The Stools - Half Track Mind

Vom im­mer be­ach­tens­wer­ten Boll­werk Drun­ken Sailor Re­cords be­kom­men wir ei­ne wei­te­re 7" mit ro­her und pri­mi­ti­ver, ab­ge­fuz­zt hy­per­ven­ti­lie­ren­der und stel­len­wei­se Hard­core-an­ge­trie­be­ner Ga­ra­ge Punk-Glück­se­lig­keit vor­ge­setzt, ver­bro­chen von ei­ner Band aus De­troit, wel­che hier noch mal lo­cker ih­re be­reits sehr ge­fäl­li­ge letz­te EP in den Schat­ten stellt, die erst kürz­lich via Good­by Boo­zy auf­ge­taucht ist.

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Dark Web - Decoy

Ih­re 2018 er­schie­ne­ne Clo­ne Age LP fand ich ja schon ganz nett, aber das zwei­te Al­bum der Band aus Phil­adel­phia ist ein­fach spek­ta­ku­lär - die Songs so viel aus­ge­reif­ter, der Sound so viel grif­fi­ger und der un­be­irr­ba­re rhyth­mi­sche Vor­schub trägt ei­nen Vi­be vor sich her, der an The Spits oder Mind Spi­ders er­in­nert. Das hier ist nicht we­ni­ger als mit­rei­ßend old­schoo­li­ge Ga­ra­ge Punk-Per­fek­ti­on.

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Germ House - World's A Chore

Wie­der mal ei­ne tol­le EP von Germ House, ei­nem So­lo­pro­jekt von Jus­tin Hub­bard aus Rho­de Is­land, der zu­fäl­lig auch bei Far Cor­ners sei­ne Fin­ger im Spiel hat. Die drei neu­en Songs strah­len er­neut den ver­trau­ten Lo-Fi Charme aus und de­cken ei­ne Band­brei­te ab, die von kan­ti­gem Post Punk - wel­cher si­cher ein paar Ein­flüs­se bei The Fall oder De­spe­ra­te Bicy­cles auf­ge­so­gen hat - hin zu klas­si­schem Ga­ra­ge Rock und ge­gen­wär­ti­gem Ga­ra­ge Punk reicht. Gleich­zei­tig of­fen­bart das gan­ze aber auch ein pa­ra­do­xes Ohr­wurm­po­ten­zi­al und ei­nen ver­spiel­ten Vi­be, der mich an The Woo­len Men den­ken lässt.

Pringue - The Age Of Cringe

Ei­ne fri­sche La­dung ab­ge­fuck­ter Lo-Fi Ga­ra­ge Punk-Ju­we­len von ei­ner Com­bo aus Bar­ce­lo­na, die mich an so viel er­in­nert was ge­ra­de gut ist im Gen­re. Wie ein ka­put­ter Bas­tard aus R.M.F.C., Neo Ne­os, Erik Ner­vous, Ali­en No­se­job im Hard­core­mo­dus… au­ßer­dem kann man Ähn­lich­kei­ten zu ih­ren Stadt­nach­barn Pr­i­son Af­fair at­tes­tie­ren. Mo­ment, sind das et­wa die glei­chen Leu­te?

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Warm Exit - Warm Exit 7"

Neue EP der Brüs­se­ler Band und wie er­war­tet re­gelt das or­dent­lich die Schei­ße. Vier neue hoch­span­nungs-Ga­ra­ge/­Syn­th Punk-Ge­schos­se, die be­quem in die Nach­bar­schaft et­wa von Power­plant und Aus­mu­te­ants pas­sen oder was auch im­mer das Wart­t­man-Im­pe­ri­um ge­ra­de ver­an­stal­tet.

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Big Jar of Mayo - Big Jar of Mayo

Wie­der mal Qua­li­täts­wa­re aus dem Hau­se De­lu­xe Bi­as. Die­se Cas­sin­gle von ab­surd kur­zer Lauf­zeit zwi­schen KBD-ge­tränk­tem Weird­core, Ga­ra­ge- und Post Punk wird klar für er­freu­li­che Zu­stän­de bei den­je­ni­gen sor­gen, die be­reits ei­ne ge­sun­de Erek­ti­on für Bands wie Mys­tic Ina­ne, Ro­lex oder Fried E/​M auf­ge­baut ha­ben.

Nick Cage - Lost Cause

Mann, war das ei­ne lah­me Wo­che was neu­en Lärm an­geht. Aber im­mer­hin ei­ne Ver­öf­fent­li­chung möch­te ich euch nicht vor­ent­hal­ten, und zwar die­se klei­ne Schön­heit zwi­schen Ga­ra­ge Punk, Hard- und Post­core - ein biss­chen wie ein Mix aus Fried E/​M, Mo­dern Needs, Mys­tic Ina­ne… mit ei­nem ge­wis­sen Dri­ve Li­ke Je­hu-Zu­satz in den pas­sen­den Mo­men­ten.

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Nice Surprise - Nice Surprise

In der Tat ei­ne net­te Über­ra­schung, die als La­the Cut er­schie­ne­ne De­büt-7" ei­nes Du­os aus Aus­tin, die me­lo­di­schen Lärm ir­gend­wo zwi­schen Power- und Ga­ra­ge Pop er­zeugt. Be­son­ders die Kil­ler A-Sei­te I'm Old ist si­cher ein ge­fun­de­nes Fres­sen für Freun­de von Zeug wie Tom­my & The Com­mies, Bad Sports, Ra­dio­ac­ti­vi­ty, Cheap Whi­ne oder So­nic Ave­nues.

Exxxon - Gas Tape /​ More Gas

Die­se Band un­ge­klär­ter Her­kunft hat kürz­lich ihr zwei­tes Tape von der Lei­ne ge­las­sen - er­neut auf dem Kas­set­ten­la­bel De­lu­xe Bi­as - und wie auch beim Vor­gän­ger be­kom­men wir dar­auf ei­nen or­dent­li­chen Lo-Fi Knall ver­passt, der et­was da­nach klingt als hät­ten sich Stoo­ges und MC5 als ei­ne Hard­core-Ka­pel­le neu er­fun­den. Ein ge­wis­ser Bad Brains-Un­ter­ton ver­tieft den all­ge­mei­nen Old­school-Vi­be und in der Ge­gen­wart könn­te man das mit et­was auf­ge­motz­ten Vexx ver­glei­chen. Auf­ge­motzt mit 50% mehr X.

Poison Ruïn - Poison Ruïn II

Das ers­te Tape der Band aus Phil­adel­phia ge­fiel mir ja schon nicht schlecht, aber auf dem Nach­fol­ger legt ihr Mix aus Ga­ra­ge-, Post- und Dun­ge­on Punk die Mess­lat­te noch mal ein gan­zes Stück hö­her an und schreckt da­bei wei­ter­hin nicht da­vor zu­rück, auf ei­ne gu­te Do­sis des alt­ge­dien­ten "Hea­vy" Me­tal zu­rück­zu­grei­fen - was auf den Film glei­cher­ma­ßen zu­trifft wie auf das Mu­sik­gen­re.

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