TJ Cabot & Sonic Hz - Out Of Touch

Für mei­nen Ge­schmack wa­ren bis­he­ri­ge Ver­öf­fent­li­chun­gen des ka­na­di­schen Ga­ra­ge-Weir­dos TJ Ca­bot im­mer von et­was wech­sel­haf­ter Gü­te. Mit sei­ner neu­es­ten 7" - ei­ne Kol­la­bo­ra­ti­on mit dem Syn­th Wa­ve-Mu­si­ker So­nic Hz - be­wegt er sich aber klar in der gol­de­nen Zo­ne, in wel­cher die bes­ten Zu­ta­ten aus bei­den Wel­ten zu­sam­men­kom­men und ich mich ein we­nig an die Schwe­den Iso­to­pe Soap er­in­nert füh­le.

Waste Man - One Day It'll All Be You

Mit ih­rem zwei­ten Lang­spie­ler ha­ben sich Was­te Man aus New Or­leans fast kom­plett von dem Hard­core-Fak­tor ge­löst, der auf ih­rem saustar­ken 2018er Tape A New Ty­pe Of Worry noch al­les zu­sam­men hielt. Was nicht hei­ßen soll, dass ih­re neu­es­te LP we­ni­ger span­nend wä­re, ganz im Ge­gen­teil: Das hier ist ihr bis­lang ehr­gei­zigs­ter und glei­cher­ma­ßen reifs­ter Out­put ge­wor­den. Ei­ne un­vor­her­seh­ba­re Ab­fahrt, die auf dem Weg mal bei so Schlau­mei­er-Ga­ra­ge Punk á la Vin­ta­ge Crop, Dumb und Ura­ni­um Club an­eckt, von dort ei­nen Bo­gen über Art Punk der Sor­te Li­thics oder Pat­ti, hin zu mo­der­nem Post Punk der Pu­blic Eye-, Go­to­beds- und Bam­ba­ra-Schu­le auf­spannt. Gleich­zei­tig strahlt das gan­ze aber auch noch ein paar old­schoo­li­ge­re Vi­bes ab - leich­te Echos von Wire und Sac­cha­ri­ne Trust sind da­bei am deut­lichs­ten aus­zu­ma­chen.

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Weenog - Weenog's Tower

Okay… es scheint ganz so als ob die um sich grei­fen­de Dun­ge­on-Wel­le, wel­che vor ge­rau­mer Zeit im Ge­biet der Syn­th-ba­sier­ten Klang­ex­pe­ri­men­te ih­ren Lauf nahm und seit­dem un­ter an­de­rem an den Tel­ler­rän­dern des Ga­ra­ge Punk an Ein­fluss ge­wann jetzt ganz zag­haft aber un­ver­meid­lich in den feuch­ten Kel­lern des Hard­core Punk Ein­zug hält. Die­ses spa­ßi­ge Tape mit neu­en, mit­tel­al­ter­li­chen Über­le­bens­kampf-Hym­nen über schwe­re, stump­fe Ob­jek­te und an­de­rer Leu­te Schä­del klingt ein biss­chen so, als ver­ein­ten et­wa Lum­py & The Dum­pers, Cü­lo und Stran­ge At­trac­tor ih­re Kom­pe­ten­zen um ei­nen al­ter­na­ti­ven Jab­ber­wo­cky-Sound­track auf­zu­neh­men.

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Slayer Jr - Slayer Jr

Mal wie­der ein viel zu kur­zes Tape mit gu­tem, be­scheu­er­tem old­school Punk-Ge­pol­ter und deut­li­cher KBD-Schlag­sei­te, auf's Band ge­keucht von zwei Mit­strei­tern der Spa­cken Laun­cher aus L.A.. So ein An­ge­bot kann ich na­tür­lich kei­nes­falls ab­leh­nen.

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Cosas Ilegales - Cosas Ilegales

Das ist jetzt schon der zwei­te saustar­ke Re­lease aus Me­xi­ko für die­se Wo­che. Zu­ge­ge­ben, die Plat­te hat jetzt schon ein paar Mo­na­te auf dem Bu­ckel aber nichts des­to trotz… da drü­ben braut sich doch ir­gend­was zu­sam­men. Das De­büt­al­bum die­ser Band ist ei­ne star­ke Kof­fe­in­sprit­ze aus elek­trisch an­ge­trie­be­nem Voll­gas-ge­ra­de­aus-style Ga­ra­ge Punk mit leich­ten Ähn­lich­kei­ten zu Bands wie S.B.F., Kid Chro­me oder Ar­se. Mal eher noi­sy, mal me­lo­disch, im­mer schön catchy und en­er­gisch.

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Alien Nosejob - HC45-2

Die zwei­te Hard­core-7" für Iron Lung Re­cords ist das hier von Mu­te­ant Ja­ke Robertson's Ali­en No­se­job, sein drit­ter Hard­core-fo­kus­sier­ter Re­lease ins­ge­samt, wenn ich mich nicht ir­re. Und na­tür­lich ar­tet das mal wie­der in ei­nen prach­vol­len klei­nen Hau­fen an ver­spiel­ten und ein­falls­rei­chen in­ter­pre­ta­tio­nen des Gen­res aus. Was hät­te man auch sonst er­war­tet?

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Cosme - Demo

Na das ist mal ein Le­cker­bis­sen! Ei­ne Band aus Ciu­dad Ló­pez Ma­te­os, Me­xi­ko lie­fert hier ei­ne Con­tai­ner­la­dung pu­rer Glück­se­lig­keit ab, die sich in drei un­mit­tel­bar vor­wärts ge­hen­den Song­ka­no­nen ma­ni­fes­tiert. Die Syn­th-Gla­sur oben­drauf per­fek­tio­niert ei­nen drin­gend be­nö­tig­ten Zu­cker­flash, der so­fort ins Blut über­geht.

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Set-Top Box - Max Headroom

Vier neue und ge­wohnt un­wie­der­steh­li­che Ga­ra­ge- und Syn­th­punk-Le­cke­rei­en von die­ser doch recht mys­te­riö­sen Band ir­gend­wo aus Aus­tra­li­en, mit de­nen sie sich ein Stück wei­ter der de­vo­fi­zier­ten DIY Punk-Per­fek­ti­on an­nä­hern und ih­ren be­reits im Auf­stieg be­find­li­chen Sta­tus un­ter den ge­gen­wär­ti­gen Übers­pa­cken des Gen­re­pools un­ter­mau­ern.

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Civic - Future Forecast

Der ers­te Lang­spie­ler der Ka­pel­le aus Mel­bourne setzt naht­los fort, was schon die frü­he­ren EPs so lie­bens­wert mach­te. Si­cher, ih­rem old­schoo­li­gen Ga­ra­ge Punk mit deut­li­chem Ra­dio Bird­man-Ein­schlag ist in­zwi­schen ein ganz schön lan­ger Bart ge­wach­sen. Aber was für ein char­man­ter, ja gött­li­cher Bart das ist! Es ist ih­nen zu­gu­te zu hal­ten, dass sie auch et­was Ab­wechs­lung ver­su­chen, hier und da mal ei­nen kla­ren Wi­pers-Ein­fluss durch­schei­nen las­sen, mit düs­te­rem Post Punk rum­spie­len oder sich an Am­Rep-mä­ßi­gem Sludge- und Noi­se Rock ver­su­chen. Aber ma­chen wir uns hier nichts vor; am bes­ten sind sie im­mer noch dar­in, strai­gh­te aber aus­ge­feil­te Ro­cker am flie­ßen­den Band raus­zu­hau­en wie ei­ne gut ge­öl­te Ma­schi­ne.

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T.L.B.M. & The Joy Toys - T.L.B.M. & The Joy Toys

Für je­den Käu­fer die­ser net­ten klei­nen Kas­set­te - er­schie­nen bei den all­seits be­lieb­ten Ver­ti­ckern in­kor­po­rier­ter, in­no­va­ti­ver Dis­kon­ti­nui­tät - gibt's ei­ne gra­tis fake Back­sto­ry da­zu. Nee klar, 1982… das ist na­tür­lich im­mer noch der glei­che Typ, der vor ge­rau­mer Zeit das Ding hier ver­bro­chen hat­te. Sein neu­es­ter Out­put hat ein bi­schen wei­ni­ger ka­put­tes Rum­ge­schwur­bel im Tee, was er aber mit mehr Fuzz, mehr Me­lo­dien und durch Ab­we­sen­heit glän­zen­den Pro­duk­ti­ons­wer­ten aus­zu­glei­chen ver­steht. Für mei­ne Oh­ren klingt's ge­nau rich­tig.

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