Ismatic Guru – Crocbrain, or, Two Big Steps For Mankind

Einer der klar esoterischeren Ausläufer der aktuellen Art Punk-Landschaft schlägt hier mal wieder zu mit sechs neuen, durchweg arschtretenden Minuten von Math-lastigen, Dub-durchtränkten, Polyrhythmus-fixerten und such hemmungslos gehen lassenden Post Punk-Nuggets, die einfach nur nach Kopf im eigenen Arsch klingen würde von jeder anderen Band. Aber diese Leute aus Buffalo, New York, die ihre filigrane Formel im Laufe von fünf Jahren und sechs Veröffentlichungen unglaublich verfeinert und perfektioniert haben, gehören zu den seltenen Ausnahmenm die diese luftigen Ambitionen mit einer überfließenden Fülle an musikalischer Substanz und bombenfester Klangarchitektur zu untermauern verstehen.

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Gad Whip – Ward 24 7″

Neuer Kleinkrempel von den britischen Postpunkern. Die A-Seite geht im eher gemächlichen, Dub-infizierten Beat voran, die B-Seite knallt hingegen ein energisches Miniatur-Punkepos in Cinemascope vor den Latz. Dass letzteres stärker meinen Nerv trifft, versteht sich von selbst.

The Channels – Double Negative

Starkes Zeug kommt mal wieder aus dem Hause Drop Medium. The Channels kommen irgendwo aus Massachusetts und erzeugen auf ihrem (vermutlich) zweiten Langspieler einen dichten und atonalen, in Dub getränkten Sound aus Noise, Post Punk und ganz viel altem No Wave. Personelle Connections zu Guerilla Toss sind gegeben, was soundmäßig ja auch nicht ganz fern liegt. Mich erinnert diese Mischung aber eher an kontemporäre Bands wie Spray Paint, Exek, Housewives oder Haunted Horses.



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Exek – Ahead Of Two Thoughts

Das Schaffen dieser Band verfolge ich äußerst gespannt, seit Exek mir zum ersten mal durch eine Split-EP mit Spray Paint ins Bewusstsein drangen. Mit ihrer eigenwilligen Mischung aus Dub, Post- und Artpunk, Psychedelic und diversen anderen experimentellen Sounds klingen sie wie derzeit keine anderen Band. Nach einer Compilation im vorletzten Jahr ist jetzt das lange erwartete Debütalbum der Band erschienen und es ist schon erstaunlich, wie kompakt und zugänglich ihr Sound darauf rüberkommt, obwohl dessen Grundzutaten eigentlich eher das Gegenteil suggerieren würden. Kann man jetzt schon zu den absoluten Highlights des noch jungen Jahres zählen.



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Exek – Biased Advice

exek

Eigentlich eine ganz schöne Mogelpackung, das Debütalbum von Exek aus Melbourne. Ist doch die A-Seite eine Neuaufnahme der Songs einer bereits 2014 erschienenen EP, das die komplette B-Seite ausfüllende Baby Giant Squid hingegen ist schon von ihrem letztjährigen Split-Tape mit Halt Ever bekannt.
Aber auch wenn es hier kein wirklich neues Material zu hören gibt, die Platte entfaltet gekonnt ihren hypnotischen Sog. Mit ihrer ungewöhnlichen Mischung aus Dub, Kraut, Postpunk, Psychedelic und Noise stehen sie derzeit ziemlich allein da und gehören ganz klar zu den eigenständigsten Bands dieser Zeit.


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Exek & Halt Ever – Split Tape

exek halt ever

Ein tolles Tape ist auf Resistance/Restraint erschienen. Zuerst gibt’s fünfzehn Minuten hypnotischen, Dub-infizierten Ambientnoise von Exek aus Melbourne, die dem einen oder anderen schon durch ihre Split mit Spray Paint bekannt sein dürften. Danach servieren die ebenfalls aus Melbourne stammenden Halt Ever zwei ihrer bisher düstersten Songs, Goth-lastiger und songorientierter Postpunk in Perfektion. Frohes Fest.