Big Bopper - Introducing Big Bopper

Puh.. wer auch im­mer die­ses Al­bum ge­mischt und/​oder ge­mas­tert hat muss ge­ra­de­zu taub sein. Ich bin ja ei­ni­ges an klang­li­chen Ex­tre­men ge­wohnt und las­se nor­mal im­mer die Fin­ger von den Klang­reg­lern, aber hier pas­siert es mir zum ers­ten mal, dass ich ei­ne Ver­öf­fent­li­chung nicht er­tra­ge oh­ne bru­tal die Hö­hen run­ter zu dre­hen. Un­ter Um­stän­den mag das phy­si­sche Tape dies­be­züg­lich we­ni­ger schmerz­haft sein als die di­gi­ta­le Ver­öf­fent­li­chung.

Da­von ab­ge­se­hen tritt das hier aber or­dent­lich Arsch. Kei­ne Ah­nung war­um das bei mir so lan­ge ge­dau­ert hat - ich bin mir si­cher, über die­ses Ding schon mal ge­stol­pert zu sein, aber ir­gend­wie brauch­te mein ka­put­tes Ge­hirn noch­mal ei­ne Er­in­ne­rung in Form ei­ner er­neu­ten (nur di­gi­ta­len?) Ver­öf­fent­li­chung bei Good­bye Boo­zy um die Qua­li­tä­ten der Te­xa­ner zu re­gis­trie­ren. Die spie­len je­den­fal­le ei­nen ziem­lich wil­den, schwer vor­her­seh­ba­ren Misch­ling mit Ele­men­ten aus Ga­ra­ge Punk, Noi­se Rock, Post Punk und Post­core, den man je nach Lau­ne mal mit Pat­ti, Ro­lex, Cu­tie, Mys­tic Ina­ne or Bran­dy ver­glei­chen mag.

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TVO - Fall In A Pit

Ei­ne wei­te­re Ham­mer-EP von TVO aus Phil­adel­phia. Die­ses­mal wird der Ga­ra­gen­fak­tor deut­lich hoch­ge­fah­ren, oh­ne den Hun­ger der Band nach old­schoo­li­gem pro­to-noi­se rock und -sludge zu ver­nach­läs­si­gen. Man stel­le sich ei­ne selt­sa­me Mi­schung aus den New Yor­kern Cu­tie und aus­tra­li­schen Ga­ra­gen­bands wie Mi­ni Skirt, Pist Idi­ots vor, wel­che dann seit­wärts mit al­tem Kra­wall vom Schla­ge U-Men, Sci­en­tists, X (Syd­ney, nicht L.A.) kol­li­diert und viel­leicht auch noch ei­nem lei­sen Hauch von Mud­ho­ney.

Wails - Killer Wails

Whoosh! Die zwei­te EP der Wails aus Stock­holm bringt ei­ne wei­te­re grund­so­li­de La­dung hoch­ent­zünd­li­cher Ga­ra­ge Punk-Num­mern an die Frau von Welt. Ein ge­ring­fü­gig Noi­se-las­ti­ger Sound ist das, der sich ir­gend­wo zwi­schen den Tu­gen­den von The Cow­boy, Sau­na Youth, Ex-Cult und True Sons Of Thun­der fest­ge­bis­sen hat.

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Tarred Cell - Tarred Cell

Schön def­ti­ger Noi­se­core rei­nigt die Ge­hör­gän­ge auf der De­büt-EP die­ser Band, de­ren Mit­glie­der sich quer über Ber­lin, Leip­zig und Bonn ver­streu­en. Das had si­cher ein biss­chen was von Acry­lics, Vul­tu­re Shit, Soupcans und Stink­ho­le… oder al­ter­na­tiv auch von No Trend, Flip­per und Bro­ken Ta­lent mit je­weils drei­fa­cher Ge­schwin­dig­keit.

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Puritans - Puritans

Rund vier Jah­re nach ih­rem letz­ten Le­bens­zei­chen be­kom­men wir recht über­ra­schend ei­nen neu­en Kurz­spie­ler der Band aus Van­cou­ver vor­ge­setzt, die im Jah­re 2016/​17 mit ei­ner ma­kel­lo­ses EP über­zeug­te, ge­folgt von ei­nem et­was ent­täu­schen­den, un­aus­ge­go­re­nen Nach­fol­ger. Die vier neu­en Songs prä­sen­tie­ren sie hin­ge­gen wie­der ganz in ih­rem Ele­ment, al­ter­nie­rend zwi­schen zwei en­er­gi­schen Lär­me­rup­tio­nen und ei­nem ge­tra­ge­ne­ren, me­lan­cho­li­schen Dop­pel­pack, das ein biss­chen mehr Ge­duld ein­for­dert um sich dann aber ganz vor­züg­lich zu ent­fal­ten. Wie schon zu­vor er­in­nert mich das an ei­ne et­was me­lan­cho­li­sche­re, un­auf­ge­reg­te und me­lo­di­sche In­kar­na­ti­on von Rank/​Xerox, Sar­casm oder Sie­ve­head.

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Tee-Vee Repairman - Patterns

Wenn man ge­ra­de vom Teu­fel spricht… kommt auch gleich schon das neu­es­te Un­ter­fan­gen des Wart­t­man-Im­pe­ri­ums um die Ecke ge­bo­gen, ent­zü­ckend wie eh und je. Vier un­ge­schlif­fe­ne Ohr­wür­mer aus Ga­ra­ge Punk und Power Pop, die mich von al­len Wart­t­man-Bands und -pro­jek­ten am ehes­ten an R.M.F.C. und Sa­ta­nic To­gas er­in­nern, aber mit ei­nem ge­wis­sen Sou­thern Rock-Schlen­ker (in die­sem Fall… der Sü­den wo­von ei­gent­lich?) nicht ganz un­ähn­lich zu frü­hen Sheer Mag EPs.

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Prison Affair & Research Reactor Corp. - Split EP

Die aus­tra­li­schen Wart­t­man-An­häng­sel Re­se­arch Re­ac­tor Corp. und die Spa­ni­er Pr­i­son Af­fair ha­ben nicht nur be­züg­lich ih­rer Lo-Fi Ga­ra­ge-Klang­äs­the­tik viel ge­mein­sam, son­dern bei­de ha­ben auch be­reits (wieder-)Veröffentlichungen an der ers­ten The­ke vor­zu­wei­sen, da­her ist es jetzt auch nicht mehr so über­ra­schend, dass bei­de für ei­ne gei­le neue Split-EP auf ETT ge­mein­sa­me Sa­che ma­chen - zehn Mi­nu­ten eben­so schrä­ge wie ein­gän­gi­ge Ga­ra­ge Punk-Qua­li­täts­wa­re, die Gen­re-Fein­schme­cker er­neut über­zeu­gen wird.

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Skeleton Glove - Skeleton Glove

Die Ber­li­ner wa­ren mir bis­her von ei­ner Hand­voll De­mos be­kannt, die al­le­samt mehr oder we­ni­ger an den schä­bi­gen Pro­duk­ti­ons­wer­ten krank­ten. Um­so schö­ner des­halb, sie jetzt mal in ei­nem Sound zu hö­ren, der ih­rer schie­ren Wucht ge­recht wird. Das Re­sul­tat ist min­des­tens so gut wie ich es ver­mu­tet hät­te - ih­re ul­tra-räu­di­ge Mi­schung aus Post- und Hard­core­punk mit An­lei­hen von De­ath Rock und Ga­ra­ge schlägt zu­ver­läs­sig ge­nau da ein wo es weh­tut.

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LLRR - < = >

Ein ech­ter Le­cker­bis­sen von ei­ner Band aus Kyo­to! LLRR ma­chen Post Punk, der sich glei­cher­ma­ßen catchy und kan­tig gibt. Häu­fig tanz­bar, manch­mal mit Mathrock-Struk­tu­ren spie­lend, in an­de­ren Mo­men­ten aus­ge­spro­chen old­school No Wa­ve-fun­ky. Ei­ne bom­ben­fes­te Rhyth­mus­sek­ti­on rollt den idea­len Klang­tep­pich aus, auf dem sich die wi­der­spens­ti­gen und doch manch­mal un­er­war­tet me­lo­di­schen Erup­tio­nen vom Gi­tar­ris­ten Yu­zu­ru Sa­no und hyp­no­ti­sche Vo­cals von Min­a­mi Yo­ko­ta aus­brei­ten kön­nen, wel­che oft so in­te­gral in das rhyth­mi­sche Fun­da­ment ver­wo­ben sind wie man es sel­ten von ak­tu­el­len Bands hört.

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Super Cheap - Volume II

Habt ihr schon die­se Su­per Cheap EP ge­hört, die man su­per­bil­lig von Pain­ters Tapes be­kom­men kann? Das ist ein schrä­ger klei­ner Klum­pen aus Bau­stel­len­lärm - ziem­lich wild, schnell und an­ge­nehm kurz. Et­wa so wie ein Misch­ling aus Soupcans, Lum­py and the Dum­pers, Stink­ho­le und Con­nie Vol­taires di­ver­sen Hard­core-Pro­jek­ten.

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