Snits - Pillow Talk?

Snits - Pillow Talk?

Kom­pro­miss­los nach vorne gehen­der Gara­gen­fuzz­punk aus Michi­gan mit leicht grungi­ger Kante. Von sowas wie Ori­gi­na­li­tät kann man hier natür­lich nicht spre­chen, aber wer beim anhö­ren die­ser EP auf sol­che Gedan­ken kommt sollte eh mal zum Arzt gehen.

Cigüeña - Neptuno

Cigüeña - Neptuno

Melo­di­scher und doch räu­di­ger Indie­krach von einem Duo aus Valen­cia, Spa­nien. Man stelle sich vor, die melo­di­sche­ren Ten­den­zen von Mis­sion of Burma und Sonic Youth wären ver­se­hent­lich in den 90er Post- und Emo­core-Bot­tich gefal­len. Die Platte gibt's für lau bei Band­camp.



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Feature & Slowcoaches - Tourists (Split EP)

Feature & Slowcoaches - Tourists (Split EP)

Hüb­sche Split­ver­öf­fent­li­chung anläss­lich einer zu die­sem Zeit­punkt bereits been­de­ten UK-Tour der bei­den Bands. Die geben jeweils zwei neue Kost­pro­ben von ihrem Fuz­zi­gen Indie-/Punk­rock zum bes­ten. Dann for­dern sie zu einem gepfleg­ten Cover-Duell auf, bei dem sie sich jeweils an einem Klas­si­ker von Wire die Zähne aus­bei­ßen. Dabei stel­len sich beide Bands nicht blöd an, aber ich finde Fea­ture haben da eine halbe Nasen­länge Vor­sprung. 🙂


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Jonly Bonly - Put Together

Jonly Bonly - Put Together

Das andere 12XU hat mal wie­der zuge­schla­gen. Jonly Bonly aus Aus­tin spie­len unwi­der­steh­li­chen Power­pop mit einer Schippe Post­punk. Unüber­seh­bar ist dabei der Ein­fluss von Wire (duh!) und Wipers. Des­wei­te­ren klin­gen sie in etwa so als hätte man jene mit Under­to­nes, The Jam und Modern Lovers ver­schmol­zen. Gei­ler Scheiß!


Album Stream gibt's lei­der nicht. 😐
Digi­tal bei iTu­nes zu bekom­men.

Broken Arm - Life Is Short

Broken Arm - Life Is Short

Ein explo­si­ves und unge­mein rocken­des Gemisch aus Gara­gen­ein­flüs­sen, Post­punk/-core und Noi­se­rock hauen uns Bro­ken Arm aus Leeds auf ihrem zwei­ten Album sehr gekonnt um die Ohren. Das star­tet mit einem lupen­ri­nen Riff aus dem Stoo­ges-Insol­venz­be­stand und ent­wi­ckelt sich dann wei­ter zu einer Melange aus den zugäng­li­che­ren Bei­trä­gen des AmRep-Kata­lo­ges wie etwa Tar und art­ver­wand­ten Bands aus der Noise- und Post­core-Ecke vom Schlage Jaw­box, Hot Snakes, Blue­tip oder gar Nation Of Ulys­ses. Dazwi­schen fin­den sie immer wie­der mal Zeit für einen flot­ten Punk­klop­per.

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Martyr Privates - Martyr Privates

Martyr Privates - Martyr Privates

End­lich erscheint das Debüt­al­bum die­ser tol­len Band aus Bris­bane via Bedroom Suck & Fire Records. Das Trio klingt stre­cken­weise ihren Label- und Stadt­nach­barn Blank Realm nicht ganz unähn­lich in ihrer eigen­wil­li­gen Dar­bie­tung moder­nen Psy­chrocks, aber Mar­tyr Pri­va­tes ver­pa­cken das ganze dann in einem deut­lich boden­stän­di­ge­ren Sound zwi­schen Gara­gen­rock und den Psych-las­ti­ge­ren Strän­gen von Shoegaze- und Dream­pop. Refe­ren­zen gehen quer durch die Genre-His­to­rie von 13th Floor Ele­va­tors über Vele­vet Under­ground hin zu (und ganz beson­ders) Spa­ce­men 3 und Gala­xie 500. Neun Songs mit unver­schämt hohem Ohr­wurm­fak­tor.



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Bronto Skylift - Date With A Ghoul

Bronto Skylift - Date With A Ghoul

Wie ges­tern ver­spro­chen hier die nächste fiese Noi­se­at­ta­cke, dies­mal von einem Glas­go­wer Duo, und wie­der geht's glei­cher­ma­ßen in die metal­li­sche wie auch pun­kige Rich­tung. Deut­li­che Sludge-Ein­flüsse sind mit an Bord und sie feu­ern gerne auch mal die eine oder andere Salve Blast­beats ab. Dazu ein Sänger/​Gitarrist, der des­sen Vocals ich weni­ger als Gesang oder Geschrei bezeich­nen würde, son­dern als ner­vö­ses Hyper­ven­ti­lie­ren, stets am Rande des Ner­ven­zu­sam­men­bruchs.


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Pord - Wild

Pord - Wild

Die ver­gan­ge­nen Tage waren nicht ganz arm an old­schoo­li­gem Noi­se­rock, stellt euch mal auf einen leicht erhöh­ten Lärm­fak­tor für diese Woche ein.
Den Auf­takt macht eine Band aus dem fran­zö­si­chen Lozère mit einer recht metal­li­schen, knie­tief in den Mitt­neun­zi­gern ver­wur­zel­ten Spiel­art mit deut­li­chem Math-Fak­tor. Der kon­zen­triert hin­ter­häl­tige Punch von Shel­lac trifft auf die kom­pro­miss­lose Bru­ta­li­tät von Jesus Liz­ard und Kon­sor­ten, obern­drauf noch eine Kin­der­schau­fel voll Neu­ro­sis. Dabei wird das ganze aber mit einem sehr pun­ki­gen Vor­wärts­schub dar­ge­bo­ten, so dass die Platte nie in öde Prog-Gefilde abrutscht.


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Teardrop Factory - Thrash In The Heart

Teardrop Factory - Thrash In The Heart

Faux Discx gilt ja schon län­ger als eine der zuver­läs­sigs­ten Talent­schmie­den für schrä­gen und unan­ge­pass­ten, jedoch auch melo­disch-zugäng­li­chen Indie­rock aus UK. Jetzt brin­gen sie mit den ers­ten Lang­spie­ler die­ser Band aus Brigh­ton mal wie­der einen ziem­li­chen Ham­mer von einer Platte unters Volk.
Musi­ka­lisch kann man das ganze irgendwo zwi­schen Noi­se­pop/-punk, Shoegaze-Zeugs und Fuz­zver­lieb­tem Indie­rock ein­ord­nen. Erin­nert wahl­weise mal an die melo­di­schen Momente vom ers­ten Wee­kend-Album, natür­lich an Jesus and Mary Chain oder Ride im Power­pop­mo­dus. Eine relax­tere Vari­ante von Terry Malts. Oder auch Vel­vet Underground's White Light/​White Heat hat wohl seine Spu­ren hin­ter­las­sen. In der zwei­ten Halb­zeit gesellt sich dazu dann eine Ten­denz zu melan­cho­li­schen Pixies-Surf­gi­tar­ren.
Was die Platte dann aber letzt­end­lich so unwi­der­steh­lich macht ist das stim­mige und recht viel­sei­tige Song­wri­ting. Es gibt nicht einen ein­zi­gen Durch­hän­ger auf der Platte. Die Typen schüt­teln ein infek­tiö­ses Power­pop-Hook nach dem ande­ren aus dem Ärmel und wer­den dabei nie lang­wei­lig. Die dre­ckig pro­du­zierte LoFi-Ästhe­tik passt dazu wie Arsch auf Eimer.



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