The Resource Network & Big Hog - Split 7"

Zum zwei­ten mal kom­men die bei­den Bands aus In­dia­na­po­lis für ei­ne Split­ver­öf­fent­li­chung zu­sam­men - dies­mal ist es ein Sie­ben­zöl­ler auf Good­bye Boo­zy Re­cords ge­wor­den. Nicht nur ist die Auf­nah­me hier et­was we­ni­ger roh, son­dern auch sound­mä­ßig ha­ben bei­de ihr Vo­ka­bu­lar deut­lich di­ver­si­fi­ziert. The Re­sour­ce Net­work hau­en uns mal schlau­en Ga­ra­ge­punk zwi­schen Ura­ni­um Club und Yam­me­rer um die Oh­ren, mal Post Pun­k/-core, der sich z.B. ir­gend­wo zwi­schen Ri­tes of Spring und frü­hen Slo­ven­ly ver­or­ten lässt, und zu gu­ter Letzt noch ei­ne strai­gh­te Punk­num­mer mit Laun­cher-mä­ßi­gem KBD-Vi­be.
Letz­te­rer ist auch im Hau­se Big Hog am Start, vom Hard­core des Split-Tapes ist nun aber nicht mehr so viel zu spü­ren. Da­für gibt es ei­ne Post­punk­ab­fahrt á la Pat­ti tref­fen auf frü­he Mi­nu­te­men zu be­stau­nen, ein­ge­rahmt von zwei mal Noi­se Punk, der et­was wie Lum­py & The Dum­pers auf 'nem leich­ten Slud­ge­trip klingt.

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Warm Exit - Demo

Warm Exit aus Brüs­sel lie­fern hier ei­ne ta­del­lo­se klei­ne Do­sis an Syn­th-ver­edel­tem Ga­ra­ge­punk, der ab­wech­seld mal an Bands wie Aus­mu­te­ants, Power­plant, Erik Ner­vous (& The Be­ta Blo­ckers) oder Dumb er­in­nert.

Super X - Super X

Die­ses Tape von Su­per X aus Mel­bourne ist in­zwi­schen al­les an­de­re als neu, aber auch viel zu gut um hier nicht er­wähnt zu wer­den. Dar­auf ent­fal­tet sich ein Klang­spek­ta­kel, bei dem al­ter Ga­ra­ge-/Pro­to Punk á la Stoo­ges der Fun House-Ära auf ab­ge­spa­ce­te Sounds zwi­schen De­st­ruc­tion Unit und frü­hen Te­le­scopes trifft, auf dem Weg aber auch noch ein paar Spu­ren von kon­tem­po­rä­rem Post Punk mit­schleift.

Acid & Eltern - Demo

Im Köl­ner Raum gibt es ja ei­ne durch­aus leb­haf­te DIY-Ver­an­stal­tungs­kul­tur rund um ga­ra­gi­gen Lärm und da­her fand ich es zeit­wei­se auch et­was ver­wun­der­lich, dass ich bis­her so we­nig von lo­ka­len Bands und ins­be­son­de­re in Form von Ton­kon­ser­ven sel­bi­ger zu hö­ren be­kam. Na ja, Acid & El­tern kom­men je­den­falls von dort und ma­chen ein­wand­frei glück­lich mit ih­rem ers­ten De­mo. Im bes­ten Mo­no wird hier ein Sound ein­ge­schep­pert, den ich un­ter an­de­rem mal ir­gend­wo zwi­schen Ex-Cult, frü­hen Useless Ea­ters und der Lo­Fi-Äs­the­tik ei­nes eben­so frü­hen Erik Ner­vous ver­or­ten wür­de.

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Discovery - Demo

Die Ka­li­for­ni­er Dis­co­very las­sen zwei wei­te­re kur­ze aber po­ten­te Of­fen­si­ven die­ser spe­zi­el­len Fu­si­on aus end­fuz­zi­gem Hard­core- und Ga­ra­gen­zeug von Sta­pel, wie es in jüngs­ten Jah­ren schein­bar aus je­der Rit­ze im Asphalt sprießt. Ei­ne Tat­sa­che, mit der ich sehr gut le­ben kann.

Pink Guitars - We Are Made Of The Sun

Wie auch schon der Vor­gän­ger ist die zwei­te EP die­ser Band aus Buf­fa­lo, New York ei­ne sat­te Do­sis von un­kon­ven­tio­nel­lem, ein­falls­rei­chen und stel­len­wei­se auf­fäl­lig me­lo­di­schem Hard­core­spaß mit Aus­läu­fern in Rich­tung Ga­ra­ge-, Fuzz- und KBD Punk.

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Isolation - Isolation

Bei die­ser Band aus Fal­mouth han­delt es sich im Grun­de ge­nom­men um drei Vier­tel von In­ter­nal Credit. Im Ver­gleich mit de­ren et­was simp­ler ge­strick­ten Ga­ra­ge Punk geht es hier aber et­was straf­fer zur Sa­che mit ei­nem Sound, der ihr so­li­des Ga­ra­gen­fun­da­ment um ge­wis­se Post­core-Ten­den­zen so á la Hot Sna­kes oder Youth Avoiders auf­stockt, so­wie um me­lo­di­schen (Post-)Punk im Sti­le von Red Dons, Day­light Rob­be­ry, Anxious Li­ving, Ner­vo­sas und ein klei­nes biss­chen Wi­pers. Fluppt!

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Speed Plans - More Hardcore

Okay, das hier ist mal ein­fach zu um­schrei­ben. Wer­fe zu glei­chen Tei­len MC5 und Bad Brains in den Mi­xer und das Er­geb­nis klingt dann un­ge­fähr so wie der Krem­pel von die­ser Band aus Pitts­burgh, Penn­syl­va­nia. So ein­fach und so ver­dammt gut.

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The Cowboy - The Cowboy 7"

The Cow­boy sind zu­rück! Nach ih­rem ex­plo­si­ven De­büt­al­bum vor zwei Jah­ren weiß auch die neue 7" der Band aus Cleve­land um Mit­glie­der von Plea­su­re Lef­tists und Ho­mos­tu­pids ele­gant Är­sche zu tre­ten mit zwei Klop­pern im Span­nungs­feld von Ga­ra­ge- und Post Punk, noi­se-las­ti­gen Ober­tö­nen, kan­ti­ger Ober­flä­che und ent­waff­nen­der Ein­gän­gig­keit - An­klän­ge an Plax, Ex-Cult, Shark Toys, oder Flat Worms in­klu­si­ve. Die B-Sei­te über­rascht dann mit ei­nem un­er­war­tet re­laxt in­diero­cken­den In­stru­men­tal­track.

Sallow Pillow - Wince Meat

Die aus­ge­zeich­ne­te De­büt-EP von Sal­low Pil­low aus Li­ver­pool be­sticht durch ge­rad­li­nig ef­fek­ti­ven Ga­ra­ge Punk mit leich­ten Sur­fein­flüs­sen im Sti­le et­wa von Black Lips, frü­hem Ty Segall oder De­ba­te Club, ei­nem durch­gän­gi­gem Gun Club vi­be so­wie ei­ner ge­wis­sen Post­punk-Kan­te, die et­wa an Lu­xu­ry oder skan­di­na­vi­sche Acts wie Ho­lo­grams und RA er­in­nert. Wenn sie dann in We­ar Out The Ro­pe noch ein paar Ame­ri­ca­na-Ein­flüs­se aus­rol­len, komm ich um ei­nen Va­guess-Ver­gleich nicht her­um.

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