Eugh - The Most Brilliant Man Alive

Wo wir ge­ra­de schon beim The­ma Kit­chen Peop­le und Wart­t­man Inc. sind: Hier ist gleich noch mal ei­ne kom­pak­te La­dung Syn­th­punk-Wahn­sinn von ei­nem So­lo­pro­jekt aus dem Kit­chen Peop­le-Um­feld, der ei­ne ge­wis­se Ähn­lich­keit zu Wart­t­man-Acts á la Set-Top Box und Re­se­arch Re­ac­tor Corp. auf­weist, au­ßer­dem ab und an noch ein paar ver­ein­zel­te Ein­spreng­sel von Di­gi­tal Lea­ther oder Trash­dog.

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Taulard - Dans La Plaine

Sa­ge und schrei­be sechs Jah­re ist es nun schon her, seit die Band aus Gre­no­ble mit ei­nem De­büt­al­bum wie aus ei­ner an­de­ren Welt ver­zau­ber­te. Auch nach so lan­ger Zeit gibt es kei­ne an­de­re Band, sie so klingt wie Tau­lard und ihr gi­tar­ren­lo­ser, or­gel­ba­sier­ter, tief­trau­ri­ger und aus­ge­spro­chen ex­zen­tri­scher (Post-)Punk, der so ei­gent­lich nicht funk­tio­nie­ren dürf­te aber den­noch im­mer wie­der ins Schwar­ze trifft.

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Donors - Donors

Das hier ist ein selt­sa­mes Biest. Do­nors aus Nash­ville zo­gen schon vor zwei Jah­ren mit ih­rer ers­ten EP und ei­nem noch nicht ganz so aus­ge­fre­ak­ten Cock­tail aus Ga­ra­ge- und Post Punk mei­ne Auf­merk­sam­keit auf sich, aber das hier ist ein ganz an­de­rer Le­vel an Schräg­heit, wenn sie ih­ren Sound in zu­neh­men­dem Ma­ße mit dis­so­nan­tem No Wa­ve ver­wüs­ten so­wie mit al­tem pro­to-Noi­se­rock á la Flip­per oder No Trend an­rei­chern. Wo­mit könn­te ich die­ses Zeug ver­glei­chen… Ty­vek oder Con­stant Mon­grel als No Wa­ve Band re­inkar­niert? Spray Paint auf'm Ga­ra­gen­trip? Auch wenn ich nicht so si­cher bin was die Band sich hier mal vor­ge­nom­men hat, be­steht doch kein Zwei­fel dass ihr Un­ter­fan­gen ein durch­schla­gen­der Er­folg ist. Und ge­ra­de glaubt man al­les ver­ar­bei­tet zu ha­ben, da über­ra­schen sie ei­nen noch mal im Raus­schmei­ßer Fi­ne Print mit ei­ner an Haun­ted Hor­ses er­in­nern­den In­dus­tri­al-Kan­te.

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Neutrals - Rent /​ Your House EP

Nach zwei star­ken De­mo­tapes und dem un­glaub­li­chen Knal­ler von ei­nem De­büt­al­bum, das letz­tes Jahr via Emo­tio­nal Re­spon­se auf uns lo­ge­las­sen wur­de, ist nun auch schon wie­der ei­ne neue EP am Start, die naht­los an des­sen Qua­li­tä­ten an­knüpft. Der­zeit trifft kei­ne an­de­re Band so über­zeu­gend den Na­gel auf den Kopf in die­sem spe­zi­el­len Sub­gen­re aus end­los char­man­tem und ver­schro­be­nem, da­bei aber grund­ehr­li­chem DIY Post-/Art Punk, bei dem un­ter an­de­rem si­cher die Te­le­vi­si­on Per­so­na­li­ties, frü­he Me­kons oder De­spe­ra­te Bicy­cles Pa­te ge­stan­den ha­ben - wäh­rend ih­re Mu­sik gleich­zei­tig nach al­lem an­de­ren als ei­ner Re­tro-Show klingt, son­dern klar un­se­rer Zeit ent­stammt und mit bei­den Fü­ßen auf dem ge­gen­wär­ti­gen Bo­den der Tat­sa­chen steht.

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Xetas - The Cypher

Ih­re drit­te LP - er­neut auf dem ge­schmack­voll be­nann­ten La­bel 12XU Re­cords er­schie­nen (ich bin da nicht in­vol­viert, Eh­ren­wort) - prä­sen­tiert die Xe­tas aus Aus­tin und ih­ren Sound in sei­ner ih­rer bis­lang reifs­ten In­kar­na­ti­on, was sich vor al­lem in ei­nem selbst­be­wuss­te­ren, ab­wechs­lungs­rei­chen und im­mer grund­so­li­den Song­wri­ting be­merk­bar macht. Im­mer noch ist das auf der Schwel­le zwi­schen strai­gh­tem Punk­rock und en­er­gi­schem Post Pun­k/-core zu ver­or­ten, wenn auch der Kom­pass dies­mal ver­stärkt in letzt­ge­nann­te Rich­tung aus­schlägt. Kann man et­wa als ei­ne Mi­schung aus Red Dons, Vi­deo, Me­at Wa­ve und Day­light Rob­be­ry be­zeich­nen. Oder an­ders aus­ge­drückt: Qua­li­täts­lärm!

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The Cowboy - WiFi on the Prairie

Nach­dem der letz­te Sie­ben­zöl­ler des Tri­os aus Cleve­land ein ge­wis­ses Maß an Ent­span­nung in ih­rem Sound sug­ge­rier­te, hat es jetzt nicht lan­ge ge­dau­ert bis sie auf ih­rem zwei­ten Al­bum wie­der in die rau­bei­ni­gen al­ten Ge­wohn­hei­ten zu­rück­fal­len - ja so­gar noch ei­nen drauf­le­gen im Ver­gleich zum schon reich­lich wuch­ti­gen De­büt. Das Er­geb­nis ist er­neut ei­ne un­auf­halt­sa­me Fuz­zka­no­ne aus Punk, Ga­ra­ge und Noi­se, wo­bei mich das dies­mal be­son­ders stark an die kom­pro­miss­lo­se In­ten­si­tät frü­her The Men in der Green­berg-Ära er­in­nert.

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The Worms - Back To The Bog

Ein Trio aus Lon­don lie­fert hier ein paar neue Tak­te an hoch­wer­ti­gem, be­tont kru­dem Ga­ra­gen­zeug mit kla­rer Post­punk-Kan­te ab. Freun­de von Con­stant Mon­grel, Ex-Cult, Ty­vek, Useless Ea­ters oder Shark Toys wer­den das si­cher zu schät­zen wis­sen.

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Signal - Love w/​o Moisture

Ein ro­her, po­ten­ter Mix aus Noi­se-/Fuzz Punk und Post­core von ei­ner New Yor­ker Band. Hat was von ei­ner noi­se-las­ti­ge­ren Ver­schmel­zung aus Lié und Ugly Litt­le Girls, hat aber auch ei­ni­ges an dre­ckig ga­ra­gi­gem Sound in Rich­tung Warp oder Vexx mit an Bord.

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Gunky - Ectoplastic

Als ein selt­sa­mer (Post-) Pun­k/­Noi­se-Bas­tard, der sich ganz frech durch die Ge­schich­te des Punk und Noi­se-Un­ter­grunds plün­dert, stellt sich die De­büt-EP von Gun­ky aus Phil­adel­phia her­aus. Ich mei­ne Echos von MX-80 und Mitt­acht­zi­ger So­nic Youth zu hö­ren, von The Mental­ly Ill und Sac­cha­ri­ne Trust. Oder auch von jün­ge­ren Bands wie Pat­ti oder Plax.

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The Resource Network & Big Hog - Split 7"

Zum zwei­ten mal kom­men die bei­den Bands aus In­dia­na­po­lis für ei­ne Split­ver­öf­fent­li­chung zu­sam­men - dies­mal ist es ein Sie­ben­zöl­ler auf Good­bye Boo­zy Re­cords ge­wor­den. Nicht nur ist die Auf­nah­me hier et­was we­ni­ger roh, son­dern auch sound­mä­ßig ha­ben bei­de ihr Vo­ka­bu­lar deut­lich di­ver­si­fi­ziert. The Re­sour­ce Net­work hau­en uns mal schlau­en Ga­ra­ge­punk zwi­schen Ura­ni­um Club und Yam­me­rer um die Oh­ren, mal Post Pun­k/-core, der sich z.B. ir­gend­wo zwi­schen Ri­tes of Spring und frü­hen Slo­ven­ly ver­or­ten lässt, und zu gu­ter Letzt noch ei­ne strai­gh­te Punk­num­mer mit Laun­cher-mä­ßi­gem KBD-Vi­be.
Letz­te­rer ist auch im Hau­se Big Hog am Start, vom Hard­core des Split-Tapes ist nun aber nicht mehr so viel zu spü­ren. Da­für gibt es ei­ne Post­punk­ab­fahrt á la Pat­ti tref­fen auf frü­he Mi­nu­te­men zu be­stau­nen, ein­ge­rahmt von zwei mal Noi­se Punk, der et­was wie Lum­py & The Dum­pers auf 'nem leich­ten Slud­ge­trip klingt.

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