Night Babes - NBEP

Ich hab mal gar kei­nen Schim­mer, wo die­se Band jetzt her­kommt und war­um ih­re schon im letz­ten Jahr er­schie­ne­ne De­büt-EP bis­her so un­be­merkt ge­blie­ben ist, denn es han­delt sich hier de­fi­ni­tiv um kei­ne ty­pi­sche Gen­re­kost. Ihr Sound aus glei­chen Tei­len Post Punk und -core mit dem ge­wis­sen Ga­ra­ge Punk-Nach­bren­ner spannt un­ter an­de­rem Bö­gen zwi­schen so Zeug wie frü­hen Pro­tomar­tyr oder Con­stant Mon­grel und et­was Ga­ra­ge-las­ti­ge­ren Bands aus der Ty­vek-, Par­quet Courts- oder Go­to­beds-Ni­sche. Au­ßer­dem gibt's reich­lich Post­core-Vi­bes et­wa im Sin­ne von Hot Sna­kes /​ Dri­ve Li­ke Je­hu und ver­ein­zelt se­he ich da so­gar ein biss­chen Mis­si­on Of Bur­ma oder Mo­ving Tar­gets drin auf­blit­zen.

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TJ Cabot - King Grove

Der Out­put des ka­na­di­schen Ga­ra­gen­pul­lis TJ Ca­bot hat bis­her mit je­der Ver­öf­fent­li­chung an Klas­se zu­ge­legt und die neu­es­te EP ist da auch kei­ne Aus­nah­me, trifft hier je­den Na­gel auf den Kopf mit 'nem sau­mä­ßig catchy da­her­kom­men­den Mix zwi­schen Power Pop und Ga­ra­ge Punk, der mal wirk­lich kei­ne Ver­glei­che scheu­en muss zu so Grö­ßen wie The Mar­ked Men, Erik Ner­vous, Tom­my & The Com­mies, An­dy Hu­man & The Rep­to­ids, Boo­ji Boys, Li­quids, Bad Sports oder Nick Nor­mal.

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Spasi - HTCM in Block City /​ Jerk Squad

Die De­büt-Cas­sin­gle (?) die­ser die­ser Band aus Se­at­tle lie­fert ei­nen zwar viel zu kur­zen aber durch­weg auf­re­gen­den Schub aus Syn­th- und Ga­ra­ge Punk, wo­bei die A-Sei­te HTCM in Block Ci­ty mit ei­ner En­er­gie nicht un­ähn­lich zu Acts wie Li­quid Face, Klint, Mo­no­ne­ga­ti­ves, Ghoulies oder Slimex auf­war­tet. Die B-Sei­te Je­rk Squad hin­ge­gen ist, sa­gen wir mal… Ist Kraut­wave ein ech­tes Gen­re? Ge­nau so wür­de ich es näm­lich be­schrei­ben, was sie dar­auf ab­zie­hen.

Cool Sorcery - With Love, Maggie

Na das ist ja mal ein Är­sche tre­ten­des, be­ein­dru­ckend selbst­si­che­res Lang­spiel­de­büt von ei­nem Ty­pen aus Bra­sí­lia, Bra­si­li­en, zu­sam­men­ge­schraubt aus nur den fä­higs­ten Bau­tei­len der ge­gen­wär­ti­gen DIY Ga­ra­ge Punk-Sze­ne - ins­be­son­de­re kom­men mir da Sa­chen wie An­dy Hu­man and the Rep­to­ids, Erik Ner­vous, Spodee Boy, Nick Nor­mal oder Bel­ly Jel­ly in den Sinn, ge­würzt mit ge­le­gent­li­chen Aus­brü­chen von Skull Cult-mä­ßi­gem Cha­os und so­gar psy­che­de­li­sche­re Vi­bes á la Mo­no­ne­ga­ti­ves, Osees oder Pow! mi­schen sich da ein, wel­che letzt­end­lich in dem mo­no­li­thi­schen Acid Punk-Dop­pel­schlag aus Dd­de­li­ri­um und Pla­gue V ih­ren Hö­he­punkt neh­men.

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Vintage Crop - Kibitzer

Er­war­tet kei­ne zu all­zu gro­ßen Über­ra­schun­gen von der neu­es­ten Vin­ta­ge Crop LP aber er­war­tet den­noch reich­lich hoch­wer­ti­gen Scheiß nach die­ser spe­zi­el­len Ga­ra­ge Punk-For­mel, zu de­ren Eta­blie­rung die Band aus Mel­bourne zu­sam­men mit an­de­ren Bands á la Pinch Points, Dumb, Ura­ni­um Club und Ab­or­ted Tor­toi­se auch ei­nen si­cher nicht un­we­sent­li­chen Bei­trag ge­leis­tet hat. Da­von prä­sen­tie­ren sie hier ei­ne et­was we­ni­ger ver­schnör­kel­te, da­für um­so ein­gän­gi­ge­re Va­ri­an­te, er­gänzt um ge­le­gent­li­che Mo­men­te von Pat­ti, Par­quet Courts oder In­sti­tu­te. Deut­lich her­aus­ra­gend sind da­bei die zwei et­was lang­sa­me­ren Jams Im­pact of Wis­dom und The Bloo­dy War, aus de­nen sich ei­ne be­ein­dru­cken­de Qua­li­tät des Song­wri­tings her­aus­schält - in letz­te­rem Bei­spiel ver­bun­den mit ei­ner deut­li­chen Wire-Me­lan­cho­lie.

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Phaselicker - Phaselicker

Ir­gend­wo aus Bay­ern kommt die­se Pracht von ei­ner EP zu uns, die ir­gend­wo in ei­nem ne­bu­lö­sen und Fuzz-las­ti­gen Gen­re­spek­trum zwi­schen Ga­ra­ge- und Acid Punk, Psych- und Space Rock her­um­fuhr­werkt. Kla­res Pflicht­pro­gramm für Freun­de von Lärm­wän­den im Um­feld et­wa von De­st­ruc­tion Unit, Osees, Su­per-X, Ha­mer, Oun­ce, Faux Fero­cious oder Draggs.

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Pisse - Lambada

Hat ja si­cher schon je­der mit­ge­kriegt, aber ei­nen neu­en Ton­trä­ger der ein­zi­gen deut­schen Punk­band die ich ken­ne kann ich na­tür­lich nicht un­er­wähnt las­sen - auch wenn ich da­zu nicht viel zu er­zäh­len hab au­ßer dass Pis­se halt ein­fach Pis­se sind und ihr Mit­tel­strahl im­mer noch so treff­si­cher wie we­nig an­de­re auf das lang­sa­me Ver­re­cken der mensch­li­chen See­le in hie­si­ger Ge­sell­schaft fo­kus­siert ist, oh­ne da­bei aber die Aus­wüch­se in ei­ge­nen Krei­sen tro­cken da­von kom­men zu las­sen. Das gan­ze zu Mu­cke im Span­nungs­feld von Post- und Ga­ra­ge Punk, die ein­fach mal gar nicht zum Fremd­schä­men ist. Nicht mal im Raus­schmei­ßer Fa­vo­rit, der den Syn­th-Mi­ni­ma­lis­mus von Sui­ci­de durch ei­ne deut­sche Schla­ger­höl­le schleift.

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Green/​Blue - Paper Thin

Die­se Pro­jekt um Jim Blaha (The Blind Shake, Jim and the French Va­nil­la) und An­nie Spar­rows (Soviettes/​Awesome Sna­kes) klingt auf dem zwei­ten Lang­spie­ler ir­gend­wie ganz an­ders als die bis­he­ri­gen Bands des erst­ge­nann­ten, wohnt die­sen Songs doch oh­ne Aus­nah­me ein ver­träumt-me­lan­cho­li­scher Vi­be inn­ne, der hier auf ei­ne un­wahr­schein­li­che Post­punk-Kan­te prallt - ein biss­chen wie 'ne Mi­schung aus Ra­dio­ac­ti­vi­ty, Mind Spi­ders und The Est­ran­ged, zu­sam­men­ge­schweißt von un­er­schüt­ter­lich so­li­der Song­sub­stanz.

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Life Forms - Life Forms

Ei­ne star­ke klei­ne La­dung me­lo­di­schen Ga­ra­ge Punk gibt es auf der De­büt-EP die­ser Bri­ten. Freun­de von so Krem­pel wie Ra­dio­ac­ti­ci­ty, Sweet Re­a­per, Ex-White, Boo­ji Boys, Te­l­ecult, Ste­ve Ada­myk Band und So­nic Ave­nues soll­ten de­fi­ni­tiv die Oh­ren auf­sper­ren.

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Ambulanz - Ambulanz

Die Leip­zi­ger Sze­ne lie­fert mal wie­der zu­ver­läs­si­ge Qua­li­tät ab in Form die­ser EP, aus al­len Näh­ten plat­zend voll­ge­stopft mit ver­win­kel­ten, hy­per­ak­ti­ven Ga­ra­ge-/Post Punk-Bas­tar­di­sie­run­gen, die mir ei­nen Clus­ter von Bands so á la On­yon, Pat­ti, Big Bop­per, Warm Red, Cat Scan, Ro­gue ins Ge­dächt­nis ru­fen… oder auch ei­nen Hauch von Ex-Cult oder Con­stant Mon­grel viel­leicht??

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