Wild Moth - Over, Again

Wild Moth - Over, Again
Wooooow… Wie konnte das pas­sie­ren, dass ich diese im Herbst erschie­nene Platte so lange über­se­hen habe? Ver­mut­lich ist eine gewisse Über­sät­tin­gung an Shoegaze-beein­fluss­ten Bands daran schuld, dass ich Wild Moth vor­erst zu igno­rie­ren ver­sucht hab. Aber das hier ist eine der bes­ten Rock­plat­ten des letz­ten Jah­res, zwei­fel­los. Man hört hier: Trei­ben­den Post­punk & Noise Rock à la frühe Trail of Dead, Dino­saur Jr-artige Rif­f­at­ta­cken, voll­kom­men unpein­li­che Emo-Ein­flüsse, die eher der frü­hen, dem (Post-)Hardcore noch näher ste­hen­den Schule ent­stam­men. Die Shoegaze-Ele­mente hatte ich ja bereits erwähnt. Auch die sind eher auf der kra­chi­gen Seite des Gen­res ange­sie­delt, also eher so Swer­ve­dri­ver oder Bail­ter­space. Und die her­vor­ra­gen­den Songs wis­sen emo­tio­nal zu bewe­gen, was in die­sen Zei­ten echt 'ne Aus­zeich­nung ist, in denen ähn­li­che Bands eher einen auf abs­trakt und distan­ziert machen, als ob sie stän­dig unter dem Ein­fluss der fal­schen Tablet­ten stän­den. Das hier ist Musik, die mit bei­den Füßen in der Rea­li­tät steht und offen­sicht­lich gar kei­nen Bedarf an der Genre-übli­chen Ver­ne­be­lung sieht.
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Autistic Youth - Nonage

Autistic Youth - Nonage
Band aus Port­land, spielt melo­disch-melan­cho­li­schen, aber immer trei­ben­den Punk­rock. Fühle mich oft an Wipers oder Hot Snakes erin­nert. Außer­dem denke da noch an irgend­eine eher aktu­elle Band, mir fällt aber um's ver­re­cken gerade nicht ein wel­che, ver­dammt! Das kommt davon, wenn man zu viel Musik auf ein­mal hört. Ent­fernt kön­nen viel­leicht Red Dons als Ver­gleich her­hal­ten oder Youth Avoi­ders in lang­sa­mer.
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Dead Waves - Take Me Away EP

Dead Waves - Take Me Away EP
Ganz schö­ner Fahrt­wind kommt einem da ent­ge­gen auf der zwei­ten EP des New Yor­ker Trios. Grungi­ger Noise Rock, der es gerne ein­fach hält, dies aber durch seine gewal­tige Inten­si­tät bes­tens aus­gleicht. Ober­fläch­lich betrach­tet fällt natür­lich zuerst das Mark-und-Bein-erschüt­ternde Gesangs­or­gan des Sän­gers auf, das durch­aus an einen gewis­sen toten blon­den Sän­ger erin­nert. Auch der erste Track hätte durch­aus auf eine nicht ganz unbakannte Platte namens Bleach gepasst, aber mit den fol­gen­den fünf Songs fan­gen die Jungs dann doch an, aus einer etwas brei­te­ren Palette von Ein­flüs­sen zu schöp­fen. Das wären zum Bei­spiel Mel­vins, The Jesus and Mary Chain und Pixies. Das alles auf elf gedreht und fer­tig ist das wuch­tige Unge­tüm einer Platte. Hät­ten bestimmt mehr Leute mit­be­kom­men, wenn das Ding nicht im Dezem­ber erschie­nen wäre, also genau wenn alle Blogs und Maga­zine mit dem pos­ten ätzen­der Weih­nachts­lie­der und dem kom­pi­lie­ren über­flüs­si­ger Jah­res­end­lis­ten (mal ehr­lich, wer braucht denn noch eine davon?) blo­ckiert sind. Aber so kann das Musik­jahr 2014 gerne wei­ter­ge­hen. Es ist wirk­lich an der Zeit die ver­schla­fene Szene rund um das, was wir mal Indie Rock (R.I.P.) nann­ten, ein wenig wach zu schreien.
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Big French - Downtown Runnin

Big French - Downtown Runnin
Ganz kru­des Zeug von die­ser New Yor­ker Band. Zach Phil­lips von Blan­che Blan­che Blan­che ist mit an Bord, und wer mit des­sen Haupt­pro­jekt ver­traut ist weiß jetzt schon, dass er sich über gar nix wun­dern darf. Hier haben wir eine Platte vol­ler psy­che­de­li­schem Pro­gres­sive-Glam-Punk-Noise-Post-Pop-irgend­was. Yep. So als hät­ten sich frühe Gui­ded By Voices beim jam­men zu viel LSD ins Bier gekippt und dabei Helium geat­met, das würde den durch­ge­hen­den Fal­sett­ge­sang erklä­ren. Zer­fah­rene, chao­ti­sche drei­ßig Minu­ten, auf­ge­teilt in 18 kurze Song­skiz­zen und durch­drun­gen von vie­len mit­rei­ßen­den Pop­mo­men­ten. Und bevor man seine her­un­ter­ge­fal­lene Kinn­lade wie­der unter Kon­trolle hat, ist der Spuk auch schon wie­der vor­bei.

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Cheese Borger and the Cleveland Steamers - Terminal

Cheese Borger and the Cleveland Steamers - Terminal
Ich kann um's ver­re­cken nicht viel mehr über die­sen Typen her­aus­fin­den außer dass er wohl vor sehr, sehr lan­ger Zeit in einer Band namens Pink Holes mit­ge­mischt hat, die wie­derum sind schein­bar so was wie eine lokale Legende in ihrer Hei­mat Pai­nes­ville, Ohio. Muss ich mal aus­che­cken, wenn ich die Zeit finde.
Auf sei­ner aktu­el­len Platte setzt es mini­ma­lis­ti­schen Gara­gen­rock und 77er Punk mit star­kem Rocka­billy-Ein­fluss. Die Cramps las­sen manch­mal recht herz­lich grü­ßen. Proto-Punk á la Modern Lovers ist auch keine ganz fal­sche Asso­zia­tion. Immer schön abge­han­gen und ohne über­flüs­sige Schnör­kel pro­du­ziert, hätte diese Platte genau so auch schon vor drei­ßig Jah­ren erschei­nen kön­nen.
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Planner - Canada is the Reason

Planner - Canada is the Reason
Tol­ler Post-/Noi­se­core aus Flens­burg, der sich nicht so recht auf ein bestimm­tes Sub­genre fest­na­geln las­sen will. Klingt mal etwas nach Dackel­blut- oder frü­her Tur­bo­st­aat-Schiene mit eng­li­schen Lyrics, mal erin­nert es eher an den moder­nen Post-Hard­core der frü­hen Nuller­jahre, noch ange­nehm frei von ner­vi­gen Metal­core- oder Screamo-ein­flüs­sen. Ox ver­gleicht sie mit Hot Snakes. Auch nicht ganz falsch, wobei Plan­ner da doch irgend­wie noch 'n gan­zes Stück old­schoo­li­ger klin­gen. Zwölf Songs in zwan­zig Minu­ten, keine Note zu viel gespielt. Sitzt alles per­fekt.
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Commonwealth Choir - Shirtless EP

Commonwealth Choir - Shirtless EP
Schön relax­ter, power­pop­pi­ger Indie Rock aus Doyl­es­town, Penn­syl­va­nia, mit deut­li­chem Wink in Rich­tung Elvis Cos­tello und The Jam. Mal leicht Fol­kig-Hym­nisch, mal strai­ght nach vorne rockend.
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Johns - Temple of False Love

Johns - Temple of False Love
Johns aus Buf­falo, NY spie­len auf ihrer zwei­ten (?) EP eine sehr eigene Mischung aus Gara­gen­rock, Post­punk und Indie Rock, mit einer gewis­sen Wipers-Kante, aber auch mal mehr, mal weni­ger sub­tile Ame­ri­cana-Ein­flüsse sind spür­bar. Eigent­lich hat aber jeder der vier Songs sei­nen ganz eige­nen Vibe, ein Kom­pli­ment das man nicht jeder Band machen kann. Wie am Cover­for­mat unschwer zu erken­nen ist, erschien das ganze als Tape. Digi­tal gibt's die EP zum Preis dei­ner Wahl.
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Amateur Party - The Song Is You 7"

Amateur Party - The Song Is You 7"
Punk­rock aus Phil­adel­phia mit Power­pop- und Soul-Ein­schlag. Kurz und Schmerz­los. Macht fünf Minu­ten lang glück­lich, dann muss eine neue Droge her.
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Yellow Creatures - Town Hall Crypt 7"

Yellow Creatures - Town Hall Crypt 7"
Post Punk der exzen­tri­schen Sorte spielt diese Band aus dem bri­ti­schen New­castle. Die Lyrics klin­gen doch sehr nach psy­che­de­li­schen Dro­gen und auf der B-Seite dreht sich das ganze dann auch musi­ka­lisch in Rich­tung 60's Psy­che­de­lia.
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