Vaguess - Directions For Use

Das Ga­ra­ge­punk-Über­we­sen Vin­ny Va­guess aus Los An­ge­les bleibt auch auf sei­ner neu­es­ten EP 'ne span­nen­de Sa­che. Wa­ren die vor­he­ri­gen zwei Lang­spie­ler ei­ne ge­ring­fü­gig ent­spann­te­re, Power­pop-las­ti­ge An­ge­le­gen­heit, über­rascht er hier er­neut mit quir­li­gen Post Punk-Ver­satz­stü­cken - häu­fig un­ter Zu­hil­fe­nah­me von leicht De­vo-mä­ßi­gen Syn­ths. Und wo wir schon vom Teu­fel re­den… mit Les­ser of Two ist hier so­gar ei­ne aus­ge­wach­se­ne Syn­th­pop-Hym­ne mit im Ge­päck, nicht un­ähn­lich zu man­chem was Ali­en No­se­job in jün­ge­rer Zeit ver­bro­chen ha­ben. Wei­te­re Ori­en­tie­rungs­punk­te wä­ren viel­leicht Nick Nir­mal, An­dy Hu­man and the Rep­to­ids, Teen­an­ger, ge­le­gent­li­che Spu­ren von Aus­mu­te­ants. Al­les da­von zün­det ganz vor­treff­lich, was un­ter an­de­rem mal wie­der sei­nem er­war­tungs­ge­mäß ex­zel­len­ten Song­hand­werk ge­schul­det ist.

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Boogie Board - Station

Die ak­tu­el­le EP von so 'nem Ty­pen aus Chi­ca­go lie­fert uns vier­ein­halb kur­ze aber wir­kungs­vol­le Far­ben­spie­le aus un­ver­schämt über die Dis­tor­ti­on-Klip­pe ge­schubs­ter krau­tig-spa­ce­ro­cken­der Psy­che­de­lic-Ga­ra­ge-Fuzz-Ek­sta­se. So et­wa De­st­ruc­tion Unit tref­fen auf Chro­me, Draggs kol­li­die­ren mit Dr. Mix & The Re­mix.

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Tommy And The Commies - Hurtin' 4 Certain

Neu­er Krem­pel von Tom­my and the Com­mies aus Sud­bu­ry, Ka­na­da. In­zwi­schen soll­te sich ja rum­ge­spro­chen ha­ben, was man zu er­war­ten hat: Ein wun­der­ba­res Spek­ta­kel aus erst­klas­si­gem Power­pop, leich­tem Ga­ra­gen­fak­tor und ei­ner Ex­tra­ladung von Buz­zcocks-mä­ßi­gem, me­lo­di­schem Punk­rock. Ei­ne schwung­vol­le Per­for­mance und über je­den Zwei­fel er­ha­be­ne Song­wri­ting-Skills he­ben das gan­ze noch mal auf ein hö­he­res Le­vel.

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Mini Skirt - Casino

Be­reits mit ei­ner Hand­voll star­ker EPs auf­ge­fal­len, ha­ben Mi­ni Skirt aus By­ron Bay, Aus­tra­li­en jetzt ihr Lang­spiel­de­büt ab­ge­lie­fert. Na­tür­lich ha­ben sie auch hier wie­der ein paar Hüh­ner zu rup­fen, was sich in ei­ni­gen ih­rer an­ge­piss­tes­ten Ly­rics Bahn bricht, wäh­rend auf mu­si­ka­li­scher Sei­te wie­der al­les am Start ist, was man auf den EPs lieb­ge­won­nen hat, viel­leicht so­gar ein bi­schen mehr als das… Ga­ra­ge Punk und Pub Rock mit ge­wis­sen Ahn­lich­kei­ten zu Dumb Punts, Pist Idi­ots oder WOD, der sein ver­gleichs­wei­se re­lax­tes Tem­po mit ei­ner ein­dringl­chem Per­for­mance aus­gleicht, da­bei die­ses mal so­gar zö­ger­lich sei­ne sti­lis­ti­sche Pa­let­te um ver­ein­zel­te Mo­men­te von me­lo­di­schem Spät­acht­zi­ger/­F­rüh­neun­zi­ger-In­die Rock er­gänzt.

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Moth - Machine Nation

Mo­th aus Mel­bourne hat­ten vor ge­rau­mer Zeit be­reits ein ganz or­dent­li­ches De­mo raus, aber ih­re ers­te EP ist da mal um ei­ni­ges bes­ser. Mal ganz un­ro­man­tisch aus­ge­drückt ist das recht ty­pi­sches Ga­ra­ge- und Syn­th­punk-Ge­döns wie man es in der Ge­gen­wart ge­wohnt ist… aber an­de­rer­seits auch durch­weg kom­pe­tent, mit reich­lich viel Punch und ei­nem leich­ten psy­che­de­li­schen Touch. An­sons­ten ge­hen sie weit­ge­hend nach eta­blier­tem Useless Ea­ters-, Pow!-, Ex-Cult-, oder Flat Worms-Re­zept vor. Da kann man ja auch nicht viel falsch ma­chen.

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Sweet Reaper - Closer Still

Auf Al­bum Num­mer drei neh­men die Ga­ra­gen­punks aus Ven­tu­ra, Ca­li­for­nia die Fä­den ge­nau da wie­der auf, wo sie sel­bi­ge vor grob zwei Jah­ren lie­gen ge­las­sen ha­ben. Ei­ne wei­te­re star­ke La­dung von bit­ter­sü­ßen, me­lo­di­schen Ban­gern mit ei­ner Spur von Wi­pers und nicht ganz fern­ab ak­tu­el­ler Acts wie Cheap Whi­ne, Ra­dio­ac­ti­vi­ty, Red Dons oder Da­dar.

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Future - Demo

Na das ist ja mal 'ne or­dent­li­che Wucht, was mir die­se ver­mut­lich pol­ni­sche Band ent­ge­gen schmet­tert. Zu glei­chen Tei­len Hard­core- und Ga­ra­ge Punk, vor­züg­lich an­ge­trie­ben von ul­tra-simp­len Schlag­werk, das den Tex­tu­ren aus der Sai­ten­quä­ler-Ab­tei­lung den nö­ti­gen Raum lässt, sich aus­zu­brei­ten. So et­was ähn­li­ches hat man in der Ver­gan­gen­heit viel­leicht von Bands wie Le­che, Mur­de­rer, Yam­bag, Lux zu hö­ren be­kom­men… oder viel­leicht ver­birgt sich da­zwi­schen so­gar noch ei­ne Spur von Wymyns Pry­syn.

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All Hits - Men And Their Work

Die zwei­te EP/­Mi­ni-LP die­ses Tri­os aus Port­land lie­fert acht mal Nach­schub an or­dent­lich knal­len­der Ga­ra­gen­kopf­wä­sche, die durch­weg dem Iron Lung-Qua­li­täts­sie­gel ge­recht wird und ab­wech­selnd mal an Sau­na Youth, Ex Cult, Teen­an­ger er­in­nern kann… er­gänzt um ei­nen leich­ten '77er Vi­be wie man ihn z.B. bei Amyl and the Snif­fers ge­wiss rich­tig ver­mu­ten wür­de.

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F.E.I.D.L. - F.E.I.D.L.

Ein deut­sches und ein ös­ter­rei­chi­sches Qua­li­täts­la­bel ha­ben ge­mein­sam ei­nen wei­te­ren kur­zen Knal­ler für an­spruchs­vol­le Ga­ra­gen­ken­ner auf La­ger, fa­bri­ziert von ein paar Wie­ner Fi­gu­ren die es ziem­lich gut raus ha­ben, wie man syn­chron sei­ne In­stru­men­te zur rich­ti­gen Zeit, auf die rich­ti­ge Art an den rich­ti­gen Stel­len und in der pas­sen­den In­ten­si­tät an­fasst, wor­auf­hin die­se ei­ne Ge­räusch­ta­pe­te ab­son­dern, die mei­nen Oh­ren gut tut.

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Tony Dork - Struggle Street

Hier noch ein biss­chen schnör­kel­lo­ser, po­po­ver­dre­schen­der, hüft­schwin­gen­der, ge­ra­de­aus­ro­cken­der Ga­ra­ge Punk von ei­ner Bend aus Mel­bourne, de­ren Kra­wall ein biss­chen wirkt wie ei­ne Kreuz­züch­tung aus Mi­ni Skirt und frü­hen Teen­an­ger, viel­leicht noch ein biss­chen Ob­its. Das Re­sul­tat be­kommt dann ei­ne ak­zep­ta­bel ge­rin­ge Men­ge an Oi! ge­füt­tert, au­ßer­dem ein biss­chen früh-80er US West­küs­ten­punk, viel­leicht so­gar ein paar Spu­ren­ele­men­te von Crass. Das aus­ge­wach­se­ne Biest könn­te dann in et­wa so klin­gen wie das, was To­ny Dork hier ver­an­stal­ten und ich fin­de das Er­geb­nis ist ganz präch­tig aus­ge­fal­len.

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