Gefallen an Glazer gefunden? Das Duo King Azaz aus Philadelphia schlägt in eine ähnliche Kerbe, gibt sich aber noch ein ganzes Stück roher und ungeschliffener. Wieder einmal drängen sich Dinosaur Jr und Sebadoh als vergleiche auf, diesmal aber mit so einigen Ausläufern in Richtung Grunge und Noiserock.
Erste EP eines Trios aus dem kalifornischen Städtchen San Luis Obispo. Eine absolut mitreißende Mischung aus tendenziell etwas düsterem Postpunk, sägenden Noise-Gitarrenwänden und im letzten Track auch mit deutlichen Postrock-Elementen.
Auch ohne die Lyrics verstehen zu können, klingt diese Platte nach ’ner Menge Frust und wenig Spaß. Kein Wunder. Kommen aus Moskau, die Jungs. Und spielen ganz ausgezeichneten, gefährlich unwuchtigen Noiserock, der jederzeit zu zerreißen und dir um die Ohren zu fliegen droht.
Debütalbum eines Noiserock-Duos aus Toronto. Die spielen eine schnörkellos losrockende, rifflastige Variante des Genres, sehr eingängig und mit einigen unerwartet melodischen Momenten. Damit bewegen sie sich irgendwo in der Nähe von Greys, Metz oder Geronimo.
Die eher technische, Math-orientierte Seite von Noiserock lässt mich zwar meistens ziemlich kalt, aber das Trio Multicult aus Baltimore ist eine derart tighte Maschine, dass sie jeden noch so abstrakten, krumm oder gerade getakteten Groove ungewohnt sexy daherwalzen lassen. Das erinnert teils sehr positiv an Big Black, Jawbox oder frühe Shellac.
Noise-/Postpunk aus Minneapolis mit konstanter Schieflage, ein wunderbar kruder Angriff auf die Sinne. Die Songs auf dieser Spulware sind überwiegend schon im letzten Jahr auf drei Kurzspieler-Tapes erschienen, wurden hier aber noch mal in zwei langen, energiegeladenen Takes (je eine Seite am Stück) neu aufgenommen. Geht etwas in die Richtung von Watery Love, Piles oder Generation Loss, in den melodischeren Momenten klingt’s aber auch als hätte man die erste Milk Music EP durch den Garagen-Fleischwolf gezogen.
Leckeres Klanggebräu von diesem Trio aus New York, irgendwo zwischen den Eckpunkten Noiserock, Sludgepunk und Postcore, außerdem mit ordentlich Schaum vor’m Mund. Nice.
Wunderbar stumpfer Noiserock aus Toronto. Die A-Seite klingt wie eine poppige Garagenpunk-Version von Big Black, die Tom Waits-Coverversion auf der B-Seite hat etwas von Feedtime im Säurebad.
Tolle EP einer Band aus Louisville. Ein dreckiger Bastard aus Postpunk und Noiserock mit hohem Drehmoment. Könnte man etwa als Verschmelzung von Big Black, Mittachziger-Sonic Youth und 90er Noiserock á la Tar beschreiben.
Ganz großer Sport, der vermutlich erste Langspieler der Space Drugs aus Philadelphia. Ein ambitioniertes und vielseitiges Album, das zwischen getragen melancholischem Indierock alter Schule und wilden Punk- und Noiserock-Eruptionen oszilliert. Man mag sich sowohl an alte Helden wie Slint, Archers Of Loaf, frühe Modest Mouse oder Sonic Youth erinnert fühlen, als auch an aktuelle Bands aus dem Indie-/Noiserock-Spannungsfeld wie Krill oder Pile.