Roberta Bondar - Caustic

Roberta Bondar - Caustic

Die Neu­ro­lo­gin Roberta Bondar, klärt mich Wiki­pe­dia auf, war die erste kana­di­sche Astro­nau­tin und gehörte 1992 zur Crew der Mis­sion STS-42.
Die Band Roberta Bondar ist die erste nach der Astro­nau­tin Roberta Bondar benannte Band aus Ottawa und spielt ein Noi­selas­ti­ges etwas, dass sich auf­grund sei­ner Viel­sei­tig­keit einer enge­ren Gen­re­zu­ord­nung ent­zieht. Irgendwo zwi­schen Post­punk, Noi­sero­ck/-pop, Shoegaze-Gedöns und abge­spa­ce­ten Dro­nes mit einer Schippe voll Kraut.


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Melkbelly - Pennsylvania

Melkbelly - Pennsylvania

Melk­belly aus Chi­cago schram­men gele­gent­lich haar­scharf an popu­lä­ren Spiel­ar­ten moder­nen Indierocks vor­bei, bei denen ich ob ihrer über­trie­be­nen Schwur­be­lig- und Seich­tig­keit nor­mal Eimer­weise kot­zen könnte. (Erwar­tet jetzt keine Namen, irgend­was mit Vam­pi­ren oder so… unter ande­rem.) Die­sen bedau­erns­wer­ten Eigen­schaf­ten des neu­zeit­li­chen Indie­b­reis ent­zie­hen sie sich aber erfolg­reich unter exzes­si­ver Zuhil­fe­nahme von Noise, Fuzz und gewitz­ten Arran­ge­ments.


Album-Stream gibt's dies­mal kei­nen. 😐

Die Musikresteverschicklichkeit (Die Wirklichkeit - Alles Nur Psyche)

Die Musikresteverschicklichkeit (Die Wirklichkeit - Alles Nur Psyche)
Auch 'n guter Stunt: Ein­fach mal deine Freunde wei­ter­emp­feh­len. Bei genau einer Reak­tion auf die Aktion vor gut einer Woche fiel die Aus­wahl natür­lich eher leicht. Und da jubelt mir doch tat­säch­lich so'n Typ mit offen­sicht­li­chen Con­nec­tions zu einem mit­tel­be­kann­ten Online­ma­ga­zin und räum­li­chen Con­nec­tions zu Solin­gen die erste Ver­öf­fent­li­chung der dort ansäs­si­gen Post­pun­ker Die Wirk­lich­keit unter. Respekt vor so viel loka­lem Sze­ne­sup­port… oder spielt der Scherz­keks gute Mann da etwa auch selbst mit? 😉
Das ist wohl­be­merkt nicht das erste mal, dass jemand mir diese Band nahe legt. Warum mein Des­in­ter­esse bis­her? Nun ja, wo geho­belt wird fal­len halt Späne, und wenn man sich all­wö­chent­lich durch hun­derte von größ­ten­teils über­flüs­si­gen Releases schnell durch­wühlt, über­sieht man halt auch das eine oder andere Juwel.
Im Falle von Die Wirk­lich­keit lag das wohl an mei­ner vor­schnel­len Asso­zia­tion mit der momen­tan so gehyp­ten Welle deut­scher Post­punk­bands á la Mes­ser oder Die Ner­ven, wel­che ich kei­nes­wegs schlecht finde, aber auch nicht den Medi­en­wir­bel wert; abge­se­hen vom Allein­stel­lungs­merk­mal (naja…) nicht ganz dum­mer deut­scher Texte halte ich jene ledig­lich für ganz ordent­li­chen Gen­re­durch­schnitt.
Aber jetzt kann ich mich natür­lich nicht mehr da raus­re­den, mir end­lich mal Zeit für die Platte zu neh­men. Und Über­ra­schung: Ich kann ihr so eini­ges abge­win­nen. Die Ver­glei­che zu besag­ten Bands hin­ken doch gewal­tig, Alles nur Psy­che ist weit ent­fernt von 08/15-Gen­re­kost. Der Pool aus dem sie zu schöp­fen schei­nen geht näm­lich bei wei­ten über die übli­chen Ver­däch­ti­gen des Post­punk­ka­nons hin­aus und erstreckt sich unter ande­rem auch in Rich­tung alter Indie­schramm­ler von Pave­ment über Sonic Youth bis hin zu The Fall. Und die abwech­selnd mal eher kryp­tisch ver­schwur­bel­ten, mal gera­dezu schmerz­haft über­deut­li­chen Texte machen sie zu sowas wie den Blum­feld des deut­schen Post­punks, deren Früh­phase sie auch Musi­ka­lisch nicht ganz fern ste­hen. Die sind dann aber auch der ein­zige Kri­tik­punkt, der hier und da meine Begeis­te­rung etwas bremst. An eini­gen Stel­len bräuch­ten Lyrics und Gesang ein­fach noch etwas Fein­schliff.
Nichts desto trotz, ein aus­ge­zeich­ne­tes Debüt, mei­len­weit über "Nicht schlecht für eine deut­sche Band", das unglaub­lich Lust auf zukünf­tige Schand­ta­ten macht.


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Gluebag - Welcome To The Planet, Mother Fucker /​ Confused

Gluebag - Welcome To The Planet, Mother Fucker / Confused
Gluebag - Welcome To The Planet, Mother Fucker / Confused

Über die Wie­der­ver­öf­fent­li­chung des uralten Tapes Wel­come To The Pla­net, Mother Fucker auf dem aus­tra­li­schen Label Space Ritual bin ich auch auf's aktu­elle Album der Band aus Mas­sa­chus­sets gesto­ßen. Besag­tes Tape ist ange­nehm unge­schlif­fe­ner (man­cher würde sagen: dil­le­tan­ti­scher) Gara­gen­punk, der die rauhe Ener­gie von Dead Moon, Stoo­ges oder auch mal Wipers chan­nelt. Die gran­dios-schlecht dahin­ge­rotzte Ver­sion von Jum­ping Jack Flash ist dann noch noch mal ein ganz eige­ner Schock.
Auf dem neue­ren Album Con­fu­sed hat sich die gene­relle Marsch­rich­tung nicht allzu stark ver­än­dert. Die Pro­duk­tion immer noch ange­nehm schrot­tig, spie­len sie jetzt viel­leicht etwas unfall­freier, ver­wei­gern sich aber ansons­ten jeg­li­chem Fort­schritt. Groß­ar­tig!



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Cadaver Em Transe - Cadaver Em Transe

Cadaver Em Transe - Cadaver Em Transe

Stock­düs­te­ren, kom­pro­miss­lo­sen Post­punk-Kra­wall geben Cada­ver Em Transe aus São Paulo von sich. Das ganze kommt sehr old­schoo­lig rüber, mit star­kem Ver­dacht auf Hard­core-Wur­zeln und Goth-Affi­ni­tät. Gele­gent­lich ver­su­chen sie sich auch mal an char­mant kaput­tem Eng­lisch. Das erin­nert ab und an mal an Cri­mi­nal Code oder die Bri­ten Auto­bahn, ist aber eigen­stän­dig genug um nicht im aktu­el­len Über­an­ge­bot an gen­re­ver­wand­ten Bands unter­zu­ge­hen. Und nix mit Kopen­ha­gen-Name­drop­ping dies­mal.


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Bicycle Day - I Had A Place To Be

Bicycle Day - I Had A Place To Be

Bicy­cle Day aus Ber­ke­ley spie­len extra simp­len, leicht psy­che­de­li­schen Gara­gen­rock frei von über­flüs­si­gem Scheiß, dafür mit hohem Twang-Fak­tor und ein biss­chen Surf­brett­fee­ling. Braucht man kei­nen Schul­ab­schluss, das zu ver­ste­hen.


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These Estates - The Dignity Of Man

These Estates - The Dignity Of Man

Irgendwo im kana­di­schen nir­gendwo (Regina muss wohl sowas wie das Bie­le­feld Kana­das sein) haben These Esta­tes ihre Zeit­ma­schine ste­hen und wann immer sie ihre Klamp­fen ein­stöp­seln, wirft sie das Ding zurück ins Jahr 1993, so plus­mi­nus zwei Jahre Tole­ranz. Die Ton­kon­ser­ven, die von ihren Rei­sen zurück­blei­ben, ent­hal­ten ultra-ein­gän­gi­gen Indie­rock irgendwo zwi­schen den Eck­punk­ten Pave­ment, Super­chunk, Archers of Loaf.


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XAXAXA - Sami maži i ženi

XAXAXA - Sami maži i ženi

Mal wie­der Bock auf etwas Sprach­bar­riere? Ich darf vor­stel­len: Die Maze­do­ni­schen Lea­ther­face! Oder so ähn­lich. Der Ein­fluss der Bri­ti­schen Kult­band ist schon nicht zu über­hö­ren, aber auch von den ande­ren gro­ßen Ein­fluss­fak­to­ren für bes­se­ren Melo­di­schen Punk­rock wie etwa Hüs­ker Dü, Dino­saur Jr und Samiam in der Clumsy-Phase haben sie sicher eine Scheibe abge­schnit­ten. Dabei steu­ern sie das ganze aber in eine deut­lich melan­cho­lisch ver­träum­tere Rich­tung und der der Pro­duk­ti­ons­stil lässt bei den lang­sa­me­ren Songs auch eine leichte Shoegaze-Atmo­sphäre auf­kom­men.


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Teenanger - E P L P

Teenanger - E P L P

Die Gara­gen­post­pun­ker Teen­an­ger aus Toronto legen ein recht zügi­ges Arbeits­tempo vor. Ziem­lich ganau ein Jahr nach dem aus­ge­zeich­ne­ten Sin­gles Don't $ell haben sie jetzt ihre aktu­elle LP, EP oder EPL oder watt auch immer für'n Dings am Start. Und genau wie schon auf dem Vor­gän­ger kann man hier wie­der eine gra­du­elle Ver­fei­ne­rung der Rezep­tu­ren beob­ach­ten. Der Noise ist wei­ter in den Hin­ter­grund getre­ten und ein bes­ser kana­li­sier­ter Ener­gie­haus­halt erlaubt es ihnen die Füße öfter mal vom Gas- und Fuzz­pe­dal zu las­sen, ohne dabei an Druck ein­zu­bü­ßen.


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Lenin Lennon - Hell EP

Lenin Lennon - Hell EP

Schon län­ger kei­nen räu­di­gen, dis­so­nan­ten Noi­se­rock mehr im Pro­gramm gehabt. Des­halb hier ein biss­chen älte­rer Shit, der räum­lich weder mit Washing­ton noch Min­nea­po­lis was am Hut hat, son­dern dem aus­tra­li­schen New­castle ent­springt. Aber sound­mä­ßig trotz­tem exakt den Sweet Spot zwi­schen Dischord und AmRep trifft.


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