­ge­ner Band gehört ganz klar zu den Nach­wir­kun­gen des­sen, was die (über-)lokalen Sze­ne­grö­ßen Lower, Iceage und Mar­ching Church dort hin­ter­las­sen haben und was aktu­ell von Bands wie Hand Of Dust wei­ter­ge­führt wird: Epi­scher Post­punk mit einem Hang zum ganz gro­ßen Drama. Par­d­ans ver­pas­sen dem Gan­zen aber noch einen eige­nen Spin mit Strei­chern und Blä­sern, folk­i­gen Ein­flüs­sen und regel­mä­ßig durch­schei­nen­den Spu­ren von No Wave. Ein kei­nes­wegs per­fek­tes, mit sei­ner gro­ßen Ambi­tion aber den­noch beein­dru­cken­des Debüt einer Band mit jeder Menge Poten­zial.



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