Indenadfin - Sin miedo al éxito

Die­se Band (oder So­lo­pro­jekt?) aus Chi­le hat da ge­ra­de mal ei­ne arsch­tre­ten­de EP raus­ge­hau­en mit sim­pel-ef­fek­ti­ven Ga­ra­ge Punk-Knal­lern die ir­gend­wie prä­de­sti­niert wir­ken für ei­nen Re­lease auf Good­bye Boo­zy (ich sa­ge nicht, dass es so pas­sie­ren wird… nur dass es pas­sie­ren soll­te!), wo das Zeug sehr kom­for­ta­bel sei­nen Platz fin­den wür­de zwi­schen so Kra­wall­bands wie 208, Zo­ids und Si­li­con He­art­beat.

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Ménage Détroit - Ménage Détroit

Pain­ters Tape hat noch nie ent­täuscht und das ist auch nach wie vor kei­ne Op­ti­on an­läss­lich des neu­es­ten Re­leases, der De­büt-Cas­sin­gle von ei­nem Duo, wel­ches dar­auf zwei der ex­plo­sivs­ten Ge­schos­se aus klas­si­schem De­troit-Style Ga­ra­ge Punk ab­feu­ert, die mir in jün­ge­rer Zeit be­geg­net sind. Nicht mehr, aber auch nicht we­ni­ger.

Five Bucks - Go Skate /​ H82W8

Die­se Band aus Va­re­se, Ita­li­en lässt auf ein sehr spa­ßi­ges De­mo vom vor­letz­ten Jahr ei­ne noch deut­lich gei­le­re 2-Track-Sin­gle fol­gen. Go Skate be­schwört ei­ne pul­sie­ren­de Elek­tro­punk-Äs­the­tik her­auf nicht un­ähn­lich et­wa zu Spy­ro­ids, Freak Ge­nes, O-D-EX oder der jüngs­ten Shrudd EP. H82W8 hat dann mehr von ei­nem fluf­fi­gen Ga­ra­ge Pop-Vi­be so grob im Fahr­was­ser von Slim­ex, Daugh­ter Bat and the Lip Stings, Ghoulies, Gee Tee und Bus­ted Head Ra­cket, ne­ben noch vie­len an­de­ren.

Rearranged Face - Far Green Arcade

Nach ei­ner Hand­voll schon au­ßer­ge­wöhn­lich Lau­ne ma­chen­der EPs bleibt die Band aus Los An­ge­les auch auf ih­rem ers­ten Lang­spie­ler ein an­ge­nehm schrä­ges Rät­sel, des­sen häu­fig mi­ni­ma­lis­ti­sche aber im­mer fi­li­gran kon­stru­ier­te Cha­os­at­ta­cken end­los neue Mit­tel und We­ge fin­den, die eta­blier­ten Gen­re-Tro­pes und Kon­ven­tio­nen zu um­ge­hen. Dar­in er­in­nern die mich an ei­nen gan­zen Arsch voll doch sehr un­ter­schied­li­cher Bands in ver­schie­de­nen Mo­men­ten. Was ich aber klar sa­gen kann ist, dass das hier ei­nen ähn­li­chen krea­ti­ven Geist ver­sprüht zu so Ver­tre­tern der hy­per­ak­ti­ven Ab­len­kung wie et­wa Rea­li­ty Group, Pat­ti, Skull Cult, R.M.F.C., Big Bop­per, frü­he Ura­ni­um Club, Print Head, Subt­le Turn­hips, Shark Toys, Pres­su­re Pin und Me­al.

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Shrudd - For Budding Astrophysicists And Backyard Astronomers

Shrudd aus Loui­se­ville, Ken­tu­cky sind schon ein paar Jah­re un­ter­wegs aber sind erst kürz­lich auf krea­ti­ves Gold ge­sto­ßen mit den Bi­zar­ro und Mi­cro­bio­me EPs im letz­ten Jahr, wo­bei ers­te­re sich eher mit Hard­core-ver­wand­tem Lärm be­fass­te und letz­te­re stär­ker in der Ga­ra­ge-/Syn­th­punk-Ecke ver­an­kert war - ei­ne Äs­the­tik, die auch auf der neu­es­ten EP do­mi­niert und auf wel­cher sie die sti­lis­ti­schen Schräg- und Ver­schro­ben­hei­ten noch mal deut­lich er­hö­hen. Das Er­geb­nis hat ei­ne stär­ke­re Egg­punk-En­er­gie und lässt mich glei­cher­ma­ßen an Bands wie Pri­son Af­fair, Vic­tor, Set-Top Box oder Pau­lo Vicious den­ken wie auch an ge­gen­wär­ti­ge Acts aus der Syn­th-/Elek­tro­punk-Ecke á la Iso­to­pe Soap, Freak Ge­nes, Spy­ro­ids und Power­plant.

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Snooper /​ Prison Affair - Split

Ein ver­damm­tes Dream Team der ge­gen­wär­ti­gen Egg­punk-Wel­le macht ge­mein­sa­me Sa­che auf die­ser neu­en Split-EP in Form zwei­er Bands, die je­weils schon ih­re ganz ei­ge­nen, un­aus­lösch­ba­ren Spu­ren in der Sze­ne hin­ter­las­sen ha­ben. Ich mei­ne, ganz oh­ne Scheiß lässt sich plau­si­bel ar­gu­men­tie­ren, dass bei­de Bands im Grun­de ih­re ei­ge­nen Egg-Sub­gen­res aus der Tau­fe ge­ho­ben ha­ben. Und was die­se Plat­te an­geht: Wie zu er­war­ten ist das nicht we­ni­ger als ein Kil­ler­bün­del mit aus­schließ­lich Hits un­ter der Hau­be!

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Kids - Repetitiom Variatiom

Hier ist noch mal so ein Qua­li­täts­ar­te­fakt des schlau­meie­ri­gen Ga­ra­ge-/Post Punk-Hy­brid­gen­res, das hier nichts all­zu neu­es oder bahn­bre­chen­des ein­bringt aber mit wohl­kon­stru­ier­ten Selt­sam­kei­ten ent­zückt. Ge­nau die rich­ti­ge Do­sis Un­be­re­chen­bar­keit trifft auf ei­ne Fül­le an su­per-ein­gän­gi­gen Hooks. All das rückt den Krem­pel grob in die Nach­bar­schaft von so Bands wie, sa­gen wir mal, ge­dros­sel­ten Ura­ni­um Club, Vin­ta­ge Crop, Dumb, Ab­or­ted Tor­toi­se, Li­thics oder Pinch Points.

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Luxury Apartments - Luxury Apartments

Das ist ja mal 'ne be­ein­dru­cken­de De­büt-LP von die­ser Lon­do­ner Band, die of­fen­bar schon ei­ni­ge Jah­re ak­tiv ist aber sich reich­lich Zeit da­mit ge­las­sen hat, ihr Schaf­fen auf ei­nem Lang­spie­ler zu prä­sen­tie­ren. Vom ers­ten Mo­ment an hat das so ei­nen Vi­be von Sac­cha­ri­ne Trust mit ei­ner Pri­se Flip­per da­zu. Out­su­de Loo­king In ent­fal­tet sich et­wa so als wür­de ein ver­lo­re­ner Wire-Song mit Vol­ca­no Suns und Mis­si­on Of Bur­ma kol­li­die­ren, so­wie mit jün­ge­ren Krea­tio­nen von In­sti­tu­te, Peace de Ré­sis­tance. Ani­mals Eat For Free emu­liert zu Be­ginn vor­wie­gend The Fall der '80er Jah­re, nimmt dann aber ei­ne un­er­war­tet me­lo­di­sche Wen­dung im Cho­rus. Und so ähn­lich geht es wei­ter in die­ser so ek­lek­ti­zis­ti­schen wie auch ge­schmack­vol­len Schatz­kam­mer aus Ideen und Ein­flüs­sen, zu de­nen ich des­wei­te­ren so Bands X (AUS), Mem­bra­nes, Crava­ts, Fun­gus Brains, die frü­hen, noch nicht so stark Dub-ge­tränk­ten Swell Maps und noch vie­le wei­te­re Grö­ßen des DIY Post Punks zäh­len wür­de. Eben­so lie­ßen sich hier ak­tu­el­le­re Bands nen­nen wie Shark Toys, The Cow­boy, So­cie­ty, frü­he­re Slee­pies, die Weir­do-Fran­zo­sen Subt­le Turn­hips oder an­de­re Lon­do­ner Bands wie das Ga­ra­ge-Boll­werk der 2010er Jah­re, Sau­na Youth oder viel­leicht auch Ten­se Men, de­ren nach­träg­lich in 2018 ver­öf­fent­lich­ter Schwa­nen­ge­sang kla­re Ähn­lich­kei­ten auf­weist. Da ist ein­fach kein Platz für Lan­ge­wei­le zwi­schen den end­lo­sen Blitz­schlä­gen aus frei­dre­hen­der In­spi­ra­ti­on und Krea­ti­vi­tät.

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Hammer and the Tools - Hamma

Das ex­zel­len­te De­büt die­ser Band aus Jack­son, Mis­sis­sip­pi lie­fert ei­nen bun­ten Strauß an ge­nüss­lich ent­gleis­ten klei­nen Ban­gern aus Ra­ke­ten­gr­trie­be­nem, Ga­ra­ge-in­ji­zier­tem, Fuzz-ver­seuch­tem Hard- und Post­co­re-Scheiß, der frag­los auf Zu­stim­mung tref­fen wird bei ge­schmacks­si­che­ren Ad­vo­ka­ten von so ka­put­ten Hard­core-Phä­no­me­nen wie et­wa Fried E/​m, Mys­tic In­a­ne, Cri­sis Man, Ro­lex, Head­cheese, ALF und noch vie­len mehr!

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The Gobs - Pop Off

Was soll ich denn hier noch neu­es er­zäh­len zu ei­ner neu­en Gobs-EP? Es sind halt die mo­ther­fuck­in' Gobs! We­nig an­de­re Bands ha­ben ih­re For­mel für glei­cher­ma­ßen dum­men, über­dreh­ten und ab­ge­fuzz­ten Lo-Fi Ga­ra­ge- und Syn­th Punk-Wahn­sin per­fek­tio­niert wie die­se Band aus Olym­pia, Wa­shing­ton. Die ope­rie­ren wei­ter­hin in ih­rer ganz ei­ge­nen Ge­wichts­klas­se.

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