Flat Worms - The Guest /​ Circle 7"

Ziem­li­cher Re­gel­be­trieb auf der neu­es­ten 7" der Flat Worms aus L.A.. Will mei­nen: ast­rei­ner Qua­li­täts­scheiß mal wie­der in Form zwei­er Songs, die ih­re ur­ein­ge­ne For­mel mit Be­stand­tei­len von Ga­ra­ge-, Post Punk und et­was Noi­se-Brand­be­schleu­ni­ger ge­wohnt kom­pakt auf den Punkt brin­gen. Flat Worms blei­ben zu­ver­läs­si­ge Krach­lie­fe­ran­ten mei­nes Ver­trau­ens.

Mononegatives - Apparatus Division

Die Band aus Lon­don (On­ta­rio, Ka­na­da) hat in­zwi­schen schon 'ne Hand­voll ganz net­ter EP's ab­ge­son­dert, aber erst auf ih­rem neu­en Lang­spiel­de­büt geht die Sum­me der Tei­le mal so rich­tig auf in zwölf 12­XU-zer­ti­fi­zier­ten Kil­l­er­tracks aus char­mant ver­spul­tem, hoch­ein­falls­rei­chem und ta­del­los vor­wärts ge­hen­dem Ga­ra­ge-, Syn­th- und Post Punk mit An­klän­gen an Useless Ea­ters, Pow!, Ex-Cult und Pre­d­a­tor.

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Ghoulies - Reprogram

Die wö­chent­lich ver­ord­ne­te Vit­amin­pil­le aus leicht De­vo-mä­ßi­gem Ga­ra­ge- und Syn­th­punk kommt die­ses mal von ei­ner Band aus Perth und wird mit Si­cher­heit ih­re be­le­ben­de Wir­kung bei den Gön­nern von Zeug wie Skull Cult, Re­se­arch Re­ac­tor Corp., Ali­en No­se­job, Iso­to­pe Soap oder Erik Ner­vous nicht ver­feh­len.

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Predator - Spiral Unfolds

Ich war et­was spät dran, die­se Band aus At­lan­ta zu ent­de­cken, die jetzt schon seit über ei­ner De­ka­de rum­lärmt - erst mit ih­rer 2018er No Face 7" wur­de ich auf sie auf­merk­sam. Auch wuss­te ich da noch nicht, dass sie sich Mit­glie­der mit den Post­punk-Mi­ni­ma­lis­ten Nag tei­len. Jetzt er­gibt plötz­lich al­les mehr Sinn. Nicht nur hö­re ich da klar den glei­chen Sän­ger, son­dern auch sound­mä­ßig kann ich jetzt die Ver­wandt­schaft kaum mehr über­hö­ren. Pre­d­a­tor klin­gen et­was wie der et­was ge­sel­li­ge­re Cou­sin von Nag, mit stär­ke­rer Ga­ra­gen-Ten­denz und ge­le­gent­li­chen Hard­core-Mo­men­ten. Ich mei­ne… ver­ein­zelt klin­gen sie fast so, als hät­ten sie Spaß an der Sa­che!

Die kom­plet­te Be­sche­rung gibt's auf Band­camp zu hö­ren→

Hideous Sun Demon - Development Hell

Die neu­es­te EP der Band aus Mel­bourne fängt gut an, wird dann mit je­dem Song bes­ser. Zu­erst hat's was von ei­nem Mix aus (zu be­ginn) Syn­th-lo­sen Aus­mu­te­ants, Ex-Cult, Sau­na Youth, frü­hen Teen­an­ger… aber auch so ei­ne Post­punk-Kan­te á la Flat Worms, Con­stant Mon­grel. Letz­te­re Ten­denz über­nimmt in der zwei­ten Hälf­te zu­neh­mend das Ru­der und ge­nau da spielt die Plat­te ih­re größ­ten Stär­ken aus, wel­che sich letzt­end­lich zu der epi­schen An­ti-Hym­ne Aus­tra­lia auf­tür­men - ei­nem Stin­ke­fin­ger in Rich­tung Na­tio­na­lis­mus, der sich für sei­ne ein­fa­chen, kla­ren und auf­rich­ti­gen Wor­te nicht ent­schul­di­gen muss.

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OK Satán - Fatal Insomniac

Ich weiß, dar­auf habt ihr al­le ge­war­tet. Die zwei­te Fla­schen­post des Ko­pen­ha­ge­ner Hard­core-/Ga­ra­ge Punk-Du­os brei­tet sie­ben epi­sche neue Er­zäh­lun­gen aus ih­rer mär­chen­haf­ten Welt vor uns aus, be­grenzt aus­schließ­lich von ei­nem pau­sen­los er­wei­ter­ten Ho­ri­zont und ge­würzt mit wich­ti­gen Dis­kus­sio­nen um so kon­tro­ver­se The­men wie ih­re Na­men, dei­ne Pro­blem­fres­se und was ih­nen sonst noch so am Arsch vor­bei geht. Er­neut ein bril­li­an­tes, viel­schich­ti­ges Meis­ter­werk!

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TVO - Alive!

Ei­nen schö­nen Auf­stand tritt da ei­ne Band aus Phil­adel­phia los, zu glei­chen Tei­len Ga­ra­ge Punk und Noi­se Rock und ani­miert vom Geist di­ver­ser Klas­si­ker in der Grau­zo­ne von old­school (Post-)Punk und (Proto-)Noise Rock. Die ers­ten Tö­ne mö­gen ein biss­chen an Brai­niac er­in­nern, aber vor al­lem ist es Zeug aus den 80ern wie U-Men, X (AUS), Flip­per, Feed­ti­me, No Trend… so­ger ein leich­ter Un­ter­ton von frü­hen Mi­nu­te­men kommt zwi­schen­zeit­lich vor. An ge­gen­wär­ti­gen Bands fal­len mir dann spon­tan noch Cu­tie und Pat­ti ein.

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Peacemaker - See You Dead /​ Greed

Hier ist noch ein wei­te­res glei­cher­ma­ßen kur­zes und spa­ßi­ges Tape, das ei­nen die­ser le­cke­ren old­school Hard­core/KBD-Sty­le/­Ga­ra­ge Punk-hy­bri­den trans­por­tiert, so schlicht und ele­gant und ma­kel­los in der Aus­füh­rung. Die­ser Scheiß wird nie alt.

Nasty Party - Celebration

Die­ses Duo aus Syd­ney und Lon­don trifft be­reits auf An­hieb al­le Nä­gel auf den Kopf mit so ehr­li­chen wie ein­dring­li­chen Ly­rics und ei­nem Sound nicht ganz un­ähn­lich zu jün­ge­ren bri­ti­schen DIY-Er­schei­nun­gen wie Si­li­co­ne Va­lues und Sub­ur­ban Ho­mes, wo­bei Nas­ty Par­ty ih­re deut­li­chen Te­le­vi­si­on Per­so­na­li­ties-Vi­bes aber mit ei­ner gu­ten La­dung Buz­zcocks-Dri­ve aus­ba­lan­cie­ren. Au­ßer­dem kom­men mir da­bei noch Pro­to Idi­ot und Freak Ge­nes in den Sinn.

Last Quokka & False Cobra - The West Ghost Split

Ich weiß nur gu­tes zu sa­gen über die­se Split 7" zwei­er aus­tra­li­scher Bands. Last Quokka's Sei­te war­tet mit zwei ih­rer bis­lang bes­ten Songs auf und dem be­reits ver­trau­ten Sound aus Post­core mit Ga­ra­ge-Boost so­wie Mo­men­ten von Hot Sna­kes und frü­hen Jaw­box, eben­so auch von ge­gen­wär­ti­gen Bands wie Vi­deo, Bad Bree­ding und As­cot Stab­ber.

Von Fal­se Co­bra hö­re ich hier zum ers­ten mal. Man­cher der ge­nann­ten Ver­glei­che mag auch auf ih­re zwei Songs zu­tref­fen, aber ins­ge­samt liegt bei ih­nen das Ge­wicht deut­li­cher auf Sei­te von Ga­ra­ge und klas­si­schem Punk­zeugs - ein Fit­zel­chen von The Ruts oder X (L.A.) ist da an Bord, aber auch mit The Li­ving Eyes, Mi­ni Skirt oder frü­hen Teen­an­ger gibt es Ge­mein­sam­kei­ten.

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