Dumb – Club Nites

Das wievielte Album dieser Band aus Vancouver das ist hängt stark davon ab, wie lange eine Platte laufen muss um für dich als Album zu gelten. Ich sach einfach mal das ist ihr viertes. Jedenfalls bleibt ihr Garage Punk auch mit dem neuesten Wurf über weite Strecken in etwa so abgehangen und relaxt wie er werden darf, ohne auch mich einschläfernd zu wirken. Wie gehabt fühle ich mich dabei abwechselnd mal positiv an Sauna Youth, UV Race, Shark Toys, Frühe Parquet Courts oder Uranium Club erinnert.

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Omino – Omino N°2

Selten poste ich hier Platten die schon zwei, drei Jahre auf dem Buckel haben, aber bei dieser Band aus dem italienischen Kaff Concamarise kann ich nicht anders als mal ‘ne Ausnahme zu machen und hab dazu auch nicht viel mehr beizutragen außer dass ihr roher und eigenwilliger Noise Rock vom Anfang bis zum Ende ihrer zweiten EP maximal und perfekt abgefuckt klingt. Whoa…

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Imposition Man – Imposition Man

Neue EP der Postpunk-Formation zwischen den Welten von Graz und Berlin! Die wurde dort aufgenommen wo coole Bands in Berlin halt derzeit ihre Platten aufzunehmen pflegen und auch wenn Big Black meets Diät nach wie vor als eine ganz brauchbare Umschreibung ihrer Musik erscheint, würde ich dem nun gelegentlich auch eine Spur von Criminal Code, vielleicht auch etwas Wymyns Prysyn oder deren Nachfolger Uniform (Nein, nicht die Uniform. Die anderen.) unterstellen, wobei ich ebenso erwähnen muss dass ihre Songs und ihr Sound ein ganzes Stück ausformulierter und kompakter geworden sind. Und das liegt nicht nur an der knackigeren Produktion, auch wenn die natürlich ihr übriges dazu beiträgt.

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The Pornography Glows – The Pornography Glows

Der wunderbar ungeschliffene Garage Punk, den die Pornography Glows aus Chicago auf ihrem Debüt-Zwölfzöller vom Stapel lassen hat so einen ganz speziellen KBD-Vibe, der ab und an mal fast so klingt als träfen frühe Gun Club auf alten Westküsten-Punk aus ungefähr der gleichen Ära.

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Seablite – Grass Stains and Novocaine

Hier ist auch gleich schon die zweite Hammerveröffentlichung, die vergangenes Wochenende zeitgleich mit den Neutrals auf Emotional Response erschienen ist. Seablite kommen aus der Gentrifizierungshölle von San Francisco und begeistern auf ihrem ersten Langspieler mit melodischem Zeug irgendwo zwischen Noise Pop, oldschooligem Shoegaze, Dream- und Schrammelpop, der mit großer Sicherheit einiges aus den C86- und Sarah Records-Ären in sich aufgesogen hat. Mit einem ordentlichen Drive und tadellosem Songwriting treffen Seablite durchgehend ins Schwarze zu einem Sound, der zwar verträumt aber – anders als so viele andere Bands dieses Genrespektrums – niemals schläfrig ist.

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The Baby – Winter Tape

BASF Type 1, no dubley. The Baby aus Sydney scheinen zu wissen gut ist. Ihr kruder Post Punk zum Beispiel ist große Kunst und kommt für mein Verständnis in etwa so rüber als wären Tyvek und The UV Race mit The Membranes, frühen The Fall und 80er Half Japanese gekreuzt worden.

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Neutrals – Kebab Disco

Nach zwei wahnsinnig starken EPs hätte es mich doch sehr verwundert, wenn das erste Album der Band aus Oakland – erstmals beim Qualitätslabel Emotional Response erschienen – kein verdammter Gewinner wird. Und jau, die Platte hält mit links das Versprechen der EPs. Verspulten Schrammelpunk gibt es zu genießen, der am Morgen wohl viel Television Personalities im Müsli hatte und nicht nur jede Menge verschrobenen Charme sondern auch ausnamslos saumäßig gute Songs mitbringt.

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Ill Globo – Promoted To Glory

Gleich noch mal Krempel aus Melbourne, aber diesmal von einer weitaus ungewascheneren, abgefuckten Sorte. Vier Minuten feinster, arschtretender haudrauf-Lärm zwischen Noise-, Fuzz- und Garage Punk mit eingebauter Windmaschine.

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Reality Instructors – Ritual Ignorant

Aggro Jangle ist zwar eine wirklich köstliche Genrebezeichnung und es wird in der Tat ordentlich geschrammelt hier, aber eigentlich würde ich das, was diese Band aus Melbourne auf ihrem Debütalbum fabriziert eher im melodischen Grenzbereich des Post Punk, auf der Schnittstelle zu straightem Punk- und Indie Rock einordnen. Und damit in direkter Nachbarschaft zu Bands wie The Estranged, Radar Eyes, Daylight Robbery oder Red Dons, auch wenn Reality Instructor anders als die genannten Acts gerne mal das Tempo und den Knarzfaktor etwas entspannter durchhängen lassen.

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Mack Enemy – Mack Enemy

Nach einem sauguten Demo und einer EP weiß man inzwischen ja, was man von der Band aus Philadelphia zu erwarten hat; wer die früher schon nicht mochte wird auch das neue Tape hassen. Saumäßig drückendes Zeug zwischen Fuzzpunk, Hard- und Postcore mit Metal- und Sludge-Elementen gibt es also erneut zu hören, den man als eine etwas chaotischere Variante von Tarantüla mit einem Hauch von Mystic Inane oder Fried Egg beschreiben könnte.

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Mala Vista – Mala Vista

Die Debüt-EP dieser New Yorker Band liefert vollkommen unambitionierten aber dafür umso effektiveren Spaẞ aus oldschoolig straightem, schnörkellosem Punk der zu gleichen Teilen Garage- und ’77-geprägten Machart. Songs, Sound und Energie sind hier einfach perfekt stimmig.

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Warm Swords – War On Words Vol. 1 & 2

In gleich zwei Volumes sind die in Leipzig entstandenen Aufnahmen dieser französisch-deutschen Kollaboration via U-Bac und Gone With The Weed erschienen. Zu hören gibt’s weitgehend relaxten wie auch charmanten Garage Punk mit einer mal mehr, mal weniger ausgeprägten LoFi-Schlagseite und soundmäßigen Ähnlichkeiten etwa zu Useless Eaters, Erik Nervous oder Andy Human & The Reptoids.

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Dee Bee Rich – Mad Crocodile

In Berlin, an einer im 12XU-relevanten Umfeld gerade ziemlich geläufigen Allee, ist mal wieder ein neues Tape von den Bäumen gefallen. Kruder Synth-/Elektropunk ist es diesmal geworden, der zwischen Genre-Hausnummern wie Mark Cone, Wonder Bread, Clarko, ISIS oder Skull Cult eine ästhetisch ansprechende Figur hergibt.

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Purple-X – Purple-X 7″

Das erste Demo vor zwei Jahren von der Band aus Oslo versprach schon einiges, basierte für meine Tasse Tee aber noch etwas zu stark auf ausgeleiertem Metal-Riffing. Genau dessen haben sie sich auf ihrer ersten 7″ – natürlich wieder via Byllepest veröffentlicht – entledigt und ihr kratzbürstiger Sound zwischen Post- und Hardcorepunk entwickelt darauf eine nicht zu unterschätzende Sprengkraft.

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Clever – Hangin Egg

Clever aus Brisbane fielen mir vor ca. drei Jahren schon mal sehr positiv auf mit einer auf spezielle Art räudigen, leicht exzentrischen Spielart von Noise Rock, der damals allerdings noch ein wenig Feinschliff vertragen hätte. Der wird nun auf dem zweiten Langspieler nachgeliefert; die Songstrukturen und Arrangements laufen zu einem deutlich schlüssigeren Gesamtpaket zusammen, ohne dabei an ihrer Originalität und Schrulligkeit einzubüßen.

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