The Resonars - No Exit

The Resonars - No Exit

Ich hatte mich schon gefragt, ob die Ein-Mann- Band von Matt Ren­don aus Tuc­son, Ari­zona über­haupt noch exis­tiert. Immer­hin sind seid dem letz­ten Lebens­zei­chen vom unge­krön­ten König des Bri­tish Inva­sion-Infi­zier­ten Garage Rock sage und schreibe sechs Jahre ver­gan­gen. Beant­wor­tet wird die Frage nun in Form eines neuen Lang­spie­lers. Und der gute hat hier nichts ver­lernt, ganz im Gegen­teil: Das mit­rei­ßende Power­pop-Song­wri­ting, das die Band seit jeher mei­len­weit aus der Masse an ähn­lich gela­ger­ten Retro­bands her­aus­ste­chen lässt, hat eine spür­bare Ver­jün­gungs­kur ver­passt bekom­men, klingt so frisch und kon­sis­tent wie schon lange nicht mehr.

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Shop Regulars - Fortified Regulars

Shop Regulars - Fortified Regulars

Tape Num­mer zwei des Pro­jekts um Honey Bucket Mas­ter­mind Matt Rado­se­vich und wech­selnde Mit­strei­ter aus der DIY-Szene von Port­land, wie gewohnt im schnör­kel­lo­sen Sound von Raf Spiel­man auf Band fest­ge­hal­ten. Sofort stellt sich der wur­der­bar rus­ti­kale Charme ein, der irgend­wie jeg­li­chem Out­put aus die­sem spe­zi­el­len Umfeld inne­wohnt. Im Ver­gleich zum Vor­gän­ger gibt sich die EP aber ein gutes Stück ein­gän­gi­ger und in der aktu­el­len, zum Quar­tett ange­wach­se­nen Beset­zung bekommt das ganze einen leicht­fü­ßig-ent­spann­ten Jam-Vibe ver­passt.

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Tot - Untergang

Tot - Untergang

Garage Punk mit deut­schen Lyrics ist aus irgend­ei­nem Grund ja eine ziem­lich rare Ange­le­gen­heit und genau das macht diese Debüt-EP einer Band irgendwo aus Nie­der­sach­sen zu einer erfri­schen­den Ano­ma­lie. Musi­ka­lisch hält sich das am psy­che­de­lisch-spa­ce­ro­cki­gen Rand des Gen­re­spek­trums auf, erin­nert mit sei­nen mas­si­ven Reverb- und Feed­back­or­gien z.B. an Dest­ruc­tion Unit oder die an die­ser Stelle neu­lich zu bewun­dern­den Aus­tra­lier Wash, aber auch große Teile der kali­for­ni­schen Dwyer-Con­nec­tion sind als Ver­gleich nicht ganz fehl am Platz. Zudem weckt ein leicht post­pun­ki­ger Unter­ton in Ver­bin­dung mit den mini­mal aber deut­lich gehal­te­nen Tex­ten Asso­zia­tio­nen zum Stutt­gar­ter Unbe­ha­gen. Sau­ber!

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Football & White Savage - Split LP

Football & White Savage - Split LP

Hätte man mir diese Split­scheibe zweier Bands aus Lees­burg und Chi­cago als ein vol­les Album einer ein­zi­gen Band ver­kauft, wäre mir - abge­se­hen von etwas unter­schied­li­cher Fide­li­tät der Pro­duk­tion - über­haupt nichts auf­ge­fal­len, so sehr ähnelt sich der Sound von Foot­ball und White Savage. Beide Bands bewe­gen sich selbst­be­wusst im Umfeld von Garage und Psy­che­de­lic, Noise Rock, Sludge Punk und ein wenig Post­core, dabei las­sen sie aber auch gar nix anbren­nen. In ver­schie­de­nen Momen­ten erin­nert mich das z.B. mal an The Blind Shake, ein ande­res mal an Hot Snakes. Knallt ganz vor­treff­lich.

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Jackson Reid Briggs & The Heaters - It All Comes Down

Jackson Reid Briggs & The Heaters - It All Comes Down

Mal wie­der was neues von Jack­son Briggs und sei­ner Kapelle aus Mel­bourne, die im letz­ten Jahr mit gleich zwei Alben aus atem­lo­sem Rock'n'Roll einen blei­ben­den Ein­druck hin­ter­lie­ßen, jedes für sich eine ein­zige Spreng­la­dung. Auf dem neu­es­ten Lang­spie­ler schal­tet er zum ers­ten mal nicht nur einen, son­dern min­des­tens drei Gänge run­ter. Obwohl ich im ers­ten Moment etwas die rohe Ener­gie der Vor­gän­ger ver­misse, kann die neue Platte aber­mals über­zeu­gen, denn das wie immer sehr solide Song­ma­te­rial ist auch bei gedros­sel­ten Tempo jeder­zeit mit der nöti­gen Trag­kraft aus­ge­stat­tet. Und erneut hat das ganze die­sen spe­zi­el­len, unge­wa­sche­nen Vibe, wie er eigent­lich nur der aus­tra­li­schen Szene ent­sprin­gen kann.

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Paul Jacobs - Easy

Paul Jacobs - Easy

Fand ich den letz­ten Lang­spie­ler des Gara­gen­ro­ckers aus Mont­real stel­len­weise etwas über­la­den, lie­fert der gute Mann hier ein ver­gleichs­weise flau­schi­ges, ent­spann­tes Fuzz-Kis­sen ab. Wie von ihm gewohnt ist das eine ordent­lich viel­sei­tige Ange­le­gen­heit, die sich auch gerne mal Abste­cher in psy­che­de­li­schen Nebel leis­tet und so schnell keine Lan­ge­weile auf­kom­men lässt.

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Escape-ism - The Lost Record /​ XYZ - Artificial Flavoring

Escape-ism - The Lost Record / XYZ - Artificial Flavoring
Escape-ism - The Lost Record / XYZ - Artificial Flavoring

Ian Svenonius (u.a. Nation Of Ulys­ses, The Make Up, Weird War, Chain & The Gang) konnte auch in die­sem Jahr nicht still sit­zen. Zum einen wäre da der neue Lang­spie­ler sei­nes Solo­pro­jekts Escape-ism. The Lost Record ist gerade erst frisch gepresst und angeb­lich schon ver­lo­ren. Auf die Ohren gibt's mehr von sei­nem leicht Sui­cide-infi­zier­ten, mini­ma­lis­ti­schen Meta-Rock'n'Roll und natür­lich brin­gen die Lyrics einen wie­der abwech­selnd zum schmun­zeln, nach­den­ken und rät­seln.
Ein bes­se­rer Kan­di­dat für eine "ver­lo­rene" aber kei­nes­wegs unge­liebte Platte ist der zweite Lang­spie­ler von XYZ, dem gemein­sa­men Pro­jekt von Svenonious und dem Fran­zo­sen Didier Bal­ducci a.k.a. Mem­phis Elec­tro­nic, der dem einen oder ande­ren viel­leicht als Teil von u.a. Dum Dum Boys und NON! bekannt ist. Die Platte wurde näm­lich bereits zum Jah­res­be­ginn mit ca. null Pro­mo­tion aus­ge­rollt und fiel mir erst im Zuge der neuen Escape-ism auf. Jeden­falls zeigt sich Svenonius hier wie schon auf dem Vor­gän­ger von sei­ner zugäng­lichs­ten, spa­ßigs­ten, tanz­bars­ten Seite.

https://www.youtube.com/watch?v=4JiJ9fBeJv8
https://www.youtube.com/watch?v=5qTUvjr1cnk
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Dumb Punts - The Big One

Dumb Punts - The Big One

Ich hatte jetzt keine so gro­ßen Erwar­tun­gen an das neue Album der Band aus Mel­bourne, nach­dem die letzte EP und das Split-Tape mit Wash zwar schon ganz nett waren, aber nicht annä­hernd die hohe Tref­fer­quote des Debüt-Tapes erreich­ten. Jetzt ist also ihr ers­ter Lang­spie­ler raus und belehrt mich eines bes­se­ren, denn dar­auf ist die Band wie­der rich­tig in ihrem Ele­ment. Sie ken­nen zwei Betriebs­modi: Klar ist da wie­der der räu­dige Garage Punk/​ Pub Rock von aus­ge­spro­chen aus­tra­li­scher Prä­gung zu fin­den, der auch das Debüt domi­nierte. Alles schon sehr gut, aber die ande­ren, meis­tens von Schlag­zeu­ge­rin Seat­tle Gal­lag­her gesun­ge­nen Power­pop-Num­mern sind die eigent­li­chen High­lights und ver­pas­sen dem Album eine ganz beson­dere Würze.

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Co Sonn - VBG Trash Ensemble Vol. II

Co Sonn - VBG Trash Ensemble Vol. II

Cas­per Teng­berg aus dem schwe­di­schen Väners­borg macht auf sei­nem zwei­ten Lang­spie­ler genau da wei­ter wo der Vor­gän­ger auf­ge­hört hat, das Song­ma­te­rial macht dabei aber einen kon­sis­ten­te­ren Ein­druck und hat offen­sicht­lich ein Quänt­chen mehr Fein­schliff erfah­ren. Natür­lich klingt sein char­man­ter Sound zwi­schen rum­pe­li­gem Gara­gen­ge­döns und ein­gän­gi­gem Fuzz­pop immer noch schön Lo-Fi. Unter der knar­zi­gen Ober­flä­che ver­ber­gen sich so einige hart­nä­ckige Ohr­wür­mer.



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Joujou Jaguar - Cheap Life /​ Golem 7"

Joujou Jaguar - Cheap Life / Golem 7"

Schöne 7" einer pari­ser Band. Auf der A-Seite pral­len die mar­kan­ten Vibes von New Order und The Clean auf­ein­an­der. Auf der B-Seite gibt es dann enst­pann­ten Garage Rock mit psy­che­de­li­scher Note auf die Ohren. Gefällt.