Nihilistic Fit – I Don’t Wanna Relate

Gekonnt abartiges Geschredder kommt einem auf dem zweiten Tape dieser Band aus Fort Worth, Texas entgegen. Für ordentliche Reibungsfläche sorgt dabei eine großzügig ausgelegte Menge an Noise und Fuzz, der sich auf einem durchaus kruden aber bombenfesten Fundament aus Garage-, Post- und Hardcorepunk austoben darf. Mich erinnert’s aktuell etwas an die Glasgower Kollegen Anxiety.

Sick Thoughts – Songs About People You Hate

Sick Thoughts, die Band um Frontmann DD Owen, ist wohl mitunter eine der produktivsten Songschleudern der aktuellen Garagepunk-Szene; die Formation hat in den vergangenen vier Jahren neben ihrem Debütalbum gleich eine zweistellige Nummer an EPs und 7″s rausgehauen. Der gute Mann hat im vergangenen Herbst das sinkende Schiff verlassen und seinen Wohnsitz von New Orleans nach Helsinki verlegt. Viel wird sich dadurch vermutlich nicht ändern, hat sich das Lineup der Band in der Vergangenheit doch eh öfter erneuert als Herr Owen seine Socken. Das aktuelle zweite Album hat er aber noch in den Staaten mit alten Mitstreitern aufgenommen. Und gar nicht überraschend gibt es darauf konsequent primitiven, bis zum Anschlag angepissten Garagepunk mit starker 77er Kante zu hören, der von einer rauen und explosiven Performance zusammengehalten wird. Viele versuchen das, aber nur wenige können sowas wirklich überzeugend rüberbringen.



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Splutter – Demo 2017

Diese Band kommt irgendwo aus UK und ihr erstes Demo tritt schon mal ganz ordentlich Popo mit schön primitivem und räudigem Garagepunk. Geht immer klar, sowas.


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Public Eye – Relaxing Favorites

Nach einer sehr ordentlichen EP vor zwei Jahren ist jetzt der erste Langspieler der Band aus Portland gelandet und weiß durchaus zu gefallen mit einem Sound aus straightem Garagepunk und unterschwelligen Postpunk-Anleihen, der das Genre definitiv nicht neu erfindet, dafür aber konstant solide Qualität abliefert. Man darf sich etwas an The Intelligence oder eine abgemilderte Version von Ex-Cult erinnert fühlen.



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Tv Crime – Clocking In / Clocking Out 7″

Auf ihrem neuen Kurzspieler verpassen TV Crime aus Nottingham ihren garagigen Punkhymnen einen ausgesprochen souligen Vibe, damit wecken die neuen Songs Assoziationen zu den großartigen Australiern Royal Headache.

Side Thing – Worse Together

Auf der zweiten EP dieser Band aus Los Angeles gibt’s Garage-/Fuzzpunk mit vereinzelten Postpunk-Anleihen und hohem Spaßfaktor auf die Ohren. Ich fühle mich ein wenig an die australischen Kollegen Dumb Punts erinnert.


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Moist Boy – Moist Boy

Schnörkellosen, eingängigen Garage Punk und Indie Rock gibt’s auf der Debüt-EP dieser Band aus New Bedford, Massachusetts auf die Ohren.


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Big M & Burp! – Split Cassingle

Nicht mehr so ganz neu ist diese ausgezeichnete Split-Cassingle auf Killer Tofu Records, eine waschechte Mogelpackung. Denn Big M ist in Wirklichkeit nur ein weiteres Alias, unter dem die Typen von Burp! operieren. Unter letzterem Namen liefern die hier straighten, energiegeladenen Fuzz- und Garagepunk ab, als Big M dann etwas ähnliches, ergänzt um gewisse Noiserock/Grunge-Anleihen.

Le Prince Harry – Synthetic Love

Das zweite Album der Synthpunker aus Lüttich, Belgien. Die Typen sind ja auch schon ein gutes Jahrzehnt aktiv und seit ihrem Debütalbum sind ziemlich genau fünf Jahre vergangen. In der Zwischenzeit sind Le Prince Harry vom Trio zum Duo geschrumpft und haben auf ziemlich arschtretende Art ihre Seite einer Split-LP mit mit Dutchess Says befüllt. Auch auf ihrem neuen Langspieler geben sie sich in Bestform, noch ein ganzes Stück elektrischer als bisher schon, Gitarren sind als optional anzusehen. Und dennoch schlägt im Zentrum dieser Platte ein quicklebendiges Herz aus Garagepunk, das sehr zum hohen Spaßfaktor dieser Platte beiträgt.



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