Krul - EP

Die aus­tra­li­sche Sze­ne ist im­mer für ei­ne Über­ra­schung gut, wie auch hier in Form ei­ner Band aus Mel­bourne, die mit Leu­ten von un­ter an­de­rem Kids Of Zoo an Bord und nicht zu­letzt auf Ja­pa­nisch vor­ge­tra­ge­nen Vo­cals auf­war­tet. Sound­mä­ßig könn­te man es so be­schrei­ben, als trä­fe leicht an­ge­dun­kel­ter Post Punk ir­gend­wo zwi­schen In­sti­tu­te, Pret­ty Hurts, Di­ät, Cri­mi­nal Code, Pret­ty Hurts oder Acry­lics auf deut­lich rau­bei­ni­ge­ren Kra­wall in der Ge­gend von Lum­py & The Dum­pers oder Be­ast Fiend, ei­nen Hauch von Hot Sna­kes.

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Super X - Super X

Die­ses Tape von Su­per X aus Mel­bourne ist in­zwi­schen al­les an­de­re als neu, aber auch viel zu gut um hier nicht er­wähnt zu wer­den. Dar­auf ent­fal­tet sich ein Klang­spek­ta­kel, bei dem al­ter Ga­ra­ge-/Pro­to Punk á la Stoo­ges der Fun House-Ära auf ab­ge­spa­ce­te Sounds zwi­schen De­st­ruc­tion Unit und frü­hen Te­le­scopes trifft, auf dem Weg aber auch noch ein paar Spu­ren von kon­tem­po­rä­rem Post Punk mit­schleift.

Nag - Red Panda

Wie ge­wohnt kei­ne Ex­pe­ri­men­te bei Nag aus At­lan­ta und das ist voll ok so. Auch ihr neu­es­ter Kurz­spie­ler über­zeugt da­für mit ei­ner schnör­kel­lo­sen Me­lan­ge aus Post-, Fuzz- und Noi­se Punk, die kei­nen An­lass sieht, sich schlau­er zu ge­ben als sie ei­gent­lich ist und ge­nau des­halb so rei­bungs­los funk­tio­niert.

Rancher - Pummeler

Zwölf Mi­nu­ten mi­ni­ma­lis­ti­sches, kom­pro­miss­lo­ses DIY In­dus­tri­al Noi­se/-punk Ge­döns von ei­nem Duo aus Ri­ver Falls, Wis­con­sin. Als ein et­was ah­nungs­lo­ser Mensch in die­sem Gen­re­spek­trum wür­de ich das mal als ei­ne voll­elek­tro­ni­sche Ab­art von Big Black be­schrei­ben. Oder viel­leicht auch Ver­glei­che zie­hen zum jün­ge­ren, aber ähn­lich mi­ni­ma­len Kra­wall von Black Pus.

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Isolation - Isolation

Bei die­ser Band aus Fal­mouth han­delt es sich im Grun­de ge­nom­men um drei Vier­tel von In­ter­nal Credit. Im Ver­gleich mit de­ren et­was simp­ler ge­strick­ten Ga­ra­ge Punk geht es hier aber et­was straf­fer zur Sa­che mit ei­nem Sound, der ihr so­li­des Ga­ra­gen­fun­da­ment um ge­wis­se Post­core-Ten­den­zen so á la Hot Sna­kes oder Youth Avoiders auf­stockt, so­wie um me­lo­di­schen (Post-)Punk im Sti­le von Red Dons, Day­light Rob­be­ry, Anxious Li­ving, Ner­vo­sas und ein klei­nes biss­chen Wi­pers. Fluppt!

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Unclaimed Diamonds - The First Five Slabs

Das De­büt-Tape via Sta­te Cham­pion Re­ords von die­ser Band aus Phil­adel­phia macht be­reits ei­nen star­ken ers­ten Ein­druck. Ein aus­ge­präg­ter 90er In­die­rock-Vi­be á la Bree­ders oder jün­ge­re Melk­bel­ly trifft hier auf eher kon­tem­po­rä­ren Post Punk, den man et­wa mit WALL oder The Ba­by ver­glei­chen könn­te, durch­zo­gen von ei­nem wun­der­bar kru­den Charme.

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The Cowboy - The Cowboy 7"

The Cow­boy sind zu­rück! Nach ih­rem ex­plo­si­ven De­büt­al­bum vor zwei Jah­ren weiß auch die neue 7" der Band aus Cleve­land um Mit­glie­der von Plea­su­re Lef­tists und Ho­mos­tu­pids ele­gant Är­sche zu tre­ten mit zwei Klop­pern im Span­nungs­feld von Ga­ra­ge- und Post Punk, noi­se-las­ti­gen Ober­tö­nen, kan­ti­ger Ober­flä­che und ent­waff­nen­der Ein­gän­gig­keit - An­klän­ge an Plax, Ex-Cult, Shark Toys, oder Flat Worms in­klu­si­ve. Die B-Sei­te über­rascht dann mit ei­nem un­er­war­tet re­laxt in­diero­cken­den In­stru­men­tal­track.

Shit Giver - Meaningless /​ Transition

Ihr 2017er De­büt­al­bum hat­te sei­ner­zeit ei­nen ge­wal­ti­gen Ein­druck bei mir hin­ter­las­sen mit ei­ner aus­ge­spro­chen am­bi­tio­nier­ten und viel­sei­ti­gen Vi­si­on von Post­punk, durch­zo­gen von ex­zen­tri­schen, un­vor­her­seh­ba­ren Song­struk­tu­ren. Mit ih­rer neu­en di­gi­ta­len Sin­gle über­rascht die Band aus Los An­ge­les er­neut, ha­ben sie hier doch vor al­lem ih­re me­lo­di­schen Qua­li­tä­ten her­aus­ge­ar­bei­tet und in ein Ge­wand aus un­wi­der­steh­lich me­lan­cho­li­schem Post Punk, Power- und Go­th Pop ver­packt und ent­wi­ckeln da­bei ei­ne Ohr­wurm­ge­walt, auf die ich so nicht vor­be­rei­tet war. Me­a­ningless über­zeugt da­bei als un­er­war­tet ge­rad­li­ni­ge Pop­ka­no­ne in­klu­si­ve ei­nes grenz­wer­tig kä­si­gen Sa­xo­fon­so­los, das bei ei­nem we­ni­ger star­ken Song zu­viel des gu­ten wä­re, hier aber ab­so­lut ver­dient er­scheint. Tran­si­ti­on setzt den neu­en Hang zum sen­ti­men­ta­len Pop dann naht­los fort, be­weist aber auch, dass Shit Gi­ver auch ihr Ge­spür für opu­len­te Struk­tu­ren nicht ver­lo­ren ha­ben.

Champion Lawnmower - Champion Lawnmower

Macht ganz schön Spaß, das zwei­te Tape die­ser For­ma­ti­on aus Van­cou­ver. Ver­spiel­ter Post Punk, der mit Leich­tig­keit die Ba­lan­ce hält zwi­schen rau­er Ober­flä­che und Tanz­bar­keit, wo­mit er ziem­lich ge­nau in der Mit­te lan­det zwi­schen dem ex­zen­tri­schen Punk­rock von Bands wie Ne­ga­ti­ve Scan­ner und Twis­ted auf der ei­nen Sei­te, den in­fek­tiö­sen Groo­ves von Slumb Par­ty oder Ra­pid Tan auf der an­de­ren.

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Sallow Pillow - Wince Meat

Die aus­ge­zeich­ne­te De­büt-EP von Sal­low Pil­low aus Li­ver­pool be­sticht durch ge­rad­li­nig ef­fek­ti­ven Ga­ra­ge Punk mit leich­ten Sur­fein­flüs­sen im Sti­le et­wa von Black Lips, frü­hem Ty Segall oder De­ba­te Club, ei­nem durch­gän­gi­gem Gun Club vi­be so­wie ei­ner ge­wis­sen Post­punk-Kan­te, die et­wa an Lu­xu­ry oder skan­di­na­vi­sche Acts wie Ho­lo­grams und RA er­in­nert. Wenn sie dann in We­ar Out The Ro­pe noch ein paar Ame­ri­ca­na-Ein­flüs­se aus­rol­len, komm ich um ei­nen Va­guess-Ver­gleich nicht her­um.

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