The Resonars – The Resonars

The Resonars - The Resonars
Zur Abwechs­lung mal nix neues, son­dern eine sehr will­kom­mene Wie­der­ver­öf­fent­li­chung der schrul­li­gen Retroro­cker aus Tuc­son, Aro­zona. Sie haben ihr aller­ers­tes Album von ’98 noch mal von den ori­gi­na­len Vier­spur-Tapes gekratzt und und machen es jetzt – zu einem unver­schämt güns­ti­gen Kurs – wahl­weise in einem neu ange­fer­tig­ten Mono- oder Ste­reo­mix auf Band­camp ver­füg­bar. Fans kön­nen jetzt die Lücke in der Dis­ko­gra­fie stop­fen, und wer mit der Musik die­ser lie­bens­wer­ten, maß­geb­lich von der Bri­tish Inva­sion der Mitt­sech­zi­ger beein­fluss­ten Band bis­her noch nicht ver­traut war, hat jetzt auch die Gele­gen­heit, das nach­zu­ho­len.

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Constant Lovers – Experience Feelings

Constant Lovers - Experience Feelings
Ok, das ist es also. Das zweite Album der Noi­sero­cker aus Seat­tle, deren Erst­ling ich hier zuletzt ja schon mal im Pro­gramm hatte. Und was hat sich groß ver­än­dert? Nun, ich würde sagen, dass der auf dem Debüt noch eher latente Dischord-Ein­schlag hier viel stär­ker zur Gel­tung kommt; der Post­core tritt dies­mal deut­lich in den Vor­der­grund gegen­über den nach wie vor vor­han­de­nen Noise- und Math-Ein­flüs­sen. Und sie gehen um eini­ges fokus­sier­ter vor, bün­deln die Ener­gie effek­ti­ver und tref­fen dann genau im rich­ti­gen Moment mit vol­ler Wucht. Die schlichte aber druck­volle Pro­duk­tion fängt diese neu gewon­nene Dyna­mik her­vor­ra­gend ein. Erin­nert mich häu­fig an eine etwas bra­chia­lere Ver­sion von Q and not U. Ins­ge­samt klingt die Platte deut­lich selbst­be­wus­ter, auf den ers­ten Blick viel­leicht auch etwas Kon­ven­tio­nel­ler, gleich­zei­tig jedoch nicht weni­ger ver­spielt als ihr Vor­gän­ger. Nur halt etwas auf­ge­räum­ter.

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Pueblo People – Sentiero di Guerra

Pueblo People - Sentiero di Guerra
Die genauere Her­kunft die­ses Trios lässt sich anhand der vor­han­de­nen Infor­ma­tio­nen lei­der nicht fest­stel­len, auf jeden Fall flat­terte mir diese schöne EP der Ita­lie­ner letzte Woche per email her­ein. Die ers­ten zwei Songs sind leicht ange­psych­ter Retro­rock der lang­sam groo­ven­den Sorte. Erin­nert mich etwas an im Tempo gedros­selte Saints oder Dead Moon, gepaart mit der Melan­cho­lie der Meat Pup­pets oder spä­te­ren The Gun Club, viel­leicht. Oder die frü­hen Plat­ten von Rob Youn­gers Post-Bird­man-Band New Christs könnte man auch als Ver­gleich her­an­zie­hen. Der dritte Track ist dann ein nicht weni­ger gekonn­ter, aus­ufern­der Stoner-Jam.

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Girl Tears – Tension

Girl Tears - Tension
Girl Tears aus Los Ange­les fackeln nicht lange rum, kei­ner der 12 Songs auf der EP dau­ert län­ger als eine Minute. Und mehr braucht guter Punk­rock – in die­sem Fall von der Gara­gen-beein­fluss­ten Sorte mit leich­tem Wipers-Ein­schlag – auch nicht um zu funk­tio­nie­ren. Warum sollte man denn noch drei­mal den Refrain wie­der­ho­len, wenn man in der Zeit statt­des­sen noch zwei andere Songs spie­len kann? Gut gedacht.

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Generation Loss – …

Generation Loss - ...
Hier ist das schön schrot­tig von Charles Moothe­art (Fuzz/​Ty Segall Band) pro­du­zierte Debüt-Tape der Band aus San Fran­cisco. Trotz die­ser ein­schlä­gi­gen Con­nec­tion hat das hier höchs­tens sehr ent­fernt mit Gara­gen-/Psych-Krem­pel zu tun. Statt­des­sen krie­gen wir abar­tig schö­nen Noi­se­punk vor­ge­kotzt, der nicht weit von frü­hen Milk Music oder Cali­for­nia X ent­fernt klingt. Aller­dings gehen Gene­ra­tion Loss hier um eini­ges Pri­mi­ti­ver und Dre­cki­ger zu Werke, genau so wie ich’s am liebs­ten mag.

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Geyser – Geyser EP

Geyser - Geyser EP
Und wie­der eine sehr hörens­werte Ein­rei­chung, dies­mal von einer Band die ver­mut­lich aus dem kana­di­schen Grea­ter Sud­bury kommt, wenn mich die eher dif­fuse Infor­ma­ti­ons­lage nicht auf’s Glatt­eis geführt hat. Ihre Debüt-EP klingt stel­len­weise nach einer Kreu­zung von melo­di­schen Indie­ro­ckern á la Shark? oder frü­hen Sur­fer Blood mit den trei­ben­den Rock­at­ta­cken von The Men’s „Open Your Heart“. In ande­ren Momen­ten erinnert’s mich an McLusky oder die alten Noise-Pro­to­ty­pen von Flip­per. Spa­ßige Sache das, auch wenn sie sich dabei das eine oder andere Riff von besag­ten Bands aus­bor­gen.

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Rollercoaster Kills – Evil Debt

Rollercoaster Kills - Evil Debt
Rol­ler­co­as­ter Kills sind ein Trio aus Madrid. Ihr fri­sches­ter Out­put schlägt ganz mühe­los die Brü­cke zwi­schen dem melo­di­schen Punk- und Indie­rock der mitt­neun­zi­ger, Post­core, Gara­gen­punk und altem Emo­core-Gedöns. Klingt hier und da mal etwas nach Wipers, ein paar Schritte wei­ter schie­len dann klas­si­sche Sonic Youth-Gitar­ren um die Ecke und wenn sie so rich­tig Gas geben fühlt man sich ange­nehm an Hot Snakes oder Drive Like Jehu erin­nert.

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Zephyr Lake – Silken

Zephyr Lake - Silken
Wie­der mal was tol­les vom euro­päi­schen Fest­land. Zephyr Lake aus Bar­ce­lona haben ihr neues Kurz­spie­ler-Tape am Start und dar­auf gibt’s ast­rei­nen, Noise-affi­nen Punk­rock zu hören. So in etwa eine Mischung von frü­hen Dino­saur Jr mit ein paar Grunge-Genen, ange­rei­chert um den Noi­se­rock von z.b. Fudge Tun­nel oder frü­hen Hel­met. Kann was.

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Bobsleigh Baby – Improved

Bobsleigh Baby - Improved
Aus Rom kommt die­ses quir­lige Klang­ge­bräu, das nur das Beste aus moder­nem Gara­gen­rock und Post Punk auf­ein­an­der­pral­len lässt. Dabei wer­den sie Freunde der schrä­gen und ange­fräs­ten Sounds ebenso auf ihre Seite zu zie­hen wis­sen wie auch das hib­be­lige Tanz­vieh, das nach neuem Fut­ter für die Indiet­anz­flä­che sucht. Denn so alten Kra­wall­ma­chern wie Cramps, The Fall oder The Bir­th­day Party ste­hen sie genau so nahe wie auch etwa Gang of Four oder den Bands der ers­ten, noch unver­brauch­ten Dan­ce­punk-Welle um die Jahr­tau­send­wende.

Lei­der kein (kom­plet­ter) Album­stream ver­füg­bar.

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