Isotope Soap - An Artifact Of Insects

Iso­to­pe Soap a.k.a. das schwe­di­sche Punk-Ur­ge­stein Pe­ter Swe­denh­mar hat schon in der Ver­gan­gen­heit un­ter die­sem Mo­ni­ker aus­schließ­lich qua­li­täts­wa­re ab­ge­lie­fert - in Form von drei EPs, die im letz­ten Jahr ver­dien­ter Wei­se auch noch mal als Com­pi­la­ti­on von Emo­tio­nal Re­spon­se wie­der­ver­öf­fent­licht wur­den. Auch sein ers­ter Lang­spie­ler ent­täutscht nicht. Hier plün­dert er sich noch mal deut­lich frei­zü­gi­ger sei­nen Weg durch Jahr­zehn­te von ob­sku­rem Punk - das Re­sul­tat ist sein viel­sei­tigs­tes und ver­spiel­tes­tes Ma­te­ri­al bis­her, wo­bei un­ter an­de­rem auch mal Platz für ne­be­li­gen Space Punk, pu­ren Elek­tro­pop und ver­träum­te Kraut­scapes drin ist. Und na­tür­lich gibt es auch ei­ni­ges von sei­nem et­was we­ni­ger ver­spul­ten, ein­gän­gi­gen De­vo-meet-Aus­mu­te­ants Ga­ra­ge- und Syn­th­punk Style, wie er be­reits auf den EPs ei­ne gu­te Fi­gur ab­ge­ge­ben hat.

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Modern Needs - Survey of the Animal Kingdom

Mo­dern Needs aus San Fran­cis­co ent­las­sen ei­nen be­kömm­li­chen Furz nach dem an­de­ren in die At­mo­sphä­re, zu­sam­men­ge­setzt aus eben­so grad­li­nig-simp­lem als auch ef­fek­ti­vem Fuzz Punk, der stark an früh-80er West­küs­ten-Sound er­in­nert und au­ßer­dem reich­lich ka­put­te KBD-Vi­bes am Start hat. Da­mit be­fin­den sie sich in ganz gu­ter Ge­sell­schaft zu jün­ge­ren Bands wie Laun­cher, Be­ast Fiend, Frea­kees oder Li­quid As­sets.

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The Worms - Back To The Bog

Ein Trio aus Lon­don lie­fert hier ein paar neue Tak­te an hoch­wer­ti­gem, be­tont kru­dem Ga­ra­gen­zeug mit kla­rer Post­punk-Kan­te ab. Freun­de von Con­stant Mon­grel, Ex-Cult, Ty­vek, Useless Ea­ters oder Shark Toys wer­den das si­cher zu schät­zen wis­sen.

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Hank Wood and the Hammerheads - Use Me 7"

Neue Ton­kon­ser­ven von Hank Wood und sei­ner Crew sind in den letz­ten Jah­ren. Aber im­mer wenn dann doch mal neu­es Ma­te­ri­al von ihm an die Öf­fent­lich­keit dringt, wer­de ich auf der Stel­le dran er­in­nert, war­um ich sei­nen Soul-in­fi­zier­ten Ga­ra­ge Punk einst so lieb ge­won­nen hab - auch auf der neu­es­ten EP ist das nicht an­ders. Wie ge­wohnt tref­fen Songs und Ar­ran­ge­ments ab­so­lut ins Schwar­ze, an­ge­trie­ben von ei­ner ra­sier­mes­ser­schar­fen Per­for­mance. Die­se Häm­mer tref­fen wei­ter­hin mit be­mer­kens­wer­ter Prä­zi­si­on al­le Nä­gel auf den Kopf.

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Chubby & The Gang - Speed Kills

Das ist kei­ne Ra­ke­ten­wis­sen­schaft, was Chub­by & The Gang auf ih­rem Lang­spiel­de­büt ab­zie­hen, son­dern die gu­te al­te Ma­sche mit dem me­lo­di­schen Punk­rock, aber das in rich­tig, rich­tig gut. 77er Me­lo­dien tref­fen auf Hard­core-En­er­gie und ei­ne krat­zi­ge Ga­ra­gen­ober­flä­che. So ein biss­chen Boo­ji Boys im Hi­Fi-Sound.

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Maximum Roach - Dry Rot

Hoch­ex­plo­si­ven Noi­se Punk mit Ga­ra­ge­core-Ra­ke­ten­an­trieb lie­fert uns das De­bü­tau­bum von Ma­xi­mum Roach ir­gend­wo aus Ari­zo­na. Ab­wech­selnd darf man sich mal an Bands wie Be­ast Fiend, An­xie­ty, Soupcans, Bo Gritz oder Mys­tic Ina­ne er­in­nert füh­len.

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Punter - Demo

Ei­ne wei­te­re La­dung an star­kem Ga­ra­ge Punk mit ge­le­gent­li­cher Hard­core­kan­te aus der zu­ver­läs­si­gen Sze­ne in Mel­bourne. Öf­ter mal ver­sprüht das die atem­lo­sen Qua­li­tä­ten von Jack­son Reid Briggs & The Hea­ters, kom­bi­niert mit dem et­was bo­den­stän­di­ge­ren Ga­ra­gen­sound et­wa von Ci­vic oder frü­he­ren Va­guess. Der Pop-In­stinkt letzt­ge­nann­ter, so­wie auch ei­ni­ges an Pist Idi­ots-mä­ßi­gem Dra­ma, fin­den ih­ren Hö­he­punkt im hym­ni­schen A Minute's Si­lence.

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Alien Nosejob - Suddenly Everything Is Twice As Loud

Kei­ne Ah­nung ob Ali­en No­se­job ak­tu­ell als voll­zäh­li­ge Band exis­tie­ren, aber zu­min­dest das zwei­te Al­bum sei­nes Pro­jekts hat Ja­ke Ro­bert­son (Aus­mu­te­ants, School Da­ma­ge, Lea­ther Towel, Hiero­phants, etc.) je­den­falls ganz al­lei­ne ein­ge­spielt. Nach­dem die letz­ten paar Ver­öf­fent­li­chun­gen ein recht wil­der Ritt wa­ren, der von Power- und Jang­le Pop über Syn­th Pop bis hin zu ei­ner Hard­core-7" reich­te, ist der neue Lang­spie­ler ein un­er­war­tet ho­mo­ge­nes Werk, das sich in ei­nem Span­nungs­feld zwi­schen ty­pi­schem Aus­mu­te­ants-Ga­ra­gen­zeug und trau­ri­gem Power­pop be­wegt, ver­packt in ei­ner flau­schi­gen, mal mehr, mal we­ni­ger hoch­fi­de­len Ana­lo­g­äs­the­tik. Das Song­ma­te­ri­al ist aus­nahms­los vom feins­ten - Mr. Ro­bert­son ganz in sei­nem Ele­ment.

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Trashdog - Dipshitticus

Ein wun­der­vol­les, ge­stör­tes Cha­os ist das zwei­te Al­bum von Trash­dog aka An­drew Jack­son - dem ver­ant­wort­li­chen Spa­cken hin­ter dem La­bel Di­gi­tal Hot­dogs - ge­wor­den. Dass hier die Uh­ren nicht ganz nor­mal ti­cken war schon zu er­war­ten, aber von der Mas­se an feins­ter Qua­li­tät, die hier wild über den Bo­den ver­teilt zu ent­de­cken ist, bin ich doch stark über­rascht - be­son­ders nach­dem mich das ers­te Al­bum nicht so kom­plett über­zeu­gen moch­te. Zu ei­nem Drit­tel be­steht das aus be­kiff­ten bis hirn­ver­brann­ten Gags. Zu ei­nem wei­te­ren aus eben­so mit­rei­ßen­den wie schrä­gen Sounds, die ir­gend­wo zwi­schen Ga­ra­ge Punk, Power Pop, Syn­th- und Elek­tro­punk, ei­nem Sprit­zer Glam ihr aus­ge­spro­chen ein­falls­rei­ches Un­we­sen trei­ben. Beim letz­ten Drit­tel bin ich mir dann nicht so si­cher, in wel­che der bei­den Ka­te­go­rien es jetzt ge­hört. Al­les zu­sam­men er­gibt ei­ne viel­leicht et­was über­wäl­ti­gen­de, aber nichts des­to trotz sehr gei­le Ab­fahrt.

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Moist Boy - Deep Rest

Moist Boy aus New Bed­ford, Mas­sa­chu­setts sind ei­ner der sel­te­nen Fäl­le in de­nen sich ei­ne Band dem Pop Punk-Ge­he­ge an­nä­hert, oh­ne mich so­fort in die Flucht zu trei­ben. Aber ehr­lich ge­sagt liegt das eher dar­an, dass die meis­ten Pop Punk Bands ein­fach mas­siv sau­gen und die fun­da­men­tals­ten Bau­stei­ne von ge­nieß­ba­rem Punk­rock nicht ge­re­gelt krie­gen in ei­nem Sub­gen­re, das schein­bar eh kei­ne Qua­li­täts­stan­dards kennt.
Moist Boy hin­ge­gen sau­gen ganz und gar nicht, son­dern rei­ßen vom ers­ten Mo­ment an mit. 1A Song­ma­te­ri­al, je­de reich­lich Spreng­kraft in ei­ner tigh­ten Dar­bie­tung, ei­ne deut­li­che Ga­ra­gen­kan­te und durch­aus fins­te­re Ly­rik sind ih­re Mit­tel da­zu. Hat un­ter an­de­rem was von Cheap Wi­ne, Dark Thoughts, Ste­ve Ada­myk Band und gar ein biss­chen Mar­ked Men. Erst­klas­si­ger Scheiß und Pflicht­pro­gramm für den­je­ni­gen, der ge­nann­ten Bands et­was ab­ge­win­nen kann.

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