Shit Giver - Meaningless /​ Transition

Shit Giver - Meaningless / Transition

Ihr 2017er Debüt­al­bum hatte sei­ner­zeit einen gewal­ti­gen Ein­druck bei mir hin­ter­las­sen mit einer aus­ge­spro­chen ambi­tio­nier­ten und viel­sei­ti­gen Vision von Post­punk, durch­zo­gen von exzen­tri­schen, unvor­her­seh­ba­ren Song­struk­tu­ren. Mit ihrer neuen digi­ta­len Sin­gle über­rascht die Band aus Los Ange­les erneut, haben sie hier doch vor allem ihre melo­di­schen Qua­li­tä­ten her­aus­ge­ar­bei­tet und in ein Gewand aus unwi­der­steh­lich melan­cho­li­schem Post Punk, Power- und Goth Pop ver­packt und ent­wi­ckeln dabei eine Ohr­wurm­ge­walt, auf die ich so nicht vor­be­rei­tet war. Mea­ningless über­zeugt dabei als uner­war­tet gerad­li­nige Pop­ka­none inklu­sive eines grenz­wer­tig käsi­gen Saxo­fon­so­los, das bei einem weni­ger star­ken Song zuviel des guten wäre, hier aber abso­lut ver­dient erscheint. Tran­si­tion setzt den neuen Hang zum sen­ti­men­ta­len Pop dann naht­los fort, beweist aber auch, dass Shit Giver auch ihr Gespür für opu­lente Struk­tu­ren nicht ver­lo­ren haben.

Plataforma - La Equitativa

Plataforma - La Equitativa

Erneut haut eine Band aus Bar­ce­lona über­zeu­gend in die Scheiße. Pla­ta­forma macht das in Form eines maxi­mal DIY-mäßi­gen Sounds im Umfeld von Dark-/Post Punk und einer gesun­den Dosis Goth. Cri­sis kom­men da mal wie­der in den Sinn, frühe 2010er Kopen­ha­gen-Schule á la Lower und Iceage oder auch jün­gere Acts wie Dis­joy ste­hen dem nicht allzu fern.

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Lost System - Left Behind

Lost System - Left Behind

Die knapp drei Jahre alte erste EP der Band aus Grand Rapids, Michi­gan gefiel mir zwar schon aus­ge­spro­chen gut, aber auf der neuen LP via Neck Chop fügt sich alles noch­mal viel schlüs­si­ger inein­an­der, ist die Vision deut­lich schär­fer und das Song­ma­te­rial aus­ge­reif­ter in ihrem betrüb­li­chen Sound aus Goth-las­ti­gem Post- und Syn­th­punk.

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Void /​/​ Gist - Sophisma

Void // Gist - Sophisma

Neues Album der Ham­bur­ger For­ma­tion, die irgend­wann auch mal unter dem Namen Alpha Waves fir­mierte. Ihr vier­tes bereits, wenn ich mich nicht irre. Und wie gehabt kön­nen sie dar­auf mit ihrem abso­lut stil­si­che­rern Post Punk von star­ker Goth- und Death­rock-Prä­gung über­zeu­gen, der sich dies­mal in einem ver­hält­nis­mä­ßig luf­ti­gen, pro­duk­ti­ons­mä­ßig ent­schlack­ten Klang­ge­wand prä­sen­tiert und sich auch musi­ka­lisch ein paar vor­sich­tige Zen­ti­me­ter wei­ter über den Tel­le­rand der eige­nen Sub­genre-Nische hin­aus wagt als bis­her. Bei­des steht ihnen gut.

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Padkarosda - Visszatérő Rémálom

Padkarosda - Visszatérő Rémálom

Auf ihrem neu­es­ten Lang­spie­ler hält sich die Dark Punk/​Death Rock-For­ma­tion aus Buda­pest wie schon auf dem Vor­gän­ger bis auf's letzte Komma an die eta­blierte Genre-Rezep­tur, aber das auf einem aus­ge­zeich­ne­ten Niveau.

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Haldol - UK​-​Ireland​-​Iceland Tour Tape

Haldol - UK​-​Ireland​-​Iceland Tour Tape

Auf ihrem neu­es­ten Kurz­spie­ler beweist die Post Punk/​Goth/​Dark Punk-For­ma­tion aus Phil­adel­phia ein­mal mehr, dass sie in ihrem Genre-Umfeld ganz vorne dabei ist. Beson­ders her­aus­ste­chend sind dies­mal die etwas getra­ge­ne­ren High­lights Bull's Blood und Gol­den Calf. Was bei weni­ger guten Bands meis­tens eher ein­schlä­fernd wirkt, ent­fal­tet hier seine volle Wir­kung und zeigt ein star­kes Wachs­tum in sei­nem sau­ber kon­stru­ier­ten Song­wri­ting.

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Void /​/​ Gist - Cuts

Void // Gist - Cuts

Die Ham­bur­ger Band kam hier vor län­ge­rer Zeit schon mal vor, damals nann­ten die sich aber noch Alpha Waves. Den ers­ten Lang­spie­ler der Band - auch schon zwei­ein­halb Jahre her - hab ich sei­ner­zeit dann irgend­wie ver­pennt. Jetzt ist jeden­falls Album Num­mer zwei erschie­nen und dar­auf hat ihr Sound deut­lich an Kon­tur gewon­nen. Post­punk mit deut­li­chem Goth-/De­ath­rock-Ein­schlag, der besagte Gen­res nicht neu erfin­den will, aber dafür mit einer bemer­kens­wer­ten Kon­se­quenz sein Ding durch­zieht.



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Autobahn - The Moral Crossing

Autobahn - The Moral Crossing

Wer die­ses Blog schon etwas län­ger ver­folgt, dem sind die Post­pun­ker aus Leeds hier sicher schon mal mit ihren ers­ten zwei EPs begeg­net. Ihr ers­tes Album Dis­sem­ble hab ich sei­ner­zeit dann mal aus­ge­las­sen. Das war kei­nes­wegs schlecht, aber mei­nen Erwar­tun­gen wurde das auch nicht gerecht; für mei­nen Geschmack war das alles etwas zu nah am "siche­ren" aber unbe­mer­kens­wer­ten Genre-Stan­dard­fraß gebaut.

Ihre zweite LP The Moral Crossing ist im Ver­gleich eine viel, viel stär­kere Platte. Wenn auch eine von der Sorte, der ich mehr Respekt als Liebe ent­ge­gen zu brin­gen ver­mag. Ein zu Beginn sorg­fäl­tig kon­stru­ier­tes, atmo­sphä­risch dich­tes Werk, das einen beacht­li­chen Sog ent­wi­ckelt, in der zwei­ten Hälfte aber auch zuneh­mende Abnut­zungs­er­schei­nun­gen zeigt. Den­noch, alleine schon der Mit­tel­teil mit den Über­songs Future /​ The Moral Crossing /​ Torment, die sich als der emo­tio­nale Kern des Albums her­aus­schä­len, ist eine beacht­li­che Leis­tung.

Mehr als je zuvor schöp­fen Auto­bahn ihre Inspi­ra­tion aus klas­si­schem 80er Goth. Wer mit einem gewis­sen Maß an Pathos und Kitsch nicht klar kommt, wird sich mit die­ser Musik schwer tun. Die Songs kön­nen die­sen Bal­last größ­ten­teils aber auch pro­blem­los tra­gen. Aus­ba­lan­ciert wird das ganze dann aber von den hyp­no­ti­schen Kraut- und Psy­che­de­lic-Anlei­hen, die irgend­wie auch schon immer Teil ihres Sounds waren, aber hier erst­mals ver­mehrt ins Zen­trum rücken. Manch­mal bewe­gen sich die Songs gefähr­lich nah an der Schwelle zum Alter­na­tive Rock, ohne mich dabei allzu sehr anzu­pis­sen.

Neben der neuen Pro­tomar­tyr ist The Moral Crossing wohl die zweite dies­jäh­rige Post­punk-Ver­öf­fent­li­chung mit stark Genre-über­grei­fen­dem Appeal. Mal abwar­ten was jetzt pas­siert. Nicht viel, ver­mut­lich.



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Kudzu - Defeated

Kudzu - Defeated

Das zweite Album des Duos aus Spring­field, Mis­souri gefällt mir auf Anhieb sehr gut, rollt einen Sound aus Syn­th­pop/-punk aus, der in jeder Menge Goth und was-auch-immer-für-ein-Wave (Sorry, hier enden meine Genre-Kom­pe­ten­zen. RRRHund, über­neh­men sie!) getränkt ist. Das Song­ma­te­rial ist über­wie­gend recht ein­fach gestrickt, der Klang­tep­pich dafür reich an noi­si­gen Tex­tu­ren. Mehr braucht es auch gar nicht, das Ding fluppt sehr ordent­lich. Das defi­ni­tive Pop­song-High­light When You Were Mine lehnt sich mit sei­nen star­ken Shoegaze-Vibes dann aber doch noch vor­sich­tig aus dem Fens­ter.



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Flesh World - Into The Shroud

Flesh World - Into The Shroud

Flesh World aus San Fran­cisco haben vor gut zwei Jah­ren so einige Leute über­rascht und bezau­bert mit ihrem Debüt­al­bum und einer reich­lich exzen­tri­schen Spiel­art von Post­punk, den sie mit Stil­ele­men­ten aus der alten C86-Schule, Dream- und Jangle Pop sowie einem leich­ten Goth-Vibe zu einem atmo­sphä­risch dich­ten Erleb­nis ver­meng­ten. Auf Album Num­mer zwei prä­sen­tie­ren sie jetzt einen gereif­ten, druck­vol­le­ren Sound und ein geschick­tes Händ­chen für aus­ge­spro­chen grif­fige Songs, ohne dabei ihre eigene Iden­ti­tät und den eigen­wil­li­gen Charme des Debüts ein­zu­bü­ßen. In ande­ren Wor­ten: Mit der neuen Platte ist ihnen erneut ein lupen­rei­ner Voll­tref­fer gelun­gen!



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