Flowers Of Evil – City Of Fear

Flowers Of Evil - City Of Fear

Das zweite Album der Band um Cro­co­di­les-Sän­ger Bran­don Wel­chez gefällt mir mal wie­der um Län­gen bes­ser als das, was seine andere Band in ver­gan­ge­nen Jah­ren so fabri­ziert hat und knüpft naht­los da an, wo das Debüt­al­bum vor zwei Jah­ren auf­ge­hört hat: Old­schoo­li­ger Hard­core­punk trifft hier auf staub­tro­ckene Gara­ge­punk-Riffs, einen gele­gent­li­chen Hauch von post­pun­ki­ger Dis­so­nanz und es weht kein Wind von 1976 1977. Auch der Ver­gleich zu frü­hen Teen­an­ger und Video trifft immer noch zu.



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Pinkbatts – BLACK to COMM Session 020417

Pinkbatts - BLACK to COMM Session 020417

Da hab ich letzte Woche noch den Wunsch nach etwas bes­ser klin­gen­den Auf­nah­men der Band aus Syd­ney geäu­ßert und der geht dann auch noch prompt in Erfül­lung. Und zwar in Form einer Live-im-Stu­dio-Ses­sion für Black Wire Records. Die bestä­tigt den guten Ein­druck, den die LoFi-mäßige erste (Live-)EP bei mir gemacht hat. Ganz exzel­len­tes Zeug ist das näm­lich. Immer auf­pas­sen, was man sich wünscht. Dies­mal ist es noch gut aus­ge­gan­gen.

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Cold Kids – Das Wollen Wir 7″

Cold Kids - Das Wollen Wir 7"

Gar nicht übler deutsch­spra­chi­ger (Post-)Punk aus Bam­berg.

Debate Club – Fish Fry

Debate Club - Fish Fry

Schi­cker zwei­ter Kurz­spie­ler einer Band aus Mont­real mit zurück­ge­lehn­tem Garage Rock und einem Hauch von Surf, der zuletzt über das fran­zö­si­sche Label Beko den Weg hier­hin gefun­den hat.


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Haldol – The Totalitarianism of Everyday Life

Haldol - The Totalitarianism of Everyday Life

Auf ihrem zwei­ten Lang­spie­ler navi­gie­ren Hal­dol aus Phil­adel­phia selbst­be­wus­ter als je zuvor durch Song­ma­te­rial, das eben­falls durch­weg zum bis­her stärks­ten der Band gehört. Ihr dun­kel­grauer Death- und Post­punk hat dabei ordent­lich an Druck und Tex­tur gewon­nen, gibt sich inner­halb sei­nes Genre-Spiel­raums uner­war­tet abwechs­lungs­reich und hat auch ein paar neue Über­ra­schun­gen an Bord. Wenn bei­spiels­weise gleich in den ers­ten bei­den Songs Asso­zia­tio­nen an die Noi­sero­cker Spray Paint wach­ge­ru­fen wer­den oder an Wipers erin­nernde Leads los­bre­chen, als hätte der alte Herr Sage selbst vor­bei­ge­schaut. Hier hat eine Band ein­deu­tig ihren Sound gefun­den; alles sitzt, passt, wackelt und hat Luft auf die­ser Platte.



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Power-Buddies – Lonely Ghoul

Power-Buddies - Lonely Ghoul

Knappe drei Jahre nach ihrer Debüt-EP weiß mich die Gara­gen­band mit stark vari­ie­ren­der Beset­zung aus dem kana­di­schen Edmon­ton ein wei­te­res mal zu über­zeu­gen. Auf dem zwei­ten Tape der Band gibt es Gara­ge­punk mit Anklän­gen an Mudho­ney und Feed­time zu hören, dem sie eine kon­stante Schlag­seite ver­pas­sen, ohne dass der alte Kahn jemals abzu­sau­fen droht.


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Secret Shine – There Is Only Now

Secret Shine - There Is Only Now

Eigent­lich mag ich ja Shoegaze, sehr gerne sogar. Aber irgend­wie ver­mag mich aus der aktu­el­len Gene­ra­tion von Bands die­ses Gen­res wenig zu begeis­tern. Ich kann nicht zu hun­dert Pro­zent benen­nen, warum das so ist.

Teil mei­nes Pro­blems mit aktu­el­lem Shoegaze liegt wohl darin begrün­det, dass der Zeit­geist eher zuguns­ten von pop­pi­gen und lei­sen bis kaum wahr­nehm­ba­ren Dream­pop-Klän­gen aus­schlägt. Lärm ist gerade nicht ange­sagt. Ent­spre­chend dre­hen sich die musi­ka­li­schen Ein­flüsse und der Dis­kurs in den ein­schlä­gig bekann­ten Musik­ma­ga­zi­nen der­zeit vor allem um die mir per­sön­lich voll­kom­men am Arsch vor­bei­ge­hen­den Slow­dive, die die­ses musi­ka­li­sche Nichts per­fek­tio­niert hat­ten.

Eine andere Erklä­rung drängt sich mir auf, wenn ich mal wie­der ein paar mei­ner per­sön­li­chen Genre-Favo­ri­ten von alten Bands wie Chap­ter­house, Ride, Lilys, Swer­ve­d­ri­ver oder Pale Saints aus der Mot­ten­kiste hole. Dann fällt mir auf, das jede die­ser Bands ein aus­ge­zeich­ne­tes Gespür für zeit­lose (Power-)Popsongs hatte. Mal sehr aus­for­mu­liert, mal eher vage und mini­ma­lis­tisch, aber immer ein funk­ti­ons­tüch­ti­ges und sehr effek­ti­ves Grund­ge­rüst um die Arran­ge­ments der Bands zu tra­gen. Das geht mei­nes Erach­tens dem über­wie­gen­den Teil aktu­el­ler Shoega­zer voll­kom­men ab und viele davon täten gut daran, sich etwas auf diese alten Tugen­den zu besin­nen, anstatt end­los irgend­was an ihren Effekt­boards zu opti­mie­ren.

Das aktu­elle Album von Secret Shine (Ja, ich weiß. Ganz so neu ist das nicht mehr.) illus­triert das mal wie­der bes­tens und zeigt, wie so was rich­tig geht. Die Band aus Bris­tol wurde 1991 gegrün­det, kam damit etwas ver­spä­tet in der Szene an und hat im Laufe der frü­hen Neun­zi­ger ein Album und ’ne Hand­voll 7″s auf dem damals wich­ti­gen Label Sarah Records ver­öf­fent­licht. Damals eine von vie­len Bands, die nichts bahn­bre­chend neues fabri­zier­ten, aber für einen kon­stan­ten Strom an grund­so­li­dem Shoegaze sorg­ten.

In der heu­ti­gen Land­schaft strahlt ihre neue Platte dafür umso mehr. Das Song­ma­te­rial würde ich mal als „öko­no­misch“ bezeich­nen; auf das Wesent­li­che redu­ziert und keine Note zu viel, aber immer genug um den Songs ein kla­res Pro­fil zu ver­pas­sen, sie nicht in der Belie­big­keit ver­sin­ken zu las­sen. Auch die Pro­duk­tion der Platte trifft den Nagel auf den Kopf. Klar, druck­voll und viel­schich­tig, so wie viele der lieb­ge­won­ne­nen Klas­si­ker. So muss das.



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Pinkbatts – Marrickville Bowling Club

Pinkbatts - Marrickville Bowling Club

Das erste Lebens­zei­chen die­ser Band aus Syd­ney kommt in der Form eines Lo-Fi-mäßi­gen Mit­schnitts aus der titel­ge­ben­den Loca­tion. Der macht mit sei­ner wun­der­bar unge­wa­sche­nen Mischung aus Noise, Sludge und (Post-)Punk schon ganz schön neu­gie­rig und lässt hof­fen, dass wir das Mate­rial in naher Zukunft auch mal in etwas höher­wer­ti­gen Record­ings zu hören bekom­men.


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Cerimonia Secreta – Da Sempre

Cerimonia Secreta - Da Sempre

Hui, da kommt einem ordent­lich Wind ent­ge­gen auf dem ers­ten Lang­spie­ler die­ser Band aus Mai­land. Zu hören gibt’s ers­klas­si­gen Post­punk der düs­te­ren und ener­gi­schen Sorte mit maxi­ma­lem Ange­pisst­heits-Fak­tor. Als Refe­ren­zen in der jün­ge­ren Ver­gan­gen­heit fal­len mir so Bands wie Sar­casm, Nega­tive Space, Dis­joy oder Columns ein.



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Italia 90 – Italia 90

Italia 90 - Italia 90

Wie aus dem Nichts kommt plotz­lich diese Lon­do­ner Band daher mit einer bril­li­an­ten Debüt-EP und einem Sound aus rohem, aber kon­tro­lier­tem Post-​/​Artpunk und einem herz­haf­ten Garage-Nach­bren­ner. Man darf sich dabei durch­aus an so unter­schied­li­che Bands wie etwa Flip­per, The Fall, Wire oder Swell Maps erin­nert füh­len.


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