Culture Abuse - The Day Dreams Of Nothing

culture abuse
Noi­se-/Post­core Band aus San Fran­cis­co. Könn­te man viel­leicht als im Tem­po ge­dros­sel­te Ver­si­on der Hot Sna­kes se­hen, an­ge­rei­chert um Ele­men­te aus dem Noi­se­rock der Neun­zi­ger Jah­re. Un­sa­ne könn­te man da als Bei­spiel nen­nen. Wirk­lich prä­gnant sind hier aber die deut­li­chen Grunge-Un­ter­tö­ne, die die­ser Plat­te ei­ne un­ge­wöhn­li­che Ein­gän­gig­keit und ei­ne woh­li­ge Ver­traut­heit ver­lei­hen.

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Geronimo! - Cheap Trick

geromino
Die­se Wo­che wol­len die hoch­ka­rä­ti­gen Ver­öf­fent­li­chun­gen ein­fach nicht ab­rei­ßen. Heu­te dran: Der neu­es­te Streich ei­ner Band aus Chi­ca­go, er­schie­nen auf dem Qua­li­täts­la­bel Ex­plo­ding in Sound, ist vor­züg­li­cher Post­core, der stark an 90er Di­schord-Bands wie et­wa Lung­fi­sh, Shud­der Think oder Blue­tip er­in­nert, aber auch der zeit­gleich statt­ge­fun­de­ne Noi­se­rock von Je­sus Li­z­ard oder Cha­vez hat wohl deut­li­che Spu­ren hin­ter­las­sen. Das gan­ze be­wegt sich aber we­ni­ger auf der ver­kopft-ver­track­ten Sei­te, son­dern be­ackert die ex­plo­siv ro­cken­den Fa­cet­ten je­nes Gen­re­pools und ent­hält auch ei­ni­ge wasch­ech­te pun­ki­ge In­die­rock-Hym­nen, so wie sie sel­ten ge­wor­den sind. Das fügt sich auch ganz gut in ei­ne Rei­he mit ak­tu­el­len La­bal­ma­tes wie et­wa Grass is Green, Ovlov oder Krill. Toll.


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Vulture Shit - The Joys of Employment 7"

vulture shit
Hoch­en­er­ge­ti­scher Noi­se­punk aus New York, der auf ho­hem Ni­veau vor­wärts bret­tert wie ei­ne ra­ke­ten­ge­trie­be­ne Dampf­wal­ze. Das birgt zwar kei­ne be­son­de­ren Über­ra­schun­gen, wird aber Freun­de der ver­wand­ten Gen­res in se­li­ges Froh­lo­cken ver­set­zen.


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Balcanes - Plataforma /​ Autopista 7"

balcanes
Wun­der­schö­nen Noi­se­punk gibt's auf die­sem Kurz­spie­ler der Band aus dem spa­ni­schen León zu be­stau­nen. Auf die B-Sei­te pa­cken sie dann ei­ne nicht we­ni­ger spa­ßi­ge Dro­ne-Or­gie.

Action Beat + G.W. Sok - A Remarkable Machine

action beat
Ac­tion Beat sind ei­ne Noi­se­trup­pe aus dem bri­ti­schen Bletch­ley, be­stehend aus drei oder mehr Drum­mern und noch mal rund dop­pelt so vie­len Dick- und Dünn­sai­ten­quä­lern. Als ob das noch nicht ge­nug des Krach- und Chaospo­ten­zi­als wä­re, ha­ben sie sich für ih­re ak­tu­el­le Ver­öf­fent­li­chung mit G.W. Sok, dem Front­mann der nie­der­län­di­schen Jazz­core-Le­gen­de The Ex zu­sam­men­ge­tan. Und was da­bei am En­de her­aus­kommt braucht sich kei­nes­wegs hin­ter de­ren Out­put zu ver­ste­cken. Das ist zeit­lo­ser, ex­pe­ri­men­tel­ler Noi­se­rock ir­gend­wo zwi­schen gaa­anz frü­hen So­nic Youth, früh­neun­zi­ger Touch and Go (ins­be­son­de­re z.b. Flour) und Am­Rep-Zeugs, et­was Post-/Ma­th­core und auch deut­li­chen Spu­ren der ja­pa­ni­schen Kol­le­gen á la Bo­re­doms oder Merz­bow. Gro­ßer Sport ist das.

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The Two Koreas - LP Winner EP

The Two Koreas
The Two Ko­reas aus To­ron­to hau­en ei­ne sehr stim­mi­ge EP raus, die im bes­ten Sinn­ne an In­die­rock-, Noi­se und Post­pun­k/-core Klas­si­ker der spä­ten 80er/​frühen 90er er­in­nert, in den ers­ten drei Songs vor al­lem an So­nic Youth und The Fall, aber auch an Les Sa­vy Fav oder die bri­ti­schen Art­pun­ker Ika­ra Colt. Der Raus­schmei­ßer klingt dann eher so als hät­te man die re­lax­te Me­lo­die­se­lig­keit von Pa­ve­ment mit den un­ge­stü­men Krach­at­ta­cken frü­her Di­no­saur Jr. in ei­nen Topf ge­wor­fen.

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Ultra Bide - DNA vs. DNA-C

ultra bide
Als Ul­tra Bi­de sich zu Be­ginn der Acht­zi­ger Jah­re in Ja­pan grün­de­ten, war ich noch da­bei raus­zu­fin­den wie man in ein Klo scheißt. Als sie dann in den Neun­zi­gern auch et­was welt­wei­te Be­ach­tung be­ka­men, muss ich sie in mei­ner pu­ber­tä­ren Ver­wir­rung ent­we­der ver­passt oder igno­riert ha­ben. Jetzt hau­en die bei­den Punkopas nach lan­ger Zeit mal wie­der 'ne Plat­te raus und ich kann mich nicht mehr raus­re­den. Und ich muss sa­gen, ich bin sehr an­ge­tan von die­sem Bas­tard aus Noi­se- & Ma­th­core, der der ir­gend­wie zwan­zig Jah­re zu spät wirkt. Aber er wirkt.

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Nitch - Atwa EP

nitch
Schon wie­der et­was sau­mä­ßig hö­rens­wer­tes as Spa­ni­en. Nitch aus Bar­ce­lo­na spie­len ein sehr ein­gän­gi­ges und doch un­ge­stüm lär­men­des Post­punk­ge­döns, im­mer auf der Schwel­le zum Shoe­ga­ze­ge­schwur­bel au­ßer­dem mit ein­deu­ti­gen An­lei­hen von Grunge­ge­plär­re und Noi­se­ge­schrab­bel. Passt su­per rein in die­ses Blog­ge­schwa­fel.

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BAÑOS y BAÑOS - Singles Going Broke

banos y banos
We­nig In­fos gibt's zu die­ser Band aus Den­ton, Te­xas. Sie spie­len ein mo­no­to­nes wie auch ex­plo­siv groo­ven­des Ge­misch, das man zu glei­chen Tei­len im Noi­se­rock, im Post­punk und Ga­ra­gen­rock ver­or­ten könn­te. Al­so ge­nau die Art von stu­pi­dem Krach, an­läss­lich des­sen mei­ne ko­gni­ti­ven Fä­hig­kei­ten schon nach dem ers­ten Takt ra­pi­de nach­las­sen und al­le dann noch ak­ti­ven Syn­ap­sen ei­nen Zu­stand de­bi­ler Glück­se­lig­keit aus­lö­sen.

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Jessica 93 - Who Cares

jessica 93
Jes­si­ca 93 ist ein So­lo­pro­jekt des pa­ri­ser Mu­si­kers Ge­off­roy Lapor­te. Auf Who Ca­res ruft er die Bra­chia­li­tät al­ter Big Black-Plat­ten in Er­in­ne­rung und lässt da­bei die at­mo­sphä­ri­sche Dich­te der ak­tu­el­len Ge­nera­ti­on düs­te­rer Post­punk-Bands wie et­wa Ce­re­mo­ny, Mer­chan­di­se oder A Place To Bu­ry Stran­gers mit ein­flie­ßen.

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